Dienstag, 7. August 2012

Sippenhaft

Von Christian Sickendieck

Die deutsche Ruderin Nadja Drygalla hat das Olympische Dorf verlassen und ist nach Deutschland zurückgekehrt. Dies geschah, weil ihre Beziehung zu dem Rostocker Neonazi und NPD-Politiker Michael Fischer bekannt geworden ist. Nun wird an vielen Stellen "Sippenhaft" geschrien. Dabei ist der Schritt richtig und konsequent: Drygalla hätte gar nicht nach London mitreisen dürfen.

Laut Medienberichten führen Drygalla und Fischer bereits eine langjährige Beziehung, nach einem Gespräch mit dem Innenministerium hat sie sogar den Polizeidienst aufgegeben. Eine langjährige Beziehung führt man nicht mit einem Menschen, dessen Ideologie man nicht teilt. Ich halte es für gefährlich, von politischer Einstellung zu sprechen. Rechtsextremismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen, eine zutiefst menschenverachtende Ideologie.


Kritisiert wird Drygalla mit den Worten, sie müssen Fischers Ideologie zumindest toleriert haben. Was für ein Hohn. Eine menschenverachtende Ideologie kann man nicht tolerieren. Man lebt mit ihr, akzeptiert sie - oder man lässt es sein.

Wie soll man sich die Verharmlosung im täglichen Zusammenleben vorstellen? Polizeiliche Ermittlungen, eventuell Strafbefehle - hat Drygalla diese Briefe und Schreiben morgens am Frühstückstisch zu ihrem Lebensgefährten rübergeschoben mit den Worten, "betrifft mich nicht"?

Die Distanzierung Drygallas vom rechtsextremen Gedankengut klingt unglaubwürdig. Wer seinen Beruf aufgibt, wer den Höhepunkt seiner sportlichen Karriere aufgibt, der handelt nicht aus Toleranz gegenüber dem eigenen Lebensgefährten, sondern aus Überzeugung. Ich bin sicher, in den nächsten Tagen werden von Drygalla unschöne Details an die Öffentlichkeit gelangen.

Der Fall Drygalla zeugt nicht von Sippenhaft, sondern von einer klaren Abgrenzung gegen eine menschenverachtende und rechtsextreme Ideologie. Und das ist auch gut so. Diese Abgrenzung hat Drygalla nie hinbekommen. Ihr Verhalten spricht dafür, dass sie dies auch nicht wollte. Ob Drygalla der rechtsextremen Szene zugehört, durch ihren Lebensgefährten, als Mitläuferin oder gar aus Überzeugung, ist unerheblich. Ihr Verhalten beweist, sie gehört dazu.

Die eigentliche Frage ist:

Wieso haben die Sportfunktionäre so lange geschlafen und weggeschaut? Details sind seit langer Zeit bekannt.

Kommentare:

  1. Bravo Christian Sickendieck! Und auch Stefan, für das Veröffentlichen dieser eindeutigen Aussage.
    Ähnlich sah ich es:
    http://ad-sinistram.blogspot.de/2012/08/kollateralschaden-eines-falschen.html

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  2. Was für ein Glück, eigentlich, dass die Alliierten damals sich dazu entschlossen, uns als Volk in Europa zu integrieren, es zumindest zu versuchen … gab auch noch ganz andere Ideen ... man sprach gemeinhin von Sippenhaft ...

    Gruss
    Rosi

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  3. "Wieso haben die Sportfunktionäre so lange geschlafen und weggeschaut?"
    --->"An der Medaillenzahl orientiert sich in Teilen auch die staatliche Mitfinanzierung des Sports."
    http://www.sueddeutsche.de/sport/pressefreiheit-innenministerium-verheimlicht-olympische-medaillen-ziele-1.1430407

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  4. Eine Meinung zu haben ist noch keine Straftat, ein Gesinnungsstaat ist kein Rechtsstaat mehr, erst wenn Frau Drygalla rassistische Äußerungen macht, kann sie belangt werden. Nicht jeder, der als rechtsradikal bezeichnet wird, ist es auch.Die Deutschen haben einen falschen Schuldkomplex, weder die Kriegsschuld der Alliierten noch die internationale Beteiligung der Großindustrie am Holocaust und Aufstieg Hitlers wurde in Deutschland thematisiert.Deswegen sind viele Deutschnationale verunsichert und vertreten für die Mainstreamgeschädigten radikale Positionen. Meinungsfreiheit sieht anders aus.
    Der Holocaust wude zum Mythos.Die mordenden Ukrainer, Letten, Littauer und Polen konnten sich hinter der SS verstecken.Alle Größen der Pharmaindustrie haben trotz der Versklavung vieler Menschen Karriere gemacht.Der Fokus nur auf Hitler hat uns Deutschen geschadet.Deutschland hat bis heute keinen Friedensvertrag und ist noch immer besetztes Land.Ist das eine rechtsradikale Position oder die Wahrheit?

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  5. In all diesen Diskussion fehlt mir die Betrachtung, dass sie ihren Freund kennen gelernt hat, als dieser selbst Leistungssportler im Rudern war - wenn ich mich recht erinnere Nachwuchskader (Deutschland 8ter bei der Juniorenweltmeisterschaft).
    Das heisst, sie wird für eine Affäre mit ihm abgestraft, er wurde als potentieller Medaillenbringer in der Nationalauswahl mit offenen Armen empfangen... Das empfinde ich als unfair.

    Der systematische Unterscheid - und damit die ANtwort auf die Frage "Warum jetzt?" - liegt meines Ermessens woanders, Herr Bach will nächstes Jahr Nachfolger von Jacques Rogge werden und brauchte noch eine Demonstration seiner vermeintlichen Integrität. Ein formeller Wahlkampf ist untersagt, also jettet er von Medaillenhoffnung zu Medaillenhoffnung um immer mit auf dem Photo zu sein und beweist an einer unbedeutenden Sportmarionette seine politische Durschsetzungsfähigkeit.
    Dies soll weder Drygalla noch Fischer in Schutz nehmen, mir wird nur schlecht, wenn zunehmend klar wird, dass Sportpolitik anscheinend noch eine Steigerung gegenüber der ganz normalen Bundespolitik ist ... zumindest auf der Ebene Scheinheiligkeit!

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  6. WENN ICH EINE SOLCHE SCHEISSE LESE.
    FRAGE ICH MICH,WER HIER EHER DER NAZI IST.

    vielleicht Herr Sickendieck haben sie jemanden in der familie ersten zweiten oder dritten grades,der sogar ein verurteilter verbrecher ist?
    und wenn ja,sicherlich stecken sie irgendwie mit denen unter einer decke.
    man sollte sie ebenfalls überprüfen und falls erforderlich zum teufel jagen.

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    1. Das nennt man dann Neudeutsch: Linksfaschismus (oder von mir aus auch Spießbürger-Faschismus, Faschismus der Mitte, der sog. Gerechten und stösst mich ebenso ab.

      Läuft auch im Grunde genommen auf dasselbe hinaus. Hass geifert gegen Hass, Hass schreit nach, Rache, Ächtung, Verurteilung und Schafott. Jede dieser Positionen glaubt, im Gegensatz zur anderen Richtung ein Recht darauf zu haben und zu den Gerechten zu gehören.


      Das ist so richtig frustierend ... Nacht Deutschland ... Überall dasselbe ... nur Geifer ... und wie die Aasgeier stürzt man sich auf das, was der Mainstream darbietet.

      Zusätzlich geben damit die Seiten der Linken und/oder der Mitte den Rechten auch noch Recht, in ihren üblichen Argumentationsketten. Sagen die doch stets: "Alles Heuchelei, Euer ganzes Sozial-/Empathie-/Gerechtigkeitsgequatsche. Ihr seid doch gar nicht anders, kommt nur aus der entgegen gesetzten Richtung.

      Gott, sehe jetzt schon, wie sie sich die Hände reiben ... davon werden wir noch lange etwas haben.

      Gruss
      Rosi

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    2. Verwandschaft und Freunde sind 2 verschiedene Dinge.
      Freunde sucht man sich aus, Verwandschaft nicht.
      Von Freunden kann man sich trennen.

      Gruss
      Eiersalat

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  7. In all den Diskussionen fehlt noch weit mehr, nur auf einiges kann man eingehen.

    Die Geschichte könnte ganz simpel sein:

    Sie liebte ihn und hat um diese Liebe und seiner Einstellung gekämpft. Richtig! Was für ein romantischer Schmus, wer macht denn heute noch so etwas? Pfui Deufel abba auch.

    Ach ja, kennt jemand ein Mittel gegen Hass? Also außer es selbst mit Hass zu versuchen? Denn Liebe wurde untersagt, darf es nicht geben, darf er nicht haben, sie darf ihn nicht lieben, sie darf sie nicht darum kämpfen (Geduld haben auch nicht, also direkt fott damit. Gibt es dazu eine Zeitvorgabe? Also bis wann man das geschafft haben muss, sonst ist es nicht mehr glaubhaft?). Ganz davon abgesehen, ziemlich Chauvie, geht doch ein jeder dieser Thesen generell davon aus, er verführt sie zum Bösen, sie nicht ihn zum Guten. Klar ...

    Und ist schon witzig, der oft beschimpfte Mainstream, als Zeuge zumeist nichts wert, wie der Dritte, das Hörensagen in der Jurisprudenz ... Mannn, mannn, wohin man auch blickt, überall ist man bereit, gleich Ankläger, Richter und Henker in einem zu spielen. Es muss nur durch den Mainstream die "richtige" Sau angeboten werden. Der Mainstream weiß das, deswegen ist immer zwischendurch für jeden etwas dabei.

    Vermutlich hätte man für die Frau eines schwerstkriminellen Wiederholungstäter noch mehr Verständnis. Komisch, hab noch nie gelesen, man solle die Partner in solchen Fällen gleich in die Sippenhaft nehmen, irrelevant, ob sie sich dabei strafbar gemachten hätten oder nicht. Etwas archaisch diese Einstellung. Sippenhaft, hhhm, was machen wir eigentlich mit den Vätern, den Müttern, den Kindern der Rechtsaktivisten? Gilt das nur für die Liebe in Verbindung mit fixxen, oder generell für jede Form der Liebe?

    Und wie sieht das aus, wenn sie rechts ist und er nicht? Geht man davon aus, er kann sie heilen? Oder siegt stets nur das Böse?

    Angsichts solcher Beiträge kann ich mir gut vorstellen, warum Frau Drygalla keine Zukunft bei der Polizei mehr sah. Zieht doch nicht einmal jemand in Erwägung, sie könne es zum Guten wenden. Ist auch irrelevant, schnell aufs Schafott bringt mehr Gejohle.

    Höre den Mob schon gröhlen: "Nieder mit der Nazihure, zündet das Feuer an"

    Gott, wie ist mir Faschismus/Chauvinismus zuwider ... völlig irrelevant, ob von rechts oder von links.

    Gruss
    Rosi

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  8. Vorbemerkung, rechte politische Gesinnung ist mir zuwider, und ich bekämpfe sie, wo und wie ich kann. (Wo ich es nicht kann, halte ich -- pardon -- die Fresse.)

    -- Zitat --
    Ob Drygalla der rechtsextremen Szene zugehört, durch ihren Lebensgefährten, als Mitläuferin oder gar aus Überzeugung, ist unerheblich.
    -- Zitat Ende --

    Dieser Satz kennzeichnet Sippenhaftung, werter Herr Sickendiek.

    Ein Mädel ist womöglich in einen Typen aus der rechtsnationalen Szene verknallt. Mehr ist nicht erforderlich für ein publizistisches Schlachtfest, nicht wahr?

    Vielleicht ist es peinlich. Aber sie deshalb vom sportlichen (also nicht politischen) Wettkampf auszuschließen? Ich habe das anders gelernt.

    Das einzig Positive ist die zutage getretene Offensichtlichkeit der Inkongruenz des "olympischen Gedanken" mit der unsportlichen Praxis.

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  9. Mit Erschrecken sehe ich, dass einige Kommentatoren hier Nadja Drygalla in Schutz nehmen.
    Für mich dagegen hat Reichsruderführer Michael Vesper alles richtig gemacht: Die Freunde von Freunden der Freunde von NPD-Mitgliedern muss man ausrrrrrrradieren!

    "Diese Abgrenzung hat Drygalla nie hinbekommen. Ihr Verhalten spricht dafür, dass sie dies auch nicht wollte. Ob Drygalla der rechtsextremen Szene zugehört, durch ihren Lebensgefährten, als Mitläuferin oder gar aus Überzeugung, ist unerheblich. Ihr Verhalten beweist, sie gehört dazu."
    'Ob sie der rechte Szene zugehört, ist unerheblich. Ihr Verhalten beweist, sie gehört dazu.'
    Ziemlich linke Logik, oder?

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  10. Was soll man dann erst über Frauen sagen, die es immer noch mit einem Sozen oder einem GRÜNEN treiben, von denen die Agendapolitik und der Rentenraub und die Verarmung durch HartzIV durchgesetzt wurden, nur um den Reichen Geschenke zu machen und sich das selber noch honorieren zu lassen?

    Die Weiber von Schröder, Steinbrück, Scharping, Clement, Steinmeier, Fischer, Cohn-Bendit und allen anderen dürften doch nirgends mehr geduldet werden.

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  11. Auf Sie, mit Gebrüll!
    Welche politische Meinung hat man denn gefälligst zu vertreten um an solchen Sportveranstaltungen teilnehmen zu dürfen? Benötigt man demnächst vielleicht ein Parteibuch? Und wer entscheidet sowas?
    Ich vertrete nun gewiss kein rechtes Gedankengut, aber ich finde es bedauernswert das man nun eine Sportlerin wegen Ihrer politischen Einstellung nach Hause schickt. Hat sie irgendwo beim Sport versucht zu "missionieren"? Hat sie gegen die sportliche Konkurrenz aus dem Ausland gehetzt? Ist sie sonst irgendwie, irgendwo als Rednerin, Hetzerin usw. aufgefallen? Ich kannte sie bis zu dem Rausschmiss und dem damit verbundenem Medienspektakel nicht, und kann über das ganze Theater nur müde lächeln. Sie muß sich bei mir nicht für ihren Partner entschuldigen, auch wenn sie wahrscheinlich seine politische Meinung vertritt. Ich muß nicht mit dem Finger auf sie zeigen und den Moralapostel spielen. Ich kann sie auch so ganz einfach ignorieren. Ich muß mir nicht ihre sportlichen Wettkämpfe anschauen, wenn ich das nicht möchte. Ich muß sie nicht bewundern, ich muß sie aber auch nicht verachten.

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  12. Man sollte diesen um 21.59 Uhr herumbrüllenden Anonymen mal fragen, ob er den Unterschied kennt zwischen Verwandten und Liebhabern? Aber ist vielleicht zu viel verlangt.

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  13. Ich muss gestehen, dass ich nicht erwartet hätte, so einen jämmerlichen Artikel hier zu lesen. In einem Anflug spießiger Kleingeistigkeit legen Sie, Herr Sickendiek (sowie Herr De Lapuente in seinem nicht weniger dummen Blogartikel), also fest, was zwei Menschen in einer Beziehung teilen und was nicht. Wäre es nicht auch möglich, dass Politik in dieser Beziehung bewusst unterdrück wird? Ich kenne Paare, bei denen sie nie ein Thema ist. Sicherlich kann man sich das bei sich selbst nicht vorstellen, aber Menschen leben eben auf unterschiedliche Arten ihre Emotionen aus.
    Es gibt Frauen, die kommen nicht von ihren prügelnden Ehemännern oder Freunden los, sind diese Frauen denn dann auch Mittäter, die eine gewaltbereite Ideologie durch die simple Unfähigkeit sich zu lösen unterstützen? Wie sieht es mit den Ehefrauen islamischer Terroristen aus. Die würden Sie doch absolut zu Recht auch nicht eiskalt als gefährliche Extremisten bezeichnen, oder?
    Begibt man sich jedoch ins Feld der privaten Spekulationen sollte einen ein ungutes Gefühl beschleichen, wenn man fest stellt, dass es einen verdammt nochmal einfach nichts anzugehen hat, wie jemand seine Beziehung führt. Diese Verurteilung von rechtem Gedankengut über Beziehungen zu anderen Personen ist tatsächlich ein Ausläufer der von der rechten Seite propagierten linken Meinungsdiktatur. Sie spielen dem braunen Pöbel damit in die Hände, er sieht sich bestätigt als Opfer der Zensur und Sprachrohr einer schweigenden Minderheit. Wo soll das enden? Wollen Sie Gesinnungstests für die Teilnahme an den Olympischen Spielen, einer Veranstaltung wohlgemerkt, bei der sowieso kaum lupenreine Demokratien zu finden sind?
    Die unerträgliche Selbstgerechtigkeit, die hier durchschimmert ist die gleiche, mit der Friedrich und Konsorten alle linken Organisationen über den Stalinistenkamm scheren. Fakt ist, sie ist liiert mit einem Mitglied einer vom Gesetzgeber nicht verbotenen Organisation. Das macht sie ausgesprochen unsympathisch, aber auf dieser Grundlage darf keine Verurteilung stattfinden. Sonst sind die Linken am Ende auch nur die andere Seite der gleichen engstirnigen Medaille.

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    1. Einspruch in diesem Aspekt:

      De Lapuentes Artikel ist nicht so dämlich. Er macht sich immerhin die Mühe, logisch zu argumentieren, wenn auch erratisch. Bitte tun sie ihm im Eifer des Gefechts nicht das Unrecht an, so kreuzdumm zu schreiben wie Sickendieck.

      Im Übrigen Zustimmung.

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    2. @Wolf-Dieter:

      Da schließe ich mich an.

      Gruss
      Rosi

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  14. Das gibts doch nicht! Leute, seid ihr blind und taub, oder doch einfach nur absichtlich ignorant? Ach, was frage ich? Das ist klar wie Kloßbrühe.

    Also nochmal zum Sachverhalt: Der "Freund" der Drygalla (Fischer) ist nicht nur ehemaliges Führungsmitglied der NPD sondern auch ein Mitglied der "Nationalen Sozialisten Rostock". Das ist eine gewaltbereite "Kameradschaft" die Menschenjagden organisiert und bejubelt. Fischers vermeintliche Abkehr vom Rechtsextremismus ist vorgetäuscht. Zitat:" Ein "Kameradenschwein" oder "Verräter" sei Fischer aber nicht." und "Fischer selbst wollte im Zusammenhang mit seinen früheren rechtsextremen Aktivitäten nicht von Reue sprechen." Zudem wurde, die in Kameradschaftsschwarz uniformierte, Drygalla auf einem Foto der Kameradschaftstraffen wiedererkannt.
    Es ist mir klar, dass ihr das toll findet.

    "Sippenhaft?" Ihr habt sie doch nicht mehr alle! Hört auf euch als Opfer zu gerieren!

    Sogar für das braune McPom mit all seinen gehirnbefreiten Zonen war diese Polizeianwärterin nicht tragbar und soll nun Deutschland auf internationaler Bühne repräsentieren? Wenns nach euch geht bestimmt ja.

    "Ukrainer, Letten, Littauer und Polen" ... "Pharmaindustrie"
    Du bist psychisch Krank. Was hat dein Auswurf mit dem Thema zu tun?

    "Ist das eine rechtsradikale Position oder die Wahrheit?"
    Wenn su schon so fragst, du bist rechtsradikal. Aber das weisst du schon selber.

    "FRAGE ICH MICH,WER HIER EHER DER NAZI IST."
    Ganz klar, du.

    "Die Weiber von Schröder, Steinbrück, Scharping, Clement, Steinmeier, Fischer, Cohn-Bendit und allen anderen dürften doch nirgends mehr geduldet werden."
    Soweit ich weiss, sind diese(Ehe)Männer nicht auf blutige Menschenjagd gegangen.

    "Was für ein Glück, eigentlich, dass die Alliierten damals sich dazu entschlossen, uns als Volk in Europa zu integrieren, es zumindest zu versuchen … gab auch noch ganz andere Ideen "

    Na dann verrat es uns doch mal.... was hatte wer vor, welche Ideen? Nein, schreib es lieber nicht. Mir wird schon jetzt schlecht, wenn ich an deine Antwort denke, die du geben würdest.

    "... man sprach gemeinhin von Sippenhaft ..."
    Wer? Der kleine Mann im deinem Kopf?

    "Nieder mit der Nazihure, zündet das Feuer an"
    Wieder der kleine Mann in Kopf?

    "Gott, wie ist mir Faschismus/Chauvinismus zuwider ... völlig irrelevant, ob von rechts oder von links."
    So dumm theatralisch zu sein, kann man nicht lernen. Diese plump-aufgesetzte Distanzierung nutzt rein garnichts. Rosi, alleine durch deine zum Teil geschickt angedeuteten braun-paranoiden Ergüsse und Begriffe hast du dich ganz klar positioniert, wie die meisten Kommentatoren hier.

    Es ist übrigens sehr witzig, dass die Rechtsextremen nun die linken "Spießbürger" nennen... Das ist seid ihr, es ist seit eh und je eure gesellschaftliche Mitte, eure Umgebung, euer Reservoir für rechtsextemistische "Nachwuchskräfte". Stichwort: autoritäre Persönlichkeit. Hört auf irgendwelche neue Mythen zu stricken.

    Ach, was schreibe ich, geht unter in eurer ekelhaften braunen Gülle und verteidigt eure braunen Kameraden nach Kräften. Pfui.

    Ein großes Kompliment an Herr Sickendieck.

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    1. http://de.m.wikipedia.org/wiki/Sockenpuppe_(Netzkultur)

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    2. Ah, danke, man lernt nie aus ;)

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  15. ......das Reiten auf braunen Pferden wird demnächst verboten......lach

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  16. Schwacher Artikel. Linksfaschistischer Chauvinismus.

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    1. Schwacher Kommentar. Rechtsfaschistisches Gehetze.

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  17. @Anonym 11:06


    "Na dann verrat es uns doch mal.... was hatte wer vor, welche Ideen? Nein, schreib es lieber nicht. Mir wird schon jetzt schlecht,"

    Tue es trotzdem:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46209552.html

    M.E. ein guter Artikel, der insbesondere herausarbeitet, warum man den Morgenthauplan nicht weiter in Erwägung zog und das wollte ich herausstellen. Vll. schnuppern Sie mal hinein (nein, nein, er ist mitnichten so geschrieben, wie sie vorverurteilen möchten).

    Ausgerechnet die Entscheidung, davon abzusehen (und die Gründe dazu), symbolisieren für mich eine Abkehr von Hass, Rache und Sippenhaft. Die damalige Distanzierung der Alliierten zielte darauf ab zu integrieren und den Fokus mehr auf positive Motivationselemente zu legen (also exakt das Gegenteil von dem, was mit Sickendiecks Artikel suggeriert wird).

    Das letztlich getroffenen Potsdamer Abkommen der Allierten basierte somit nicht auf Ausgrenzung und Sippenhaft (unabhängig davon, wie die rechte Szene das versucht hat zu instrumentalisieren, bspw. in der Morgenthau-Legende) und das bei bereits erwiesener Schuld. Bei Frau Drygalla ist überhaupt noch nichts bewiesen, die Gerüchteküche brennt noch.

    Für mich sind Behauptungen noch lange keine Beweise (und das ist auch gut so, in unserem Rechtssystem verankert, eine Errungenschaft der Menschheit, wie ich finde), Beischlaf oder die Verliebtheit einer jungen Frau fällt nicht unter die Verurteilungskriterien.

    Nicht die Alliierten sahen es also derart, sondern einzelne Personen im beteiligten Kreis, häufig emotional - stellenweise auch nur temporär - geleitet. Ähnlich, wie Sieckendieck eine einzelne Person ist, die sich emotional leiten lässt und unter der Überschrift "Sippenhaft" agiert. Und man kann froh sein, dass es anders ist und das es anders war, Besonnenheit vorherrschte. Und man sollte sich generell, egal von welcher Seite aus hüten, sich dem Hass und dem Geifer einfach kopflos hinzugeben. Die Alliierten hatten also etwas im Kopf ... ganz im Gegensatz zu Ihrer Reaktion und dem Artikel.

    Kann es noch deutlicher sagen:

    Mein Einwand zielte auf die damals vorausschauende, besonnene Intelligenz der Potsdamer Entscheidungen, um die Dummheit solcher Artikel hervorzuheben. Mir ausgerechnet deswegen eine rechte Gesinnung und paranoide Dummheit zu unterstellen ist lächerlich. Was kann ich dafür, wenn es bei Ihnen im Kopf nicht zündet?

    Was lernen wir daraus, alle die nicht mit einfallen und Beifall klatschen, Sippenhaft = rechte Gesinnung. Nun gut, so sieht es also der Albrecht Müller:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=14063

    "Beim Vergleich des „Verbrechens“ der Nadja Drygalla ....

    ... Man kann sich mit Recht darüber wundern, dass die Liäson mit einem NPD-Funktionär einen solchen Schatten auf einen Menschen wirft ...

    Je mehr gegen die NPD und ihre Freunde wenigstens gelegentlich eingeschritten und durchgegriffen wird, umso mehr gewinnen die rechtskonservativen und rechtsradikalen etablierten Kreise in den traditionellen konservativen Parteien an Spielraum. Sie können sich wirklich menschenverachtend und volksverhetzend äußern. An ihnen bleibt in der breiten Öffentlichkeit nichts an rechtsradikalem Verdacht hängen.

    Dieser wird auf Personen wie Drygulla und ihr Umfeld gerichtet. Diese Art von Meinungsbildung funktioniert.

    ---->> Man kann sie an sich selbst studieren."

    (Schon aus der Blog-Roll genommen, böse Leserbriefe geschrieben oder Albrecht Müller gar nicht erst verstanden?)

    Gruss
    Rosi

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  18. Und so nachgeschoben, werter Namenlos von 11:06, bezüglich des Fotos sind sie nicht auf dem neuesten Stand (wenn es sie tatsächlich interessiert hätte, das war vor dem Artikel schon bekannt, ausgerechnet durch die «lokalen Initiativen g e g e n Rechts»:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-08/drygalla-npd-rostock

    ".... Das verpixelte Gesicht einer blonden "Kameradin"

    Tatsächlich stürzten sich am vergangenen Wochenende viele Medien auf ein Foto der Nationalen Sozialisten Rostock (NS-Rostock) von einer Kundgebung im Jahr 2009. Hinter dem verpixelten Gesicht einer blonden "Kameradin" meinten viele Drygalla zu erkennen,


    ---> und das, obwohl lokale Initiativen gegen Rechts mehrfach darauf hinwiesen, dass sie diese Einschätzung nicht teilen. Schließlich gibt es in der Rostocker Szene mehrere strohblonde Nazi-Aktivistinnen. Die Journalisten lagen tatsächlich falsch, wie sich bald herausstellte."

    Und weiter:

    "Doch im Fall von Michael Fischer sieht es anders aus. "

    Insoweit hat man immer noch nichts gegen Frau Drygalla in der Hand, keine Beweise und die "Beweise", die man meinte zu haben, lösen sich in Pixeln auf. So steht weiterhin nur noch der Beischlaf zur Debatte.

    Man kann über Fischer sprechen, keine Frage. Tut aber kaum einer, er ist nur Mittel zum Zweck bei der Schuldigsprechung von Frau Drygalla, er macht das Objekt, sie das Subjekt. Denn es scheint offensichtlich das weitaus größere Verbrechen zu sein, sich in einen solchen Menschen zu verlieben. Und exakt solche Denkprozesse beinhaltet die m.E. besonnene und lebenserfahrene Aussage von Albrecht Müller.

    "Diese Art von Meinungsbildung funktioniert. Man kann sie an sich selbst studieren."

    In diesem Falle an den Reaktionen. Nicht Fischer steht wirklich im Fokus, sondern Frau Drygalla, damit fängt das schon an.

    http://bettinaroehl.blogs.com/mainstream/2012/08/drygalla-offener-brief-an-den-bundespr%C3%A4sidenten-joachim-gauck-.html

    "Es macht offenbar einigen anfälligen Menschen Spaß die Sau mal richtig raus zu lassen und auf Menschenjagd zu gehen, jedenfalls dann wenn man sich tausendprozentig der Zustimmung seines Mobs sicher ist und an der moralischen Höchstlegitimation seines Tuns so gar keinen Zweifel zu haben braucht und auch nicht befürchten muss, dass die freigelassene Sau als Solche erkannt wird; schließlich ticken ja alle im angeschalteten Mainstream gleich. ..."

    Wie ich schon ähnlich formulierte, hier oder bei ad sinistram:

    "Und die Mainstreamer wissen, dass ihr Opfer mit Namen Nadja Drygalla keinen Verteidiger hat, weil jeder, der sie verteidigen würde, kollektiv von derselben Rotte vernichtet würde."

    Wie wir sehen, üben Sie sich bereits darin.

    Für jeden wird von Zeit zu Zeit vom Mainstream die passende Sau zur Verfügung gestellt und wie eine Welle ..., denn:

    "Menschenjagd macht Spaß! Nicht jedem, aber den dafür anfälligen Menschen!"

    Stimmt auffallend! Und jeder, der nicht zu den Jägern gehören möchte, macht sich damit für die Rotte zur Beute.

    Herzlichen Gruß von der Beute an den Jäger
    Rosi

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  19. Ich habe mich nochmal dazu geäußert:
    http://ad-sinistram.blogspot.de/2012/08/nicht-demokratisch-dumm.html

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  20. Hallo Herr De Lapuente

    Und ich hab mich bei Ihnen auch noch einmal beim Vorartikel geäußert (vermutlich noch in der Pipeline).

    Und sicherlich gehe ich noch auf Ihre Stellungnahme ein.

    Gruss
    Rosi

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  21. Unser Rechtsstaat kennt keine Sippenhaft und das aus guten Gründen - nicht wenige dieser Gründe finden sich in der deutschen Geschichte wieder.

    Auch in nicht rechtlichen Bereichen hat eine solche Inhaftnahme für die Taten und die Gesinnung Anderer nichts zu suchen , jeder ist nur verantwortlich für das , was er selber tut.

    Eine Schnüffelei im Privatbereich hat es nicht zu geben , weder von rechts , noch von der "guten" linken Seite.

    Sickendiecks Denkweise geht davon aus , daß Linke nie in der Gefahr sind , unmenschlich zu handeln und automatisch wissen , was gut und richtig ist , das ist jedoch ein nicht gerade neuer Irrtum.

    Der Rechtsstaat ist nur glaubwürdig , wenn er moralisch höher steht als seine Gegner , analog gilt dasselbe bei der Argumentation gegen rechte Umtriebe.
    Ich sehe es ebenfalls so , wie weiter oben schon geschrieben , wer von links glaubt , festlegen zu können , wer o.k. ist und wer zur Hexenjagd freigegeben , wird erleben , daß er nur denen in die Hände spielt , die das mit der Treibjagd besser können , weil sie skrupellos und menschenverachtend sind und weit weniger Hemmungen haben.

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