Sonntag, 19. Februar 2012

Joachim Gauck ist eine schlechte Wahl zum Bundespräsidenten

Von Stefan Sasse

Datei:2011 Joachim Gauck.jpg
Copyright J. Patrick Fischer, CC-BY-SA 3.0
Die Nachricht vom Sonntag Abend dürfte niemanden ernstlich überrascht haben: Joachim Gauck wird der nächste Bundespräsident dieser unserer Republik. Was überraschend ist, sind die Umstände seiner Nominierung. Sie werfen ein bezeichnendes Licht darauf, warum Gauck ein absolut ungeeigneter Präsidentschaftskandidat ist. Er war von Anfang ein Mediengag, und es eine Tragikomödie, dass er das Amt jetzt tatsächlich antritt. Aber der Reihe nach. Erinnern wir uns: 2010, als Horst Köhler ebenso überraschend wie unnötig zurücktrat musste hektisch ein neuer Kandidat gefunden werden. Ursula von der Leyen wollte gerne, hatte aber zu viele Gegner, und Christian Wulff hatte die letzteren nicht und ging Merkel eh auf den Senkel. Außerdem war ein Langweiler und Berufspolitiker nach dem Seiteneinsteiger Köhler, also was sollte da schon schief gehen? Vermutlich hoffte man darauf, dass die SPD und die Grünen zum dritten Mal die immer noch nicht bekanntere Gesine Schwan aufstellen würden. Aber da hatten sie die Rechnung nicht mit dem strategischen Blackout der SPD gemacht. Aus irgendeinem Grund war man dort übereinstimmend der Meinung, dass die Idee eines Springer-Redakteurs, Joachim Gauck zu nominieren, eine brillante Idee sei. Zwar verbindet praktisch nichts die SPD und Grünen mit Gauck - aber es war eine brillante Gelegenheit, der CDU ans Bein zu pinkeln, die sich wochenlang in der bescheidenen Lage befand, Opposition gegen den Mediendarling Gauck betreiben zu müssen. Die Entscheidung, einen Berufspolitiker als Präsidenten aufzustellen war damals so richtig wie heute. Und für SPD und Grüne ist Gauck ein Pyrrhussieg von epischen Ausmaßen. 

Gauck ist eine so furchtbar falsche Person für diesen Job. Der Bundespräsident muss eine überparteiliche Gestalt sein. Man kann Wulff vieles vorwerfen, aber übertrieben parteilich war er nicht. Und bevor irgendjemand sich falsche Hoffnungen macht: Gauck ist nicht parteilich in dem Sinne, dass er für eine bestimmte Partei eintritt. Er ist aber extrem parteilich, was seine Überzeugungen angeht. Gauck, man muss das so hart sagen, ist ein Fossil. Er ist ein Greis, Überbleibsel des Kalten Krieges und in seinen Denkstrukturen verhaftet, schlicht - wie es Holdger Platta auf dem Spiegelfechter ausgedrückt hat - "Gefangener seiner eigenen Geschichte". Gauck ist ein Spalter, kein Versöhner. Er wird die Gräben in Deutschland weiter aufreißen und vertiefen, nicht sie zuschütten. Zu allen Themen, die gerade brisant sind, hat Gauck glasklare, polarisierende Positionen. Arbeitslosenhilfe findet er kindisch, die direkte Demokratie albern, Occupy sowieso, Kritik an den Finanzmärkten für ungebührlich, ja gefährlich. Dazu kommt, dass er alle Linken prinzipiell in die DDR-Schublade packt und geradezu innig hasst. Er hält die Vorratsdatenspeicherung "nicht für den Beginn des Spitzelstaats", aber den Protest gegen die Banken für eine Gefahr für die Demokratie? Das soll eine Vaterfigur, ein Präsident für das ganze Land sein? Wenn er in fünf Jahren erneut zur Wiederwahl antritt, wird er im besten Falle alle Erwartungen enttäuscht haben und ein irrelevanter Präsident sein. Im schlimmsten Fall wird er Wunden in die deutsche Gesellschaft geschlagen haben, die über viele Jahre nicht heilen werden. 

Um sich die Absurdität dieser Nominierung klarzumachen muss man sich nur vor Augen halten, dass die FDP der CDU offen mit Koalitionsbruch gedroht hat, sollte sie nicht zusammen mit ihr, der SPD und den Grünen (!) Gauck nominieren, und dass die CDU sich dagegen gesträubt hat, weil, Zitat, "er die Öffentlichkeit noch mit Positionen überraschen könnte, die nicht in die Zeit passten. Etwa Gaucks ablehnende Haltung gegenüber der Kritik an den Finanzmärkten". Hallo? Die CDU beschwert sich, dass der Präsidentschaftskandidat der SPD nicht links genug ist? Müssen da nicht alle Alarmglocken schrillen? Die Nominierung eines Menschen, für den Reagan zu weich und Thatcher kompromisslos ist, der in seinen Überzeugungen völlig unbeirrlich steht kann nicht die Antwort sein. Gauck ist ein Charismat, und er ist ein Denker, daran ist nicht zu zweifeln. Aber er ist ein Relikt der Vergangenheit, einer Epoche, mit der das Land endlich abschließen sollte. Der Kalte Krieg ist vorbei, und es wird wirklich Zeit, dass er auch in den Köpfen endet.

Kommentare:

  1. "Zwar verbindet praktisch nichts die SPD und Grünen mit Gauck"

    Na klar: Antikommunismus.

    Ich hätte mich auch mehr über Voßkuhle oder Töpfer gefreut, bin aber trotzdem nicht ganz unglücklich über die Entscheidung.

    Ein Fossil ist er, aber ein intellektuell konsistentes und interessentas Fossil, das Debatten anstoßen wird. Und seine Verteidigung userer repräsentativen Demokratie finde ich nicht unwichtig, gerade wenn ich so viele Kommentatoren beim Spiegelfechter sehe, die nur zu gerne unser System zugunsten von was weiß ich was abschaffen würden.

    AntwortenLöschen
  2. Oh, ich bin überhaupt kein Fan von Plebisziten, aber es ist seine generelle Einstellung zu dem Thema, die Art in der sich darüber äußert...

    AntwortenLöschen
  3. Jetzt haben wir ihn endlich, den Bundespräsident der Herzen!

    Nur welcher Herzen? Der Herzen, die pastoralen, arroganten Sprüchen bedächtig folgen, und mit "Amen" kommentieren?

    Brauchen wir einen Bundespräsidenten, der die Occupy-Bewegung "unsäglich albern" findet?

    Zitat
    Bereits im Sommer des Jahres 2004 bezeichnete Joachim Gauck die Bürgerinnen und Bürger, die gegen das Menschenverelendungsgesetzeswerk Hartz-IV demonstrierten, als „töricht und geschichtsvergessen“ – allein deshalb, weil diese Menschen den Begriff der „Montagsdemonstrationen“ wiederaufleben ließen (Quelle: RP-Online vom 09.08.04). Ich meine: so spricht einer, der sich – ohne Mitleid den Arbeitslosen gegenüber – als Gefangener der eigenen Lebensgeschichte erweist.
    Joachim Gauck hat die Sozialstaatsverpflichtung der Bundesrepublik gegenüber den Hilfsbedürftigen mit den Worten kritisiert: „Diese Reduzierung des Lebensglücks auf Wohlfahrt und Wohlstand halte ich nicht für kindlich, sondern für kindisch“. Die Forderung nach Wohlfahrt aller sei „Reduzierung des Lebensglücks“, sei „kindisch“?

    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/...r-herzlosigkeit

    Gauck ist ein Spalter, dem Solidarität und soziale Verantwortung nichts sagen, und der Kräfte der Bestrebungen nach sozialem Ausgleich mit Polemik begegnet.

    Hier wieder ein schönes Paradebeispiel dafür, wie Medien uns permanent etwas eintrichtern und dann als unsere Idee, unseren Willen verkaufen.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...,816284,00.html

    Gauck ist definitiv nicht mein Präsident!

    Aber die, die sich schon freuen, dass nun gemeinsam mit dem Bundespräsidenten gegen linke Kräfte skandiert werden kann, die werden wohl anderer Meinung sein.

    Eine Nominierung Schramms (http://www.heise.de/tp/blogs/6/151183) wäre weitaus volksnaher gewesen - aber unmöglich - da dieser dem Politikbetrieb ja den Spiegel vorgehalten hätte.

    Und das will ja keiner der Parteiapparatschniks.

    Präsident Gauck will und wird nicht mehr sein, als der flankierende Moderator einer neo-liberalen, unmenschlichen Politik.

    AntwortenLöschen
  4. Ich bin ehrlich gesagt noch ein bisschen schockiert. Da verlässt man sich einmal auf Merkels Sturköpfigkeit und dann das!
    Ich wünsche der SPD und den Grünen nur, dass er Ihnen noch ordentlich vor die Füße fällt. Wie Du auch schreibst, eigentlich eine völlig absurde Wahl, absolut unpassend zur jetzigen Zeit, in der ganz andere Probleme anstehen.
    Ich kann auch nur hoffen, dass er in der Irrelevanz verschwindet. Schließlich stehen viele seiner Position der öffentlichen Meinung diametral gegenüber.
    Aber ich seh ehrlich gesagt ein bisschen schwarz, man sollte nicht vergessen, dass er die Leitmedien großteils auf seiner Seite hat, die vermutlich jede Äußerung von ihm anbeten werden.

    AntwortenLöschen
  5. Ich hoffe das Gabriel, Steinmeier und Steinbrück zum Rücktritt durch die kommenden Ereignisse gezwungen werden.

    Ein Eklat, ein Konflikt zwischen SPD und Gauck, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.


    Jeden Morgen wird Gabriel Angst vor den aktuellen tagesmeldungen haben.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich glaube nicht, daß es zu einem Konflikt zwischen SPD und Gauck kommen wird. Jedenfalls nicht, solange die SPD weiter dieses Präsidium hat. Gauck ist doch genau auf der Linie der Stones, Gabriel und der Seeheimer. Ich denke eher, daß die SPD noch mehr ihrer Wählerschft verlieren wird, sich quasi gesundschrumpfen muß... ich hoffe an der richtigen Stelle.

      Löschen
    2. Kriegstreibe,er ist mit Merkel gegen das Volk,sie müssen weg

      Löschen
  6. Volle Zustimmung zum Artikel.

    Ich kann allerdings nicht behaupten, dass mich die Nominierung Gaucks überrascht hätte. Zur neoliberalen schwarz-gelb-rot(...nee..pink..)-grünen Einheitsfront passt er wie die Faust auf´s Auge. Er wird die Gesellschaft tatsächlich weiter spalten, aber eben entlang der Linien, die Merkel genehm sind. Es steht von ihm nicht zu befürchten, dass er das eigene Lager in Verlegenheit bringen könnte, wie es Köhler und Wulff getan haben. Und die, gegen die er aller Voraussicht nach in Zukunft polemisieren wird, wählen Merkel (bzw. deren politische Richtung) ohnehin nicht. So gesehen war Gauck keine absurde, sondern eine durch und durch logische Wahl; ein Wahl zum Schaden des Landes und der Gesellschaft, aber eben eine im Interesse Merkels und ihrer Ideologie ...

    AntwortenLöschen
  7. Diese Nominierung, diese Causa Wulff war ein Putsch gegen Merkel. Wulff "zu erlegen" hätte als solches und zu diesem Zeitpunkt für sich allein keinen Sinn gemacht. Die Stoßrichtung war und ist Merkel.
    Der Springer-Verlag hat dieser Dame gezeigt, wo ihre schon selbstgeglaubte Allmacht endet.

    Die wahren Verlierer sind die Linken, die sind nun völlig außen vor. Sie sind zu nichts mehr zu gebrauchen.
    Damals hätte sie im zweiten Wahlgang die Merkel, Schwarz/Gelb aber auch die SPD und Grünen austricksen können. Nur sie leidet an taktischer Dummheit und wollte nicht springen. Vor zwei Jahren hätte sie mit Gauck leben können, nun wird sie mit Gauck leben müssen.

    Wenn das kein politischer Erfolg im völligen politischen Abseits ist, dann weiß ich nicht mehr was ein Negativerfolg sein soll.

    AntwortenLöschen
  8. Was für eine Übertreibung!
    Gauck ist nun einmal ein aufrechter Liberaler, weil er - wie vor ihm Popper oder Hayek durch Nazifaschismus und Stalinismus - durch die Schule der SED-Diktatur gegangen ist. Als Protestant vertritt er außerdem Arbeitsethos und Eigenverantwortung. Womöglich haben sich im Alter auch einige reaktionäre Reflexe festgesetzt - aber besonders konservativ ist Gauck nicht.
    Dass so jemand Occupy albern findet, liegt auf der Hand und ist im Übrigen ein mildes Urteil, wenn man sich die lächerlichen Verschwörungstheorien und den ekelhaften - oftmals unwidersprochenen - Antisemitismus vieler Occupy-Befürworter vor Augen führt (wie ich es auf Twitter, Weblogs und Gesprächen getan habe).
    Was den Wohlfahrtsstaat angeht, liegst Du ebenfalls daneben und zitierst verzerrend: Natürlich befürwortet Gauck Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe und andere staatliche Zuwendungen, sofern sie notwendig sind. Auch den Gewerkschaften steht er keineswegs ablehnend gegenüber. Aber es ist doch wohl erlaubt, dafür einzutreten, dass nicht der Ruf nach staatlicher Wohlfahrt die vornehmliche Antwort auf unsere gegenwärtigen Schwierigkeiten sein sollte.
    Im äußersten Fall liegt in einigen Fragen ein Wertkonflikt zwischen Gauck und einem Teil der deutschen Linken vor. Wie furchtbar! Als wüsstest Du nicht, welche Werte ein Wulff oder Köhler vertreten hat - und das auch noch ohne jede historisch gewachsene oder intellektuell erprobte Überzeugung.

    Das oben zitierte Gefasel im Spiegelfechter lässt Deine Darstellung geradezu nüchtern erscheinen und wurde wahrscheinlich mit Schaum vor dem Mund geschrieben. Ich finde es widerlich, wie einige Sprachrohre der Linken gegen jeden vorgehen, der in ein oder zwei wichtigen Fragen anderer Auffassung ist. Gauck steht für Demokratie, Menschenrechte, Verantwortung (jedes Einzelnen und besonders aller Politiker), persönlichen Einsatz für Hilfsbedürftige und das Gemeinwohl. Er ist unangreifbarer Gegner sowohl der Rechtsradikalen als auch der SED-Nostalgiker. Dass ein politischer Mensch der Mitte hier und andernorts dermaßen angefeindet wird, finde ich bedauerlich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn ich mich nicht irre, geht es doch bei der Wahl darum, einen Präsidenten zu finden, der für alle Deutschen sprechen kann... es ist einfach (und im prizip genau das, was sie anderen vorwerfen) schaum vor dem Mund zu unterstellen. Es gibt viele liberale Linke in Deutschland. Für all diejenigen kann Gauck kein guter Präsident sein.
      Es sind bereits jetzt Fragen zu seiner Vergangenheit aufgetaucht, zu dennen er stellung nehmen sollte.
      Man muss nicht unbedingt mit occupy einer Meinung sein... (was ja auch schwer ist) aber es ist eines Präsidenten unwürdig eine Gruppe von Menschen öffentlich als Naiv abzustempeln (egal ob man die selbe Utopie - und auch Gauck ist ein Utopist - verfolgt). Der Präsident, wenn wir schon einen haben sollen - soll verbinden und nicht spalten.
      Schon die Wahl von Gauck wird aber eine splatung hervorbringen - nämlich die abspaltung von ca. 20% der Wähler im Osten, die DieLinke gewählt haben.

      Es gibt kaum eine Perönlichkeit, die mehr spalten könnte!!! Das kann doch nicht der Sinn sein?!

      Ein ganz anderer Gedanke ist, dass Kirche und Staat getrennt sind. Wenn also ein Pfarrer Päsident wird, dann ist genau dieser wichtige Grundsatz aufgehoben. Warten wir ab, ob sich jemand findet, der dagegen klagen will.

      Löschen
    2. Später Kommentar, aber danke, F - der einzige vernünftige Kommentar, die Debatte "Gauck ans Bein pinkeln", die von den Ex-Stasi- und Linksparteiwählern gefahren wird, ist nicht mehr auszuhalten.

      Löschen
  9. "Ich finde es widerlich, wie einige Sprachrohre der Linken gegen jeden vorgehen, der in ein oder zwei wichtigen Fragen anderer Auffassung ist. "

    Volle Zustimmung.

    AntwortenLöschen
  10. Interessant, wie die Manipulation immer wieder funktioniert. Vor zwei Jahren dürfte kaum wer Herrn Gauck gekannt haben (klar, den Namen hatte man gehört, aber man hatte kein Bild. Wer ist das? Wofür steht er? etc.). Dann kommen die Medien und erklären uns in seltener Einmütigkeit, dass das ein ganz toller Hecht ist, und schon ist er der "Präsident der Herzen". Wie entsteh sowas? Warum diese Einmütigkeit? Traut sich keiner gegen der Stom schwimmen? Ist es (auch meden-)politisch nicht erwünscht, dass Bild des "integren, großen Mannes" zu hinterfragen? Warum schaut sich keiner mal seine vermeintliche Vergangenheit als "Bürgerrechtler" an? Sehr seltsam, das alles. Und beängistigend! Die Medien sagen uns, was gut und schlecht ist, und die Mehrheit plappert es willfährig nach. "Griechenland schlecht", "Griechen faul", "Gauck toll", "Linke pfui", "Merkel gut", "Sparen wichtig", "Sozialstaat zu teuer" ...

    AntwortenLöschen
  11. Sie haben völlig recht, der Mann ist ein Fossil. An etlichen, die wirklich oder (wie vermutlich er) vorgeblich Oppositionelle in der DDR waren, kann man ja beobachten, dass dieser seinerzeit aus der Zeit gefallene Staat auch viele seiner Gegner aus der Zeit fallen ließ und lässt. Die kämpfen immer noch die Kämpfe von vorgestern. So lebt auch Herr G. immer noch in der Zeit von „Alle Wege führen nach Moskau“. Dass die Bedrohungen der Freiheit und der Humanität heute nicht von Kommunisten ausgehen, sondern von woanders, und dass dieser Prozess unter den Stichworten „Postdemokratie“, „marktkonforme Demokratie“ usw. in vollem Gange ist, ist diesem Mann unverständlich und wird ihm in seinem Alter und bei seiner Geistesstruktur auch nicht mehr zugänglich sein. Wir werden also vermutlich den üblichen Populismus erleben, in dem nach Art der Springer-Presse die gute, saubere Mehrheit einer bösen Minderheit gegenübergestellt wird, mit pastoralem und nationalem Salbadern. Von Ferne erinnert das Paar Merkel-Gauck übrigens an Brüning-Hindenburg. Letzterer war ja auch ein Präsident der Herzen mit Verdiensten, die ihm zugeschrieben wurden, aber nicht zukamen.

    AntwortenLöschen
  12. Ich kann mir Gabriel und Steinmeier gut mit Nasenring vorstellen.

    Sie lassen sich so einfach besser führen!

    AntwortenLöschen
  13. @ Anonym 2:21

    Gabriel und Steinmeier (und Steinbrück nicht zu vergessen) brauchen keinen Nasenring, die machen schon auf Zuruf Männchen ...

    AntwortenLöschen
  14. @F: Wäre ich nur in ein oder zwei Fragen anderer Meinung, hätte ich kein Problem. Ich war in ein oder zwei (oder fünfzehn oder achtzehn) anderer Meinung als Wulff. Das ändert nichts daran, dass ich Gauck für eine schlechte Wahl als Präsidenten halte. Um einen anderen Vergleich zu bringen: Franz Josef Strauß ist kein Kanzler. Kohl war ein Kanzler. Ich stimme mit beiden politisch überein, aber der eine gießt Öl in die Flammen, während der andere die Lage zu beruhigen versucht. Präsident kann nur der letztere Typus sein, und das ist Gauck nicht. Ich hätte sogar eine Präsidentin von der Leyen eher akzeptiert also ihn.

    AntwortenLöschen
  15. Die Personaldecke war gewiß dünn,
    aber dieses Gauck-Revival ist eine weitere schwere Schlappe für Merkel, die Gauck immer abgelehnt hatte während sich der 2% Juniorpartner durchsetzt. Diese Präsidentschaft steht unter keinem guten Stern, doch wenn diese Koalition daran zerbrechen würde hätte es sogar was Gutes.

    Wo bleibt der Ruck:
    Die Politik versucht krampfhaft zur Tagesordung überzugehen obwohl die Vergangenheit noch nicht aufgearbeitet wurde. Wieso wird dieses überflüssige, anachronistische Amt nicht zur Disposition gestellt oder zumindest das Ehrensold reformiert? So wird die Politik den entstandenen Schaden jedenfalls nicht begrenzen und Vertrauen zurückgewinnen können, wenn der Eindruck entsteht es ginge nur um Machtspiele, Pöstchen und Versorgungsansprüche.

    Die meisten Leute die Gauck favorisieren dürften einfach das durch die Medien vorgezeichnete Bild übernommen haben. Doch wo viel Licht da viel Schatten, sein Lieblingsthma "Idee der Freiheit in Verantwortung“ zeigt wohin die Reise geht und einigen wird noch ein Licht aufgehen, denn was nützt die vermeitliche Freiheit wenn ich dafür unter einer Brücke schlafen muss. Gauck ein neoliberaler Prediger des Raubtierkapitlismus, Befürworter von Wirtschaftskriegen, ein Maschinengewehr Gottes wird polarisieren -soviel ist gewiß.

    AntwortenLöschen
  16. @F Mein Glaube daran, dass Gauck für "Demokratie und Menschenrechte" steht, ist in den letzten Tagen aber leider auch erschüttert worden. (Ja, der Artikel ist älter, aber habe ihn auch erst im Zuge dieser Diskussion zu lesen bekommen)

    http://www.freitag.de/politik/0018-wiedersehen-herr-gauck

    Scheinbar muss sich seine Stasi-Vergangenheit kaum hinter der eines Gysi verstecken.

    Und das für sie alle Linken gleich SED-Nostalgiker sind spricht auch für sich!

    @Stefan:
    Einer der schönsten Texte, die ich bislang dazu gelesen habe. Da ist die richtige Portion "Zorn" mit drin. Bravo!

    AntwortenLöschen
  17. Die Linke (nicht die Partei, sondern die politische Strömung in einem weiteren Sinne, zu finden beim SF usw.) sollte mal langsam aufhören, sich alleine über den Sozialstaat zu definieren. Der ist wichtig und richtig, aber schön ist er nicht. D.h. Arbeit, Unterstützung durch Familien (=Subsidarität) sind schöner und sollten das Ziel sein.

    Aber das kann unsere Linke nicht akzeptieren, ebensowenig, dass die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren erheblich zurück gegangen ist. Wo ist die Freude darüber? Nirgends. Stattdessen wird die Realität geleugnet. Deutschlands Linke verhält sich teils so wie amerikas Rechte - in einer abgeschlossenen Wahrnehmungsblase.

    Das sieht man auch wieder an Gauck. Der Mann mag vielen, mir auch, zu konservativ sein, aber er ist nicht zuerst neoliberal, sondern vor allem liberal im klassischen Sinne. Muss man in dieser Ausprägung nicht mögen, aber diese Verachtung hier lässt sich nur als Produkt eines schon Jahre andauernden linksaußen-Circle-Jerks verstehen.

    Was ist falsch an dem Ziel der wirtschaftlichen Eigenverantowrtung? Nichts. Falsch ist nur dessen Missbrauch, um den Sozialstaat zu schreddern, wo er gebraucht wird, weil das Ziel noch nicht erreicht werden konnte. Aber die Vision, dass es besser ist für Menschen selbstständig zu sein, als jeden Monat zum Amt zu müssen... warum diese Hysterie dagegen auf der Linken?

    Echte Debatten um Argumente sind da schon lange nicht mehr zu hören. Stattdessen die ewige Laier: Alle sind neoliberal und böse und außer Hartz4 gibt es keine wichtigen Themen.

    /yawn

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Arbeitslosigkeit? Zurückgegangen?
      Man hat doch lediglich die Zahlen frisiert und man hat prekäre Arbeitsverhältnisse geschaffen.
      Der vermeintliche Rückgang der Arbeitslosigkeit ist doch ein Trugschluß, wenn trotzdem Tausende Transferleistungen beziehen, weil ihr "Arbeitsentgelt" nich vorne und hinten reicht.

      Löschen
    2. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.
      Du verhältst dich so wie amerikas Rechte - in einer abgeschlossenen Wahrnehmungsblase. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Arbeitslosenstatistik geschönt wird.
      Im Moment sind knapp 7 Mio Menschen ohne Arbeit. Und das soll uns jetzt erfreuen? Du erfreust dich, weil die Propaganda etwas von 3 Mio Arbeitslosen schwafelt. Dann gute Nacht! Du erliegst der Propaganda.

      Es gibt im Netz genug Seiten, wo man die genauen Zahlen vorgerechnet bekommt, komplett mit Quellen (also nichts aus den Fingern gesogen).

      Dein restliches Geschwafel kannst du dir sonst wohin stecken. Keine Ahnung von Nichts, aber große Klappe!

      Löschen
    3. ."...aber er ist nicht zuerst neoliberal, sondern vor allem liberal im klassischen Sinne."

      ....ja..die Gehirnwäsche der BLÖD...die funktioniert.....wie sagte Max Liebermann?,,,ick kann net soviel fr...wie ick kotzen könnte...

      Löschen
    4. Habt ihr auch noch Argumente oder beschränkt ihr euch jetzt aufs Beleidigen?

      Löschen
  18. Wegen solchem dummen Gelabere wähle ich die Linken NICHT!!!!!!

    AntwortenLöschen
  19. Oh und... by the way... Eigenverantwortung ist schön und gut, solange dabei nicht die soziale Verantwortung, die wir in unserem Sozialstaat haben, auf der Strecke bleibt. Die Eigenverantwortung, die derzeit gepredigt wird ist purer Egosimus.

    AntwortenLöschen
  20. Herr Gauck ist unabhängig von seinen Ansichten und seiner Person schon deshalb völlig ungeeignet, weil er die STASI-Unterlagen-Behörde geleitet hat. Das war eine wichtige und ehrenvolle Aufgabe, aber eine die - vielleicht notwendigerweise- überhaupt nicht auf die Versöhnung in der Gesellschaft gerichtet war.

    P. S. Und was die nähere Beschäftigung mit seiner Vergangenheit ergeben kann, steht in den Sternen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. So kann nur jemand reden, der entweder nicht von den Verbrechen des Systems DDR betroffen war, oder davon gar profitiert hat. Ja, Verbrechensaufklärung spaltet die Gesellschaft - in Opfer und Angeklagte. Davon möchte die Linke doch immer gerne was verstehen, Naziverbrechenaufarbeitung ist für sie ja scheinbar sehr wichtig. Verbrechen der linken Systeme werden hingegen unter den Teppich gekehrt oder weißzuwaschen versucht.

      Löschen
  21. Offener Brief :
    Sehr geehrter Herr Gauck,
    ich denke Sie teilen meine Ansicht, dass es in dieser schwierigen Zeit für Deutschland in Europa und der Welt, wohl kein gutes Signal wäre, wenn das dritte Staatsoberhaupt in Folge vorzeitig sein Amt aufgeben müsste.
    Sind Sie sich absolut sicher, dass alle Fragen um Ihre persönliche Vergangenheit wirklich "abgefrühstückt" sind, oder könnte es sein, dass demnächst irgendein Journalist auch Sie in Verlegenheit bringen könnte, weil einmal ein MfS-Bobby-Car in Ihrer Garageneinfahrt gesichtet wurde?
    Immerhin gab es diese Auseinandersetzungen mit Diestel (nicht irgendwer, sondern der letzte Innenminister der DDR), welcher Sie als politischen Wendehals und zumindest Begünstigten des SED-Regimes bezeichnete, das Terpe-Dossier, das den Schluss zulässt, dass Sie sich recht kooperativ gegenüber der Staatsführung eingelassen haben, die Bevorzugung Ihrer Familie bezüglich (Aus-)Reise- und Besuchserlaubnis, was bestimmt nicht allen Staatsfeinden der DDR zuteil wurde, und die Fragen bezüglich der ehemaligen Stasi-Mitarbeiter und MfS-Offiziere, welche Sie ein Jahrzehnt lang in Ihrer Behörde beschäftigt haben, wodurch den Personen, welche damals diese Akten angelegt haben, weiterhin freier und unkontrollierter Zugang auf sie verschafft wurde.
    Sind Sie sich wirklich ganz sicher, dass hier nicht der Hauch eines Verdachts an Ihnen hängenbleiben könnte, oder auch, dass es da eine Stillschweigevereinbarung mit der Presse gibt, auf die man sich verlassen kann - dann würde ich mich freuen, Sie als unser nächstes Staatsoberhaupt für mindestens die nächsten 5 Jahre sehen zu dürfen.
    Ansonsten - ersparen Sie unserem Lande bitte diese Schmäh!

    AntwortenLöschen
  22. Das fängt doch alles schon wieder mit einer riesengroßen Lüge an. Was wird uns da nur „vorgegauckelt“...
    Wenn sich die Merkel wirklich gegen Gauck gesträubt hätte, dann hätte sie doch bloß die Linke mit zu den Gesprächen einladen müssen, wie es ja auch SPD und Grüne angeblich für fair gehalten hätten. Dabei war es denen doch ganz recht. Denn mit den Linken (wohlgemerkt – ich bin keiner) hätte man sich nicht auf diesen gemeinsamen Kandidaten aller Herzen einigen können.
    Aber so wird die FDP vorgeschoben, sie hätte Merkel erpresst. Dadurch gewinnt die 3 % Partei wieder einen halben Punkt (kann's ja auch brauchen), Merkel bewahrt das Gesicht, SPD und Grüne können sagen „warum denn nicht gleich so“. Alle sind glücklich und das Volk mal wieder verarscht.
    Ich hoffe nur, dass jetzt wo sich alle so schön einig sind, dann auch die Stillschweigevereinbarung mit der Presse hält. Denn wenn da jemand auf die Idee käme, sich Gaucks Vergangenheit mit der gleichen Gründlichkeit anzuschauen, wie man es bei Wulff gemacht hat, dann gute Nacht.
    Ich denke da nur an die Falschaussage 1997 gegenüber der Bundesregierung bezüglich der Beschäftigung von Ex-Stasi-Mitarbeitern und MfS-Offizieren in der Gauck-Behörde, Vergünstigungen der Familie-Gauck während des SED-Regimes, Terpe-Dossier und Anschuldigungen von Herrn Diestel (letzter DDR-Innenminister) Gauck sei ein sehr geschickter Wendehals, der selbsternannte Bürgerrechtler sei in Wirklichkeit zumindest „Begünstigter“ des Regimes gewesen...

    AntwortenLöschen
  23. must read

    http://blog.karlshochschule.de/2012/02/20/gauck-in-der-filterbubble-oder-wie-wir-lernten-den-kontext-zu-ignorieren/

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.

      Im Übrigen bleibe ich bei meiner Charakterisierung Gaucks (siehe oben) und weise darauf hin, dass sie sich sehr viel besser mit den unverkürzten Äußerungen des Mannes dekct, als Stefans Darstellung oder das lachhafte Gewäsch im Spiegelfechter..

      Löschen
  24. Was soll denn wieder dieser Hass auf die Linke? Die Linke wird doch nicht einen solchen Wendehals wählen! Meint ihr echt, die sind so hohl?
    Mit seiner Behörde hat er viele Karrieren zerstört. Selbst mit Nichtigkeiten. Wenn er diese Maßstäbe auch bei seiner Vergangenheit angesetzt hätte, wäre er schon längst aus der Öffentlichkeit verschwunden. Aber wie gut, dass er ja der Herr dieser Behörde war.

    Gauck - Präsident der kalten Herzen!

    AntwortenLöschen
  25. ....Gauck ist ein Pfaffe.....ein eitler, selbstverliebter Gockel.....

    AntwortenLöschen
  26. Eigentlich ist hier jedes Wort die Mühe nicht wert. Es ist verwunderlich, wie viel Energie Linke dafür aufbringen, ihre Ideologie zu bestätigen, statt sich offen mit den echten Zitaten Gaucks zu befassen. Hier sehe ich Überzeugungstäter am Werk, die anderen Eiferern, seien sie nun Rechte oder Islamisten oder evangelikale Eiferer in ihrer querköpfigen Denkverweigerung und halbbewusst vorwegnehmenden Fehlwahrnehmung in Nichts nachstehen!

    AntwortenLöschen
  27. Gauck war nie ein Bürgerrechtler in der DDR. Es gibt keine Spuren das Gauck probleme mit dem DDR System hatte, wie W. Thierse, Pastor Schorlomer, I. Pope, W. Biermann, R.Eppelmann, der Leipziger Pastor(Nikolai Kirche), Bärbel Bohlei und , und. Gauck hat sich nur im Jahr 1989 geaüsert nach dem es keine Gefahr mehr gab die DDR zu kritisien. Gauck ist ein Hochstapler Nr 1. Er kann nur über die DDR reden. Er macht seine Karriere durch dem Slogan : "Ehemaliger Bürgerrerrechtler".... Ein Bürgerrechtler ist niemals Ehemaliger. Ein Bürgerrechtler bleib Bürgerrechtler. Gauck nicht.

    AntwortenLöschen
  28. Hätte sich der Autor mit den wirklichen Aussagen Gaucks im jeweiligen Kontext auseinandergesetzt, hätte man den Artikel ernst nehmen können. So bleibt nur der schale Beigeschmack ideologischer Voreingenommenheit.

    Gaucks Standpunkt muß man nicht teilen, im Gegensatz zu Wulff hat er wenigstens einen. Aber ein Spalter ist er dennoch nicht, denn er äußert sich immer differenzierend und argumentierend - im Gegensatz zu den stille-post-artigen Verkürzungen und Verdrehungen des Autors.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Was hat denn Gauck für Standpunkte? dass er Sarazin mutig findet? Toller Standpunkt? Ein Buch zu veröffentlichen, dass schlecht geschrieben ist und inhaltlich zumindest fragwürdig, aber von Friede Springer abgsegnet und im Vorabdruck der BILD, ist ja nun nicht besonders mutig! Das Risiko ist gleich NULL...

      Mutig ist, was Christian Wullf in Lindau in seiner Rede vor Wirtschaftsnovelpreisträgern gesagt hat:

      [...]
      Die Versündigung an der jungen Generation muss ein Ende haben. Wir brauchen stattdessen ein Bündnis mit der jungen Generation. Ich verstehe die Empörung vieler Menschen. Es sind ihre Zukunftschancen, die hier auf dem Spiel stehen.
      Politik muss ihre Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. Sie muss sich davon lösen, hektisch auf jeden Kursrutsch an den Börsen zu reagieren. Sie darf sich nicht abhängig fühlen und sich am Nasenring durch die Manege führen lassen, von Banken, von Rating-Agenturen oder sprunghaften Medien.
      [...]
      In freiheitlichen Demokratien müssen die Entscheidungen in den Parlamenten getroffen werden.
      Denn dort liegt die Legitimation.
      Da wird das Grundprinzipien der Marktwirtschaft verletzt: Risiko und Haftung gehen Hand in Hand. Wer Risiken eingeht, kann auch scheitern. Dieses Prinzip muss auch für den Finanzsektor gelten, für kleine Anleger wie für große Finanzinstitute.
      [...]
      Wir dürfen die Annehmlichkeiten der Gegenwart nicht mit unserer Zukunft und der Zukunft unserer Kinder bezahlen. Wir brauchen eine Kehrtwende hin zu nachhaltigem Wirtschaften und Haushalten! Nur so kann eine freie und auch soziale Marktwirtschaft funktionieren. Ich persönlich empfinde Verantwortung für meine 17- jährige Tochter und meinen dreijährigen Sohn, dass wir heute Entscheidungen treffen, dass sie später in Jahrzehnten in etwa so leben dürfen und können wie wir es heute können [..]

      Hier der Link: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/08/110824-Wirtschaftsnobelpreistraeger.html

      Gauck wird umworben und promotet als DER Bürgerrechtler, der Befreier von 17 Millionen DDR Bürgern. Er hat aber erst den Elefanten zerfleischt, als der Elefant erlegt war - soll heißen, in der Opposition ist er erst aufgetaucht (Ende 1989) als der Drops gelutscht war. Doch während die eigentlichen Vorreiter über den "dritten Weg" stritten, bereitete er bereits seine Karriere vor. Und das ist auch der Grund, warum Gauck niemals den nötigen Rückhalt in den 5 östlichen Bundesländern hätte. Nichteinmal in seiner Heimat Mecklenburg.

      Wenn ein Kandidat so von BILD und Co gehypt wird, ist nachfragen Bürgerpflicht. Zum Glück gibt es das Internet und die Netzgemeinde!

      Löschen
  29. Hätten die Medien mit Bürgerrechte in der DDR ernst gemeint dann hätten sie viel über die integrität von Wolf Biermann geschrieben. Aber hier ging es um ein Blankes Oportunismus. Gauck reklamiert für sich die verteidigung der Bürgerrecht in der DDR. Wann ? Als Gauck sich im Jahr 1989 kritisch über unrecht in der DDR geäusert hat, da waren schon Millionen DDR Bürgerrechtler auf der Straße. Gauck wurde von SPD und Grünen aus oportunistischen Gründen vorgeschlagen.Von FDP wissen wir schon.Also es gibt eine Oportunistischen Viereck aus Gauck, SPD, Grünen und FDP. Gauck ist ein Spalter, Oportunist und Hochstapler.Er sagt Zum Bsp. er dürfe in der DDR kein Abitur machen. Wie ist er dann Pfarrer geworden ? Ohne Abitur ? Komisch!!!!!

    Joachim Gauck ist eine schlechte Wahl zum Bundespräsidenten

    AntwortenLöschen
  30. Ja, in der Tat, Gauck ist nicht nur einer aus der Zeit des Kalten Krieges. Er ist einer, der sich das System des Real existierenden Kommunismus mit all seinen staatlichen Institutionen arrangiert hat. Was er heute nicht zugeben will: auch mit der DDR-Staatssicherheit hat er sich bestens arrangiert. Und seine Söhne wie er selbst genossen im "Unrechtsstaat DDR" - wie er die DDR nannte - ausreichend Privilegien, die sein Dasein erheblich komfortabler machten.

    So mancher seiner Mitbürger konnte davon nur träumen, von diesen Privilegien Und nicht nur das: So mancher seiner Mitbürger saß für seine politische Überzeugung und dem Wunsch nach mehr Freiheit in den Gefängnisblocks für "Politische".

    Gauck, von seiner Vergangenheit getrieben, verinnerlichte bis zum heutigen Tag die Ideen von Freiheit und Verantwortung, so wie Reagan und Thatcher sie vertraten. Freiheit im Sinne der neoliberalen Ausrichtung, in der der Begriff der Gerechtigkeit keinen Platz findet. Freiheit aber, ohne Gerechtigkeit, ist nichts wert. Sie bleibt leere Worthülse, sie ist Makulatur.

    Gauck ist in dieser Ideologie verhaftet. Er klebt an ihr. Er ist zu alt und zu verbohrt, als dass er sich ändern wird, wenn er denn erst Bundespräsident wird.

    Und so bleibt Gauck das, was er ist: Ein Neoliberaler.

    AntwortenLöschen
  31. Ein vortrefflicher Kommentar zur gestrigen Wahl eines vorgestrigen Bundespräsidenten.

    AntwortenLöschen
  32. Bei der Gaucknom. und - wahl kam ich mir vor, wie im Marionettentheater. Für so eine narzistische und eitle Figur wie Gauck, ist nicht wichtig, ob er nur ´´ Aushilfsbremse´´ ist oder um seiner Person Willen gewählt wird. Hauptsache ist, er steht im Fokus. Ich hätte da doch wenigstens etwas Achtung vor ihm gehabt, wenn er nach 2010 gesagt hätte: Ihr wolltet mich da nicht, nun will ich nicht! Das alleine zeugt schon von seiner ´´ Geltungssucht``! Mir fällt da ein Spruch aus dem Mittelalter ein:´´ Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.´´ Vielleicht hat Merkel&CO Glück und der Prediger lullt doch die Bevölkerung ein. Ist zu hoffen, dass es nur ausschläft.

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.