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Freitag, 1. Juni 2007
Fundstücke 01.06.2007
Feynsinn zur Einschränkung der Pressefreiheit durch das BKA.
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Das Schattenkabinett aus Gütersloh.
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SpiegelOnline zum Thema Einschränkung der Pressefreiheit.
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taz zum gleichen Thema.
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Wie Hessen die Verfassungsklage gegen die Studiengebührenverfassungsklage behindern wollte.
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Mal wieder echt was für's Geld.
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Genialer Spiegel-Artikel gegen die BILD.
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Telepolis-Analyse der Geschehnisse in Venezuela, empfehlenswert!
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Donnerstag, 31. Mai 2007
Sackgasse Bachelor
Zitat des Tages
- Shurak
Franzosen beschweren sich über Euro
Ich frage mich, was schlimmer ist: die blasierte Arroganz und politische Unfähigkeit oder die vollkommene Ahnungslosigkeit über wirtschaftliche Grundlagen. Zum einen sind wir in Europa eine Union. Das bedeutet: kein Kampf der Länder untereinander wie im Zweiten Weltkrieg, sondern Kooperation. Auch ach so unabhängige Zentralbanken haben hier eigentlich den Auftrag, die Wirtschaftspolitik ihrer Länder zu stützen und nicht einen Staat im Staate aufzubauen, wie es die EZB tut (und früher die Bundesbank). Zum anderen gilt immer noch der alte Grundsatz, dass der Leistungsbilanzüberschuss des einen Landes das Saldo des anderen ist. Wenn Deutschland Exportweltmeister ist, muss es irgendwo Importweltmeister geben. Das auch gesetzlich verankerte Ziel von Wirtschaftspolitik (der, wie erwähnt, die EZB eigentlich verpflichtet wäre) ist aber eine AUSGEGLICHENE Außenhandelsbilanz. Es nervt sowieso ständig, wie "Exportweltmeister" als Auszeichnung gebraucht wird. Es zeugt von einer massiven volkswirtschaftlichen Schieflage in Deutschland, denn die Binnenkonjunktur ist katastrophal. Deswegen wäre zu wünschen, dass Sarkozy hier einige Erfolge aufweisen könnte.
Fundstücke 31.5.2007
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Die FTD macht mal wieder Hans-Werner Sinn fertig. Immer feste druff!
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Ein Wahnsinnsartikel des Spiegelfechters über den geplanten Transrapidbau Irans.
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Volle Kraft zurück
Eigentlich ist sonnenklar, dass das verfassungswidrig ist, das hat das BVerfG bereits 1969 anerkannt:
Mit diesem Konzept würde ein Konstrukt wieder eingeführt werden, das vom Bundesverfassungsgericht bereits 1969 verboten wurde. Demnach hat der Staat nicht die Aufgabe, seine Bürger zu bessern und auch nicht das Recht, ihnen die Freiheit zu entziehen, nur um sie zu bessern, solange sie sich nicht selbst oder andere gefährdeten. (PR Sozial)
Es ist empörend, aber absolut nicht überraschend, dass ausgerechnet Kurt Becks Staat, der sich mit dem Label "SPD" zu schmücken versucht, dieses System einführen will. Die offene Rückkehr zu Methoden der Nazizeit, des Mittelalters und all den Episoden dazwischen, die an der Menschheitsgeschichte schlecht waren, ist in dem Maße ihrer zynischen Offenheit ungemein erschreckend.
Dabei ist unbestritten, dass viele Arbeitslose (und auch einige Arbeitnehmer) so tief im Sumpf der Lethargie versunken sind, dass sie Hilfe und Anstoß von draußen benötigen. Im Unterschichtenfernsehen können sie sich dabei sogar live bewundern, wenn der Gerichtsvollzieher in "Raus aus den Schulden" hoffnungslos verschuldeten Privathaushalten auf die Beine zu helfen versucht und nebenbei dem Lobbyismus frönt, während die BILD das publizistische Begleitfeuer liefert. Entstanden ist diese massive geistige Verelendung, die auch Ursache wie Symptom der politischen Verwahrlosung dieser Tage ist, durch die überbordende Regulierungswut eines deregulierten Sozialstaats. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal den Neolibs das Wort reden würde, aber in einem haben sie Recht:
Die Bürokratisierung und Regulierung des Sozialstaats ist eine wichtige Ursache für viele Probleme, die derzeit die Gesellschaft beuteln. Nur ziehe ich einen anderen Schluss daraus. Gebt den Arbeitslosen das Geld so, ohne Bedingung, ohne Zuschussregeln. Einfach Geld geben, fertig. Wie sie es ausgeben, ihr ihr Problem, sie sind alle erwachsen. Da braucht es keine Regeln, wie viel für Wasser, Elektrizität, Auto und Wohnung. Dieses Abnehmen des Denkens für breite Teile der Bevölkerung hat zu dem absoluten Phlegmatismus geführt, zur intellektuellen Verwahrlosung, zum Siegeszug der Unterschichtenunterhaltung. Vorbei die Zeiten, als die Arbeiter in der SPD und den Gewerkschaften organisiert waren und nach Feierabend etwas für ihre Weiterbildung taten (so es sie je gegeben hat). Heute laufen Frauentausch, Nashhorn, Zebra und Co, DSDS, Die Supernanny und Germanys next Topmodel. Die Produkte dieser Unterhaltungs"kultur" sind entsprechend.
Ohne den Stopp dieser Übernahme jedes Nachdenkens, Kalkulierens und Organisierens werden diese Menschen nie wieder vernünftig in die Gesellschaft integriert werden können, sondern stets ein regulierungsbedürftiges Proletariat ohne Zukunft bleiben, das vor dem Fernseher mit der Bierflasche in der Hand und der Fluppe im Mundwinkel versumpft. Aber genau das scheint beabsichtigt zu sein. Denn wer geistig tot ist, wählt auch nicht mehr. Und Nichtwählen heißt, SPD und CDU zu unterstützen.
Nachtrag: Der Kommentar der NachDenkSeiten:
Ich würde das gerne kommentieren, aber mir fehlen die Worte. Ich hoffe inständig, dass sich das ganze als Ente herausstellt.
Mittwoch, 30. Mai 2007
Fundstücke 30.5.2007
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Perspektive2010 mit einem besonders horrenden Privatisierungstodesfall.
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Bei der SZ: Innenansicht der G8-Protestkultur.
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Zum Tod Benno Ohnesorgs, der sich am Samstag zum dreißigsten Mal jährt.
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Weh dem, der Zäune zieht.
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Vorstoß der Lebensmittellobby
Ein dicker Hundt, ein sehr dicker
Neonazis und Linke in Einheitsfront gegen G8?
Dabei differenziert der Artikel erstaunlich gut, denn die Unterscheidung zwischen Linken und Rechten lässt sich weiterhin scharf in der Ideologie ziehen: die Linke will eine andere Globalisierung, die Rechte keine. Eine Zusammenarbeit mit der NPD jedenfalls würde die ganze Bewegung diskreditieren, so viel ist sicher.
Dienstag, 29. Mai 2007
Geiz ist nicht mehr geil
Fernsehen im Spiegel der Privatisierung
Prognosenzauber
Schöner leben mit Statistik
BILD auf Kreuzzug, Teil XVII
BILD auf Kreuzzug, Teil XVI
Montag, 28. Mai 2007
Fundstücke 28.5.2007
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Zur neuesten Hamburger Anti-G8-Demo.
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Rebellion gegen die Hauptschule in Oberschwaben.
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Fundstück
Dieses Gedicht kann man einer Person seiner Nichtschätzung vortragen:
Wichtigstes Körperteil
Ein Mensch, der hatte Langeweile,
da stritten sich die Körperteile
sehr heftig und mit viel Geschrei
wer nun der Chef von ihnen sei.
Natürlich ich, sprach das Gehirn,
sitz ganz oben hinter der Stirn,
bin stets am Denken, muss euch leiten,
bin Nummer eins, wer will’s bestreiten!
Die Beine riefen, halb im Spaße,
gib nicht so an, du Wabbelmasse,
durch uns kann sich der Mensch erst regen,
sich umtun und nach vorn bewegen.
Die Augen riefen: Uns sollte man zum Chef erklären,
wenn wir nicht ständig wachsam wären!
Und plötzlich pfiffen auch die Ohren:
Ohne uns da wär das Gleichgewicht verloren!
Das Herz, die Nieren und die Lunge,
die Nase, Arme als auch Zunge
ein jeder legte schlüssig dar
dass er der Chef vom Ganzen war.
Bevor das Streitgespräch erlosch
furzte jemand: Hei – phffff – ICH bin der Boss!
Haha, wie alle Körperteile lachten
Das Loch, hihi, ihre Späße machten,
doch der Arsch war flugs verdrossen,
hat zielbewusst sich fest verschlossen.
Er dachte starrsinnig bei sich,
hm, die Zeit, sie arbeitet für mich,
wenn ich mich weigere zu scheißen,
werd ich die Macht schon an mich reißen.
Schlaff wurden Ohren, Arme, Beine,
die Galle, sie produzierte Steine,
das Herz, es stockte schon bedenklich,
das Hirn, es fühlte sich ganz langsam kränklich,
doch das Gesäß, es blieb knallhart,
kein Fürzchen entkam ihm leise zart.
Zum Schluss, das sahen’s alle ein:
Der Boss kann bloß das Arschloch sein.
Und die Moral von der Geschicht:
Mit Fleiß und Arbeit schafft man’s nicht!
Denn warum soll die Ritze schwitzen,
wenn weiter man kommt mit aussitzen.
Um Boss zu werden hilft allein
Ein Arschloch von Format zu sein,
das mit viel Lärm und ungeniert
nichts als nur Scheiße produziert!
Donnerstag, 24. Mai 2007
Fundstücke 24.5.2007
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Wut! zur Stern-Forderung der Heldenverehrung in Deutschland.
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Lawlita zur Internetfreiheit.
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Spiegelfechter zum Tod von Fernsehprediger Falwell.
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Hochinteressantes Streitgespräch in der Zeit, in der ein Privatrentenlobbyist gnandenlos untergeht.
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Sogar der Spiegel merkt: Studiengebühren werden für illegale Zwecke missbraucht.
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Fluch der Rationalisierung
Nun müssen aber immer mehr Unternehmen feststellen, dass das goldene Kalb so golden doch nicht ist: die sich entfaltende zarte Konjunktur von um die 2,5% überfordert die Unternehmen bereits gnadenlos, denen - wie überraschend - die Mitarbeiter fehlen, um mit der steigenden Auftragslage fertig zu werden. Über die Hälfte aller Unternehmen musste in diesem Jahr laut Handelsblatt bereits lukrative Aufträge ablehnen, weil Kapazitäten fehlen, eine kleine Grippewelle legt bereits den halben Betrieb lahm. Und das alles, weil man nicht auf den Rat von Ökonomen gehört hat, sondern sich allein am eitlen Zahlenwerk berauscht hat - ein weiterer durchschlagender Beweis für die Nutzlosigkeit und Gefährlichkeit der aktuell herrschenden ökonomischen Lehre.