Sonntag, 10. April 2011

Die Antieuropäer

Von Stefan Sasse

Erinnert ihr euch noch daran, dass die LINKE vor ein paar Jahren deswegen nicht regierungsfähig war, weil sie mit ihrer Ablehnung des EU-Verfassungsvertrags ja klar beweisen, dass sie anti-europäisch sind? 
„Italien muss sein Flüchtlingsproblem selbst regeln“, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.
- Welt

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Kommentare:

  1. UNHCR statistics (Januar 2010):
    http://www.unhcr.org/cgi-bin/texis/vtx/home
    (Rechte Seite: Browse by country)

    Residing in Germany:
    - refugees 593,799
    - asylum seekers 38,932
    - stateless persons 8,226
    - various 17,675
    Total population of concern - 658,632

    Residing in Italy:
    - refugees 54,965
    - asylum seekers 4,365
    - stateless persons 793
    - various 0
    Total population of concern - 60,123

    Residing in Austria:
    Total population of concern - 71,575

    Residing in the Netherlands:
    Total population of concern - 97,287

    Residing in France:
    Total population of concern - 232,710

    Residing in the UK:
    Total population of concern - 281,468

    Falls sich diese Zahlen nicht wesentlich geändert haben im letzten Jahr, dann scheint Italien nicht unbedingt "überlastet" zu sein mit Flüchtlingen?

    Das könnte sich natürlich ändern, wenn die Flüchtlingszahlen stark ansteigen.
    Aber 24.000 im Moment?
    Und Italien (Berlusconi) fühlt sich schon jetzt überlastet? Tsunami? Droht mit einer Trennung?
    Und/oder will ihnen EU-Touristen Visa ausstellen?
    Laut dem "Welt" Artikel, der hier als Quelle dient.

    Wenn er das gesagt hätte bei - ich weiss nicht - 100.000 Flüchtlingen, dann würde ich ihn voll verstehen. Eine so grosse Anzahl in kurzer Zeit wäre für fast jedes Land schwer zu verkraften. Aber es scheint, dass Italien schon jetzt den grössten Teil von 24.000 Flüchtlingen los werden will?

    Bei insgesamt weniger Flüchtlingen im Land als Östereich oder die Niederlande? Und weniger als 10% der Flüchtlingszahl in Deutschland? 20% von Frankreich? 25% von GB?

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  2. Ja also echt. Dass geht ja nun wirklich nicht. Demokratiebewegung in Nordafrika. Schön und gut. Aber in Deutschland bringt das die ganzen schönen Demografieberechnungen mit Planziel 2050 durcheinander. (In Frankreich übrigens mittlerweile auch) Wofür war dann die ganze Agenda2010 gut? Soweit geht Deutschlands Europa ja nun auch nicht. Passt überhaupt nicht ins Konzept. Da fragt sich der eine oder andere Ökonom sicher schon, was preiswerter ist. Zäune ziehen, oder Italien aus der EU ausschließen.

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  3. OMG Wie kann man denn den Friedrich UND den Schünemann gemeinsam auf eine Konferenz schicken? Die armen Leute^^
    Vielleicht könnte man sich auf einen Tausch einigen? Die anderen Staaten behalten die Politikerknallchargen bei sich fest und dafür nehmen wir je 1000 Flüchtlinge auf.

    Ernsthaft: Passt doch zur allgemeinen "Was geht uns das an?"-Haltung der Regierung. Zaun um Deutschland ziehen und dann Ohren und Augen zuhalten. Um diese Haltung zu vervollkommnen, müssen sie nur noch lernen, auch den Mund zu halten und nicht bei jeder Gelegenheit oberlehrerhaft rumzunerven.

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  4. Da ist Friedrich aber nicht der Einzige. Bei Angela Merkel ist es doch auch zu sehen. Wir machen Umweltpolitik. Aber nur wenn die deutschen Autos nicht davon betroffen sind. Dieses Verhalten ist auch nur logisch. Schließlich basiert die EU auf einem Wirtschaftsbündniss. Dieses soll möglichst den Konkurrenzkampf (zum Wohle aller wurde schnell noch eingeführt)fördern. Das heißt jeder muss an sich selbst denken und gleichzeitig für das Team sein. Eine schwierige Aufgabe.

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  5. Italien verstößt mit ihrem Vorhaben gegen das Schengen-Abkommen. Der Innenminister hat daran erinnert. Und das soll jetzt EU-feindlich sein?
    Hä?

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