Sonntag, 22. November 2009

Argumentationsmunition

Weißgarnix war so nett, nochmal die Sache mit den Staatsschulden zu erklären. Zur Dekonstruktion all der Deppen da draußen halte ich das für wichtig genug, auf den Link in einem eigenen Beitrag aufmerksam zu machen.

Kommentare:

  1. Gegen Dummheit kaempft leider auch Weissgarnix vergebens...

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  2. "Dekonstruktion all der Deppen da draußen ..."
    U made my day ;-)

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  3. Das mag volkswirtschaftlich stimmen, doch es ist nicht ganz unwichtig, wer konkret verschuldet ist bzw. das Auslandsvermögen besitzt. So können etwa die öffentlichen Haushalte verschuldet sein, während die Privatwirtschaft das Vermögen besitzt. Letzteres hilft den öffentlichen Haushalten nur bedingt, weil es nicht abgeschöpft wird. Im Gegenteil, es "drohen" ja weitere Steuersenkungen.

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  4. Es gibt zu wenig Anlagemöglichkeiten weltweit.

    http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/3b1f80a6-659e-4917-97bb-fdb54285c66e.aspx

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  5. Wo wir gerade bei "zu wenig Anlagemöglichkeiten" sind:

    Das ist auch ein Grund, warum Riestern eine schlechte Idee ist.

    Siehe Der Spiegelfechter

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  6. Ich finde den Beitrag von weissgarnix wenig gelungen.

    Meiner Einschätzung nach weiss jeder wirtschaftlich halbwegs informierter Bürger, dass es bei der Diskussion um die "Staatsschulden" praktisch nie um die Auslandsschulden geht, weil diese eben - wie richtig von wgx gezeigt - völlig vernachlässigbar sind.

    Er schreibt zwar auch am Ende ganz richtig:"Der nationale Anteil der Staatsschuld ist kein Solvenz- sondern ein reines Verteilungsproblem."

    Das ist aber alles andere als unbedenklich. Weil dieses "Verteilungsproblem" eben ein Problem ist. Und zwar das, das mir Sorge bereitet.
    Sobald der Staat nicht mehr liquid ist, kann aus dem Verteilungsproblem ein Verteilungskonflikt werden.
    Es ist nicht einfach so, dass es ein paar Reiche Leute gibt, die dem Staat dieses Geld geborgt haben, und die dann leer ausgehen, wenn er bankrott ist.

    Da können auch schwer arbeitenden Menschen getroffen werden, deren Rentenanspruch nicht mehr ausgezahlt werden kann, oder Polziisten stellen den Dienst einfach ein, wenn sie keinen Lohn mehr erhalten. Vielleicht arbeiten sie dann auch "auf eigene Rechnung" ...

    Wer meint, man könne einen schwelenden Verteilungskonflikt, der sich immer noch weiter verschärft, einfach "vergessen", der hat meiner Meinung nach die Krise und das Wirtschaftssystem nicht verstanden ...

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  7. über die Staatsschulden kommen wir zum Thema Geld. Was ist Geld? dieses Video hat mich aufgeklärt?!:

    http://www.youtube.com/watch?v=M8JspA6nnl8

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  8. @ Anonym:

    Es timmt natürlich, neben der Auslandsverschuldung muss man natürlich auch die inländische betrachten.
    Ein Staatsbankrott für Deutschland aber ist da doch tatsächlich kaum etwas weiteres als eine Panikmache.
    Kuck dir doch mal die Daten für Deutschland an und dann Informationen zum Thema Staatsbankrott, bevor du anderen vorwirfst, die Wirtschaft nicht verstanden zu haben.
    Natürlich kann man die Staatsverschuldung nicht komplett vergessen, aber gerade in einem Konjunkturabschwung gibt es gute Gründe, dieses Problem zunächst als sekundär zu betrachten.

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  9. @Markus

    Kennen Sie irgend einen Medienbericht oder eine Schrift von einem der etablierten Wirtschaftswissenschaftler, der in der jüngeren Vergangenheit wegen der Auslandsverschuldung gewarnt hat?

    Ich kenne keine Berichte (ausser von blutigen Laien, die eben durch Unwissenheit Inlands- und Auslandsverschuldung verwechseln), die wegen der Auslandsverschuldung irgendwelche Bedenken neinhaltet hätten. Eher im Gegenteil. Wegen des allgemein bekannten "Exportweltmeistertums" ist Deutschland im Aussenhandel eher Gläubiger. Zu der Problematik gibt es zahlreiche Texte.

    Die Auslandsschulden aber braucht meiner Ansicht nach niemand zu "vergessen", weil sie für niemand (ernsthaft) jemals Thema gewesen sind. In meiner Wahrnehmungswelt jedenfalls.

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