Freitag, 25. Mai 2012

Chomskys "Propagandamodell" als Update zur These der "Meinungsmache" der NachDenkSeiten


Die NachDenkSeiten sind schon eine merkwürdige Institution: Angefangen beim abschreckenden Namen über das graue Layout ohne Bilder und schlecht lesbarer Schriftgröße bis zur fehlenden Kommentarfunktion: Eigentlich macht die politische Nachrichten- und Kommentarseite der Herausgeber Lieb, Berger und Müller alles falsch, was man im Internet des Jahres 2012 so falsch machen kann. Und doch sind die NachDenkSeiten für viele unverzichtbar, die sich in der nicht eben reichhaltigen deutschen politischen Bloggosphäre in Speziellen und in der öffentlichen Debatte insgesamt eine starke linke Stimme wünschen.

Eine Gegenstimme zu liefern zu einer Medienlandschaft, die sich in der Wahrnehmung der Autoren uniform und einseitig konservativ darstellte, war dann auch der Anlass zur Gründung der Seite. "NachDenkSeiten sollen", so ist in der Selbstdarstellung zu lesen, "eine gebündelte Informationsquelle für jene Bürgerinnen und Bürger werden, die am Mainstream der öffentlichen Meinungsmacher zweifeln und gegen die gängigen Parolen Einspruch anmelden." Eine konservative Hegemonie, deren Vertreter alle Machtpositionen dieser Gesellschaft kolonialisiert haben, gegen eine kleine Rebellion namens NDS: So lässt sich wohl die Weltsicht der Herausgeber - leicht zugespitzt - interpretieren.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich die NachDenkSeiten nicht nur kritisch mit der vorherrschenden Politik und dem wirtschaftlichen System auseinandersetzen, sondern auch immer deren mediale Vermittlung im Blick haben. Eine Perspektive, die man angesichts der immensen Relevanz der Medien für die öffentlichen Debatte nur begrüßen könnte, wenn, ja wenn dabei nicht ein dermaßen naives Bild der Funktionsweise der Medien zum Vorschein käme, das die intellektuelle Statur der NDS ernsthaft in Mitleidenschaft zu ziehen droht. Denn so profund und wertvoll die politischen und ökonomischen Analysen der Autoren auch sein mögen - die ständige Wiederholung der These der "Meinungsmache" durch die Medien muss doch als im bestenfalle unterkomplex und simplizistisch, im schlechtesten Falle als geradezu falsch angesehen werden.

Dabei gibt es ja durchaus eine konsistente und kritische Medientheorie von links, deren Anwendung auf die deutsche Medienlandschaft gewinnbringend sein könnte: Noam Chomskys und Edward S. Hermans "Propagandamodell". Nun hat natürlich auch Herman und Chomskys Darstellung so ihre Schwachstellen, aber vom Erkenntnisgewinn des Propagandamodells sind die NDS mit ihrer plumpen Annamhe einer "Meinungsmache" leider meilenweit entfernt. Das Propagandamodell soll hier vorgestellt werden - dazu später mehr - doch zunächst ein kritischer Blick auf die Medientheorie der NachDenkSeiten.

Schauen wir uns beispielsweise die Interpretation der jüngsten Landtagswahlen an: Dass die FDP doch wieder den Einzug in die Parlamente in Kiel und Düsseldorf geschafft hat ist sicher ein Ärgernis. Aber wie konnte das geschehen? Nur durch eine gewaltige Medienkampagne, so Albrecht Müller, durch eine "totale Gleichschaltung der Meinung" (!) sei dies überhaupt möglich. Kurz vor den Wahlen hätten die Medien die FDP nach oben geschrieben:

Bei genauer Beobachtung kann man wissen, dass jene, die über viel Geld und publizistische Macht verfügen, Meinungen umdrehen können. 5 oder 6 % der Wähler zu überreden, dass es sinnvoll ist, die FDP zu wählen (...) Die totale Manipulation ist hier betrieben worden.„Meinungsmache“ ist deshalb das wichtigste Suchraster für treffende Analysen. (...) Kampagnen der Meinungsmache über all. Und clever geplant. Und strategisch langfristig angelegt.

Die Verwendung des Passiv ist hier aufschlussreich, denn Müller kann scheinbar nicht genau festmachen, wer in den Medien mit welchen Mitteln diese Meinungsmache zu welchem Zweck ausübt. Wie beinahe alle Medien dieses Unterfangen gemeinsam "strategisch" planen können: Auch hier eine große Lücke in Müllers Konzept. Letztendlich bedient er sich verschwörungstheoretisscher Annahmen: Als Grund für die Kampagnen kann sich Müller nur egoistische ideologische Interessen der Verlagslenker und -besitzer vorstellen, die konspirativ gemeinsam oder zumindest im gleichen Geiste eine Kampagne planten. Dazu scheinen die deutschen Redaktionen bevölkert von deren willigen Vollstreckern. Es wird also ein direkter, ungefilterter Kanal von den Interessen der medialen/wirtschaftlichen Eliten zu den Medieninhalten konstruiert. Diese Annahmen sind - gelinde gesagt - höchst unwahrscheinlich und eines aufgeklärten linken Diskurses nicht angemessen.

Zwei wesentliche Fragen stellen sich bei der Analyse der politischen Ideologie der Massenmedien. Erstens: Sind die deutschen politischen Medien (bzw. deren Output) tatsächlich ideologisch so rigide konservativ/neoliberal wie von den NDS dargestellt? Diese Frage soll hier nur kurz angerissen werden und lässt sich nicht eindeutig beantworten. Und zweitens - mal angenommen man stimmt der These zu - wie kommt dieser Bias zustande? Damit beschäftigt sich Herman und Chomskys Propagandamodell.

Zur ersten Frage: Sind unsere Medien tatsächlich so konservativ wie behauptet? Dies ist einerseits natürlich eine rein empirische Frage, die aber unheimlich schwer reliabel zu beantworten ist. Die Wahrnehmung des Medienoutputs ist natürlich immer auch abhängig von der eigenen politischen Position. Wer sich regelmäßig mit seinen Freunden eine große Pizza teilt und am liebsten Artischocken als Belag mag, kann schon damit rechnen, dass es doch meistens eher Salami oder Thunfisch gibt.

In der Politikwissenschaft ist untersucht worden, wie die eigene politische Ideologie die Wahrnehmung der Ausrichtung der Massenmedien beeinflusst. Ergebnisse zeigen, dass wir entgegengesetzte Meinungen in Mainstreammedien sehr viel eher wahrnehmen als eigene. Wenn wir also - um im Bild zu bleiben - keine Salami mögen, fallen uns die Salamischeiben besonders unangenhem auf und wir haben den Eindruck, die ganze Pizza sei damit belegt (obwohl vielleicht genauso viel Paprika mit dabei ist, die wir mögen). Oder wundert sich niemand darüber, dass von rechtsaußen die Massenmedien als durchweg links beschrieben werden? Das muss man nicht für richtig halten, aber reflektieren sollte man die Selektivität der eigenen Wahrnehmung schon.

Mal angenommen, wir glauben der These eines breit angelegten, beinahe durchgehend konservativen Medienbias (der ich persönlich in abgeschwächter Form zustimmen würde), stellt sich dann die zweite Frage, nämlich nach den Entstehungsgründen und -zusammenhängen dieses Phänomens. Die Nachdenkseiten und andere Linke meinen: Diese Frage sei im Grunde ganz leicht zu beantworten, die Medienmacher betrieben eben eine bewusste und intentionale Meinungsmache. Doch hier möchte ich mit Jay Rosen argumentieren: Die politische Ideologie der Massenmedien zu erklären ist kein triviales Unterfangen, sondern ein unheimlich komplexes.

Man kann, wie Stefan Sasse dies neulich sehr überzeugend getan hat, das Mediensystem vor allem als wirtschaftlich getrieben beschreiben, das potentielle Leser nicht ideologisch vor den Kopf stoßen will. Man kann - wie Rosen das tut - mit dem Selbstverständnis von Journalisten artumentieren, die lieber den größten PR-Bullshit wiedergeben, als das Image der unparteiigkeit aufzugeben. Man kann mit journalistischer Routine argumentieren, die Nachrichten bloß noch als indifferenten Rohstoff bearbeiten (wozu es nach umfangreichen Rationalisierungen in den Redaktionen praktisch oft keine Alternative gibt). Man kann den großen Einfluss der Nachrichtenagenturen betonen. Man kann systemtheoretisch festhalten, dass Medien journalistisch handeln und nicht ideologisch - sie interessieren sich demnach für gute Geschichten und nicht für politische Inhalte. Usw.

Aber es spricht natürlich nichts dagegen, auf eine kritische, materialistische Medientheorie zurückzugreifen. Im Gegenteil: Deren Erklärungsansätze sind höchst wertvoll. Nur sollte man dies dann auch in einer konsistenen und intellektuell redlichen Art und Weise tun und nicht billigen Verschwörungstheorien Vorschub leisten. Linke Medienkritik bezieht sich dabei gerne (im- oder explizit) auf das 1988 erschienene Buch "Manufacturing Consent. The Political Economy of the Mass Media" von Noam Chomsky und Edward S. Herman, besser bekannt als das "Propagandamodell". Es ist quasi das Standardwerk zum Thema - und wird leider oft falsch verstanden.

Denn das Propagandamodell hat sicher so seine inhaltlichen Stärken und Schwächen (dazu später mehr), doch ein größeres Problem der Theorie ist zunächst einmal deren Titel. Dieser ist - gerade im Vergleich zur Komplexität der dahinterstehenden Theorie - extrem zugespitzt, um nicht zu sagen polemisch gewählt und vermittelt im Grunde ein irreführendes Bild. Denn obwohl bei Chomsky und Herman viel von Besitzverhältnissen der Medien und Ideologie der Medienmacher die Rede ist, beschreiben sie eben kein Mediensystem, das im Modus der Verschwörung agiert, dessen Akteure intentionell ideologisch manipulieren wollen. Sie zeigen stattdessen, wie systemische Prozesse, ein kapitalistischer Produktionsmodus und unbewusste Anreize für Journalisten (die prinzipiell in bester Absicht handeln) im Ergebnis erst zu einer Medienlandschaft führen, die scheinbar nur wenig Raum lässt für abweichende und alternative Perspektiven.

Eine Beschäftigung mit solchen "Innereien" kann zu einer effektiveren und glaubwürdigeren Kritik an politischen Massenmedien "von links" beitragen. Immer nur über irgendwie böse Meinungsmache zu jammern hilft schließlich niemandem. Doch genug der Vorrede, hier der im Rahmen meiner mündlichen Magisterprüfung in Kommunikationswissenschaft an der Uni Münster entstanden Abriss des Propagandamodells incl. einiger kritischer Bemerkungen zur Theorie.

Das Propagandamodell
Das Propagandamodell von Noam Chomsky(1) und Edward Herman(2) lässt sich als kybernetische/makro-orientierte Gatekeeper-Theorie im Kontext einer kritischen bzw. marxistischen Medientheorie(3) lesen. Es ist Teil des 1988 erschienen Buches „Manufacturing Consent. The Political Economy of the Mass Media“, das neben der Theorie eine Reihe Fallstudien beinhaltet, um diese empirisch zu untermauern. Herman/Chomsky stellen darin die These auf, dass Medien in den USA/in kapitalistischen Demokratien(4) in der Regel einen gesellschaftlichen Konsens im Sinne der wirtschaftlichen und politischen Eliten herzustellen versuchen(5) („defending the principal economical, social and political agendas of dominant elites and social institutions“ (Klaehn 2002: 162)).

Hintergrund der Theorie ist die Unterscheidung zwischen totalitären Systemen, die einen staatsnahen Mediensektor nutzen, um gesellschaftliche Zustimmung zu generieren, also „Propaganda“ im klassischen Sinne betreiben und westlichen Systemen, die prinzipielle Pressefreiheit garantieren und in denen Medien meist privatwirtschaftlich organisiert sind. Der Titel „Propagandamodell“ ist insofern gewissermaßen „polemisch“ (Herring/Robinson 2003), als dass er das eher mit totalitären Systemen assoziierte Propaganda-Konzept anwendet auf die liberalen Demokratien des Westens, insbesondere aber die USA.

Auch hier werde Propaganda betrieben, diese jedoch entfalte sich nicht aufgrund organisierter oder willentlichen publizistischen Gleichschaltung, sondern durch die grundlegenden strukturellen Eigenschaften eines privatwirtschaftlich organisierten und finanzierten, aber von Regierungsbürokratien abhängigen Mediensystems.Herman und Chomsky gehen von einer stratifikatorisch differenzierten Gesellschaft aus, daher, sie sehen eine starke Unterteilung der Gesellschaft in Klassen (Eliten und Massen), die oftmals entgegengesetzte Interessen haben.

Eliten, insbesondere in Politik und Wirtschaft vertreten, werden als meist uniformer Interessensblock angesehen, die selten interne Interessenskonflikte haben (und wenn, dann taktischer Natur). Das PM beschreibt „dominant social institutions as autocratic, oppressive, deterministic and coercive“ (Klaehn 2002: 164) - und hebt sich damit stark von hiesigen vorherrschenden systemtheoretischen Gesellschaftsmodellen ab (s.u). Medien werden nun aufgrund ihrer kapitalistischer Besitzverhältnisse und anderer Gründe (s.u.) als Repräsentanten dieser Eliten-Interessen betrachtet: Die mediale Debatte gesellschaftlicher Themen weicht in der Regel kaum ab von den jeweiligen Eliten-Debatten.

Der Titel „Manufacturing Consent“ verweist auf eine in der amerikanischen Kommunikationswissenschaft lange geführten Debatte über die Rolle der Medien in der Gesellschaft. Bereits in den 20er Jahren (im Kontext des ersten Weltkriegs) hatten Intellektuelle wie Walter Lippmann und andere gefordert, Medien sollten die oft widersprüchliche, uninformierte und kontraproduktive öffentliche Meinung so mitgestalten, dass der politische Prozess (ausgeführt durch politische Eliten) nicht negativ beinträchtigt wird. Lippmann forderte einen „manufacture of consent“(6).

Herman/Chomsky lehnen diese Stoßrichtung ab, sie sei undemokratisch und verhindere die Darstellung und Durchsetzung der Interessen der Mehrheiten. Doch ist der Verweis auf Lippmann im Grunde nur ein Rekurs, um das eigentliche Ziel ihrer Kritik zu erreichen: Die (heute dominante) liberale Vorstellung zu dekonstruieren, Medien berichteten objektiv, ermöglichten einen öffentlichen Diskurs über Politik und dienten sogar als „vierte Gewalt“ im Auftrag einer kritischen Öffentlichkeit.Warum stattdessen Eliteninteressen durch Massenmedien transportiert werden und wie sich dies äußert, ist der Kern des Propagandamodells.

Herman und Chomskys institutionelle Analyse basiert dabei auf fünf sogenannten Filtern, bei denen es sich um jeweils generalisierbare Funktionsmechanismen der Medien handelt: Besitzverhältnisse, Werbeabhängigkeit, Quellenabhängigkeit, Flak und Anti-Kommunismus (Ideologie)(7). Im Gegensatz zur klassischen Gatekeeper-Forschung, die das Verhalten einzelner Journalisten oder Redaktionen untersucht (Schudson 1989), versucht das Propagandamodell Vorhersagen über das publizistische Verhalten von (Leit-) Medien generell zu machen, wobei detaillierte Erklärungsmuster konkreten journalistischen/redaktionellen Verhaltens zugunsten einer Makroperspektive vernachlässigt werden.

Herman und Chomksy räumen ein, dass ihr Modell nicht bei jedem Thema gleichermaßen greift, dass insbesondere dann, wenn kein Konsens unter den Eliten besteht oder wenn einzelne Themen den Eliten nicht relevant erscheinen, durchaus Dissens zu beobachten ist. Desweiteren, so die Autoren, ermögliche erst ein Dissens in gewissen Maßen die eigentliche konsensgenerierende Funktion der Medien bei Themen wie Freihandel, Besitzverhältnisse und anderen grundlegenden Fragen, die ausgeblendet würden. Nur eine Kombination aus ideologischer Indoktrination und dem generellen Eindruck einer offenen Gesellschaft und freien Presse erreiche diese Wirkung.

Die fünf Filter im Einzelnen:

Besitzverhältnisse („limitation on ownership of media with any substantial outreach“): Dieser Filter wird im Kontext einer marxistischen Wirtschaftsanalyse gesehen: Gewerkschaftsnahe oder öffentlich organisierte Medien seien heute kaum noch anzutreffen, es dominiere der privatwirtschaftliche Sektor. Dafür seien vor allem Marktmechanismen verantwortlich: Medien befinden sich nach andauernden Konzentrationsprozessen nicht nur in immer wenigeren Händen („media giants“), meist großen Medienkonzernen, sondern im Besitz von gemischten Konzernen (wie etwa General Electric). Diese wiederrum seinem auch wiederum im Besitz von nur wenigen reichen Personen oder Holdings (u.A. aus dem Finanzsektor).Es sei daher anzunehmen, dass Medien(8) im Allgemeinen die Interessen der Wirtschaft bzw. deren Shareholdern widerspiegeln. Diese hätten aufgrund ihrer materiellen Situation ein Interesse daran, den Status Quo aufrecht zu erhalten. Dass die Medien die Interessen dieser wirtschaftlichen Eliten vertreten sei nun jedoch nicht unbedingt das Resultat eines direkten publizistischen Eingriffs, die Vorgabe einer generellen Richtung und die Besetzung wichtiger Posten mit ideologisch konform gehenden Personen sei dafür bereits ausreichend.Seit Erscheinen von Manufacturing Consent habe sich dieser Filter eher noch verstärkt, erstens durch weitere Konzentrationsprozesse, aber auch etwa im Internet seien die großen Medienkonzerne und ihre Leitmedien bei der Nachrichtenproduktion dominant. Zwar gebe es eine Vielzahl an kleineren unabhängigen und kritischen Internetseiten (ermöglicht durch niedrigere Produktionskosten), aber die tatsächliche Nachrichtenproduktion sei ohne entsprechende Ressourcen, die oft nur die etablierten Medien besäßen, nicht zu bewerkstelligen (vgl. Mullen 2009).

Werbeabhängigkeit („the advertising license to do business“): Mit der zunehmenden Integration in den Markt steigt die Abhängigkeit der Medien von den Werbekunden. Medien, die sich dieser Abhängigkeit entziehen wollen, haben schon deshalb Schwierigkeiten, weil die preislich nicht mehr mit der werbefinanzierten Konkurrenz mithalten können. Der Medienmarkt unterscheide sich hier von anderen Märkten: Er sei verzerrt durch die Präferenzen der werbetreibenden Wirtschaft. Kommerzielle Medien sind oft einzig durch Werbeeinnahmen finanziert und sind daher grundsätzlich darauf bedacht, ihre Werbekunden nicht durch eine zu kritische Berichterstattung abzuschrecken. Diese ökonomische Sicht auf die Medien stellt einzelne Angebot nicht als Medieninhalte in den Vordergrund (die etwa nach den Kriterien der Professionalität oder Publikumsorientierung gestaltet würden), sondern als Umgebung, Werbungen zu platzieren. Dies käme einer indirekten Einflussnahme gleich: Ein zu kritisches, intellektuelles oder den „common sense“ bzw. die herrschende Ideologie infrage stellendes Programm werde von Werbekunden schnell als nicht mehr wünschenswerte Plattform betrachtet. Die Werbekunden übernehmen die Rolle von „normative reference organisations“ (Herman/Chomsky 2002: 16), da Medienorganisationen dieses Verhalten mit der Zeit antizipieren und internalisieren und damit eine (subtile) Selbstzensur ausübten. Zudem seinen Medien, die Arbeiter bzw. Unterschichten ansprächen oft deshalb durch Werbekunden benachteiligt, weil ihre Publika als wenig kaufkräftig angesehen werden.

Quellenabhängigkeit („sourcing mass-media news“): Dieser Filter beschreibe eine Abhängigkeit der Medien von „offiziellen“ Quellen, meist Regierungsbehörden oder PR-Stellen von Konzernen bzw. Verbänden. Eine symbiotische Abhängigkeit präge das Verhältnis zwischen den Medien und dessen primären Quellen. Medien seien angewiesen auf permanenten Input, könnten diesen jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht regelmäßig durch eigene Recherchen und Reportertätigkeiten produzieren. Regierungsstellen und anderen offizielle Quellen lieferten diesen Input und seien gleichzeitig als quasi automatisch glaubwürdig und seriös anerkannt. Dies helfe den Medien auch, ihrem Objektivitätsanspruch scheinbar einzulösen – durch die Nennung von offiziellen Positionen und Verlautbarungen werde Objektivität als Ritual inszeniert.Es entstehe so eine routinierte Subventionierung der Medien durch politische und wirtschaftliche PR, in dessen Folge nicht nur deren Sichtweisen verstärkt in den Medien erschienen, sondern vor allem auch eine Kulturalisierung der Journalisten auf persönlicher Ebene stattfinde: Durch den permanenten Umgang mit und aufgrund der institutionellen Abhängigkeit von diesen Regierungsstellen nähmen Journalisten oft unbewusst(9) deren Sichtweisen an (Internalisierung), auch, um nicht ihre Quellen durch eine zu kritische Berichterstattung zu verlieren etc. Kritische Quellen und Stimmen hingegen würden oftmals als weniger glaubwürdig wahrgenommen und es bedürfe mehr Aufwand, diese zu erschließen und darzustellen. „Experten“ hingegen seien in den Medien gerne willkommen, diese seien jedoch oftmals entweder auch vonseiten der Wirtschaft oder Regierung bezahlt oder zumindest diesen ideologisch nahestehend.

Flak („negative responses to media statements“): Flak dient als Sammelbegriff für öffentliche und private Angriffe auf Medien(inhalte) durch Einflussgruppen, die Regierung oder andere Institutionen und auch Individuen. Kritische Positionen müssen dann öffentlich, teils auch vor Gericht, verteidigt werden, was sowohl finanzielle auch als Reputationskosten nach sich ziehen kann, etwa durch den Verlust von Publikum oder Anzeigenkunden. Flak wird um so gefährlicher für Medien, je finanziell oder politisch stärker die Institutionen sind, von denen es betrieben wird. Flak kann direkt oder indirekt erfolgen: Durch direkte Kontaktaufnahme vonseiten der Regierung oder aus der Wirtschaft mit Medienproduzenten oder deren Anzeigenabteilungen. Indirekt kann Flak erfolgen durch das Sponsoring von „right wing monitoring or think-tank operations designed to attack the media“ (Herman/Chomsky 2002: 26).

Ideologie („anticommunism as a controll-mechanism“): Der fünfte Filter beschreibt die (bei Erscheinen des Buchs) dominante politische Ideologie Antikommunismus („red scare“), die insbesondere auch die Meinungsfreiheit der Medien einschränke. In späteren Interviews und Rückblicken wurde dieser Filter von Herman/Chomsky leicht modifiziert und verallgemeinert. Antikommunismus sei ersetzt worden durch eine Reihe von Ideologien, etwa den „War on Terror“, die magischen Kräfte des „freien Marktes“ und eine allgemeine Abgrenzung von „Andersartigen“ (vgl. Mullen 2009, Herman 2003). Allgemein gehe es aber immer darum, einen gemeinsamen Feind zu inszenieren und Dissens innerhalb der Medien und Gesellschaft insgesamt in engen Grenzen zu halten. So würden auch gemäßigte Linke („Liberals“) und jede Kritik an Eigentumsrechen und die dominante Wirtschaftsweise in den Defensive getrieben. Ähnliches ließ sich etwa nach dem 11. September beobachten, Kritiker der Irak/Afghanistan-Kriege wurden teils als Verräter bezeichnet.

Die fünf Filter („constraints that are built into the system“ (Klaehn 2002: 150)) müssen von Themen „durchlaufen“ werden, am Ende dieses Prozesses werden bestimmte Ereignisse dann entsprechend prominent, qualitativ hochwertig und affirmativ behandelt, andere marginalisiert oder verschwiegen. Die Bandbreite der in den Medien diskutierten Themen und Meinungen entspricht dann weitestgehend den Vorstellungen der politischen und wirtschaftlichen Eliten. Herman und Chomsky zeigen dies insbesondere an außenpolitischen Ereignissen und militärischen Interventionen der USA.

Durch Inhaltsanalysen und „Paar-Vergleiche“, also Gegenüberstellungen von je zwei vergleichbaren Ereignissen können sie zeigen, dass entsprechend „befreundete“ Staaten der USA ganz anders in der Berichterstattung erscheinen als gegnerische Staaten – was insbesondere zu Zeiten des kalten Krieges zu beobachten war.In solchen Fällen könne man etwa eine Inszenierung von Opfern von staatlicher Unterdrückung als entweder „worthy“ oder „unworthy“ beobachten: In Fällen in befreundeten Staaten, wenn zudem Wirtschaftsinteressen oder militärische Interessen der US-Regierung und Wirtschaft bestünden, würden solche Opfer regelmäßig verschwiegen oder nur an wenig prominenter Stelle in den Medien behandelt, während über Opfer verfeindeter Staaten regelmäßig und ausführlich berichtet würde.

Herman/Chomsky zeigen dies an einer Reihe von Fällen, die im Nachhinein auch kaum infrage gestellt oder kritisiert wurden: So wurde etwa in den 80er Jahren die Unterdrückung von Gewerkschaften in der Türkei kaum berichtet, während Solidarnosc in Polen als „nützliche“, weil politisch passende Ereignis von der US-Administration und damit auch von den Medien in die Öffentlichkeit gedrückt wurde. Generell tragen die Medien laut Herman/Chomsky zudem den Konsens von Free Trade und einer imperialistischen US-Außenpolitik, bzw. zumindest deren generelle Legitimität.

Kritik und Rezeption

Die Rezeption des Propagandamodells hat eine eigene Debatte hervorgebracht. Das erstaunliche ist dabei weniger die Kritik, die an der Theorie geübt wurde. Diese scheint oft eher schwach zu sein, Vorwürfe eines Verschwörungsdenkens oder einer Überdeterminiertheit der Theorie liefen größtenteils ins Leere. Vielmehr wurde Manufacturing Consent (trotz beachtlichem Erfolg im Bereich der Populärwissenschaft im Sinne von Verkaufszahlen und Verbreitung) in weiten Teilen der amerikanischen Kommunikations- und Sozialwissenschaften ignoriert, während ähnlich gelagerte Arbeiten durchaus debattiert wurden, so Herring/Robinson (2003).

Dies entspricht weitestgehend Chomskys „second & third order predictions“ (vgl. Klaehn 2002: 168ff.), die eine wissenschaftliche Marginalisierung der Theorie voraussagen und damit erklären, dass auch wissenschaftliche Institutionen, ganz ähnliche wie die Presse, durch Selektion von Personal, finanzieller Abhängigkeit und personeller Nähe einen Eliten-Bias entwickelt haben. Das Propagdandamodell, so Herring/Robinson (2003) befinde sich in seiner Kritik außerhalb des „erlaubten“ Meinungsspektrums.Diese Erklärung mag speziell für die amerikanische wissenschaftliche Rezeption Gültigkeit besitzen, schließlich erhebt das PM vor allem Gültigkeitsansprüche für die USA und ihr Mediensystem.

Auch in der deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft hat das Propagandamodell jedoch nur wenig Beachtung gefunden. Dies mag daran liegen, dass es nur bedingt auf das deutsche Mediensystem mit seinen umfangreichen öffentlich-rechtlich organisierten Medienangeboten anwendbar ist und vornehmlich als amerikanische Medienkritik wahrgenommen wird – woran das PM nicht ganz unschuldig ist, bleibt es doch bei der Frage nach der Übertragbarkeit auf andere kapitalistische/demokratische Länder eher undeutlich. Der eigentliche Grund muss wohl eher in der politisch-normativen Ausrichtung des PM gesucht werden und seiner Unvereinbarkeit mit wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Paradigmen der hiesigen Sozialwissenschaften.

Dass das PM insgesamt quer zur wissenschaftlichen Debatte über die Rolle und Performance der Medien in Demokratien zu liegen scheint, hat vermutlich jedoch eher mit den generellen Schlussfolgerungen und der Sichtweise auf den kontemporären demokratischen Kapitalismus zu tun, als mit einzelnen Elementen der Theorie. Dass Werbekunden einen gewissen Einfluss auf die redaktionelle Arbeit haben, dass es gewaltige Konzentrationsprozesse und eine Kommerzialisierung der Medienbranche gibt, dass bestimmte gesellschaftliche Institutionen wie Politik und Wirtschaft einen privilegierten Zugang zu Medien haben und diese mit hochprofessioneller PR zu ihren Gunsten zu beeinflussen versuchen und dass es gesellschaftliche und politische Ideologien gibt, die auch die Bandbreite der Meinungen in den Medien limitieren, wer würde dies alles bestreiten?

Diese Mechanismen finden sich in einer Reihe von positivistischen (mainstream-)Medientheorien sowohl amerikanischer als auch deutschsprachiger Herkunft, auch relativ wertfreier systemtheoretisch orientierter. Der entscheidende Schritt scheint eher zu sein, dass diese Mechanismen als zusammenhängend so mächtig angesehen werden, dass sie nicht nur das Selbstverständnis von Journalisten als unabhängige Beobachter oder gar vierte Gewalt grundlegend infrage stellen, sondern damit auch die demokratisch verfasste Öffentlichkeit moderner Gesellschaften an sich.Kleiner (2010: 22ff) weist darauf hin, dass in der Wissenschaft systematische Medienkritik mit dem Aufstieg von systemtheoretischen Gesellschaftmodellen insgesamt zuletzt etwas aus der Mode gekommen ist.

Systemtheorien haben nicht nur die Eigeneschaft, dass sie in der Regel wertfrei nach gesellschaftlichen Funktionen von Systemen fragen, sondern auch, dass sie von einer funktional ausdifferenzierten Gesellschaft ausgehen und nicht von einer Elitentheorie, wie Herman und Chomsky. Wenn das Propagandamodell also die Funktion der Massenmedien in der Wahrung eines Elitenkonsenses (zum Schaden der Gesellschaft) sieht, passt dies nur schwerlich mit der Vorstellung von Medien als modernem Funktionssystem mit eigenen Handlungscodes zusammen.

Der Begriff der „Funktion“ ist dann auch ein anderer, nämlich ein kritisch normativ besetzter: Nicht in einem wertfreien, positivistischen Sinne etwas als Leistungssystem des Funktionssystems Öffentlichkeit (Görke u.A.), sondern eine im Grunde gegen die eigenen Wertvorstellungen und Professions-Ethiken verstoßende Rolle als Konsens-Erschaffer eines undemokratischen und ungerechten Gesellschaftsystems und dessen politischen Entscheidungen.Hierin ist auch eine zentrale Problematik des PM zu betrachten, nämlich die zwar wenig explizierte, aber immer mitschwingende politische Motivation.

Dies wird insbesondere an der fragwürdigen Konzeptionalisierung von politischen „Interessen“ deutlich. Das PM unterscheidet deutlich zwischen Eliten- und Masseninteressen, wobei diese als eigentlümlich undynamisch und stets antagonistisch angenommen werden werden. Je nachdem, welche Deutung gerade passender erscheint, werden diese Interessen im Modell aber teils als „Meinungen“ gedeutet, teils aber im eigentlichen Sinne als objektive Interessen. Als Beispiel für die Mechanismen des PM wird der Kontrast zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung beim Thema Freihandel genannt. Während die Bevölkerung überwiegend kritisch eingestellt sei, werde der Pro-Freihandel Elitenkonsens ungefiltert auch in den Medien sichtbar.

Ob der Freihandel nun aber objektiv im Interesse der Bevölkerung liegt oder nicht, ist zunächst von der öffentlichen Meinung zu diesem Thema völlig unabhängig.Präferiert wird hier - im Sinne einer „echten“ Demokratie – dass die Meinung großer Teile der Bevölkerung als ausschlaggebendes Kriterium für deren Interessen angesehen werden. Eine weitverbreitete antikommunistische Ideologie hingegen wird als bloßes Produkt medialer Indoktrination dargestellt. Parallel wird ein unter Umständen objektiv vorhandenes Bedürfnis nach einem gewissen gesellschaftlichen Grundkonsens über Identität und Werte als bloß künstlich fabrizierter verstanden.

Das PM ist also nicht sehr konsistent darin, öffentliche Einstellungen und Meinungen als Interessen, also als authentisch und relevant zu betrachten, wie es selber behauptet. Dass generell nur in Maßen kritische Medien so erfolgreich sind lässt sich (im Sinne eines Uses&Gratifications-Ansatzes) auch als Ergebnis einer schlichten Angebot und Nachfrage-Situation verstehen.

Ein weiteres Problem betrifft Hermann/Chomskys Definition von Konsens. Sie führen die Wirksamkeit von Propaganda in westlichen Demokratien insbesondere darauf zurück, dass sie aufgrund eines zugelassenen maßvollen Dissens unsichtbar bleibe. Politische Meinungsverschiedenheiten in den Medien seien dann zu beobachten, wenn Eliten selbst taktische Differenzen hätten oder am jeweligen Thema nicht interessiert seien. Insgesamt aber bliebe dieser Dissens stets in engen Grenzen und gefährde nie die wirtschaftlichen und politischen Eliten. Nun hat jedoch jede Gesellschaft (unabhängig vom politischen und wirtschaftlichen System) ihre Ideologien und Tabus, ein System der Öffentlichkeit kann zu jedem Zeitpunkt nur eine gewisse Menge und Bandbreite an Themen verarbeiten. Ab welcher Bandbreite erlaubter Themen und Meinungen jedoch eine demokratische Öffentlichkeit nur noch „scheinbar“ oder „pseudo“ ist, scheint doch eine eher willkürliche Festlegung zu sein, abhängig vor allem vom Standpunkt des Betrachters (der wiederum nur schwer theoretisch begründbar ist).

Dennoch kann das PM auch in der hiesigen Mediendebatte durchaus gewinnbringende Anstöße geben. Zwar ist es gewissermaßen inkompatibel zur wissenschaftlichen Debatte, reflektiert aber erstaunlich gut populistische Sichtweisen eines mit Wirtschaft und Politik verflochtenen Mediensystems. Diese setzten, so ist regelmäßig an (digitalen) Stammtischen zu lesen, gemeinsam gegen die Bevölkerung Politik durch, die veröffentlichte Meinung reflektiere oft nur die Interessen von „denen da oben“. Diese Meinung lässt sich etwa bei Themen wie Euro(bonds), Integration von Minderheiten oder energiesparenden Glühbirnen feststellen.

Die Frage, ob dieses kontemporäre deutsche Wutbürgertum nun wirklich legitime Interessen vertritt oder Produkt von rechtsgerichteter Medien-Propaganda ist, muss offen bleiben und zeigt eine wesentliche Schwäche von Hermann und Chomskys Propagandamodell.

Literatur

Goodwin, Jeff (1994): What’s Right (and Wrong) About Left Media Criticism? Herman and Chomsky’s Propaganda Model. In: Sociological Forum 9(1): 101-111

Herman, Edward/Noam Chomsky (2002[1988]): Manufacturing Consent. The Political Economy of the Mass Media. New York. S. xi – 36

Herring, Eric/Piers Robinson (2003): Too polemecal or too critical? Chomsky on the study of the news media and US foreign policy. In: Review of International Studies 29: 553-568

Klaehn, Jeffrey (2002): A Critical Review and Assessment of Herman and Chomsky’s ‘Propaganda Model’. In: European Journal of Communication 17(2): 147-182

Klaehn, Jeffrey (2009): The Propaganda Model: Theoretical and Methodological Considerations. In: Westminster Papers in Communication and Culture 6(2): 43-58

Kleiner, Marcus (2010): Grundlagentexte zur sozialwissenschaftlichen Medienkritik. Wiesbaden, S. 13-88

Lee, Tien-Tsung (2005): The Liberal Media Myth Revisited: An Eximination of Factors Influencing Perceptions of Media Bias. In: Journal of Broadcasting & Electronic Media 49(1): 43-64

McChesney, Robert (2000): Rich media, poor democracy: communication politics in dubious times. New York. S. 280-314

Mullen, Andrew (2009): The Propaganda Model after 20 Years: Interview with Edward S. Herman and Noam Chomsky. In: Westminster Papers in Communications and Culture 6(2): 12-22

Müller-Doohm, Stefan (2000): Kritische Medientheorie. In: Klaus Neumann-Braun, Müller-Doohm (Hrsg.): Medien und Kommunikationssoziologie. Weinheim/München: 69-93

Schudson, Michael (1989): The Sociology of News Production. In: Media, Culture & Society 11: 263-282

Fußnoten
1 Noam Chomsky, geboren 1928 in Philadelphia, Professor am MIT. Prägte als Sprachwissenschaftler die Theorie der generativen Transformationsgrammatik, also die Beschreibung natürlicher Sprachen mit mathematischen Mitteln und der Idee, dass alle Sprachen aus gleichen Grundelementen bestehen (Universalgrammatik). Die NYT nannte Chomsky einmal „the most important public intellectual of our time“, obwohl er als politischer Intellektueller und auch als Medientheroetiker oftmals in der Debatte eher marginalisiert wurde - was auch heute der Fall ist („der meistzitierte Außenseiter der Welt“). Chomsky setzte sich früh gegen die Vietnamkrieg und generell gegen die Außenpolitik der USA ein und beschreibt sich selbst als Anarchisten bzw. libertären Sozialisten. Laut Chomsky selbst haben seine lingusitischen und seine politischen/medientheoretischen Arbeiten wenig miteinander zu tun.


2 Edward Herman, geboren 1925, emeritierter Professor an der University of Pennsylvania für Ökonomie und Medienwissenschaft. Bereits in den 70er Jahren Zusammenarbeit mit Chomsky und Kritik einer selektiven, auf Eigennutzen basierenden US-Außenpolitik, die Konflike und etwa Genozide je nach Nutzen ignoriert oder aufbauscht.

3 Der marxistische Hintergrund der Theorie kommt bereits in ihrem Titel zum Ausdruck – „the political economy oft he mass media“ verweist auf die Relevanz der politisch legitimierten Besitzverhältnisse der medialen Produktionsmittel. Diese seien heute nach langen Konzentrationsprozessen ausschließlich in der Hand weniger großer Konzerne. Doch das Propagandamodell nimmt auch insofern Bezug auf Marx, als dass dieser selbst bereits Mitte des 19. Jahrhunderts darstellte, die Presse solle die Meinung und den Willen des Volkes zum Ausdruck bringen. Marx war überzeugt, dass der Begriff Pressefreiheit sich daher auch als Freiheit von wirtschaftlichen Zwängen äußern müsste (Müller-Doohm 2000).

4 Kritiker haben darauf hingewiesen, dass nicht eindeutig klar wird, ob das Propagandamodell nun vor allem auf die USA zugeschnitten ist oder universal anwendbar ist. Fast alle empirischen Fallbeispiele behandeln Episoden der US-Außenpolitik, in der historischen Herleitung wird jedoch teils auch auf die Konzentrationstendenzen in der britischen Presse verwiesen.

5 Obwohl der Name einen anderen Eindruck vermittelt, macht das Propagandamodell an sich keine Aussagen über Medienwirkungen bzw. die (persuasive) Effektivität der veröffentlichten Meinung. Chomsky geht (an anderer Stelle) von einer starken, aber nicht allmächtigen Medienwirkung aus (Mullen 2009).

6 Ähnlich argumentierte später auch Edward Bernays. Das deutsche Beispiel während der Weimarer Republik und dem dritten Reich zeige, wie verführ- und manipulierbar die Massen seien, weshalb PR und Konsensgenerierung wichtige Funktionen in liberalen Demokratien hätten. McChesney (2000: 286ff.) argumentiert, dass bis heute – wenn auch unausgesprochen – eine pluralistische, „liberale“ Demokratie-Theorie in den USA weit verbreitet ist, nach der gesellschaftliche Eliten weitestgehend die politische Richtung bestimmen und die Bevölkerung nur sporadisch durch Wahlen mit begrenztem Einfluss beteiligt wird.

7 Die Autoren räumen in einer späteren Reflektion des Modells ein, dass Anti-Kommunismus nach dem Ende des real Existieren Kommunismus teils durch anderen gesellschaftliche Ideologien ersetzt werden konnte, die allerdings nicht minder effektiv seien, wie etwa der Glaube an den Markt oder der Kampf gegen den Terrorismus (Mullen 2009).

8 Betont wird insbesondere die herausragende Rolle von Leitmedien („top tier [media] – as measured by prestige, resources and outreach“ (Herman/Chomsky 2002: 4)). Es gebe nur weniger dieser Leitmedien, diese aber übten oftmals die Deutungshoheit über politische Debatten aus und beeinflussten den Rest der Medienwelt.

9 Dem Propagandamodell ist an diesem Punkt teils ein Verschwörungsdenken vorgeworfen worden: Es sei haltlos anzunehmen, dass Journalisten und Medienorganisationen im Modus der Verschwörung bestimmte Meinungen oder Nachrichten unterdrückten und die Interessen der Eliten verträten. Herman/Chomsky haben ihre Theorie im Nachhinein wiederholt gegen diesen Vorwurf verteidigt. Das Propagandamodell beruhe auf einem institutionellen Ansatz, vor allem auf den Mechanismen des Marktes. Inwieweit nun „deliberate intend“ oder „unconscious hegemony“ für die beobachtete Eliten-Präferenz der Medien verantwortlich sind, sei ohnehin nicht nachvollziehbar und messbar (vgl Klaehn 2002: 148f.).

Kommentare:

  1. Na, da hast du aber einen revolutionären Artikel gegen die bösen Verschwörungstheoretiker verfasst. Du Held, du!

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  2. Ich kann deine Schlussfolgerung, das Propagandamodell könne "durchaus gewinnbringende Anstöße geben", nach deiner aufgeführten Kritik daran eigentlich nicht nachvollziehen. Die Erklärungsansätze einer materialistischen Medientheorie seien "höchst wertvoll"? Du nennst als Beispiel, dass es "billige Verschwörungstheorien" (chapeau) nicht unbedingt nötig mache. Gleichzeitig beschreibst du deutlich die Schwächen des PM: die fundamentale Zirkelhaftigkeit. Das ist für mich so entscheidend und der Grund dafür, dass das PM als auch jede andere materialistische Theorie per se ein Irrweg ist. Das PM ist feiner und konkreter als eine VT, und aufgrunddessen eben überzeugender. Überzeugend für das, was man je nach intellektueller Leistung erkennt. Die Wissenschaft, die hier Antwort zu geben hat bzw. unvermeidlich einzubeziehen ist, ist Philosophie, die Erkenntnistheorie. Man kommt nur weiter, wenn man hier ansetzt. Du hast in deiner Kritik dem Propagandamodell das Fundament entzogen. Vor Meinungsmache/-propaganda kommt Meinungsbildung.

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    1. Das Propagandamodell ist völlig unrealistisch. Schließlich haben wir Meinungsfreiheit. Jeder kann sagen was er denkt. Das gilt auch für Journalisten. Die Vorgesetzten der Journalisten haben schließlich nichts zu sagen. Da im Grundgesetz etwas von Pressefreiheit und von Meinungsfreiheit steht. Ist doch logisch, oder?

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    2. Kommerzielle Interessen spielen auch keine Rolle, da wir Meinungsfreiheit und Pressefreiheit haben. Werbung spielt finanzierungstechnisch auch keine Rolle. Schließlich gibt es unseren Berufsethos. Es lebe die heile Welt! Sie lebe hoch! Alles ist gut. Alles ist in Ordnung. Wir leben im besten aller Systeme. Im System der vorauseilenden Arschkriecher.

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    3. Finde diesen Angelegenheit gründlich analysiert und was besonders hervor sticht, sehr sachlich angegangen.

      Nichts für schnelle Statements m.E. oder mal eben vom Tisch wischen. Die Theorie schließt solche Dinge: "Die Vorgesetzten der Journalisten haben schließlich nichts zu sagen" (oder was man damit ausdrücken möchte) mit ein, versucht sich jedoch einen offenen Blick auf das Ganze zu bewahren.

      Gruss
      rosi

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  3. Antworten
    1. Kann ich sogar gut verstehen :)

      Gruss
      rosi

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  4. Es ist richtig , daß die NDS immer mal wieder übers Ziel hinausschießen , nicht immer ist es Meinungsmache , häufig ist es der schiere Wille des Wählers oder Journalisten , den eigenen Schlächter selbst zu hypen oder halt schlicht die mehrheitliche Medienmeinung gutzuheißen.

    Aber natürlich gibt es genauso gezielte Einflußnahmen auf einen erheblichen Teil der Medien , vor allem auf die "renommierten" überregionalen Zeitungen und auf das Fernsehen.

    Wer das übersieht , will es übersehen , sei es aus Anbiederung ,sei es aus dem schlichten Nichtaushaltenkönnen des Umstands , eventuell zu den Attackierten zu gehören.

    Der Beitrag von Jan Falk ist im klassischen Sinne links , jede Gelegenheit wird genutzt , um in spalterischer Weise auf den eigentlichen Feind loszugehen - und der sitzt nicht im anderen politischen Lager , sondern es ist vor allem der andere Linke , weil der glaubt , der Hund von Trotzkis Großmutter hatte ein eher helles , und nicht - wie alle "würdigen" Linken glauben- ein eher dunkles Fell , und so Einen gilt es dann , bis aufs Blut zu bekämpfen , das Ganze dann garniert mit jeder Menge pseudointellektuellen Dünnpfiffs.

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    1. Es ist die Feigheit vor der Stärke des Feindes. Die führt schließlich zum Angriff auf die eigenen Leute. Der Schwachsinn bewegt sich doch im konservativen Lager. In diesem Zusammenhang ist man dann nicht so kritisch. Da wird dann gekrochen bis zum geht nicht mehr. Widerliches Gesindel. Scheiß Drecksverräterpack. Lumpenproletariat!

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    2. Sehe weder, dass das übersehen wird, sondern m.E. eher getrennt wird.

      "Der Beitrag von Jan Falk ..." Was daran klassisch links ist, entzieht sich meiner Logik ... (zöge sich m.E. eher politisch neutral durch alle menschlichen Instanzen). Und zum Feind wird im Artikel zumindest niemand, es sei denn, man interpretiert es oder fühlt sich schlimmstenfalls als Feind behandelt. So zumindest mein Eindruck, so auch mein Eindruck über das Ziel des Artikels, keine Feindschaft, keine Spaltung, Diskussions-/Denkansatz.

      Gruss
      rosi

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  5. Ich möchte das Propagandamodell weder verteidigen noch verurteilen. Vor einigen Tagen tauchte der Name Chomsky in meiner Twitter-Timeline auf und ich erinnerte mich daran, dass ich letztes Jahr etliche Stunden damit verbracht hatte, die Theorie selbst und Kritik daran für meine mündliche Prüfung zu lesen und zusammenzufassen und dachte, es kann sicher als Beitrag zur hier, bei SF und den NDS immer wieder hochkochenden Streit um das Verhalten und die Wirkung der Massenmedien nicht schaden, den Text inklusive einer kleinen Einführung zu veröffentlichen.

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    1. Also als Denkansatz, wie ich vermutete.

      Gruss
      rosi

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    2. Es ist schon klar, dass du ein Anfänger bist. Ein klassischer Newbie. Aber wenn man schon keine Ahnung von Abhängigkeitsverhältnissen hat, dann sollte man vielleicht etwas vorsichtiger sein. Du hast doch noch NIE in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis gearbeitet! Du bist doch von Beruf Sohn. Du wirst durchgefüttert von Mamma und von Papa. Sonst wüsstest du was in der Praxis so abläuft!

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  6. @ Tobias

    Ich denke so ein Modell kann durchaus Schwachstellen haben, sogar erhebliche, und trotzdem den einen oder anderen Denkanstoß geben, bestenfalls zu einer Debatte darüber führen.

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  7. Exakt mein Gedanke. Zur Befruchtung der Debatte kann es nicht schaden. Was das "typisch linke" angeht laboriere ich grade auch an einem Artikel rum...

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    1. Genau, Sasse. Mach den Fleischhauer. So kannst du dich noch besser anbiedern.

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    2. Als Vorbild kannst du Fleischhauers "Unter Linken" verwenden. Das musst du nur ganz brav nachplappern. Und schon bist du richtig groß raus. Die Konservativen werden dir mächtig auf die Schulter klopfen. Vielleicht schaffst du es mit deinem Artikel sogar bis in die Welt? (Für alle Blödmänner: Das ist eine Tageszeitung des Springer-Verlags.) Vielleicht bis zur Blödzeitung? Das wäre doch für dein Niveau eine echte Auszeichnung. Immerhin ist die Blödzeitung jetzt erst kürzlich selbst ausgezeichnet worden. Gerechterweise. Und USA-Fans sind die von der Springer-Presse auch noch. Ist doch toll! Da wächst zusammen, was zusammengehört.

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  8. @. Stefan

    Ich finde Deine Theorie auch besser ;)

    Könntest Du den fünften Abschnitt als Zitat markieren?

    Danke

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  9. Bei dem ganzen theoretischen Geschwätz der Lehramtsstudenten, Politologen, Soziologen und Beamten hier im Blog wird man langsam aber sicher zum Fan der totalen Privatisierung aller staatlichen Einrichtungen. Damit ihr Dummschwätzer mal so richtig von hinten rangenommen werdet. Eher lernt ihr nichts dazu. Definitiv nicht.

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    1. Hat der Adolf und seine Anhänger auch schon so gesehen ... und gerne unter lautem Applaus verkündet ...

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    2. Und für die USA-Fans sollte es überhaupt keine sozialen Sicherungssysteme mehr geben. Die Leutchen lassen wir einfach auf der Straße verrecken. Ganz so wie in den Staaten. Wohl bekomms!
      Und jetzt dürft ihr euer Loblied auf die USA singen. Biedert euch an. Tut es schon!

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    3. "Hat der Adolf und seine Anhänger auch schon so gesehen ... und gerne unter lautem Applaus verkündet ..."
      Adolf hatte eine demokratische Mehrheit. Hast du etwa ein Problem mit der Demokratie?

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    4. Hatte er nicht. Get your facts straight.

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    5. Ach, der Historiker. Adolf ist also illegal an die Macht gekommen? Du träumst wohl. Adolf ist auf völlig legalem Wege unter demokratischen Bedingungen an die Macht gekommen. So sieht es aus.

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    6. Im März 1933 erreichte die NSDAP 43% der Stimmen, und das war bereits mit massiver Einmischung, Verhaftung von Gegnern, Verboten, etc. Eine Mehrheit ist 51%. Hitler fehlten also 8%. Er hatte danach eine Mehrheit, weil er die KPD-Mandate einfach annullierte. Schon reichlich legal, was da ablief, was?

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    7. Ja, ja, natürlich. Die NSDAP hat sich gegen die Demokratie verschworen. Du bist ja ein echter Verschwörungstheoretiker. Es gab doch unabhängige Gerichte. Man konnte doch klagen. Offensichtlich treffen deinen Annahmen nicht zu. Sonst hätte man die Wahlen doch für ungültig erklärt. Oder etwa nicht? Worüber beschwerst du dich eigentlich? Die NSDAP war mit Abstand die stärkste Partei in Deutschland. Und diese Partei hat dann regiert. Und außerdem war die herrschende Meinung auf der Seite der NSDAP. Also war alles gut.

      Genauso wie das auch in der Gegenwart der Fall ist. Es ist alles gut. Du musst nur den Leuten in den Arsch kriechen die an der Macht sind. Aber das muß man dem Sasse doch nicht erklären, oder?

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    8. Und zu deiner KPD. Deren Stimmen musst du in der BRD nicht mal mehr annullieren. Die KPD ist verboten. Vorauseilend.

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  10. Die Links im Text scheinen übrigens beim Kopieren verloren gegangen zu sein.

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    1. Da musst du offensichtlich noch einen extra Kurs an der Uni besuchen. Sonst klappt das wohl nie mit den Links. Ist ja auch ne tückische Sache. Vielleicht kann dir dein Prof helfen? Oder Papa?

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  11. Stefan Sasse: 26. Mai 2012 09:24:00

    "Hatte er nicht. Get your facts straight"

    Möglicherweise Missverständnis? Bezog mich darauf:

    "Bei dem ganzen theoretischen Geschwätz der Lehramtsstudenten, Politologen, Soziologen und Beamten"

    Zusammengefasst in Intellektuelles ...

    http://janeden.net/4-das-nationalistisch-faschistische-schimpfwort-intellektueller

    Ansonsten, Hitler hielt im allgemeinen schon nicht viel von "abgehobenem" Gelehrtenwissen, er hielt es für instinktlos und ohne Wurzeln zum Völkischen, "verbildet".

    In seinem "Bestseller" legte er dar:
    ... "abgeschottet (vom Volkswillen) und verkalkt", er hielt sie für überbildet. So erschien es ihm sinnvoll und nötig, die Kinder des Volkes (gemeint hier die Arbeiter- und Bauernkinder etc.) entsprechend seinen Vorstellungen zu bilden, schätze sie in seinem Sinne bildbar ein, denn deren Wille und Instinkt sei noch völlig intakt.

    Und was er von dem ganzen theoretischen "Geschwätz" eben jener hielt, und was man generell mit ihnen anfangen sollte, brauche ich doch jetzt nicht extra zu erläutern ...

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    1. Na, meine Antwort bezog sich auf den Unfug demokratischer Mehrheiten.

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    2. Ja und? Und was jetzt? Hitler war doch erfolgreich. Hitlers Imperialismus wurde doch nur durch andere Imperialisten gestoppt.
      GET YOUR FACTS STRAIGHT!

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    3. Was die Innenpolitik Hitlers anging, so kann man dazu nur eines sagen. Die Deutschen haben Hitler geliebt.

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    4. @Sasse
      Demokratische Mehrheiten sind kein Unfug, sondern die Essenz der Demokratie. Du solltest dein Studium noch mal wiederholen müssen. Offensichtlich stehst du nicht mehr auf dem Boden unserer Verfassung. Bist du eigentlich als Beamter noch tragbar?

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  12. @Stefan Sasse 26. Mai 2012 10:01:00 MESZ

    "Na, meine Antwort bezog sich auf den Unfug demokratischer Mehrheiten."

    Shit happens ;-), das hab ich glatt übersehen, diesen Beitrag dazwischen ...

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  13. Hey Sasse. Schreib doch mal etwas über das Lebensmotto eines Beamten. Mit der Überschrift "Ein Staatsdiener kriecht sich so durch".
    Oder:
    "Kriechen für Fortgeschrittene. Im Namen der Macht" oder
    "Gut gekrochen ist gut für die Karriere" oder
    "Mein Tipp an die Griechen: Einfach kriechen" oder .....

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  14. Noch ein guter Titel: "Für den Verfassungsbruch der Regierung ist stets die Opposition verantwortlich zu machen". Oder auch "An allen Übeln dieser Welt ist die Opposition schuld".

    Getreu dem Radfahrermotto: "Nach oben buckeln und nach unten treten."

    Mehr von diesen Artikeln. Wir brauchen mehr davon. ARD, ZDF, SPON, Welt, FAZ reichen noch nicht. Wir brauchen mehr. Let's Arschkriech. Analverkehr deep inside. For everybody.

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  15. Jaha, der Sasse... das Mittelspießkind war nie ein "Freidenker". Übrigens mag ich es nicht, dass sich stupide Leute mit ein bißchen "Bildung", ohne Geist und mit null Horizont als intelligent ausgeben. Aber das die hervorstechende Eigenschaft solcher überversorgter Papasöhnchen in ihrem Kokon. "Freidenker"? Eher eine Selbstbeweihräucherung und Verklärung seiner selbst. Wie überheblich. Reaktionäre technokratische obrigkeitshörigkeit, autoritärer Charakter anstatt progressiv und freidenkend. So sind sie halt, die (Neo)Spießer.

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    1. Ist es wirklich so schlimm? ;-)

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  16. @Manfred Peters
    Nein natürlich nicht. Ich habe mit verbalen Kanonen auf einen flügen Spatzen geschossen. Sorry dafür.
    Greetz Ausländer

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  17. Was treiben sich hier urplötzlich so viele "Anonyme" Crétins herum? Oder ist das am Ende nur ein einziger?... Diese Blödheit ist jedenfalls kaum zu ertragen...

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    1. ... und „F“ ist der Riese unter den Klarnamenkommentatoren, seine Beiträge sind das Nonplusultra der Intelligenz, ...!

      Ein frohes Pfingstfest wünscht der
      Ostostfriese s.o.

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    2. Sie sind ja drollig, Herr Peters.

      Um Ihre Beiträge beim Spiegelfechter und anderswo wissend, gebe ich wenig darauf, was Ihnen - ironisch oder nicht - als intelligent vorkommt.

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  18. "Es ist ein freies Land ^^"

    Und deswegen lassen manche gleich ganz die Netiquette fallen lassen ... geben schlimmstenfalls ihren Hass-/Schimpftriaden direkt freien Lauf ... ? Irgend etwas muss ich falsch verstanden haben ... mit der Passage der freien Meinungsäußerung, die natürlich im Real Life irgendwo ihre Grenzen findet (manchmal sogar zu Konsequenzen führt), in Verbindung mit dem "Geschreibsel" zur unantastbaren Würde ...

    Während solches für die einen die Anwesenheit erst so richtig interessant macht und sich entfaltet ... verlieren andere glatt das Interesse und ziehen sich mehr und mehr zurück ... Im ersten Schritt ebenso in die Anonymität (es ist von Hause aus angenehmer unerkannt beschimpft zu werden) ..., im zweiten sucht man andere Plätze, so sich welche eröffnen ... Das ist eine Entwicklung (in der Szene/Blogs/Foren) die fällt beileibe nicht nur mir auf ... (gibt schon Studien darüber ... nicht wenige sind in der Mache).

    Man könnte es fast als Siegeszug der anonymen, generell Respektlosen betiteln, denen die Beachtung damit garantiert ist ... Wobei sich mir tatsächlich der Eindruck aufdrängt, das ist auch der einzige Grund, also respektlos mit anderen umzugehen und im Fokus zu stehen, weswegen man Präsenz zeigt ...

    Als würde man unter solchen Umständen über das Für und Wider (oder gar die Anlehnungsmöglichkeiten mit diversen anderen Theorien) des "Propagandamodells" diskutieren ...

    Und komme mir keiner mit: einfach ignorieren! Niemand ignoriert hier einfach und schon gar nicht auf Dauer und überall. Davon abgesehen, dass eine Diskussion Gesprächspartner (Gespräch im Sinne von Gespräch, nicht Buchstabenaustausch) benötigt ... und die dürften sich, so sie einfach nur nichts mehr dazu sagen, längst vom Acker gemacht haben ...

    Man könnte jetzt mutmaßen, die unzufriedenen Respektlosen seien dann zufrieden, man hätte erreicht, was man sich wünschte, doch dem ist nicht so ... jene suchen weiter, gerne auch an anderen Orten; eine solche Destruktivität braucht stets ihre Opfer, neben den Zuschauern.

    Ja, muss sagen, lasst es uns hoch leben, "dieses freie Land der Menschenwürde" ... Und irgendwie ... hhhm, mit der allgemeinen Entwicklung in diesem Lande verglichen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt «gegenseitiger Respekt» ... passt schon, recht so Jungs, weiter so ...

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    1. Die Basis für die destruktiven Kommentare wurde gleich zu Beginn des Artikels gelegt:
      "Die NachDenkSeiten sind schon eine merkwürdige Institution: Angefangen beim abschreckenden Namen über das graue Layout ohne Bilder und schlecht lesbarer Schriftgröße bis zur fehlenden Kommentarfunktion"

      Der Artikel beginnt hetzerisch. Und er hat dann konsequenterweise auch Hetze geerntet. Das war verdient. Nichts weiter. Der Autor und seine Anhänger sollten sich hierüber nicht beschweren. Es gibt immer den Ruf in den Wald hinein und dann noch das darauffolgende Echo.

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    2. Das sehe ich völlig anders und ich bin sozusagen einer dieser regelmässigen Leser der Nachdenkseiten. Mich stört nicht einmal das piefige Layout (das ist nun einmal piefig und technisch, äh, recht unaufwendig, da beißt die Maus den Pfaden nicht ab). Angesichts des uns überall schreiend bunten ... empfinde ich es jedoch manchmal gar als Erholung.

      Die von Ihnen zitierten Worte sind für mich keine Hetze und sind gar nicht vergleichbar, mit den Antworten, die da folgten. Denke auch nicht, Albrecht Müller würde das so sehen (wäre ja nicht schlecht, wir würden ihn mal selbst fragen), kann es mir nicht einmal im Ansatz vorstellen.

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    3. Leute wie Sie sind zum Totlachen - oder zum Heulen.

      Bei den genannten Eigenschaften der NachDenkSeiten handelt es sich um Tatsachen. Welche Werturteile darüber zu fällen sind, bleibt jedem selbst überlassen.
      Dass Sie eine derart harmlose Tatsachenbehauptung als "Hetze" verunglimpfen, entlavt Ihre Wahrnehmung als wirklichkeitsbereinigt, Ihren Verstand als fahrig. "Hetze" nennt man sachfremde Äußerungen, die geeignet sind, Hass (!) gegen oder Angst vor Personen zu schüren. Leute wie Sie, die harmlose Feststellungen und konstruktive Kritik mit solcherlei Namen versehen, scheiden als Diskussionsteilnehmer aus - mit Irren und Fanatikern ist vernünftiger, ergebnisoffener Diskurs ausgeschlossen.

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    4. Es ist doch wirklich dämlich, wenn der Autor Jan Falk die Nachdenkseiten bereits einleitend mit so dümmlichen Attributen belegt und dann anschliessend für den "Oeffinger Freidenker" einen Artikel schreibt.

      Der Oeffinger Freidenker ist doch:
      - Vom Namen her abschreckend (viel schrecklicher gehts doch nicht mehr als so einen "abschreckenden" Namen zu wählen, oder?)
      - Die Internetpräsenz des "Oeffinger Freidenkers" hat ein sehr graues Layout (im wortwörtlichen Sinn)
      - Die Schriftgröße hier ist auch nicht viel anders als bei den NDS

      Der Oeffinger Freidenker macht ja dann auch alles falsch, was man so falsch machen kann. Also was soll das dann alles?

      Jan Falk hetzt. Und er fixiert sich dabei (in allerbester Propagandamanier) auf Oberflächlichkeiten.

      Das generelle Problem mit euch Antifa-Leutchen ist: Ihr seid immer da, wenn es darum geht einem Genossen in den Rücken zu fallen. Ihr seid nie da, wenn der Feind angreift.

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    5. Völlig richtig:
      "Der Oeffinger Freidenker ist doch:
      - Vom Namen ...

      Und? Enthebt man sich damit aller Rechte, sich über die Positionierung der Nachdenkseiten in Verbindung mit dem Propaganda-Modell nachzudenken? Davon abgesehen, dass die Nachdenkseiten einen anderen Status haben und wohl nicht mehr so als kleiner Blog durchgehen.

      Wissen Sie, wie mir all diese Reaktionen vorkommen, auch die Ihrigen? Na, als wäre man nahezu in Panik verfallen, nach den Wahlergebnissen und fuchtelt ohne Sinn und Verstand wild, heftig mit den Armen herum, schlägt nach allen Seiten. Bei einem Schwarm Moskitos mag diese Abwehrstrategie noch zuträglich sein, politisch ist sie jedoch ein Desaster, dort wirkt Panik, wie Panik in Politik nun einmal wirkt.

      Wesentlich besser wäre es, für die Partei und die Anhänger, erst einmal zur Ruhe zu kommen und sich ein paar Fragen mehr zu stellen, anstatt nur Schuldige von außen zu suchen. Mein voller Ernst!!!

      Das wird mir hier:

      "Ihr seid nie da, wenn der Feind angreift"

      in der Tat einfach nur noch zu platt ... und ich passe mich dem Ton an:

      Eine Partei, die solche Fans hat, braucht überhaupt keine Feinde mehr.

      Und sage Ihnen gleich, es fällt mir zunehmend schwerer, angesichts einer solchen Anhängerschaft, mich davon zu befreien und mir meine Objektivität der Partei gegenüber zu erhalten und trotzdem noch einmal mein Kreuz dort zu machen.

      Und wenn Sie denken, das hätte nur eine solche Wirkung auf mein Kreuz (ich sei eine Ausnahme), nun, dann suchen Sie weiter den einzig wahren schuldigen äußeren Feind, der dafür sorgt, dass die Wähler in Scharen davon laufen. Meiner einer benutzt derweil als Entscheidungsgrundlage die Vorgänge im Inneren!!!

      Und nur einmal so nebenbei ... Mittlerweile hatte die Partei sich eigentlich längst schon ein Loch in den Mainstream gebohrt, es hatte sich tatsächlich ein wenig beruhigst, man wurde gar häufiger eingeladen, es mehrten sich sogar positive Artikel, vergleicht man dies mit der einstigen Ausgangslage ... Hat man nur nicht bemerkt, wie mir scheint und zerstört damit diesen Erfolg wieder ... Herzlichen Glückwunsch!

      Alles Feinde, nur noch Feinde, alles Verräter, immer feste druff !!!

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    6. Es geht um das Überleben eines politischen Spektrums. Nicht um eine Partei. Die Linkspartei ist bereits Geschichte. Auch dank der massiven Propaganda die gegen diese Partei betrieben worden ist.

      Nirgends geht es hierzulande derart unsolidarisch zu wie im linken Umfeld.
      Der obige Artikel war von Anfang an als Hetze gegen die Nachdenkseiten gedacht. Und ist auch entsprechend konzipiert. Deshalb auch die unglückliche Einleitung. Die dann allerdings sehr beredt ist.

      Die Nachdenkseiten selbst haben sich aber nichts zu Schulden kommen lassen. Fast seit einem Jahrzehnt bemüht man sich dort über Korruption und Seilschaften aufzuklären. Wer derart unfair gegen die Betreiber der NDS agitiert, wie es oben geschehen ist, der kämpft nicht auf unserer Seite. Sondern versucht dabei mitzuhelfen die enormen (teils illegalen) Einflußnahmen auf die Politik seitens der Wirtschaft zu verschleiern.
      Derart unsolidarische Kollegen müssen benannt und ausgegrenzt werden. Ansonsten erleben wir eine weitere Vergiftung des politischen Klimas. Zu unser aller Schaden.

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    7. Du forderst die gezielte Ausgrenzung von Leuten und machst dir Sorgen um das politische Klima? Mir tut der Kopf weh vom vielen Schütteln.

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    8. Gezielte Ausgrenzung von Verrätern. Um exakt zu sein.

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    9. "Kämpft nicht auf unserer Seite" ... merken Sie das denn nicht, wie sehr das eine Freund-Feind-Denke ist?
      Nicht eine jede festgestellte Beobachtung muss man gleich bewerten. Zu dem hier: "... Bild der Funktionsweise der Medien zum Vorschein käme ..." wird/wurde an vielen Orten kontrovers diskutiert, sogar direkt mit NDS diskutiert und auch von regelmäßigen NDS Lesern als falsch abgelehnt.

      Meine Gedanken hierzu:

      Der erste Fehler der NDS-Einschätzung liegt bei der Haltung gegenüber dem, was man Volk nennt. Solche Theorien sind nur haltbar, wenn man einen großen Teil (den überwiegenden) der Menschheit für ziemlich blöde und für sehr einfach (also viel einfacher, als das in der Regel tatsächlich ist) zu manipulieren hält und Rückwirkungen der Menschen auf die Medien selbst generell außen vor lässt (als hätten Leser gar keine). Der zweite Fehler (wenn man das überhaupt so nennen kann), dass man m.E. zu früh bei der Analyse der Sachlage stecken bleibt, sich mit einem, hhhm, tja, wie drücke ich es aus, scheinbar auf der Hand liegendem Ergebnis zufrieden gibt. Wenn man das Problem nicht exakt analysiert (soweit möglich), wird man keine tatsächlich passende Gegenstrategie dazu entwerfen können; so einfach ist das, läuft dann nämlich am Problem vorbei.

      Und da sind wir m.E.n. bei zwei entscheidenden Unterschieden, zur Propagandatheorie. Jene scheint es nicht so mit dem derart verblödeten, stets total uninformierten und somit einfach zu manipulierenden Leser zu haben, steigt tiefer ein und berücksichtigt somit auch die Rückspiegelung der Zielgruppe auf die Medien selbst, regt dazu an, sich weitere Gedanken dazu zu machen.

      Damit sind die Ausführungen und Einschätzungen der NDS zu den Medien und ihrer Wirkung doch nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Das wird für alle Theorien irgendwie gelten, egal von wem, ob die NDS oder Oefinger, wie auch für die meinige Sicht. Einen solchen Absolutheitsanspruch habe ich nicht, auch nicht an Chomsky/Herman, wenngleich diese Theorie zumindest tiefer einsteigt und mir das Menschenbild eher zu liegen scheint. Doch wie Jan Falk schon ausführte, es wurde an den US-Markt angelehnt und ist nicht auf alles übertragbar (doch das sagt die Theorie schon selbst).

      Das wird man noch anmerken dürfen, ohne gleich ein Feind oder Verräter zu sein … Hier geht es auch nicht um Dinge, "wie zu Schulden kommen lassen". Herr Gott noch einmal … Was soll das werden? Alle machen den Kopf auf, halten die Klappe, Kritik an

      e i n z e l n e n S i c h t w e i s e n

      der NDS sind nicht gestattet, führen automatisch zum Stempel "Verräter, kämpft nicht für unsere Sache"? Was für eine Sache soll das dann sein? Folgendes(?):

      Also lasst Euch, anstatt von den Mainstream-Medien, stumm, ergeben und still von den NDS füttern? Das gute im Menschen, die „richtige“ Ideologie orientiert sich nur daran, wer die Menschen füttert und als solches sind sie zu nichts nutze? Kritiklos Klappe halten?

      1. Sind NDS eine Sekte, ein Meinungsdikator oder was ...? 2. Wenn nicht, dann wird man Haltungen über einzelne Ansichten dort wohl noch kritisieren dürfen. Nur bei solchen zu 1., da darf man das nicht.

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    10. Es geht nicht darum, ob Kritik heutzutage erlaubt ist oder nicht.

      Es werden ständig die Falschen kritisiert.
      Also Leute, wie die von den NDS, die verzweifelt versuchen Aufklärung zu betreiben. Menschen die sich für UNS einsetzen. Wie wirkt wohl ein derart unsolidarisches Verhalten auf Menschen die uns (unentgeltlich; nebenbei bemerkt) mit wertvollen Informationen versorgen? Hat jemand schon mal daran gedacht?
      Gleichzeitig wird die Obrigkeit weitestgehend verschont und kommt mit ihren Verbrechen ungesühnt davon. Das Handeln vieler ist nicht verhältnismäßig. Und diese Tatsache dokumentiert auf wessen Seite letztere geistig stehen. Auf der gegnerischen.

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    11. Haben Sie schon mal daran gedacht, nur mal in Erwägung gezogen, was es für Folgen hätte, so Albrecht Müller mit seiner Medien-Einschätzung völlig fehl liefe und damit gleichwohl Problem verfehlt hätte? Der wahre Feind schmunzelt sich einen und reibt sich die Hände, davon können sie man ausgehen.

      Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass es sich eigentlich nur um diesen einen einzigen Kritikpunkt handelt und nicht gleich die ganzen NDS verurteilt, in den Schmutz zieht, das Engagement hinfällig macht (oder was immer Sie meinen darunter verbuchen zu müssen)? Die Einleitung, rund um Layout und Lesbarkeit, sind eben nur eine subjektive Einleitung. Der Kritikpunkt dreht sich um die Medieneinschätzung, darauf antwortet Jan Falk mit seiner eigenen Ausarbeitung zur Propanganda-Theorie, als Denkansatz!

      Wahrscheinlich haben Sie nicht einmal den ganzen Artikel gelesen, die positiven Anmerkungen sind gleich ganz, als nicht existent runter gefallen (das wäre fast schon zu vermuten) sondern sind gleich bei den ersten Zeilen in die Luft gegangen.

      Dabei ist es völlig irrelevant, wer ansonsten verschont wird. Wer sich mit Medienwirkungen beschäftigt, dem kann es von Hause aus nicht schaden, in die Propagandatheorie reinzuschauen. Das völlig abzulehnen, als Feindesbeweis heranzuziehen, statt es als Anregung zu verstehen, zeigt mir auf, auf wessen geistiger Ebene sie stehen ... und daran arbeite ich mich nicht weiter ab; fragen Sie Albrecht Müller selbst, ob die Theorie lesenswert sein könnte ... und fragen Sie ihn dabei gleich, ob er Ihren Einsatz als nützlich, solidarisch, zuträglich empfindet.

      Ach ja, ich vergaß, die Theorie selbst, darüber zu diskutieren Intellektuellenscheixx, reine Gehirnwixxerei vermutlich ... fällt unter Soziologen-Blabla, die man mal richtig ran nehmen sollte ... Jupp, wird Albrecht Müller exakt so einschätzen ... na klar. Sie werden den NDS weiter helfen ... dös sehe ich schon.

      Toi, toi, toi

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    12. Falk Hein ging es nicht um einen intellektuellen Diskurs. Er wollte die NDS diffamieren. Deswegen der unseriöse Einstieg. Den Rest seines Artikels hat er damit selbst diskreditiert.
      Das Propagandamodell von Chomsky kannte ich schon vorher. Es ist eine Kompromissvorschlag an unsere lieben Geisteswissenschaftler. Für diejenigen, die systemische Eigendynamik als einzige Wahrheit anerkennen und die sich nicht vorstellen können, das man auch aktiv steuernd erfolgreich in Systeme eingreifen kann. Beispielsweise über aktive Propaganda. Für diejenigen, die sonst ständig gleich "struktureller Antisemitismus" rufen, wenn mal wieder eine Kampagne der INSM nachgewiesen worden ist. Für solche Trottel ist Chomskys Propagandamodell gedacht. Es deckt die eigendynamischen Vorgänge ab. Damit ihr Soziologen und Politologen nicht dumm sterben müsst und trotzdem etwas von der Welt begreift.

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    13. "Für diejenigen, die systemische Eigendynamik als einzige Wahrheit anerkennen und die sich nicht vorstellen können, das man auch aktiv steuernd erfolgreich in Systeme eingreifen kann. "

      Was für ein Blödsinn! Das steuernde Eingreifen wird doch im Propagandamodell gar nicht ausgeschlossen.

      Außerdem kommt es darauf an, ab wann man beginnt, Handlungen innerhalb eines Systems als Systembestandteil zu betrachten. Legt man die Kriterien der Autopoiesis an, wäre bereits das erfolgreich steuernde Eingreifen systembedingt. Doch das sind nur theoretische Erklärungsansätze, denen man nicht einmal folgen muss.

      "Für solche Trottel ist Chomskys Propagandamodell gedacht. Es deckt die eigendynamischen Vorgänge ab. Damit ihr Soziologen und Politologen nicht dumm sterben müsst und trotzdem etwas von der Welt begreift."

      Eines ist gewiss, wer sich derart über andere Menschen stellt, derart mit Vorurteilen belegt, sie streng in Schubladen (gar in Berufsgruppen, ich fasse es nicht) kategorisiert und bewertet, sich dabei selbst für wesentlich klüger hält, wird niemals einen Weg finden, um sich mit der Menschheit zu versöhnen, geschweige denn eine sich mit ihr vereinende Theorie entwickeln. Es scheitert schon am gegenseitigen Respekt. Wer keinen schuldet, erhält auch keinen.

      Um FÜR Menschen zu sein, mit den Menschen zu sein, muss man Menschen schon respektieren. Ansonsten respektiert man nur sich und ist auch nur für sich. Schwebt einfach nur ÜBER den Menschen und das isoliert. Es erscheint mir einfach, sich als klug zu bewerten, so man die Menschen stets für dümmer hält, als sich selbst. Doch für klug halte ich das mitnichten ...

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    14. "Falk Hein ging es nicht um einen intellektuellen Diskurs."

      Ein intellektueller Diskurs wird nicht verhindert von Falk Hein, sondern bleibt bei der Bewertung seines möglichen Beweggrundes, wie dem des Blogbetreibers hängen und natürlich daran: "Für solche Trottel ist Chomskys Propagandamodell gedacht."

      Was haben Sie eigentlich gegen die Geisteswissenschaften? Aus welchen Wissenschaften heraus resultieren eigentlich alle Modelle/Systeme. Also solche zur Demokratie, Politik, Gesellschaft ...? Aus den Naturwissenschaften? Aus den Nichtwissenschaften? Nun, wer waren denn nun die Ideengeber?

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  19. War ironisch gemeint. Ich finds auch sehr suboptimal, aber was soll ich machen? Die Kommentare schließen und diejenigen, die gerne vernünftig kommentieren für ein paar stupide Trolle bestrafen?

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    1. Du solltest das komplette Blog schließen. Nicht wegen der Reaktionen auf diesen Beitrag. Sondern, weil du den Menschen einfach nichts mehr vernünftiges zu sagen hast.

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    2. Wir werden für jeden Blogbetreiber irgend wen mit einer solch subjektiven Einschätzung finden ... um was wetten wir? Würde ein jeder Betreiber dem Rechnung tragen ... ratzfatz leer, die Szene. Dabei macht es m.E. die Vielfalt, die unterschiedlichen Sichtweisen erst interessant ...

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    3. Hier gibt es keine Vielfalt mehr. Nur noch die Mainstream-Einfalt. Sasse ist nur noch auf der Jagd nach billigen Provokationen. Um etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen. Seine Antifa-Leute (wie oben Jan Falk) helfen ihm dabei. Währenddessen stirbt die deutsche Linke ab. Vielen Dank noch!

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    4. Ich erlaube alle Kommentare, schon immer und aus Überzeugung (außer strafrechtlich Relevantem).

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    5. Solche Überzeugungen kann man (sollte man vll. generell hin und wieder) hinterfragen, das Für und Wider abwägen, Zwischenbilanz ziehen.

      Es gibt sicherlich Gründe für Ihre Überzeugung, doch sicherlich auch welche dagegen ...

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  20. Nein, natürlich nicht. Gibt ja nicht nur Entweder-oder.

    Was steht eigentlich dem im Wege, ganz im Sinne der Bestimmungen der Netiquette zu agieren?

    Jeder schleppt diese "AGB" zwar mit sich herum ... doch sie sind nicht nur da, um sich selbst irgendwelcher Haftungen zu entlasten ... *grins*.

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  21. "Währenddessen stirbt die deutsche Linke ab"

    Das kann Die Linke völlig ohne Herr Sasse ..., mit ähnlichem Gebaren. Wobei man gar nicht so sehr abschätzen kann, sind es jetzt nur Anhänger, oder gar ein bestimmter Flügel ....

    Denn solche Äußerungen, wie Sie sie tätigen, die nichts anderes bedeuten, als: "Man ist für uns oder der Feind, das Arxxlxxx, der Verräter" (usw.) sind nicht einladend, gar nicht einladend ... fallen leider wieder zurück. Bärendienste erweisen, nenne ich das.

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    1. Die Konservativen schaffen das. Die fordern sowohl Loyalität zu ihrem Wertesystem, welches übrigens nicht das offiziell vermittelte ist, und fordern gleichzeitig Solidarität ein. Die Strukturen dort sind extrem straff. Dort zweifelt niemand daran, dass man systematisch die Arbeitnehmer und deren Interessen bekämpfen muss. Nur mal so nebenbei.

      Wer glaubt, es ginge mit diesem Verräterspiel "Jeder gegen jeden" so weiter, dem kann ich garantieren dass das nicht passieren wird. Am Ende werden wir keine politische Linke in D mehr haben und alle werden sich den herrschenden Verhältnisse anpassen müssen. Um nicht zu sagen überanpassen müssen. Mit eurer Dummheit und Charakterlosigkeit spielt ihr dem Gegner in die Hände.

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    2. Wissen Sie was eine sich selbst erfüllende Prophezeiung ist?

      Beispielsweise einen Jeden zum Feind zu deklarieren, der ein wenig anders ist, anders denkt. Das Ergebnis ist dann, dass man von Feinden tatsächlich umzingelt ist. Nicht etwa, weil sie tatsächlich der Feind gewesen wären, sondern weil man sie als solche ständig deklarierte (und beschimpfte). Denn auch jene, die keinerlei Feindhaltung hatten, werden zum Feind, weil niemand sich davon befreien kann, ständig als ein solcher eingeschätzt zu werden.

      DARAN wird diese Partei zerbrechen, exakt genau daran. Das können Sie von mir aus eine Prophezeiung nennen und als Blödsinn abtun); schreiben Sie es sich auf, wird so kommen, wenn man davon nicht Abstand nimmt oder das in den Griff bekommt! Wie auch immer man das löst, vll. müssen die Flügel sich trennen, wenn eine Einheit nicht mehr zu erreichen ist ...

      Und wer denn am Ende der Dumme ist ... nun .. halte: "alle sind mein Feind" von Hause aus für dumm, zumindest dann, wenn man sich damit zufrieden gibt, anstatt zu schauen, wie man aus sog. ehemaligen Feinden, Freunde gewinnt. Jaja, ich weiß, daran sind immer alle anderen schuld.

      Doch eines gebe ich auf den Weg, man kann andere nicht ändern, nur an sich selbst arbeiten ... und dann ändert sich einiges ... Wer das nicht glaubt, hat es noch nicht ausprobiert ... Und bevor ein solches kommt, nein, nein, dazu muss man sich mitnichten selbst verraten, nur mehr öffnen.

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    3. Bevor wir endgültig im BlaBlaBla und im einerlei ankommen: Dann änder doch dein Verhalten und verhalte dich doch bitte zukünftig solidarisch gegenüber den eigenen Leuten.

      Und das bedeutet: Zu den eigenen Leuten halten und zu deren Interessen. Und: Den Leuten in den Arsch treten die sich toll dabei vorkommen, wenn sie andauernd der Obrigkeit in den Arsch kriechen.

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    4. Danke nein, ich kann mit kritikloser Hörigkeit von Hause aus nichts anfangen, für keine Seite, nichts und niemanden ... und mit Solidarität hat das m.E. nichts zu tun ...

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    5. Wenn du nicht bereit bist das Wertesystem einer (d.h. irgendeiner) Gruppe zu akzeptieren und zu unterstützen, dann wirst du immer jenseits von Gruppen leben. Als dauerhaft Ausgegrenzter. Also quasi asozial.

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    6. Es gibt Leute die würden behaupten dass es gerade das Nichtbefolgen des Wertesystems einer Gruppe ist, was einen "Freidenker" auszeichnet.

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    7. @Anonym 28. Mai 2012 00:58
      "Wenn du nicht bereit bist das Wertesystem einer (d.h. irgendeiner) Gruppe zu akzeptieren und zu unterstützen, dann wirst du immer jenseits von Gruppen leben. Als dauerhaft Ausgegrenzter. Also quasi asozial."

      Ich schrieb etwas von fehlender Hörigkeit (Kadavergehorsam), nicht von fehlender Akzeptanz und Unterstürzung! Nahezu für jedes menschliche Individuum findet sich eine Gruppe, mit deren Wertesystem man sich identifizieren (niemals vollständig, ist auch nicht nötig, wäre eher ungesund, sektenartig) und die man unterstützen kann, dazu muss man sich nicht für rein persönliche Spielchen instrumentalisieren lassen.

      Denn, was wäre denn, wenn?

      Wenn ich also hier nicht mitlesen würde, habe ich faktisch 0 Unterstützung für die NDS, für Die Linke, nichts für eine bessere Sache oder gar bessere Welt geleistet. Exakt so viel: nichts, nada, rien, niente, nothing!!!

      Das Einzige, was dann passieren würde, ich hätte einen Blog, den von Stefan Sasse ignoriert und einige wenige Personen erfahren ein persönliches Vergeltungsgefühl (≠ Gerechtigkeit). Ihr wollt Rache, Genugtuung, Befriedigung. FERTIG! Und das soll ich tun, weil Ihr ihn als "Verräter" hasst, nicht, weil es einer Sache, einer Gruppe, der Partei, den NDS zuträglich wäre.

      Man bezeichnet mich gar als asozial, weil ich dem Hass Einzelner nicht zu folgen wünsche ... ja, nee, iss schon klar ...
      Wie ich schon sagte, danke nein, zur Gruppe der geifernder Hasser (egal, was immer sie behaupten, für welche Sache sie kämpfen würden) möchte ich nicht gehören ... 0 Identifikation und Akzeptanz meinerseits.

      Doch was für Euch Individuuen gilt, gilt nicht gleich für alle Menschen, nicht für die NDS und nicht für die Partei Die Linke. Denn nicht alle Menschen (auch bei genannten Gruppen) sind vom Hass zerfressen und tragen den Schaum vor dem Mund, weil sich jemand einer anderen Partei zugewandt hat. Das gehört nämlich ebenso zu einer Demokratie!

      Das will mir einfach nicht in den Kopf, dass man jemanden verachten muss, weil er sich mit einer anderen Partei besser identifizieren kann. Dabei ist völlig irrelevant, ob ich persönlich mit den Piraten etwas anfangen kann. In meinem Fall jetzt nun nicht, gehe aber davon aus, Stefan Sasse wird mich dafür jetzt nicht hassen.

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  22. Nein, das ist falsch. Die Freigeister hatten seit jeher einen Wertekanon. Dieser sieht vor, dass die Mächtigen (traditionell starke gesellschaftliche Institutionen bzw Religionen, Ideologien; heute: Marktideologie, USA-Hörigkeit etc.) eingedämmt wird. Ein Freigeist unterstützt also klassischerweise nicht die vorherrschende Propaganda, also nicht den Mainstream.
    Sasse beispielsweise ist mittlerweilen so extrem Mainstream, das einem manchmal die Zornesröte ins Gesicht steigt. Er ist für mich der Mega-Mitläufer. Viel charakterloser kann man sich der herrschenden Meinung wohl nicht mehr anbiedern. Auf eine inhaltliche Begründung verzichtet er zwischenzeitlich bereitwillig. Er wiederholt stattdessen die allgemein üblichen Propagandaphrasen. Mit geistiger Freiheit hat das nichts mehr zu tun. Eher mit geistiger Abhängigkeit.

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  23. Ihr macht mich echt fertig. Ist es das, was "links" sein auszeichnet? Ist das eure Vorstellung von kritischer Gegenöffentlichkeit, von Opposition? Wenn ich eure Kommentare hier lese, von Verrätern, von Ausgrenzung, von "Solidarität", dann wird mir schlecht. Ich habe fertig mit eurem Verein.

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    1. @Sasse
      Du hast dich die letzten Jahre zum klassischen Konservativen entwickelt. Bei denen ging es traditionell schon immer darum die Oppositionellen und die kritische Berichterstattung anzugreifen. Ein Klassiker unter Konservativen ist die Behauptung: "Die Linken sind an allem Schuld.". Erst kürzlich hab ich wieder eine Variante davon (von einem Konservativen) gehört: "Der Gysi steckt hinter der Euro-Krise". Kein Witz!

      Insofern gesehen hast du jetzt dein "Coming-Out" als Konservativer. Wenn ich mich an deine Schreibe von vor 5 Jahren erinnere (Schau selbst mal nach). Echt traurig deine Entwicklung. Ein sensationeller Niedergang. Aber passiert ja schön öfter soetwas.
      Siehe auch: Die Entwicklung der Grünen. Scheint ein typisches Problem von Leuten aus dem Bereich Öffentlicher Dienst & Umfeld zu sein. Vor allem wenn die im Establishment ankommen.

      Die gehen gerne den Weg der Banane. Heute grün, morgen gelb und übermorgen schwarz.

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    2. Vor fünf Jahren gab es beispielsweise solche Artikel von dir:
      http://oeffingerfreidenker.blogspot.de/2007/03/entfesselter-finanzkapitalismus.html

      Obiger Artikel (der vor Lehman geschrieben worden ist) hatte richtungsweisende Qualität. Der Artikel ahnt die schlimmen Entwicklungen voraus, die dann noch folgen sollten. Und auch die Brutalität dieser Entwicklungen.

      Und jetzt vergleich das mal mit dem Zeugs das du heute so schreibst.

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    3. Zitat auf dem Artikel:
      "Auffällig und abstoßend ist dabei, in welcher Leichtfertigkeit hier die Zukunft, das gesamte Leben von Menschen hier weggeworfen wird, um den schnellen Reibach zu machen, nur um des Profites willen."

      Das war ein Sasse. Der hatte noch Charakter.

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  24. So ein Shitstorm wegen... äh.. nichts...
    Stefan, lass dich von den anonymen Posts nicht entmutigen oder provozieren. Das sind doch ein, zwei Personen, die unter Meinungsvielfalt die ständige Bestätigung ihres eigenen Standpunkts verstehen, und dabei nicht merken, dass sie damit den gleichen Fehler begehen wie politische Ökonomie der 80er und 90er Jahre.
    Die Welt ist furchtbar kompliziert, es gibt keine einfachen Analysen und schon gar keine einfachen Lösungen. Diejenigen, die meinten sie hätten endgültig verstanden, wie die Welt funktioniert, sind in meinen Augen arrogante Scharlatane.
    Und wäre ich ein böswilliger Kommentator, dann würde ich schreiben, dass der hier gezeigte Hang zur Denunziation von Andersdenkenden eine Fortsetzung des in der DDR geübten Denunziantentums im Kleinen ist.
    Letztendlich bekräftigt mich der hier durchziehende Fäkalsturm in meinem Standpunkt, meinem eigenen Wertekanon möglichst unabhängig von irgendwelchen konstruierten politischen Richtungen zu folgen (auch wenn ich mich selbst als links verstehe), und nicht ständig auf die Zustimmung der "richtigen" Leute zu schielen.

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  25. Vor fünf Jahren gab es beispielsweise solche Artikel von dir:
    http://oeffingerfreidenker.blogspot.de/2007/03/entfesselter-finanzkapitalismus.html

    Obiger Artikel (der vor Lehman geschrieben worden ist) hatte richtungsweisende Qualität. Der Artikel ahnt die schlimmen Entwicklungen voraus, die dann noch folgen sollten. Und auch die Brutalität dieser Entwicklungen.

    Und jetzt vergleich das mal mit dem Zeugs das du heute so schreibst.

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  26. Liebe (links verortete) Leute! Wenn man Euch reden hört (schreiben liest), wundert es nicht mehr, dass das linke Lager keinen Fuß mehr an die Erde kriegt.
    Ihr habt großes Vergnügen daran, Euch gegenseitig intellektuelle Höhenflüge um die Ohren zu hauen und Euch gegenseitig auseinander zu nehmen.
    Keine Sorge, so lange das so bleibt, besteht es keine Gefahr, dass sich etwas ändert.
    Habt Ihr mal daran gedacht, dass die "Klientel", die Ihr zu vertreten beansprucht, die Leserschaft der Zeitung mit den 4 Buchstaben ist (sofern dies Klientel überhaupt noch "liest")?
    Wie wäre es mal zur Abwechslung mit dem gemeinsamen Zeichnen und geschlossenem Vertreten einer (allgemein!) verständlichen und schlüssigen Alternative zur gängigen Politik des "Shareholder Value"? Ein Wirtschaftsminister der CDU (!!!) hatte einmal "Wohlstand für alle" propagiert. Das war griffig und kam an und dessen Umsetzung heute würde als die Krönung linker Politik gelten.

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    1. Die Linkspartei hatte beispielsweise mal "Reichtum für alle" plakatiert.
      Gemeint war das sozialdemokratische "Wohlstand für alle". (Das ist Sozialdemokratie, auch wenn der Satz in diesem Fall nicht von dort kommt).

      Was war wohl die Reaktion von Sasse auf das Plakat der Linkspartei? Er hat sich lustig über dieses Plakat gemacht.

      Ein Beamter ist ja schließlich schon in der Totalabsicherung angekommen. So jemand interessiert sich nicht mehr für die "Abgehängten". Und um die geht es. Die vielen Niedriglöhner sollen auch profitieren. Das suggeriert das Plakat. Der plakatierte Reichtum ist lediglich ein materieller und bedeutet: "Nicht nur die Oberschicht, sondern auch die Mittelschicht und die Unterschicht sollen maßgeblich am BIP-Wachstum teilhaben." Bereits diese simple Botschaft hat er nicht verstanden. Die Linkspartei muß wohl einfachere Messages plakattieren. "Reichtum für alle" ist bereits für Akademiker eine Überforderung. Gute Nacht, Deutschland!

      Sasse dokumentiert sehr schön die menschlichen Abgründe. Ein humaner Umgang mit den Menschen war für ihn nur so lange interessant wie er selbst noch in unsicheren (kein Beamtenstatus) Verhältnissen gelebt hat. Anschließend (mit Erreichen des Beamtenstatus) waren ihm diese Themen egal. Er ist ja jetzt etabliert.

      Also: Alles Banane. Willkommen in der Bananenrepublik.

      Heute grün, morgen gelb und übermorgen schwarz.
      Ein Castor fährt nach Kosovo, am Steuer Peter Hartz.
      Spring auf, spring auf, auf den Zug der Opportunisten!
      Und leg dich zu den im Zug eingebetteten Journalisten.
      Wir schreiben alle voneinander ab.
      Die Zeit drängt und das Geld ist knapp.

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    2. Was für eine seltendämliche Argumentation.

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    3. @SkycladGuardian
      Was für ein qualifzierter Kommentar. Du hast dich wirklich um Argumente bemüht. Aber anscheinend keine gefunden. Versuch es noch einmal. Übung macht den Meister. :-D

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    4. "Reichtum für alle" ist so unglaubwürdig, das merkt selbst besagte Leserschaft. Und ein schlüssiges Konzept, wie dies zu erreichen wäre, fehlt.
      Man kann, wie hier, über Details diskutieren - es muss aber allgemein klar und geschlossen transportiert werden, für was genau das linke Lager steht.
      Taugen vielleicht Vorbilder (Norwegen, Dänemark), in denen nach Umfragen die Zufriedenheit (Unbezahlbar!) trotz hoher Steuern und Arbeitseinkommen so hoch ist, dass ein Leben unter dortigen Umständen selbst für das konservative Lager attraktiv wäre?

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    5. I'll bite.
      Du hast keinerlei belastbare Grundlage für deine These, die Verbeamtung Stefans habe etwas mit seinen Artikeln hier auf dem Blog zu tun. Soweit ich weiß, müsste er sowieso noch im Referendariat sein, für deren Dauer (!) er verbeamtet ist. Ich weiß nicht, wie es in BaWÜ ist, aber in Hessen wird man nicht direkt nach dem Ref auf Lebenszeit verbeamtet, sondern erst nach frühestens drei Jahren.
      Soviel dazu.
      Weiterhin unterstellst du Stefan, er sei nicht an einem humanen Umgang mit Menschen interessiert, weil er das Plakat der Linken kritisiert hat. Aha. Sehr schlüssig. Ich habe mich während der Studentenproteste gegen Studiengebühren über den Spruch "Bildung für alle. Und zwar umsonst" aufgeregt, da er schlecht formuliert war und mich für die alternative "Bildung für alle, kostenlos" entschieden. Bin ich deshalb plötzlich CDU-Anhänger, Koch-Fan und Studiengebührenbefürworter? Das ist deine Argumentation. Eine seltendämliche.

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    6. @Skyclad: Richtig. Ich bin zwar Beamter, aber effektiv prekär beschäftigt. Der Beamtenstatus endet unwiderruflich am Ende des Referendariats, und was danach kommt weiß keiner. Aber ich will nicht irgendwelche liebgewonnen Feindbilder zerstören, daher lassen wir das einfach mal unter den Tisch fallen. :)

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    7. @SkycladGuardian
      Du hast genau dieselbe Entwicklung bei den Grünen. Auch die sitzen vor allem im öffentlichen Dienst. Es ist immer dieselbe Angelegenheit. Die starten als Revolutionäre und enden als Bettvorleger. Dasselbe bei Schröder, Fischer, Benneter. Es gibt so viele Beispiele. Mir fällt bedauerlicherweise kein umgekehrter Fall ein. Das System korrumpiert die Menschen. So sieht es aus. Sasse ist hier nur ein Beispiel von vielen.
      Und zu deinem Plakat zur Bildung: Das ist schon ein bißchen kleinlich, oder? Warum hast du dich über den ersten Plakatvorschlag aufgeregt? Das mag zwar kein gutes Deutsch sein; aber sind das unsere Probleme?
      Ich habe Diskussionen im linken Milieu miterlebt, da ging es STUNDENLANG nur um solche Kleinigkeiten. Das ist doch wirklich nur noch ineffizient.

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  27. @SkycladGuardian
    Wenn Du meine Argumentation für so seltendämlich hältst, würde mich interessieren, wie Du die Mehrheit zusammenbekommen möchtest, die für eine Änderung erforderlich ist...

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    1. Wenn Deine Argumentation (oder der Slogan) so seltenklugdurchdacht war, würde mich interessieren, warum eine Mehrheit nicht zusammen gekommen ist. Ja klar, liegt nur am Mainstream .... Es liegt immer nur an den anderen ... und das ist ja auch so gefährlich, wenn man sich darauf begrenzt:

      "Wer die Gleichschaltung der Presse jetzt noch für ein Hirngespinst oder Übertreibung hält, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen."

      denn dass es eine Gleichschaltung hat, streitet niemand ab, auch nicht das Propaganda-Modell:

      "Warum stattdessen Eliteninteressen durch Massenmedien transportiert werden und wie sich dies äußert, ist der Kern des Propagandamodells."

      Und ich bin gleichwohl der Ansicht, das sollte man unterscheiden:

      "Hintergrund der Theorie ist die Unterscheidung zwischen totalitären Systemen, die einen staatsnahen Mediensektor nutzen, um gesellschaftliche Zustimmung zu generieren, also „Propaganda“ im klassischen Sinne betreiben und westlichen Systemen, die prinzipielle Pressefreiheit garantieren und in denen Medien meist privatwirtschaftlich organisiert sind. "

      Vll. wäre es deutlicher geworden, man hätte das Ende des Satzes derart formuliert:
      "... die prinzipielle Pressefreiheit garantierten, in denen jedoch Medien meist privatwirtschaftlich organisiert sind".

      Denn es ist doch m.E. eine wichtige Frage, wer letztlich wen überhaupt steuert und wie es das tut. Wir sind nicht inmitten einer Diktatur, = China oder wie im Nationalsozialismus. Dort hat Propaganda nur eine einzige Richtung und nur einen einzigen Steuermann! Und selbst unter solchen, einseitigen Steuerungs-Macht-Verhältnissen ist die Wirkung von Propaganda nicht eine solche, wie man sie ihr rigide und absolut zuschreibt. Bis jetzt, s. jede vergangene Diktatur, entwickelt sich unter der Oberfläche trotz alledem Widerstand, andere Gedanken.

      Was passiert denn ansonsten? Also wenn man es bei Albrecht Müllers Theorie belässt und fleißig vor sich her schimpft? Hat das keine Wirkung? Und wenn doch, welche?

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  28. "Wofür das linke Lager steht"
    Das linke Lager steht und stand immer für die Mehrheit der Bevölkerung. Das linke Lager steht für die abhängig Beschäftigten. Für die Sklaven. Für die Unterdrückten. Für diejenigen, die die materiellen Reichtümer dieser Gesellschaft unter der Knute einer kleinen Oberschicht erwirtschaften. Für die steht das linke politische Spektrum.

    Es ist wirklich traurig, das man so etwas heute noch erklären muß. So viel geistige Verwirrung hat die Mainstream-Propaganda geschaffen.

    Was glaubt ihr denn? Das Ideen, wie die von der Demokratie, aus dem konservativen Milieu entspringen? Die Konservativen wollen nur den Mächtigen gefallen. Den Konservativen ist es völlig egal ob das System Faschismus, Sozialismus, Kapitalismus, Aristokratie oder sonstwie heißt. Die Konservativen wollen nur wissen, wo das Arschloch ist in das man reinkriechen muß.

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    1. "Das linke Lager steht und stand immer für die Mehrheit der Bevölkerung."
      Und warum wählt diese Mehrheit der Bevölkerung es dann nicht?

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    2. @Sasse
      "Und warum wählt diese Mehrheit der Bevölkerung es dann nicht?"
      Wegen der exzessiven Propaganda für die Interessen einer Bevölkerungsminderheit. Darum geht es bei den Nachdenkseiten. Um diesen Widerspruch. Deshalb sollten wir die NDS unterstützen und uns solidarisch zeigen. In der (schreibenden) Praxis.

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    3. Die Mehrheit, die ihr für so blöde und rein gehirngewaschen haltet ... wird Euch aufgrund dieser Einschätzung ganz sicher wählen ... Davon gehe ich aus, wirklich, echt, ganz doll ehrlich.

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    4. @ Stefan Sasse (12.17 Uhr)

      - "Und warum wählt diese Mehrheit der Bevölkerung es dann nicht?"

      Meine Vermutung ist: aus Angst. Angst vor dem Unbekannten, Angst vor Veränderung, Angst vor dem Risiko, Angst vor dem, das man nicht verstehen oder beherrschen kann. Nur keine Veränderung, denn Veränderung bedeutet Risiko, und wer weiß, ob es dann nicht noch schlimmer kommt. Die bestehende Scheiße kennt man wenigstens ...

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  29. Wie passend: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-kolumne-zur-linkspartei-das-trauma-der-linken-a-835552.html#ref=rss

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    1. Augstein hat den Ernst der Lage nicht erkannt. Die Linkspartei ist kein Korrektiv zur SPD. Die Linkspartei ist der klägliche Rest der deutschen Sozialdemokratie. Und diese Sozialdemokratie hat in Deutschland weniger als 5%. Und das obwohl die Perversion der neoliberalen politischen Verhältnisse eigentlich für jeden erkennbar sein müsste.

      Aber die Menschen wachen erst auf wenn SIE SELBST Scheiße fressen müssen. Dann ist es aber zu spät. Dann braucht ihr euch nicht mehr aufzuregen. Dann kann euch keiner mehr helfen.

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  30. Übrigens ganz interessant: Nachdem man die Linkspartei propagandistisch abgeschossen hat, steht das nächste Ziel schon fest. Die Piratenpartei ist jetzt dran. Da könnt ihr euch bei der Obrigkeit anbiedern. Indem ihr etwas schlechtes über die Piratenpartei sagt. Jetzt aber los. Hündchen muß brav übers Stöckchen springen. Auf geht's!

    Die Piratenpartei: Eine Gefahr für die Demokratie
    http://www.zeit.de/2012/22/P-Piratenpartei

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    1. Die Partei Die Linke, bzw. ihre angeblichen Befürworter (ich nenne sie eher Zersetzungs-U-Boote) schafft das mittlerweile ganz alleine; Sie und die Anderen (sofern es andere sind) geben ein klassisches Beispiel dafür ab:

      Aus dem verlinkten Spiegelartikel:

      "Was ist der Sinn linker Politik? Gerechtigkeit. Aber es geht nicht darum, den Theorien gerecht zu werden. Sondern den Menschen. Und die radikalen Linken neigen dazu, die Theorien und die Menschen zu verwechseln."

      Ihr Vorposter Anonym 28.05 14:51 hat völlig Recht, Augstein hat den Ernst der Lage gar nicht erkannt. Es geht nicht um eine Verwechselung der Theorie mit den Menschen. Es geht viel weiter und wie man sieht, meinen es einige Anhänger damit richtig ernst: Es geht um die Unterordnung, die Anpassung. Der Menschen!

      Dabei führt der eine einen persönlichen Feldzug gegen Herrn Sasse, der andere gegen Soziologen (es gibt DEN Soziologen nicht) und ähnliche Berufsgruppen. So instrumentalisiert man seine persönlichen Belange, angeblich für eine Sache, seien es die NDS oder Die Linke. Von Wegen ... da toben doch gerade mal Menschen ihren persönlichen Hass aus. Doch dagegen ist Hopfen und Malz verloren ...

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  31. Wer die Gleichschaltung der Presse jetzt noch für ein Hirngespinst oder Übertreibung hält, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
    Das Bild, das die deutsche Linke abgibt, ist zum verzweifeln.
    Grabenkämpfe statt, Widerstand gegen den trotz aller Krisen immer weiter ausufernden Neoliberalismus. Daß er das trotz des offensichtlichen Versagens auf ganzer Linie kann, liegt eben an der geballten Medienmacht.
    Ich bewundere die Nachdenkseiten Macher dafür, daß sie nach wie vor bereit sind, bei Sturm gegen den Wind pissen.

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    1. "Ich bewundere die Nachdenkseiten Macher dafür, daß sie nach wie vor bereit sind, bei Sturm gegen den Wind pissen."
      Das ist aber völlig konträr zur Meinung des Autors und zu Sasses Meinung. Beide (Sasse sowie Jan Falk) halten die Nachdenkseiten für eine verschwörungstheoretische Web-Site. Das kannst du in deren Twitter-Historie entsprechend nachvollziehen. Daraus erklärt sich auch dieser Hetzartikel, der übrigens ohne seine diffamierende Einleitung (die konsequent Agitation gegen die NDS betreibt) durchaus lesenswert wäre. Dieses unsolidarische "in den Rücken fallen" dürfen wir diesen Leuten nicht so einfach durchgehen lassen. Das mag für dich als Grabenkampf unattraktiv wirken. Aber den ersten Schuss haben hier nicht die NDS abgefeuert.
      Und eins noch: Wer sich bei solchen Angriffen NICHT zur Wehr setzt, der verliert.

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    2. Ich scheine mich ja mißverständlich ausgedrückt zu haben.
      Ich teile Deine Meinung.
      Mit Grabenkämpfen meinte ich den Machtkampf innerhalb der Partei "die Linke".
      Daß sich Linke oft lieber gegenseitig angehen, als den Gegner aufs Korn zu nehmen ist ja ein altes Phänomen.

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  32. "Das Bild, das die deutsche Linke abgibt, ist zum verzweifeln. Grabenkämpfe statt, Widerstand gegen den trotz aller Krisen immer weiter ausufernden Neoliberalismus."

    Ja eben!

    "Daß er das trotz des offensichtlichen Versagens auf ganzer Linie kann, liegt eben an der geballten Medienmacht."

    Ist doch die perfekte Rechtfertigung, dann kann man weiter in den Gräben tun, was man in den Gräben macht ... nahezu völlig ungestört.

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  33. Schade wäre es, wenn sich die NDS in diese Gräben mit hinein ziehen ließe und die Rechtfertigung betoniert.

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  34. So, bin aus meinem kleinen Berlin-Urlaub zurück. Ich sehe, es gibt über 100 Kommentare, die sich mit den Nachdenkseiten und dem Propagandamodell beschäftigen. Oh wait... ;-)

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    1. Jan, kennst du dich insgesamt mit Chomsky aus? Es geistern seine "10 Strategien die Gesellschaft zu manipulieren" seit 2010/11 ja durch die linke Szene. Die werden selbst auf Hartz-Montagsdemos verteilt. Wo ist denn die eigtl. Quelle hierzu und aus welchem Jahr (linke Quellen haben's leider nicht so mit Seriosität und Gründlichkeit)? Inwieweit unterscheidet sich das vom PM?

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    2. Tobias,

      ich hatte diese Thesen schonmal irgendwo gesehen, mich aber nicht weiter damit beschäftigt. Die Seiten, die ich jetzt mit Google gefunden habe lassen irgendiwe im unklaren, ob das jetzt direkt von Chomsky ist, oder doch von Sylvain Timsit (http://theinternationalcoalition.blogspot.de/2011/07/noam-chomsky-top-10-media-manipulation_08.html). Dann tauchen auch noch Zitate aus einem mysteriösen Text "Silent weapons for quiet wars" auf, der mit Chomky scheinbar gar nichts zu tun hat.

      Kommt mir alles eher ein bisschen merkwürdig vor.

      Insgesamt würde ich mich nicht als großen Chomsky-Experten bezeichnen. Die 10 Thesen könnten allerdings imo von ihm sein, oder zumindest von seinen Texten oder Aussagen abgeleitet. Eine Sternstunde wären sie dann aber nicht. In der Stoßrichtung ähneln sie sicher dem PM, nämlich indem sie der Frage nachgehen, wie (ein von Chomsky gewünschter) grundlegender politischer/ökonomischer Wandel durch bestehende Systeme (Politik, Medien, PR) verhindert wird.

      Aber es gibt auch große Unterschiede: Das PM versucht zu klären, welche Bedingungen und Sachverhalte dafür sorgen, dass die Leitmedien (vermeintlich) ziemlich konform Eliteninteressen / konservative Interessen vertreten. Diese 10 Thesen beschreiben hingegen eher Medien-Oberflächenphänomene (die übrigens interessanterweise in nicht-kapitalistischen Systemen genauso funktionieren würden ;)

      Ich halte das PM für deutlich gehaltvoller als diese Thesen. Das PM hat zwar (aus klassisch systemtheoretischer Perspektive) auch einen eher merkwürdigen Funktionsbegriff, beschreibt aber doch systemische Ursachen und unterstellt Journalisten / dem Mediensystem nicht per se eine intentionale Manipulationsabsicht.

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    3. @Jan
      Hoffentlich war dein kleiner Berlin-Urlaub nicht zu unterkomplex oder gar simplizistisch.

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  35. Also mancherlei Kommentar hier ist schon ....hm, bedenklich? Schon seit etlichen Artikeln ist hier im Kommentarbereich eine seltsame aggressive Stimmung zu bemerken. Was ´n los mit euch Leute? Man muß ja nicht jeden Artikel vergöttern, oder immer wieder schreiben wie toll man das alles findet und wie recht der Ersteller hat, aber Kritik sollte doch auch etwas mehr Substanz haben anstatt hier die Leut nur durchzubeleidigen. Sowas ist einfach nur jämmerlich und wirft auch nicht gerade ein gutes Bild auf euch zurück.
    Just my 2 cent .....dekaha

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  36. Oh, über 100 Kommentare!

    der Herr Karl

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  37. Du musst doch zugeben das dies eine ziemlich haltlose Behauptung ist, die zwar schwer zu widerlegen, aber eben so schwer zu untermauern ist:

    "Nun hat jedoch jede Gesellschaft (unabhängig vom politischen und wirtschaftlichen System) ihre Ideologien und Tabus, ein System der Öffentlichkeit kann zu jedem Zeitpunkt nur eine gewisse Menge und Bandbreite an Themen verarbeiten."

    "eine gewisse Menge", ja, das liegt in der Natur der Begrenztheit aller Dinge (sofern wir darüber übereinstimmen, dass alle Dinge begrenzt sind), aber "eine gewisse Bandbreite" hat keine Logik. Warum sollten die (unvollständigen) Informationen in einer freien Gesellschaft (frei von Zwängen des Kapitals oder des Staates) nicht über die gesamte Bandbreite dessen, was mensch sich erdenken kann verstreut sein?
    Ich kann selbstverständlich auch diese Annahme nicht beweisen (obwohl sie mir logischer erscheint), denn die Beispielgesellschaften, die uns zur Verfügung stehen sind doch nahezu alle entweder privatkapitalistische, "demokratische" oder noch zentralisiertere autoritärere Gesellschaften.
    Ich denke, dass die Kommunen, die um Autonomie bemüht sind, (zumindest von denen ich weiß) nicht hinreichend autonom sind um hier als Beispiel zu funktionieren. Von den Zapatistas weiß ich zu wenig um es beurteilen zu können, aber da du die autonomen Gebiete in Chiapas etc. nicht erwähnt hast, vermute ich mal, dass du sie auch nicht gut genug kennst um deren Informationsbandbreite beurteilen zu können)

    Übrigens führst auch du elementare Grundannahmen als selbstverständlich ein ohne sie zu hinterfragen (obwohl es in diesem Zsammenhang doch so naheliegend wäre):
    Was soll der "kontemporäre[] demokratische[] Kapitalismus" sein? Hättest du gesagt "kapitalistische Demokratie", wäre ich noch so grade mitgekommen, da sie sich selbst als "Demokratien" bezeichnen und der Begriff des "Kommunismus" wird ja auch üblicherweise übernommen, wenn sich irgendein zentralistischer Staat selbst "kommunistisch" nennt.
    Aber..
    'Unseren' Kapitalismus "demokratisch" zu nennen versteh ich nicht, denn das Wort besagt doch schon einwandfrei, das Produktionsprozesse vom Kapital bestimmt werden und nicht vom "Demos". Und es ist ja auch kein Geheimnis, sondern eher der (durch den gesellschaftlichen Konsens) geduldete Umstand, dass die Strukturen der Produktion in erster Linie auf roher Konkurrenz beruhen und nicht auf demokratischen Prozessen.
    Es wird doch üblicherweise noch nichtmal von den wirtschaftlichen Eliten nicht behauptet, dass die Produktionsprozesse demokratisch seien, sondern schlicht, dass sie das Beste für jeden seien und ALTERNATIVLOS(!).

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  38. Du musst doch zugeben das dies eine ziemlich haltlose Behauptung ist, die zwar schwer zu widerlegen, aber eben so schwer zu untermauern ist:

    "Nun hat jedoch jede Gesellschaft (unabhängig vom politischen und wirtschaftlichen System) ihre Ideologien und Tabus, ein System der Öffentlichkeit kann zu jedem Zeitpunkt nur eine gewisse Menge und Bandbreite an Themen verarbeiten."

    "eine gewisse Menge", ja, das liegt in der Natur der Begrenztheit aller Dinge (sofern wir darüber übereinstimmen, dass alle Dinge begrenzt sind), aber "eine gewisse Bandbreite" hat keine Logik. Warum sollten die (unvollständigen) Informationen in einer freien Gesellschaft (frei von Zwängen des Kapitals oder des Staates) nicht über die gesamte Bandbreite dessen, was mensch sich erdenken kann verstreut sein?
    Ich kann selbstverständlich auch diese Annahme nicht beweisen (obwohl sie mir logischer erscheint), denn die Beispielgesellschaften, die uns zur Verfügung stehen sind doch nahezu alle entweder privatkapitalistische, "demokratische" oder noch zentralisiertere autoritärere Gesellschaften.
    Ich denke, dass die Kommunen, die um Autonomie bemüht sind, (zumindest von denen ich weiß) nicht hinreichend autonom sind um hier als Beispiel zu funktionieren. Von den Zapatistas weiß ich zu wenig um es beurteilen zu können, aber da du die autonomen Gebiete in Chiapas etc. nicht erwähnt hast, vermute ich mal das du sie auch nicht gut genug kennst um deren Informationsbandbreite beurteilen zu können)

    Übrigens führst auch du elementare Grundannahmen als selbstverständlich ein ohne sie zu hinterfragen (obwohl es in diesem Zsammenhang doch so naheliegend wäre):
    Was soll der "kontemporäre[] demokratische[] Kapitalismus" sein? Hättest du gesagt "kapitalistische Demokratie", wäre ich noch so grade mitgekommen, da sie sich selbst als "Demokratien" bezeichnen und der Begriff des "Kommunismus" wird ja auch üblicherweise übernommen, wenn sich irgendein zentralistischer Staat selbst "kommunistisch" nennt.
    Aber..
    'Unseren' Kapitalismus "demokratisch" zu nennen versteh ich nicht, denn das Wort besagt doch schon einwandfrei, das Produktionsprozesse vom Kapital bestimmt werden und nicht vom "Demos". Und es ist ja auch kein Geheimnis, sondern eher der (durch den gesellschaftlichen Konsens) geduldete Umstand, dass die Strukturen der Produktion in erster Linie auf roher Konkurrenz beruhen und nicht auf demokratischen Prozessen.
    Es wird doch üblicherweise noch nichtmal von den wirtschaftlichen Eliten nicht behauptet, dass die Produktionsprozesse demokratisch seien, sondern schlicht, dass sie das Beste für jeden seien und ALTERNATIVLOS(!).

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