Montag, 8. November 2010

Mal was grundsätzliches...zum Feminismus

Von Stefan Sasse 

Den Oeffinger Freidenker gibt es nun seit über vier Jahren. Viele Themen wurden bereits mehrfach in unterschiedlichen Beiträgen behandelt, so dass es dem Autor oftmals unnötig erscheint, bestimmte Anspielungen oder Einstellungen näher zu erläutern. Seit 2006 hat sich die Leserschaft jedoch stark vergrößert, und für die, die neu dazugekommen sind, mag nicht immer alles sofort klar sein, was der Oeffinger Freidenker schreibt. Die neue Serie "Mal was grundsätzliches…" soll diese Lücke schließen, in dem noch einmal eine Zusammenfassung zu bestimmten Themen gegeben wird. Diese Folge befasst sich mit dem Feminismus.

Die Zeit der großen feministischen Diskussionen ist lange vorüber. Paragraph 218, Gleichberechtigung im BGB, Einführung des Zerrüttungsparagraphen ins Scheidungsrecht - alles Siege der Feminismusbewegung, seit zwei Generationen vertraut. Heute wirkt Alice Schwarzer wie ein Fossil, nicht mehr wie Vorkämpferin einer radikal neuen Bewegung, und im Islamhass scheint sie derzeit ein probates Mittel zu sehen, den Mangel an Aufmerksamkeit wettzumachen, der ihre eigene Feminismusversion glücklicherweise kennzeichnet. Bevor wir richtig ins Thema einsteigen, beginnen wir mit einer kurzen Bestandsaufnahme. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gesellschaft so patriarchalisch, wie sie es seit der Vor-Bismarck-Zeit nicht mehr gewesen war, obgleich diese „Ordnung“ bereits damals etwas Künstliches hatte. Frauen waren durch diverse Gesetze tatsächlich und, vor allem, durch die herrschenden Konventionen im täglichen Leben benachteiligt. Unter anderem war es ihnen nicht erlaubt, ohne Zustimmung des Mannes ein Konto zu führen. Dies alles änderte sich ab den 1960er Jahren, als selbst eine Adenauer-CDU sich nicht mehr mit allem Mief, den sie an sich hatte, gegen den Zeitgeist stellen konnte. Der Druck von FDP wie SPD (vor allem aber letzterer, die bereits im alten Kaiserreich die Idee der Gleichberechtigung der Frau vertreten hatte – von Männern, wohlgemerkt, was oft unterschlagen wird) tat sein Übriges, spätestens seit der sozialliberalen Koalition. Die gesetzlichen Schranken fielen, und das Gesellschaftsklima wurde in den frühen 1970er Jahren so offen wie seither nie wieder. In genau diese Zeit fällt das Wachsen der feministischen Bewegung die, wie immer mit einiger Verspätung, aus den USA importiert wurde.

Hierzulande wurde sie unangefochten von Alice Schwarzer dominiert, die sich von ihren radikalen Vorbildern in den USA wie Valerie Solanas (Attentäterin Andy Warhols und Verfasserin des Traktrats „Zur Vernichtung der Männer“) inspirieren ließ und die feministischen Forderungen mit der Stern-Aktion „Wir haben abgetrieben“ in die Schlagzeilen brachte, die sich zwar im Nachhinein als gefälscht herausstellte, da viele der Frauen inklusive Schwarzers selbst gar nicht abgetrieben hatten, aber mit dem Abtreibungsparagraphen ein publikumswirksames Schlachtfeld schufen. Die CDU konnte am Ende noch durchsetzen, dass ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit dem Versuch, die Frau von der Entscheidung abzubringen, vor eine Abtreibung gesetzt wurde, aber die Initiative blieb ein großer Erfolg der Frauenbewegung. Die letzten Schranken fielen unter ihren wuchtigen Schlägen und dem nur noch schwächlichen Widerstand der letzten Reaktionäre. Der Zeitgeist hatte gesiegt. 

Nur ist der Zeitgeist ein windiges Ding, denn er weht schnell weiter. Die Feministinnen wurden bald von ihm selbst überholt. Ihre radikale Rhetorik, die in die 1970er Jahre gepasst hatte, in denen Mao, Marx und Che gelesen und diskutiert wurden, entfernte sich immer mehr von der Wirklichkeit, und die Kritik wurde immer ritueller. Schwarzer und die EMMA wurden Teil des Systems, das sie früher bekämpft hatten, was sich beispielsweise in der Verleihung des Bundestverdienstkreuzes 1997 und, noch viel frappanter, in der Teilnahme an einer BILD-Werbekampagne 2006 zeigt, für die Schwarzer aus den eigenen Reihen viel Kritik einstecken musste, die sie rüde wegbürstete. Auch die Erstürmung der EMMA-Zentrale in den 1990er Jahren durch Frauen (!) als Reaktion auf deren aggressive, männerfeindliche Berichterstattung zeigte, dass Schwarzers Bewegung ihren Zenit überschritten hatte. Versuche, die Lücke auszufüllen, gab es seither genug, doch waren diese nicht erfolgreich. Thea Dorn und andere, die einen „neuen Feminismus“ vertreten wollen wirken wie neoliberale Epigonen und konnten nie Breitenwirkung erzielen, auch, weil sie die Schwarzer-Rezepte letztlich nur ein wenig an die neoliberale Ideologie anpassten.

Genau da aber liegt der Hase im Pfeffer, wie wir noch sehen werden. Bevor ich wirklich starten will, müssen wir noch einen kurzen Simone-de-Beauvoir-Crashkurs hinter uns bringen, denn sie ist die eigentliche Erfinderin des Gender Mainstreaming, das derzeit im akademischen Leben vor allem, aber auch im politischen Bereich großen Einfluss hat. Sehr stark heruntergebrochen hatte de Beauvoir die Idee, dass es zwei Geschlechter gibt: ein biologisches (sex) und ein soziales (gender). Das erstere ist offensichtlich durch die Geburt festgelegt, das zweitere allerdings werde einzig durch die Erziehung implementiert. Es wäre also, so der Schluss, möglich, einen Jungen als Mädchen und ein Mädchen als Jungen aufzuziehen, vorausgesetzt natürlich, so etwas wie eine Jungen-Erziehung gebe es überhaupt. Das biologische Geschlecht habe demnach nichts mit dem Sozialen zu tun; ein Mann könne durchaus eine soziale Frau sein und umgekehrt. 

Ich habe anfangs das Postulat aufgestellt, dass de Beauvoirs Ideen meiner Meinung nach die falsche Fragestellung enthalten. Um diese Theorie zu beweisen, wurden sehr krude und bisweilen grausame Versuche angestellt, von denen der der kanadischen Zwillinge nur der bekannteste ist. Dieser handelt davon, dass einem von zwei männlichen Zwillingen bei der Geburt der Penis so verletzt wurde, dass man ihn amputieren musste. Ein Pionier des Gender Mainstreaming überredete die der Idee aufgeschlossenen Eltern, den Jungen vollständig als Mädchen zu erziehen. Dieser Versuch scheiterte noch vor der Pubertät grotesk, als der Junge trotz aller Mädchenerziehung mit Pink und Tanzen aggressiv männliche Merkmale zu tragen und zur Schau zur stellen begann. Auch Wiederholungen des Versuchs endeten ähnlich und oftmals tragisch. Das allein widerlegt die These natürlich nicht, schließlich wächst das Kind ja in einer Umwelt auf, die nicht „gegendermainstreamt“ ist. Ich denke aber dass die Fragestellung, ob die Theorie richtig ist oder nicht – dass also das soziale Geschlecht nur konstruiert sei – letztlich nicht weiter führt. Viel wichtiger ist die Fragestellung: Wollen wir, dass das so ist? Und hier scheint die Antwort recht eindeutig nein zu sein. Trotz großer medialer Unterstützung und großzügiger Förderung (Professurstellen für Gender Mainstreaming und zahllose Frauenbeauftragte sprechen eine deutliche Sprache) hat sich die Idee bislang nicht durchgesetzt, wird als fremd und unnatürlich empfunden und ist eher rückläufig, als dass sie neue Anhänger gewinnen würde. Nur die Wenigsten scheinen überhaupt von Weiblichkeit oder Männlichkeit Abstand nehmen zu wollen. Wohlgemerkt: damit sind nicht Aufgabenverteilungen gemeint. Dem Gender Mainstreaming geht es nicht, wie früher der Emanzipationsbewegung, um die rechtliche Gleichstellung der Frau, sondern um die Aufhebung aller außer den biologischen Geschlechtsunterschieden. Ich gehe davon aus, dass dies den Wünschen einer deutlichen Bevölkerungsmehrheit (deutlich über 90%) diametral widerspricht. 

Das ist auch den Apologeten des Gender Mainstreaming bewusst. Sie erklären deshalb, ein „Umdenken“ müsse stattfinden und, vor allem, aktiv gefördert werden. Zu diesem Zweck sei es beispielsweise notwendig, durch eine gezielte Frauenförderungspolitik die Menschen daran zu gewöhnen, dass Frauen sich in Führungspositionen befinden. Ich bin der Meinung, dass dies in höchstem Maße verwerflich ist. Und damit sind wir endgültig bei der Frauenpolitik. 

Es kann kein Zweifel bestehen, dass die rechtliche Gleichberechtigung längst erreicht ist. Dies wird auch von der Frauenbewegung nicht angezweifelt, nicht einmal von ideologischen verbohrten Altlasten wie Alice Schwarzer. Stattdessen erklärt die Frauenbewegung, dass die „faktische Gleichberechtigung“ nicht erreicht sei. Dazu gehört die Legende von einer gläsernen Decke, die es Frauen nicht erlaube, in Führungspositionen aufzusteigen, weil dort ja nur Männer sitzen, die unter sich bleiben wollen und Frauen deswegen nicht hochkommen lassen wollen. Im gleichen Zusammenhang steht die Behauptung, dass Frauen bei gleicher Tätigkeit um ein Drittel schlechter bezahlt werden. 

Das letzte Argument ist besonders lächerlich. Wenn das tatsächlich so wäre würden doch in einer Marktwirtschaft unter starkem Konkurrenzdruck, wie wir sie haben, nur noch Frauen eingestellt, weil sie das Gleiche leisten und ein Drittel weniger kosten. Das passiert aber nicht, nicht einmal in Betrieben, die von Frauen geleitet werden, was auch das Gegenargument widerlegt, dass wieder eine böse weltweite Männerverschwörung am Werk ist. Tatsächlich haben Studien herausgefunden, dass Männer Frauen eher in Führungspositionen aufrücken lassen als Frauen andere Frauen. Das aber nur am Rande. Es ist tatsächlich so, dass sich ganz einfach weniger Frauen für Führungsaufgaben bewerben als Männer. Dies wird auch von der Frauenbewegung gesehen und mit dem Verweis auf die faktisch nicht erreichte Gleichberechtigung, gewissermaßen eine Denkblockade, die sich selbst als minderwertig und deswegen nicht geeignet ansieht, abgebügelt. Frauen bewerben sich gewissermaßen aus einem inneren Minderwertigkeitskomplex nicht. 

Auch diese Argumentation halte ich für nicht schlüssig. Ich bin bisher keiner Frau begegnet, die von sich sagt, dass sie als Frau sich nicht für geeignet hält und dabei den Eindruck erweckt hat, eigentlich einen solchen Job zu wollen. Hier stoßen wir auf das Kernproblem, das ich ausgemacht zu haben glaube. Die bisher aufgezeigte Argumentationslinie widerlegt sich teilweise selbst, das mag dem einen oder anderen Leser aufgefallen sein. Die jeweiligen Gegenargumente der Frauenbewegung ergeben kein schlüssiges Ganzes, sondern stehen miteinander im Widerspruch. Fakt aber ist, dass es deutlich weniger Frauen in Führungspositionen gibt. Wirklich deutlich weniger. Eine Frau auf zehn oder zwanzig Männer ist keine Seltenheit. Nur, woran liegt das? Dass mich die Erklärungen der Frauenbewegung nicht überzeugen, die, nebenbei bemerkt, auch ein deutliches Interesse an der Durchsetzung ihrer Argumente trotz faktischer Unhaltbarkeit hat, weil damit diverse sehr gut dotierte, staatliche und damit sichere Stellen einhergehen, die ihre Wortführerinnen einnehmen können, sollte klar geworden sein. Doch was ist der Grund? In ihrem Buch „Das dämliche Geschlecht“ argumentiert Barbara Bierach, dass Frauen an ihrer Lage komplett selbst schuld wären. Nur 3,4% Frauen in Vorstandsetagen liegt ihrer Meinung nach daran, dass sich Frauen dumm verhalten und fauler sind als Männer. Sie nützten die Chancen nicht, die ihnen längst gegeben sind. Sie unterstützt außerdem ebenfalls die Behauptung, dass Frauen andere Frauen am Aufstieg hindern würden. 

Doch auch diese „selbst schuld“-Argumentation ist nicht überzeugend. Ich halte das Problem für tiefer liegend. Um das zu erklären, möchte ich noch einmal kurz ausholen und einen Ausflug in die Geschichte unternehmen.
Oft hört man aus Kreisen der Frauenbewegung, dass die Männer über 2000 Jahre die Frauen unterdrückt hätten. Praktisch immer ist der Unterton dabei „und jetzt sind wir mal dran“. Dieser Unterton durchzieht die gesamte Frauenpolitik, was auch der Grund ist, warum ich es ablehne, die Begriffe Gleichstellung oder Gleichberechtigung zu benutzen, denn diese Politik zielt offenkundig auf eine Bevorteilung von Frauen, was sie auch offen zugibt. Das aber hat, selbst wenn die 2000 Jahre Unterdrückung Realität wären, keine Legitimation. Man kann ein Unrecht nicht dadurch beseitigen, dass man Neues schafft. Das geht niemals und ist weder ethisch noch moralisch vertretbar. Dazu kommt, dass das Argument mit den 2000 Jahren nicht wahr ist. 

Denn einen überwältigenden Teil der Menschheitsgeschichte waren die Menschen einfach nur arm. Den mittelalterlichen Bauern, den Industriearbeiter des 19. Jahrhunderts interessiert die Frauenbewegung nicht. In einer so prekären Lage müssen alle zusammenarbeiten, nach ihren besten Kräften. Die körperlich schwächeren, von den zahlreichen Geburten noch zusätzlich geschwächten Frauen übernahmen dabei oftmals die Hausarbeit, der Mann die schwere Feldbarbeit. Entscheidungen fielen ihm ebenfalls zu, aber wer die Realität eines Haushalts kennt weiß, wie wenig weit her es mit solchen Entscheidungen oftmals ist. Obwohl Männer auch heute noch dank eines höheren Erwerbsanteils deutlich mehr verdienen als Frauen und oftmals Allein- oder Hauptverdiener sind, gibt es siebenmal (!) so viel Verkaufsfläche für Frauen wie für Männer, und geben Frauen auch entsprechend mehr aus. Anzunehmen, dass dies früher anders war, wäre grenzenlos naiv. Keine Bevölkerungsgruppe lebt 2000 Jahre lang in unerträglicher Unterdrückung. Es ist schlicht die Überheblichkeit der ersten Frauenbewegung, die das für sich reklamierte.

Diese entstand im 19. Jahrhundert und war von Anfang an eine reine Oberschichtenveranstaltung. Die Frauen, die für das Recht stritten, Universitäten und höher Schulen besuchen oder Eintritt ins Schwimmbad zu erhalten waren alle gutsituiert und finanziell mehr oder minder unabhängig. Viele von ihnen hatten die damals üblichen Dienstmädchen in ihren Diensten, was niemand von ihnen als Problem auffasste – eben weil die Frauenbewegung eine reine Oberschichtenveranstaltung war. Es brauchte die Entstehung einer bürgerlichen Mittelschicht, um auf solche Ideen erst zu kommen, denn wer um sein Überleben kämpft, diskutiert darüber nicht. Man kann die Entstehung der Frauenbewegung also durchaus als Beleg großen gesellschaftlichen Fortschritts in jener Zeit sehen, wie auch die Entstehung der Feministenbewegung in Deutschland nicht zufällig in die 1970er Jahre fällt, als erstmals breite Bevölkerungsschichten am Wohlstand teilhatten. Eine Oberschichtenveranstaltung ist der Feminismus trotzdem immer gewesen – und auch geblieben.

Und genau das ist in meinen Augen der Grund für die Krise, in der die Bewegung derzeit steckt, der Grund für die „faktisch“ nicht erreichte Gleichberechtigung, die nach den Buchstaben des Gesetzes längst besteht und angesichts der gewaltigen Förderanstrengungen eigentlich längst erreicht sein müsste. Autorinnen wie Thea Dorn oder eben die zitierte Barbara Bierach propagieren ein Idealbild, das einer objektiven Idealität vollkommen entbehrt. Sie konzentrieren das ganze Lebensglück auf das Erreichen einer „Karriere“, ein Ziel, das dabei zum reinen Selbstzweck vorkommt. Ich erinnere mich noch an unsere Abi-Zeitung, als sich bei „Zukunftsplänen“ bei deutlich über der Hälfte der Frauen die Trias „Studieren, Karriere, Familie“ fand – ein Zeugnis des durchschlagenden Erfolgs der Frauenbewegung in dieser Bevölkerungsschicht, könnte man meinen. Und wie bereits anfangs festgestellt ist es der Erfolg, der den Blick für die Probleme versperrt.

Denn die Karriere ist zum einen für breite Bevölkerungsschichten überhaupt keine Perspektive. Kassierinnen bei Aldi, Bandarbeiter bei Opel, Reinigungskräfte bei Was-weiß-wem, Arbeitslose – für sie alle ist die Karriere, die die Frauenbewegung propagiert (die im Übrigen praktisch ausnahmslos aus Akademikerinnen besteht)  überhaupt nichts, was mit ihrem Lebensbild in Einklang zu bringen wäre. Für die Männer übrigens auch nicht. Die Unterstellung, dass jeder nach einer Karriere in der freien Wirtschaft als alleiniges Rezept zum Glück streben und dieses auch erreichen könnte ist irrig und vergiftet die gesame Bewegung. Es ist das hässliche Kind der Beziehung, die die Frauenbewegung mit dem Neoliberalismus eingegangen ist und die in Barbara Bierach pars pro toto ihren Niederschlag findet. Viele Menschen – nicht nur Frauen, sondern auch Männer – trachten überhaupt nicht nach einer Karriere. Sie wollen andere Wege zum Glück gehen. Die Bemühungen der Frauenbewegung sind ihnen dabei fremd, entsprechen nicht ihrer Lebenswirklichkeit. Der Schleier über dieser Lebenslüge der Frauenbewegung wurde 2006 kurz weggerissen, als Eva Herman mit ihrem „Eva-Prinzip“ an die Öffentlichkeit ging. Bevor sie den Kardinalsfehler des Nazi-Vergleichs beging und damit vollständig aus der Debatte verdrängt wurde, erhielt sie gewaltige Zustimmung gerade von den Frauen und wurde von der Frauenbewegung in einer Aggressivität angegangen, die zuletzt Esther Vilar erfahren musste. Herman hatte einen wunden Punkt getroffen, indem sie sich gegen das Ziel einer Karriere aussprach. Die Aggressivität der Diskussion stand in keinem Verhältnis zu den Thesen, denn Herman erklärte ihre Variante nicht einmal für die alleinseligmachende, wie dies die Frauenbewegung tut, sondern forderte Wahlfreiheit – was die Frauenbewegung aber nicht zugestehen wollte. 

Damit sind wir am Ende angelangt: Die Frauenbewegung, so der Schluss, vertritt eine Ideologie, die an der Lebensrealität der meisten Menschen vollkommen vorbeigeht. Ich widerspreche der Feststellung der Frauenbewegung, dass alte Klischees und Denkmuster noch nicht überwunden sind, überhaupt nicht. Die Frage ist aber, was man dagegen tun kann. Die Frau, die heute Abitur macht, studiert und danach in die Wirtschaft geht muss nicht mehr gefördert werden. Wenn sie nicht in der Lage ist, ihren Weg zum Glück zu finden, dann ist sie, wie von Barbara Bierach schon festgestellt, tatsächlich selbst schuld. Unterhalb dieser Schwelle, die ich als Oberschichtenveranstaltung bezeichnet habe, stellt sich diese Frage gar nicht. Weder Mann noch Frau brauchen hier eine spezielle Geschlechterförderung auf dem Weg an die Spitze. Hier ist die soziale Fragestellung eine völlig andere, da die materiellen Grundlagen überhaupt nicht gegeben sind. Diese müssen erst geschaffen werden; vorher wird hier kein von oben oktroyiertes Umdenken stattfinden. Alle Quotenregeln dieser Welt werden dabei nichts helfen, weder den Frauen noch sonstwem. Quotenregeln widersprechen sich selbst. Allein ihre Existenz zeigt, dass die Gesellschaft offensichtlich eine andere ist. Wer meiner Argumentation so weit gefolgt ist weiß außerdem dass sie ebenfalls am Kern vorbeigeht. Diese Erkenntnis hat die Frauenbewegung jedoch nicht, dafür ist ihr Bündnis mit den neoliberalen Ideen zu eng, ist sie sich ihrer eigenen sozialen Zusammensetzung viel zu wenig bewusst. Stattdessen wiederholt sie sich in immer gleichen Phrasen und alteingesessenen, der Wirklichkeit entrückten Mustern. 

Die Ideologie der Frauenbewegung hat längst totalitäre Züge angenommen. Sie lässt keine Kritik mehr zu und ist blind für die Wirklichkeit, die von dem Bild abweicht, das sie selbst gezeichnet hat. Nur so ist Schwarzers beständige aggressive Rhetorik gegen Männer zu erklären, nur so Thea Dorns und Barbara Bierachs Karrierefixiertheit, nur so die heftigen Reaktionen auf Eva Hermans Versuch, das Meingungskartell der Frauenbewegung zu brechen. Sie befinden sich auf einem starren, fixen Pfad, den sie nicht mehr zu verlassen in der Lage sind. Dabei vertreten sie die Mehrheit der Frauen überhaupt nicht. Das haben sie noch nie, aber früher hatten sie eine gesellschaftsverändernde Idee, die wirkungsmächtig zum Durchbruch kam. Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist, sagt Hugo. Die Frauenbewegung ist der Beweis, dass nichts so tot und leer ist wie eine Idee, die von der Zeit überholt wurde. Sie reiht sich ein mit dem Patriarchat der Adenauer-Zeit und vereint sich so mit ihrem alten Erzfeind. Sobald eine neue Generation von Frauenrechtlerinnen neue Ziele formuliert und den Zeigeist damit trifft, wir ihre derzeitge Riege dorthin verschwinden, wo auch die Marx’schen Lesezirkel der 1970er und die Ideen Carl Schmitts gelandet sind: auf dem Müllhaufen der Geschichte. 

Buchhinweise: 

Dieser Beitrag ist eine Überarbeitung des alten "Frauenpolitik im beginnenden 21. Jahrhundert"

Kommentare:

  1. "einem von zwei männlichen Zwillingen bei der Geburt der Penis so verletzt wurde, dass man ihn amputieren musste"

    ja, das ist falsch. ironischer weise sollten beide jungen genital verstümmelt (beschnitten, warum ist das eigentlich gesellschaftlich akzeptiert?) werden. das ging bei einem schief, aber der penis war zum teil noch vorhanden und der hodensack ebenfalls. um dann ganz sicher zu sein wurde dann der falsche weg eingeschlagen ... etc. der rest ist bekannt.

    vg

    j/d

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  2. Wirklich beeindruckende Zusammenstellung. Respekt. Und tolle Arbeit. Ich möchte dies auch auf keinen Fall in irgend einer Art und Weise schmälern.

    Jetzt gehör ich zu der Altersklasse, die mit zwanzig schon mal mit den Mädels zusammen auf die Straße gegangen ist, und gegen sexistische Übervorteilung der Männer demonstriert hat. Die Prügel hab natürlich ich als Typ kassiert. Aber das steht nicht zur Debatte. (Übrigens war auch schon die Gesellschaft vor dem zweiten Weltkrieg, partriachalisch). Irgendwann, hat sich die Geschichte intellektuell verselbstständigt, - und damit gnadenlos vom Kern entfernt. Bei Männern, genauso wie bei Frauen. Und dies meine Freunde, - ist das Problem. Egal, ob Mann oder Frau. Man kann sich bis in 1000 Jahren noch über Gleichstellungen unterhalten. Es wird eine Unterhaltung bleiben. Ob Frauen nun als Informatikerinnen den Dreh nicht raus kriegen, oder Männer nicht als Erzieher im Kinderkarten. Die wahren Gleichberechtigten interessiert dies lediglich im Nutzenbetrieb. Solange die Geschichte lediglich nur in den sachlichen Köpfen der begeisterten Vernunftmenschen abläuft, wird es keinen Konsens geben. Weder Alice Schwarzer hat dies begriffen, noch Rummenigge. (Letzterer schon mal gar nicht, aber als prädistenter Macho ist mir kein anderer eingefallen ;-). Frau Schwarzer gebührt der Respekt der Letzten, die sich noch ums Eingemachte gekümmert hat, - bevor die große Verfeinerung der Rhetorik begonnen hatte. Letztendlich hat sie lediglich altersbedingt nur den Faden verloren, und sich adaptiert. Davon ist keiner frei. Ich erwarte nicht, dass mich jemand versteht. Verstehen hat nur bedingt, etwas mit Sachlichkeit zu tun. Aber es gibt eine Menge Frauen, - und auch Männer, die die Nase voll haben, vom Rechenschieber der sachlichen Abschätzung zur Gleichstellung. Und diese, fühlen sich alle gleichberechtigt. No, - furthermore comment.

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  3. Sasse - Sasser - Sassest. Und wieder mal GRUNDSÄTZLICH gegen den sog. "Feminismus": caput venter non studet libenter ...

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  4. Zum Stichwort Wahlfreiheit auf die Schnelle:
    Die Rechtslage in D lässt keine Wahl zwischen Beruf und Familie mehr zu. Im Trennungsfall guckt die Hausfrau in die Röhre. Nicht zufällig ist schon jetzt die überwiegende Mehrheit der von Altersarmut betroffenen bzw. bedrohten weiblich. Also: Finger weg von Eva Herman (die im Übrigen auch ganz gut "Karriere" gemacht hat).

    Und: Die Realität zeigt, dass Frauen sehr wohl der Förderung bedürfen. Richtig ist, dass "Karriere" für einen Großteil der Frauen (wie auch der Männer) illusorisch ist. Trotzdem ist es ja kein Zufall, dass vor allem Frauen in schlecht bezahlten Berufen bzw. im Niedriglohnsektor arbeiten. Sind die daran etwa auch selber schuld?
    Was ist denn aus deinen "karrieregeilen" Klassenkameradinnen geworden? Ich wette 100 Mücken, dass höchstens die kinderlosen es weit gebracht haben dürften und dass die anderen mit der Geburt des ersten Kindes einen Karriereknick erlitten haben (vorausgesetzt, es hat überhaupt eine von denen "Karriere" gemacht).

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  5. @Anonym 21:30
    Non procul autem a veritate quae est de se.

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  6. Ordentlich durchargumentiert und stellenweise absolut zitatfähig, Respekt.

    (Ich hab mich vorher nie mit dem Them beschäftigt. Ich liebe die Frauen, aber ich verstehe sie nicht.)

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  7. @Anonym, @antiferengi -- war das grad Latein? Falls ja, war was Unanständiges dabei?

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  8. Hm, die Anarchistin Emma Goldmann hielt Abtreibungen nicht für einen "Sieg der Feminismusbewegung", sondern beschrieb diese "als eine tragische Konsequenz sozialer Zustände". Hedwig Dohm schlug bereits 1903 vor, damit Mütter weiter ihrem Beruf nachgehen könnten, Hausarbeit und Kinderziehung durch Institutionen erledigen zu lassen. Aber vielleicht waren die auch nicht so schlau wie Sie. Ich meine aber, dass heute, da vorallem Männer keine Kinder wollen und viel lieber Karriere machen und die Frauen ja wohl auch, allerdings viel seltener (und dabei häufiger kinderlos bleiben, aber seltener erfolgreich sind) muß eine Alice Schwarzer doch wie eine Sendbotin kapitalistischer Heilsversprechen erscheinen, die vorallem Männer um die Bürde Vaterschaft entlastet, weil sie den Frauen noch die passende "Privilegierung" zurecht legt, nämlich das "Recht auf Abtreibung" als Durchsetzung weiblicher Selbstbestimmung. Gerade der § 218 ist ja nun alles andere als ein "Sieg der Frauenbewegung", sondern deren tragischtes Scheitern und gerade daran sollte doch erkennbar sein, dass Alice Schwarzer keine Feindin der kapitalismusverliebten, systemtragenden Männerschaft ist, sondern deren willigster Vollstrecker. So ´n bisschen medienpräsentes Gerangel kommt aber sicher gut und erhöht die Beliebtheit, vorallem bei eben jenen Männer, die immernoch zu dumm sind, in Alice Schwarzer ihre beste Freundin zu sehen, wo sie doch seit Jahren alles dafür tut, ihr misandrischer Image etwas zu glätten und die ihr hörigen Frauen (und vorallem ihr hörigen Männer) auf das moderne Patriarchat zu drillen. Aber wahrscheinlich hat sie sich auch schon bestens in die Rolle der Zielscheibe eingefunden und wird natürlich als Feministin durch die Anfeindungen bestimmter Männer noch wichtiger.

    Naja, was soll's. Auf den Rest ihres vordemokratischen Geschwurbels gehe ich nicht ein: Es ist obsolet und eine gänzlich intelligenzbefreite Anhäufung von Vorurteilen. Einfach peinlich.

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  9. @Wolf-Dieter
    Ich liebe die Frauen, aber ich verstehe sie nicht.
    Damit liegst du näher dran, als alle anderen :-)))
    Aber, irgendwelche Lateiner, haben sicher auch dazu, was kluges zu verzapfen.

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  10. Danke, danke, danke! Ich liebe dieses auf-Political-Correctness-Pfeiffen, sehr untypisch deutsch, wie ich finde. Ich bin zwar nicht immer Deiner Meinung, aber Du sagst sie, und dazu öffentlich, ohne sie abzuschwächen oder salonfähig zu machen. Bitte bewahr Dir das, ohne es irgendwann zu einer Oberfläche werden zu lassen.
    Ich bin ein Kind der frühen Siebziger, und ich glaube, der Schaden, den Frauen wie Alice Schwarzer in unserer Gesellschaft angerichtet haben, ist größer als die Fortschritte, die sie sicher auch bewirkten. Egal in welche beruflichen Bereiche der Mittelschicht ich heute schaue, ich sehe zwar kaum mehr Benachteiligung von Frauen. Im Gegenteil. Ich sehe einerseits ehrgeizige Medizinerinnen, fleißige Lehrerinnen, strebsame Musikstudentinnen, intelligente Biologinnen, tüchtige Journalistinnen und eiskalte BWLerinnen, und ich sehe andererseits nerdige Elektrotechniker, geekige Ingenieure und abgehobene Physiker. Aber was mache ich im Umkehrschluss und mit gerechtigkeitsfixiertem Gutmenschtum jetzt daraus? Müssen jetzt per Quote wieder mehr Männer in jene Fächer, die scheinbar frauendominiert sind? Brauchen wir jetzt Männerbeautragte?
    Mein Gott, wie furchtbar verkrampft ist das alles. Und ist unsere Gesellschaft jetzt glücklicher? Und war sie es vorher nicht? Ich glaube, der große Zuspruch, den Sarrazin (wer war das eigentlich noch mal?) zuletzt aus der Mittelschicht erfuhr, hat viel zu tun mit dem heimlichen Neid auf Familie und Kinder. Denn dafür bleibt einfach keine Zeit mehr in einem auf Karriere fixierten Leben, in dem es doch in Endeffekt genau um das Gleiche geht wie eintausend Jahre zuvor: Das Streben nach dem kleinen Glück.

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  11. demokratie-ist-wichtig.de hat gesagt:
    "Mein Gott, wie furchtbar verkrampft ist das alles. Und ist unsere Gesellschaft jetzt glücklicher? Und war sie es vorher nicht? Ich glaube, der große Zuspruch, den Sarrazin (wer war das eigentlich noch mal?) zuletzt aus der Mittelschicht erfuhr, hat viel zu tun mit dem heimlichen Neid auf Familie und Kinder. Denn dafür bleibt einfach keine Zeit mehr in einem auf Karriere fixierten Leben, in dem es doch in Endeffekt genau um das Gleiche geht wie eintausend Jahre zuvor: Das Streben nach dem kleinen Glück."

    Das bringt es sauber auf den Punkt. Eigentlich will man doch einfach nur sein Leben leben.
    Will versuchen seine Kinder, sofern man welche hat, anständig zu erziehen und ein kleines bisschen glücklich sein.
    Wonach strebt Mensch im Endeffekt? Ich habe es kürzlich einmal so augedrückt:
    "Nach dem kleinen Glück im Augenblick"
    Dem steht natürlich der Zeitgeist unserer schnelllebigen und globalisierten Welt diametral entgegen.
    Ja, wonach strebt Mensch? Was braucht Mensch? Kommt die heutige Gesellschaftsordnung den Bedürfnissen von Mensch nach?
    Klares "Nein" aus meiner Richtung, in keinster Weise tut sie das. "Armut ist jung, weiblich und alleinerziehend" - Wieso sind Kinder Privatsache? Was brauchen Kinder? Brauchen Kinder Eltern, die beide rund um die Uhr arbeiten, damit sie ihrer Erziehungsverpflichtung nachkommen können?
    Was ist überhaupt diese Erziehungsverpflichtung? Wie äußert sich die? Kann ich der überhaupt nachkommen, wenn ich quasi rund um die Uhr arbeiten muss?
    Bringt mich dann wieder zum Thema "Zeit" - der wahre Bringer heutzutage, jedenfalls meiner unmaßgeblichen Meinung nach.
    Zeit zu haben, sich auf etwas einzulassen, die Möglichkeit haben, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen, mich ihnen zu widmen, herauszufinden, was sie bewegt, Zeit zu haben mit meinem Mann Gedanken zu teilen, mit ihm zu diskutieren, und, und, und ... das ist das wahrhaft Wertvolle in unserem Leben, denn vergangene Zeit kann man nicht zurückholen. Was heutzutage von Menschen verlangt wird ist krank, eine andere Bezeichnung fällt mir dazu nicht mehr ein.
    Fazit zum Schluss: Eine kranke Gesellschaft produziert kranke Menschen.

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  12. Insgesamt stimme ich Deinen Ausführungen zu. Bis auf die Ansicht, die Gleichberechtigung erreicht sei. Nein, das ist sie nicht. Aber wir sind einen Schritt weiter, wenn die Zwangsdienste abgeschafft werden. Eine Aussetzung haben wir ja schon mal, von einem achsoschrecklich patriarchalischen CSU-Mann initiiert. Die Gleichberechtigungsapostel von Rotz-Grün hatten sieben Jahre dazu Zeit verstreichen lassen und sind nur als Opposition oder Juniorpartner der CDU gegen die Wehrpflicht.
    Wir sind weiter, wenn es auch für ledige Väter ein grundsätzliches Sorgerecht gibt, und wenn das geteilte Sorgerecht auch sanktionsfähig durchgesetzt wird. Einen weiteren Schritt haben wir geschafft, wenn die Gesundheitsfürsorge für beide Geschlechter die gleiche Qualität erreicht hat. Es ist dagegen schon ein Erfolg, daß es nun erstmals (!) neben dem Frauen- auch einen Männergesundheitsbericht gibt. Auf die Frage, warum im Jugendalter allerdings siebenmal mehr Jungs statt Mädchen sich das Leben nehmen, geht aber auch der nicht ein. Der Gleichberechtigung nahe sind wir, wenn es auch für von Gewalt betroffene Männer öffentliche Hilfe gibt. Immerhin wird das Thema von den etablierten Medien bereits angerissen, wie etwa eine Reportage vor einigen Tagen hoffen läßt. Es ist noch ein weiter weg, aber je weiter der Feminismus an Terrain verliert, desto näher kommen wir der tatsächlichen Gleichberechtigung. Ob da ein Kausalität vorliegt, dessen bin ich mir nicht sicher, aber die Korrelation ist schon beeindruckend.

    Christian Cl.

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  13. Hmm, so ganz bin ich nicht Deiner Meinung, allerdings aknn ich der Argumentation größtenteils folgen.
    Zur Abtreibung und nebenbei zur Pille noch eine Anmerkung. Aus meiner ERfahrung heraus ist die daraus abgeleitete "Befreiung" der Frau allzu oft ein Eigentor, denn durch die Möglichkeit der Verhütung entsteht auch eine (nicht immer vorhandene) Eigenverantwortlichkeit der Frau (womit wir ja auch den Bogen schlagen können zum neoliberalen Neusprech im Gesundheitswesen). Daraus ergibt sich auch, dass jede Frau die dieser Verantwortung aus welchem Grund auch immer nciht gerecht werden kann (eine regelmäßige Pilleneinnahme setzt einen geordneten Lebnewandel und eine Gleichgülitgkeit der eigenen Gesundheit gegenüber voraus) wird gesellschaftlich geächtet, zumindest am örtlichen Stammtisch- dank Emanzipation auch von Frauen besucht, heißt es nicht umsonst oft: "Jetzt hat der Kerl sich von der auch noch ein Kind anhängen lassen!"

    Die Argumentation mit der Obeschichtenveranstaltung ist nicht schlüssig, zumindest erschließt sich mir nciht der Sinn, abgesehen davon dass ich als Arbeiterkind, das vom Feminismus der 80er politisiert wurde wohl nicht zur Oberschicht gehöre, ebensowenig wie die Arzthelferinnen und ERzieherinnnen an die ich mich indiesem Kreis erinnere. Jedenfalls bedeutet das dann im Umkehrschluss, dass das Problem des Umweltschutzes, speziell Atomausstieg, bis vor kurzem nicht wirklich wichtig war, weil es vor allem um ein Projekt der Grünen, also der Zöglinge des Bildungsbürgertums, ging?
    Ich sehe das Karriereproblem nur nicht als ein reines Frauenproblem, denn so wie an der Spitze der DAX- notierten Unternehmen kaum Frauen zu finden sind, gibt es dort auch kaum KInder aus Arbeiterfamilien. Somit handelt es sich hierbei vielleicht auch einfach nur um ein Klassenproblem. Was die Oberschchtentöchter angeht: wenn ein Mann FAmilie und Karriere haben will und standesgemäß heiratet ergibt sich ja schon in der einfachen Logik, dass es dafür eine wahre Heerschar von Töchtern aus gutem Hause braucht, die sich dazu berufen fühlen genau diese Stelle auszufüllen, nämlich sich auf Erziehung und Charity zu beschränken. Die "besseren Töchter Schulen" gab es nicht umsonst. Klug soll sie sein und gebildet, aber dennoch dem Manne den Rücken freihalten. Ob so manche "First Lady" nicht dennoch massiv politischen Einfluss hatte können wir denke ich guten Gewissens annehmen.
    Ich bin von nahezu keiner der genannten FRauen ein FAn, weder Thea Dorn noch Eva Herrmann, aber die SAche mit der Wahlmöglichkeit spricht sicher vielen Frauen aus der Seele. Dennoch erlebe ich auch immer wieder die "Benachteiligung" von Frauen und Männern. Viele Männer werden gemobbt wenn sie Elternzeit nehmen, zumindest hier im archaischen Bayern ist das nach wie vor die Minderheit, umgekehrt war und ist es für handwerklich begabte Mädchen nicht leicht eine Ausbildung zur Schreinerin oder Automechanikerin zu machen (was ich hier in meinem unmittelbaren Umfeld direkt erlebt habe). Dass so wenige Männer soziale Berufe ergreifen liegt allerdings an etwas anderem: diese werden als klassische Frauenberufe auch klassisch schlecht bezahlt und ich denke das ist kein Zufall, dass es sich hierbei um "weibliche" Tätigkeitsfelder handelt die dieser schlechten Bezahlung unterliegen. WEitere Beispiele sind der Einzelhandel oder das Friseurhandwerk. Das ist ein klassischer Teufelskreis, ein Fall für die Gewerkschaften und den Mindestlohn, aber wohl eher nicht für die Gleichstellungsbeauftragte.
    In unserer FAmilie bin primär ich für Haushalt und kInder zuständig und arbeite daher auch halbtags, was aber nicht so sehr daran liegt dass ich das besser könnte sondern daran dass zwischen meinem gEhalt als Krankenschwester und dem meines Mannes schlicht Welten liegen. Würden verantwortungsvolle Tätigkeiten und Schichtdienst auch besser entlohnt könnte sich auch hier ganz von allein etwas ändern.

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  14. Ich finde auch, dass Alice Schwarzer viele Fehler macht, denn so lange noch nicht dafür gesorgt ist, dass Frauen nur auf Wunsch des Mannes Kinder kriegen und sie auch nur in seinem Sinne erziehen und versorgen, müssen halt so Abwehrmaßnahmen wie Abtreibung sein (Mann will kopulieren, aber nicht verhüten und er will kein Vater werden) oder die weitere Vermännlichung des Erziehungswesen (Ersatzpapis, wenn die eigenen schon soviel arbeiten wollen) gefordert werden. Der Backlash ist einfach noch nicht aggressiv genug, da sind solche Warmduscher wie Alice Schwarzer nur hinderlich.

    Für eine bessere Welt, in der Männer noch Männer sein können, denn Frauen brauchen die starke Mann eines klugen Mannes und haben Folge zu leisten. Demokratie muß nicht heißen, dass sich an der natürlichen Ordnung zwischen Mann und Frau etwas ändert. (Alles andere ist Feminsimus und gehört verboten!) Basta!

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  15. @Nanny: Genau das ist doch mein Punkt - es ist ein soziales, kein Genderproblem.

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  16. Oh, Herr Sasse, dann lösen Sie doch mal das soziale Problem zBsp. fehlender Kinderbetreuungseinrichtungen und zwar politisch und gesamtgesellschaftlich, aber ohne dabei die Wahlfreiheit der Mütter zu ignorieren.

    Ich bin gespannt.

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  17. Ich verstehe nicht wo das spezifische Problem liegen soll. Die Lösung besteht darin MEHR GELD zu nutzen, um ein grotesk unterfinanziertes System flächendeckend zu machen.
    Solved.

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  18. Gut strukturierter Text, der mich inhaltlich jedoch etwas unbefriedigt zurücklässt. Ressentiments sind an allen Ecken und Enden zu finden, aber natürlich wenig hilfreich.

    "Das letzte Argument ist besonders lächerlich. Wenn das tatsächlich so wäre würden doch in einer Marktwirtschaft unter starkem Konkurrenzdruck, wie wir sie haben, nur noch Frauen eingestellt, weil sie das Gleiche leisten und ein Drittel weniger kosten."

    Das ist tatsächlich so und keineswegs lächerlich, wird von ihnen allerdings grundfalsch verstanden. Gemeint ist nicht etwa nur, dass Frauen innerhalb eines bestimmten Tätigkeitsfeldes weniger verdienen (Das ist zwar auch so, spielt für die Statistik aber eine untergeordnete Rolle.), sondern insgesamt. Der Grund ist eben der, dass sie üverdurchschnittlich häufig im Niedriglohnsektor beschäftigt sind (Hier findet man wiederum tatsächlich weniger Männer, was ihre These zu freien Märkten und niedrigen Gehältern belegt.).


    "Ich bin bisher keiner Frau begegnet, die von sich sagt, dass sie als Frau sich nicht für geeignet hält und dabei den Eindruck erweckt hat, eigentlich einen solchen Job zu wollen."

    Da sind sie noch nicht weit herum gekommen. Diesen typisch weiblichen Minderwertigkeitskomplex gibt es überall. Das fängt bei alltäglichen Kleinigkeiten an: Glühbirnen wechseln, etwas halbwegs schweres tragen, Auto fahren, kleinere Reperaturen im Haus etc. Warum sollten Frauen diese Dinge nicht lieber selbst in die Hand nehmen wollen als sich von einer anderen person abhängig zu machen? Immer wieder aber hört man: "Ich kann das nicht. Ich bin ja nicht so stark. und nicht selten: Das ist doch was für die starken Männer".

    Mir fällt ehrlich gesagt nicht allzu viel dazu ein, was Frauen in unserem modernen Alltag derart stark fordern sollte, dass es nur von Männern zu bewerkstelligen ist.
    Das fehlende Selbstvertrauen vieler Frauen aber ist allgegenwärtig und vielleicht zu alltäglich, als das man es noch wahrnehmen würde.

    Wenn das kein gravierender Störfaktor in Sachen Persönlichkeitsentfaltung ist...
    Und es ist eben schon eine Überlegung wert, woher diese Selbstunterschätzung kommt.
    Erziehung ist definitiv ein relevanter Faktor für die Verfestigung wenig dienlicher Klischees.

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  19. @Fleur: Sorry, genau mein Punkt. Ich sage dezidiert dass die Mär, bei gleicher Leistung und gleichem Profil weniger Geld zu bekommen Unsinn ist. Dass Frauen im Schnitt weniger verdienen bestreite ich nicht.

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  20. ach schön wär's. gleichberechtigung ist erreicht. alles in butter, jeder kann sich nach seinen wünschen entwickeln.

    typisches wahrnehmungsproblem (übrigens recht ähnlich zu dem wahrnehmungsproblem des oberschicht-feminismus). kommt im umfeld des verfassers vermutlich selten vor, dass jemand frauen an den herd fordert oder frauen schlicht für dumm erklärt.

    in der industrie (also die mehrheit der arbeitsumgebungen) auf'm land - gleichberechtigung? einfach mal die männer dieser schichten bei einem bier reden hören.

    dann weiß man schnell wie not feminismus tut.

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  21. "Die Lösung besteht darin MEHR GELD zu nutzen, um ein grotesk unterfinanziertes System flächendeckend zu machen. "

    Wessen Geld? Phrasen bringen uns hier nicht voran. Und warum meinen Sie, wird das Geld denn nicht heute schon investiert? Wenn es denn schon mal so herrenlos rumliegt.

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  22. "ach schön wär's. gleichberechtigung ist erreicht. alles in butter, jeder kann sich nach seinen wünschen entwickeln."

    Das wirklich Tragische ist ja, dass wir nicht nur keine Gleichberechtigung haben, sondern die schlimmsten Verluste beim Kampf um Gleichberechtigung auch noch als "Siege der Feminismusbewegung" gefeiert werden, über die Frau (vorallem!) sich zu freuen haben und für die Männer (wie Sasse) sie auch noch böse ausschimpfen. Das ist dann so, als würde ledigen Müttern bei Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft präventiv der rechte Arm abgerissen, damit sie nicht ständig an die Schande erinnert werden, ledig zu sein. Das ist dann aber natürlich ein weiterer "Sieg des Feminismus" und zumindest lt. EMMA eine Errungenschaft auf dem Weg zur Selbstbestimmung der Frau!

    Sasse wird uns aber darüber berichten, er weiß, was Frauen wollen. Genau wie Alice Schwarzer. Die beiden sind sich näher als es zumindest Sasse lieb sein wird.

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  23. "einfach mal die männer dieser schichten bei einem bier reden hören. "

    Ah, classism, gepaart mit Misandrie ... Ja, es gibt viele Männer (in allen möglichen Schichten), die gerne ihre Vorurteile über DIE Frauen pflegen und mit anderen teilen; das gleiche gilt jedoch auch, wenn man die Geschlechter umkehrt. (Das war jetzt das Stichwort für: "Machtungleichgewicht", "in einer patriarchalen Gesellschaft", "es ist absurd, den Unterdrückten vorzuwerfen, einen Groll gegen ihre Unterdrücker zu hegen" ...)

    Und Alice Schwarzer als patriarchale Wölfin im feministischen Schafspelz? Danke, jetzt habe ich alles gesehen; die Bezeichnung "Feminist_in" ist damit (für mich) endgültig tot und nutzlos geworden, wenn sie nicht einmal mehr auf Alice zutrifft.

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  24. Alice Schwarzer ist so feministisch wie Stefan Sasse links(-liberal). ;)

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  25. Ich glaube auch, dass viele Menschen gerne männlich bzw. weiblich sind. Das sollte man ebenso wenig verhindern wie Leute, die sich entgegen der Geschlechterstereotypen verhalten wollen. Eine Umerziehung kann nicht klappen, weder bei Homosexuellen noch bei Heterosexuellen.

    Die Geschlechterkonstruktion im Feminismus verstößt auch gegen allerlei Erkenntnisse der wissenschaft. Beispielsweise der sexuellen Selektion in der Evolutionstheorie. Ganz zu Schweigen von der These der Zwangsheterosexualität.

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  26. Ich würde in die Literaturliste noch "Der dressierte Mann" von Esther Villar aufnehmen. ;)

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  27. Eine Frau hat doch nur zwei Lebensfragen:
    http://www.youtube.com/watch?v=072LrlGvSq8

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  28. Die Erstürmung in EMMA-Zentrale in den 90er Jahre hatte mit der Islamkritik zu tun.

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  29. Also lieber/liebe Anonym, ich weiß jetzt nicht was Ihr sexuelles oder soziales Geschlecht ist, aber sie scheinen sich über ihre sexuelle/"Gender"-Identität nicht ganz im Klaren zu sein.
    Einerseits vertreten sie Ansichten, die viele, und nicht mal radikalfeministische Frauen, auch viele Männer, und auch da eben nicht nur "Latzhosenmueslis", sondern auch gestandene "Proletarier, als primitivst rückständig, ja zynisch bezeichnen würden, kaum kommt ein Gegenargument, haben sie wieder eine andere Meinung, z.T, aufgeklärt feministisch, z.T. akademisch abgehoben, z.T. wieder einigermaßen auf die praktische Realität bezogen...wie es gerade passt oder Eindruck beim Gegenüber macht. Wie ein Blatt im Wind.
    Vielleicht sollten sollten sie grundsätzlich erst mal lernen, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln, statt eine "Meinung" von solch grotesker Beliebigkeit.

    Wenn sie sich ihrer geschlechtlichen Identität oder szoialen Geschlechtlichkeit oder wie auch immer, selber(noch)nicht klar sind, geht das auch in Ordnung, aber nehmen sie doch BITTE bald mal !!eine Haltung, einen Standpunkt!! ein, und den sollten sie sich vielleicht durch eigne Betrachtung und eignes Denken erarbeiten, und selbst wenn dieser Standpunkt eben die Ambiguität ihrer Identitätsvorstellung ausdrückt oder rechtfertigt oder analysiert, aber bitte, dieses opportunistische Gefasel hier ist wirklich kaum auszuhalten!

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  30. Ich stimme dir zu, dass soziale Chancengleichheit das wesentlich dringendere Problem ist als Frauen in Führungspositionen, aber kann es sein, dass du die vielen Facetten der Frauenbewegung ein bisschen über einen Kamm scherst? Lass mal die ganzen +40erinnen und ihre Karriereratgeber weg, und schau dir die Leute in unserem Alter an, du wirst positiv überrascht sein. Ich kann dir auch gern mal meine Missy zum lesen ausleihen ;)

    Was ich sagen will: Du hast im Grunde recht, die Frauenbewegung (wenn es noch eine gibt?) macht vieles falsch und konzentriert sich auf die völlig falschen Themen. Die zunehmende Islamfeindlichkeit die damit einhergeht finde ich persönlich echt ganz besonders zum Kotzen.
    Aber: Frauen werden immer noch benachteiligt. Männer übrigens auch. Gerade in sozial schwache, bildungsfernen, oder wie immer man das pc nennen soll... Schichten werden Kinder immer noch extrem "gegendert" erzogen, d.h. Mädchen müssen brav sein, brauchen einen Mann der sie versorgt, müssen/dürfen keine körperliche Arbeit erledingen - Jungs müssen mutig sein, aggressiv sein, dürfen nicht weinen, müssen cool sein (und sind dementsprechend schlechter in der Schule, denn Schule ist mal definitiv NICHT cool). Diese extreme Geschlechterrollenverteilung hinterlässt bleibende Schäden am Individuum und der Gesellschaft und es darf nicht sein, dass dieses Problem totgeschwiegen wird!
    Ich würde behaupten, dass sich dieses Problem mildern würde, wenn die soziale Schere nicht ganz so weit auseinanderklaffen würde wie sie es tut, aber es muss auch ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden. Kinder sollten ohne geistiges Korsett aufwachsen, wie es viele von uns Privilegierten und Gebildeten ja schon tun. Aber die traurige Wahrheit ist: Die meisten sind nicht privilegiert.
    Die Aufgabe einer neuen "Geschlechtergerechtigkeitsbewegung", die eben auch die Probleme der Jungs und Männer beachtet (Frauen, die ihren Kerl verprügeln? Gibt's nicht! Oder?) sollte sein, zu überlegen, wie den weniger privilegierten geholfen werden kann.

    So. Ich weiß nicht genau, ob das hier Sinn ergibt, aber ich bin froh, es los zu sein,
    Liebe Grüße,
    Luise


    P.S.: Die meisten der sogenannten "Maskulisten" sind übrigens auch Akademiker und recht gutsituiert und jammer auch am liebsten auf sehr hohem Niveau.
    P.P.S.: Eva Herman veröffentlicht ihren Schund inzwischen im Kopp-Verlag, was M. E. mehr darüber aussagt, wes Geistes Kind sie ist, als jeder Nazi-Vergleich.

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  31. Und zu deiner Aussage "Es ist ein soziales, kein Genderproblem": Es ist beides. Gender ist ein soziales Problem, die soziale Ungerechtigkeit bringt auch die Ungleichheit der Gesclechter mit sich. Aber wie gesagt, auch ich bin der Meinung, dass das soziale Problem der Hebel ist, bei dem man ansetzen muss.

    Und natürlich hat der Femininismus der +40erinnen ein ganz gravierendes Problem in seiner Rethorik: Wie kann man erwarten etwas zu erreichen, wenn man von vornherein mindestens 50% der Bevölkerung überhaupt nicht anspricht?

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  32. anonym , der hier standartmässig schreibt ,scheint mir irgendwie ein kirchlich
    fixierter , der Vermehrung der Menschheit
    zugewandter einseitig Meinungsduldender , im Auftrag von anderen handelnder , Mensch zusein

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  33. "Unter anderem war es ihnen nicht erlaubt, ohne Zustimmung des Mannes ein Konto zu führen."

    Mich würde interessieren bis wann das so war und auf welcher rechtlichen Grundlage. Weiß das hier irgend jemand?

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  34. Jetzt bräuchte man eine alte Fassung des BGB. Scheint wohl bis 1957 so gewesen zu sein, ich frage mich aber trotzdem auf welchen Paragraph man sich da berief. Gab es einen extra Paragraphen zur Kontoeröffnung?

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