Montag, 10. Januar 2011

Positionspapier der SPD

Von Stefan Sasse

Aus Zeitmangel verweise ich einfach nur auf Nico Fried von der SZ, der sagt praktisch alles zum Thema was gesagt werden muss.

Kommentare:

  1. 10.01.11: Fortschrittspapier der SPD: Die Theorie der Sozialdemokraten
    Artikel von Nico Fried in der SZ
    Quantologe zitiert aus Artikel und meint: "...Noch schlimmer ist allerdings das Weltbild, das diesem Entwurf zugrunde gelegt wird. In einer grausamen Welt der Globalisierung, der Märkte und der Sachzwänge fühlt sich der Mensch allein gelassen. Er hat, so ist weiter zu lesen, nur drei unbefriedigende Möglichkeiten: Er kann seine Pfründe verteidigen, sich anpassen oder resignieren."

    Die besagte Stelle im Positionspapier lautet so: (".....Wo gesellschaftlicher Fortschritt vermisst wird, bleibt noch die Hoffnung auf den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt. Doch auch diese Hoffnung existiert nicht ungebrochen. Das alte Fortschrittsmodell ist mit übermäßigem Ressourcenverbrauch und zu hoher Umweltbelastung verbunden. Die negativen Folgen, die in der fortschreitenden Erderwärmung ihren Niederschlag finden, verursachen schon jetzt so gigantische Kosten, dass die Bilanz des Fortschritts negativ wird. Mehrere Generationen haben inzwischen ihre Schlüsselerlebnisse – von Tschernobyl bis zur Bohrinsel Deepwater Horizon –, die ihnen die Risiken eines unkontrollierten technischen Fortschritts vor Augen geführt haben.)

    Auf diese Entwicklung bleiben den Bürgerinnen und Bürgern drei Reaktionsmuster. Manche verteidigen ihre Errungenschaften und Privilegien, zuweilen verbrämt mit ideologischen Begründungen aus der Vergangenheit. Andere setzen auf Stärkung ihrer persönlichen Kompetenzen und ihre Flexibilität, um sich im verschärften Wettbewerb zu behaupten. Das dritte Muster ist Angst und Pessimismus. Alle zusammen bilden aber keine Basis für einen gemeinsamen gesellschaftlichen Fortschritt, der als Ziel ein besseres Leben für alle hat.

    Im Klartext: Im Fortschrittspapier der SPD werden die Gründe und die damit zusammenhängenden Reaktionsmuster der Bevölkerung aufgeführt und als nicht zielführend eingestuft. Im Artikel verkürzt dies Nico Fried zu "Verteidigen, Anpassen, Resignieren". Weder auf die Gründe für die Reaktionen wird genügend eingegangen, schon gar nicht wird erwähnt, dass sie als unzureichend analysiert werden.

    Q. zitiert weiter aus Artikel: Wie in einer Partei, die elf Jahre lang regiert hat, drei Führungsleute, von denen zwei sich Kanzler zutrauen, so einen deprimierenden Mist verzapfen können, bleibt ihr Geheimnis. Nur eines ist sicher: Ein Fortschritt ist das nicht.

    Was hat das denn noch mit Information zu tun? Das ist schlimmer, äusserst schlampiger Journalismus. Entweder hat man das Positionspapier nicht verstanden oder, genauso schlimm, nicht einmal gründlich gelesen. Dass auf diese Weise die Politikverdrossenheit wächst, ist entweder nicht bewusst oder kommt da vielleicht nicht einmal ungelegen. Wer da Mist verzapft hat, und zwar gehörigen Mist, erklärt sich von selbst! Am besten liest man das Positionspapier selbst.

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  2. Das sehe ich auch so ..

    Gruss
    rosi

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  3. Gabriel kann indem er die Idee Brüderles , negative Einkommenssteuer, übernimmt bestimmt den Wahlkampf gewinnen.

    Eine Negative Einkommenssteuer ist eine Subventionierung der Unternehmereinkommen und keine Umverteilung zu Gunsten der kleinen Leute.

    Hier soll der Niedriglohnsektor weiter ausgebaut werden.

    Nichts gelernt SPD.

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  4. @ 1 Anonym

    Der Beitrag von Nico Fried stand am Montag auf der Kommentarseite der SZ und da darf man das m.E. durchaus so bringen. Agesehen davon: Zur SPD fällt mir echt nix mehr ein....

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