Donnerstag, 22. März 2012

Kurzmeldungen

Von Stefan Sasse

Es ist mir ja richtig peinlich, so lange nichts zu schreiben, aber mir fehlt gerade vollständig die Zeit. Daher nur Kurzmeldungen. 

- Der Wahlkampf in Frankreich ist mehr als interessant und zeigt ein fundamentales Problem der Progressiven in der politischen Kommunikation auf: sie haben kein kohärentes Narrativ gegen das der Austerität und der schwäbischen Hausfrau. 

- In den USA gewinnt Mitt Romney endgültig. Wahrscheinlich wird er erfolgreicher mit dem "Etch and Sketch" sein, als es die ätzenden Kommentare gerade wahrhaben wollen, wenn es an die Wahlen im Herbst geht. 

- Die SPD arbeitet weiter fleißig daran, sich selbst überflüssig zu machen. Ihre Positionen zu Fiskalpakt und Gauck stellen berechtigt die Frage, was der Unfug eigentlich noch soll. 

- Die Piraten durchleben eine Kinderkrankheit nach der anderen, aber das ist nicht ungewöhnlich und ging den Grünen seiner Zeit auch so. Irgendwelche Prognosen über ihre zukünftigen Erfolge lassen sich daraus nicht ableiten. 

- Die FDP verharrt bei allem was sie tut unter 5%. Das ist gut und bleibt hoffentlich so. 

- Merkels aktuelle Europapolitik könnte tatsächlich eine Einigung Europas unter gänzlich anderen Vorzeichen befeuern, vorausgesetzt die Progressiven bekommen etwas Ähnliches auf die Beine. Gesamteuropäische Parteien wären absolut zu begrüßen und längst überfällig.

Kommentare:

  1. "...mir fehlt gerade vollständig die Zeit."

    Nächtelang durchgegamet?

    der Herr Karl

    AntwortenLöschen
  2. "ein fundamentales Problem der Progressiven in der politischen Kommunikation auf: sie haben kein kohärentes Narrativ gegen das der Austerität und der schwäbischen Hausfrau." Volle Zustimmung zu diesem Befund, allerdings ist da auch auf lange Sicht nichts positives zu erwarten. Die Neocons in Europa haben es über die Jahre, wenn nicht Jahrzehnte geschafft, die politische Kommunikation mit ihrem schäbigen Vokabular zu verseuchen. Um da etwas Gegenteiliges auf die Beine zu stellen, braucht man einen langen Atem und vor allem viel Geld.
    Darüber hinaus würde mich allerdings interessieren, wo denn bitte in Europa derzeit wie auch immer geartete progressive Kräfte erkennbar sind. Sozialdemokraten können damit sicher nicht gemeint sein. Und zu Hollande sage ich nur "Obama" und "change you can believe in" [/Ironie].

    AntwortenLöschen
  3. Dabei ist das mit der schwäbischen Hausfrau schon von der Rhetorik her so lächerlich , daß es eigentlich eine Steilvorlage wäre , sowas wie ein Elfmeter ohne Torwart .

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.