Mittwoch, 12. Dezember 2007

BILD auf Kreuzzug, Teil XX

In der BILD hat Dirk Hoeren einen Artikel verfasst (falls man diese intellektuelle Unterforderung auf zehn Zeilen überhaupt so nennen kann), in dem er gegen die neue Erbschaftssteuerreform wettert. In dem plappert er davon, dass die Politik eine "Chance" vertan habe, nämlich die, die Erbschaftssteuer ganz abzuschaffen. Dafür hätte sie einfach nur "nichts tun" müssen, da das BVerfG-Urteil - das eine Revision gefordert hatte - diese dann kassiert hätte.Die Begründung ist:

Dem weiteren Abkassieren einer Steuer auf bereits mehrfach besteuertes Vermögen ist damit auf Dauer der Boden bereitet.
Damit zeigt sich wieder einmal das wahre Klientel der BILD. Denn das schnuckelige Eigenheim, dass die Zeitung daneben abdruckt, ist natürlich grob irreführend. Denn die Freibträge sind so hoch, dass Omas Eigenheim nicht in Gefahr ist; 80% eines geerbten Betriebes sind ebenfalls steuerfrei. Die Agitation, die Hoeren hier betreibt, kommt wie üblich den reichsten zwei Prozent zugute, denen, die massenhaft unverdientes Vermögen erben würden. Nicht gearbeitet, keine Hindernisse im Leben dank Papas Kohle, und vom Staat dafür die Garantie für lebenslangen Bestand - so sieht die BILD-Vision der Gerechtigkeit der Zukunft aus.

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