Dienstag, 27. Januar 2026

Trump und das Völkerrecht - Vermischtes 27.01.2026

 

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die "Fundstücke" erhalten ausführlichere und thematisch gegliederte Hinführungen zu verschiedenen Artikeln aus den Weiten des Netzes dar. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind Zwischenüberschriften eingezogen, bitte auf die referieren. Dazu gibt es die "Resterampe", in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde.

Freitag, 23. Januar 2026

Bücherliste September 2025 bis Januar 2026

 

Ich komme gerade aus vielerlei Gründen nicht dazu, für alle Dinge, die ich lese, eigene Rezensionen zu erstellen. Deswegen lasse ich eine alte Tradition wieder aufleben und erstelle hier eine Übersicht über einige Titel, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, mit einigen Anmerkungen. Die Titel dieser Liste wurden von September 2025 bis Januar 2026 gelesen. Alle Links führen zu Amazon; wenn ihr darüber bestellt, erhalte ich einen kleinen Anteil. Damit genug der Vorrede, los geht’s.

Mittwoch, 21. Januar 2026

Rezension: Bob Blume - Lesen. Schreiben. Ein Plädoyer für ein besseres Miteinander

 

Bob Blume - Lesen. Schreiben. Ein Plädoyer für ein besseres Miteinander

Ein Mensch lebt nur ein Leben, aber durch Bücher kann er tausende leben. So oder ähnlich geht jedenfalls das Sprichwort. Umso mehr gilt das natürlich für diejenigen, die schreiben. Sei es Belletristik, Lyrik oder Sachtext, wer schreibt, lebt weitere Leben, entwickelt sich weiter. Manche Menschen verspüren einen regelrechten Drang zu schreiben. Einer dieser Menschen ist Bob Blume. Man kann ihm nicht eben vorwerfen, damit hinterm Berg gehalten zu haben; bereits in seinen frühesten Blogeinträgen sprach er darüber, dass er stets das Bedürfnis zu schreiben und Geschriebenes zu veröffentlichen gespürt hat. Ich kann das nachempfinden; mir ging und geht es genauso. Dieser Blog ist nur ein sichtbarer Ausdruck davon, auch wenn ich den Aufkleber des Spiegel-Bestsellerautors eher als ferne Vision am Horizont habe. Für Bob lag es daher nur nahe, eine Metareflexion über das Lesen und Schreiben zu schreiben - und was es für das Verhältnis von uns Menschen bedeutend, den Schreibenden wie den Lesenden.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Die Feinde der Freiheit moralisieren mit chinesischen Bussen in Afghanistan gegen die neuen Abiformate - Vermischtes 15.01.2026

 

Die Serie „Vermischtes“ stellt eine Ansammlung von Fundstücken aus dem Netz dar, die ich subjektiv für interessant befunden habe. Die "Fundstücke" erhalten ausführlichere und thematisch gegliederte Hinführungen zu verschiedenen Artikeln aus den Weiten des Netzes dar. Um meine Kommentare nachvollziehen zu können, ist die vorherige Lektüre des verlinkten Artikels empfohlen; ich übernehme keine Garantie für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Zusammenfassungen. Für den Bezug in den Kommentaren sind Zwischenüberschriften eingezogen, bitte auf die referieren. Dazu gibt es die "Resterampe", in der ich nur kurz auf etwas verweise, das ich zwar bemerkenswert fand, aber zu dem ich keinen größeren Kommentar abgeben kann oder will. Auch diese ist geordnet (mit Buchstaben), so dass man sie gegebenenfalls in den Kommentaren referieren kann. Alle Beiträge sind üblicherweise in der Reihenfolge aufgenommen, in der ich auf sie aufmerksam wurde.

Dienstag, 13. Januar 2026

Bohrleute 118 - Imperiale Überdehnung, Zerfasern der Peripherie und regime change in Europa, mit Alexander Clarkson

 

Die USA rufen den regime change in Europa aus, wollen Grönland besetzen, entführen den venezuelanischen Präsidenten, erheben Anspruch auf absolute Dominanz "der westlichen Hemisphäre" und mischen sich in Wahlen ein. Gleichzeitig besetzt eine schnell aufgebaute paramilitärische Faschotruppe Minneapolis und ermordet Zivilisten. Was ist da los? Ich diskutiere die Frage mit dem stets brillanten Alexander Clarkson vom King's College London.

Montag, 12. Januar 2026

Rezension: Thomas E. Ricks - Waging a good war. A Military History of the Civil Rights Movement, 1954-1968

 

Thomas E. Ricks - Waging a good war. A Military History of the Civil Rights Movement, 1954-1968 (Hörbuch)

Die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung wird vor allem als eine bereinigte Feel-Good-Geschichte erzählt, in die sich die weiße Mehrheit mit hineinimaginieren kann. Ähnlich wie in Deutschland quasi alle im Widerstand waren und nur extrem böse Menschen Nazis waren, waren Segregationisten in den USA eine winzige, bösartige Minderheit, die merkwürdigerweise dennoch im ganzen Land die Gleichstellung der Schwarzen ein Jahrhundert lang nicht nur verhindert, sondern vor allem (aber bei weitem nicht nur) im Süden in mörderischer Gewalt gesichert hatte. In dieser Fantasieerzählung steht Rosa Parks im Bus nicht auf, hält Martin Luther King eine Rede in Washington, eventuell gibt es noch den Marsch über die Brücke in Selma, weil jemand den Film gesehen hat, und dann erkennen die Weißen die moralische Überlegenheit der Bürgerrechtsaktivisten an und der Rassismus wurde besiegt. Ähnlich wie 1945 die braunen Aliens wieder in die Raumschiffe stiegen, aus denen sie 1933 kamen, und auf Nimmerwiedersehen verschwanden.

Donnerstag, 8. Januar 2026

Rezension: Evke Rulffes - Die Erfindung der Hausfrau. Geschichte einer Entwertung

 

Evke Rulffes - Die Erfindung der Hausfrau. Geschichte einer Entwertung

Es dürfte inzwischen allgemein bekannt sein, dass die Hausfrau als Ideal der bürgerlichen Gesellschaft eine soziale Konstruktion ist, die in früheren Epochen kein Äquivalent besitzt (und mangels einer bürgerlichen Gesellschaft auch nicht haben kann). Die Ubiquität der Hausfrau als Bezugspunkt weiblichen Rollenverständnisses vor allem im 19. und 20. Jahrhundert macht eine Beschäftigung mit ihren Ursprüngen umso interessanter. Wie so oft in der Geschichte ist die Annahme, dass etwas, das in einem Jahrhundert seine Blüte erlebte, seine Ursprünge im Jahrhundert davor besitzt, eine durchaus stabile. Evke Rulffes Werk über die "Erfindung der Hausfrau" ist deswegen im 18. Jahrhundert verortet und betrachtet die Entwicklung einer spezifischen geschlechtlichen Arbeitsteilung, wie sie für unsere Gesellschaften fundamental werden sollte und im 21. Jahrhundert mehr und mehr in die Kritik gerät. Da man immer wissen sollte, woher man kommt, wenn man irgendwo hin geht, macht diese Beschäftigung auch großen Sinn.