Samstag, 3. September 2011

S&P macht wieder Politik

Von Stefan Sasse

S&P hat angekündigt, dass wenn es zu Euro-Bonds komme, man diese dann nach dem schwächsten Mitgliedsland bewerten wolle. Offensichtlich macht die Agentur nur noch Politik in eigener Sache, denn Sinn ergibt das nicht. Deswegen gibt es eigentlich nur eine richtige Reaktion auf diese Ankündigung (nach dem Break):





Bild von vidrio, gemeinfrei

Kommentare:

  1. Vor allem, wenn sie gleichzeitig den Subprimes wieder AAA geben. Es ist nur noch grotesk.

    http://tpmdc.talkingpointsmemo.com/2011/09/investors-knock-sp-for-giving-subprime-bonds-higher-rating-than-us-debt-4.php?ref=fpa

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  2. Ich frage mich, wie dumm man sein muss, einer einzigen, offensichtlich nicht frei von Interessenkonflikten handelnen Firma solche Macht zuzuschreiben. Da verstehe ich weder Medien noch Regierungen.
    Wenn die unbedingt Eurobonds als default werten wollen, sollen sie doch. Ist doch nichts anderes als ein "Hey, da bürgen alle europöischen Staaten gemeinsam, einschließlich etlicher AAA-Länder, da fallen die Kredite bestimmt sofort aus!"
    Nimmt doch niemand mit Verstand ernst, so eine Aussage.

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  3. Die Frage die anscheinend kein Journalist stellt, ist doch: Wer bezahlt die Rating-Agenturen?

    Et voila: vor allem Banken, Großinvestoren und Versicherungen. Jetzt noch schnell überlegt, wer davon profitiert, dass - trotz allem immer noch extrem sichere - Staatspapiere mehr Zinsen abwerfen und wir wissen, warum die Rating-Agenturen sich so verhalten wie sie es tun... und eigentlich auch garnicht anders können.

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  4. Rating-Agenturen verbieten und Läden dichtmachen! Und Ruhe ist im Karton.

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  5. Also ich bin S&P dankbar für diese Ankündigung.

    Endlich zeigen sie ganz offen, nach welchen Kriterien ihre Bewertungen erfolgen:

    GUTDÜNKEN und WILLKÜR!

    Ich hoffe nur, dass das nun auch andere erkennen!


    Elmar Cùs

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  6. "Rating-Agenturen verbieten und Läden dichtmachen!"

    Warum? Einfach diese Läden ignorieren. Ich verstehe nicht warum man diesen Glaskugelbesitzern glauben schenken sollte. Sie haben ziemlich oft ihre Unfähigkeiten unter Beweis gestellt.

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  7. Ähm, S&P hat ausnahmsweise mal recht: wenn nicht gesamtschuldnerisch gehaftet wird, dann ist die Stärke des Instruments nach dem schwächsten Element zu bewerten. S&P spricht sich für eine Lösung aus, die auf ein Zusammenwachsen Europas hinaus läuft: Einer für alle, alle für einen.

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  8. Hm, ich ging davon aus dass genau das vorgesehen ist.

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  9. Da sie sich, wie die anderen beiden Agenturen, als unzuverlässig erwiesen haben könnte ich mir vorstellen das sie sich jetzt versuchen abzuheben. Also einen Ruf retten indem sie jetzt "harte" Entscheidungen treffen...
    Nur ne Theorie.

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