Montag, 20. September 2010

Sarrazins Tabubruch

Von Marc Schanz


Es war einmal ein Land namens Schland, in dem ein Volk unter der brutalen Knechtschaft der Gutmenschen lebte. Doch eines Tages, als die Menschen schon längst der Mut verlassen hatte, kam auf einem blendend weißen Schimmel der Bösmensch Sarrazin angeritten und zog aus seiner Scheide das sagenumwobene Schwert mit dem in Schland allseits bekannten Namen “Tabubruch”. Allein der gleißende Schein des güldenen Schwertes vertrieb die Dunkelheit im Nu, die gutmenschlichen Dämonen flohen vor dem Licht der Wahrheit, und das geknechtete Volk erlangte seine sehnlichst erwartete Freiheit wieder!
Hach, wie ist das schön, in den Gazetten Land auf, Land ab, endlich einmal wieder gutgermanische Heldensagen lesen zu dürfen! Mir wird dabei so wohlig warm ums Herz, denn es erinnert mich an meine Kindheit. Doch im Gegensatz zu unserer Journaille bin ich erwachsen geworden. Wichtige Debatten, wie es die Integration zweifelsfrei eine ist, möchte ich nicht auf der Basis irgendwelcher märchenhaften Erzählungen führen. Es ist leider dennoch wichtig, sich diesen medialen Mythos genauer anzuschauen. Die vielen Lügen, die er enthält, verhindern jede sinnvolle Diskussion.

Sarrazin ist kein Held, weder optisch noch intellektuell. Er hat mit seiner kruden Mixtur aus Fakten und Thesen die neue Pseudowissenschaft der kulturellen Eugenik begründet. Schauen wir sie uns doch mal an. Die Definition der kulturellen Eugenik ist etwas widersprüchlich und unverständlich, das soll sie aber auch sein:
Es gibt gute und schlechte Gene und weil das so ist, müssen die guten Gene gefördert werden, denn sonst wären die schlechten Gene besser als die guten. Das darf natürlich nicht sein, denn sonst würden oben und unten durcheinander geraten. Die Konsequenz aus diesem Wirrsinn ist: unten muss der Staat abgeschafft werden, damit oben noch dekadenter gelebt werden kann.

Eine weitere Absurdität dieser mysteriösen Heldengeschichte über Sarrazin ist das Märchen von der Gefährdung der Meinungsfreiheit. Das Buch ist ein Bestseller, Thilo Sarrazin war in sämtlichen Talkshows, und am Stammtisch kann jeder richtige Deutsche die Kernsätze von Sarrazins neuer Pseudowissenschaft bei jeder Promillezahl problemlos in Wort und Tat umsetzen. Wie kann man mehr Meinungsfreiheit in Deutschland haben? Nein, in Gefahr ist nicht die Meinungsfreiheit, in Gefahr ist der soziale Frieden! Sarrazins Thesen wollen die Gesellschaft spalten, und das schaffen sie auch.

Über Probleme der Integration oder die Gefahr von Parallelgesellschaften zu sprechen, ist kein Tabubruch, wie es die medialen Minnesänger so gerne trällern. Im Gegenteil, es wurden bereits viele erfolgreiche Maßnahmen eingeleitet. Heute ist Deutschland bereits seit zwei Jahren ein Auswanderungsland.
Und seit wann dürfen diese ominösen Wahrheiten in Deutschland nicht ausgesprochen werden? Sätze wie “die Ausländer passen nicht hierher” oder “die Moslems, das sind doch alles Terroristen” oder “wenn die zu uns kommen, werden sie entweder kriminell oder schmarotzen auf unsere Kosten”, das sind doch alles ganz normale Sätze, die überall zu hören sind.  Nein, der Alltagsrassismus war noch nie tabuisiert.

Aber, und das ist wirklich neu, er war bisher nicht in dieser Konzentration in den Medien vertreten. In politischen und öffentlichen Diskussionen hatten rassistische Thesen bisher nur an den extremen oder äußeren Rändern ihren Platz. Die bisherigen Versuche, sie in der Mitte zu etablieren, scheiterten – bis jetzt. Doch Sarrazin gelang der Tabubruch. Erst mit der Macht der Boulevardmedien Spiegel und Bild konnte er mit seinem statistikfanatischen Buch der Eugenik diese Grenze öffnen. Das verhängnisvolle Tor, rassistische Ideen wieder als normale politische Leitlinien anzuerkennen, wurde weit aufgestoßen.

Und in diesem Tabubruch liegt auch die Quelle des Gefühls: endlich sagt einer die Wahrheit! Klar, der Alltagsrassismus ist hoffähig geworden. Das ist für die Menschen eine enorme Erleichterung. Keiner muss sich mehr mit einem schlechten Gewissen herumplagen, wenn er gegen Migranten, Arme und Schwache hetzt. Endlich gibt es wieder einen offiziell anerkannten Sündenbock, der für alles Negative, die Unsicherheiten und Gefahren im eigenen Leben verantwortlich ist.

Aber weshalb hat dieses Buch etwas erreicht, was große Politiker wie Möllemann und Koch bisher erfolglos versuchten? Der Deutsche ist schon seltsam, er mag es nicht zu plump, zu polemisch, zu schmuddelig. Wenn aber ein autodidaktischer Experte mit wissenschaftlich klingenden Thesen, mit vielen schönen Zahlen und Tabellen und der Unterstützung der wichtigsten gesellschaftlichen Instanz in Deutschland, der Bildzeitung, den Schmuddelkram anständig verpackt verabreicht, dann liegt einem solchen politisch korrekten Hassprediger das ganze Land zu Füßen.

Dem Grundgesetz nach sind alle Menschen gleich, im Alltag war und wird das nie der Fall sein. Das ist nun mal so. Nur muss sich staatliches und politisches Handeln am Ideal des Grundgesetzes ausrichten. Wenn wir dies nicht schaffen, fallen wir hinter die Zeit der Aufklärung zurück. Diese Gefahr besteht, und keiner weiß das besser als wir Deutsche, denn wir haben die staatlich organisierte Unmenschlichkeit bereits einmal in unserer Geschichte verwirklicht.

Merkel und Gabriel sind sich dieser Verantwortung bewusst. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Journalisten mit schäumender Gebisshaftcreme vor dem Mund nach einer neuen rechten Partei schreien, die einen weniger peinlichen Führer als die verkorksten Möchtegernnazis zu bieten hat.
Erstaunlich ist, dass die Spitzenpolitik sich in dieser deutschen Wesensfrage bisher vernünftiger und sachlicher zeigt als der überwiegende Teil der Journaille. Doch die Saat, welche die Medien auf allen Kanälen tonnenweise unter das willige Volk streut, wird aufgehen. Sie müssen nur lange genug nachgießen.

[ms]

Kommentare:

  1. Nur - wie ist dem Extremismus der Mitte anders als von den Rändern aus mit einem totalitären Staat beizukommen?

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  2. Das mit der angeblich gegebenen Meinungsfreiheit ist großer Quatsch, mit Verlaub.
    Schirrmacher bringt das leider auf den Punkt gestern in der FAZ:
    "Er könne ja sein Buch veröffentlichen und gehe in ungezählte Talkshows, sagt die Regierung, was schadet das der Meinungsfreiheit? Sie hat vergessen hinzuzufügen, dass er diese Freiheit hat, nachdem er zuvor sozial stigmatisiert wurde und die politische Klasse ihn als Gesprächspartner ausschloss. Kann man, in einer Welt, in der man um des lieben Friedens willen bereit ist, mit aufgeklärten Taliban zu reden, allen Ernstes glauben, dass diese Form des Diskurses glaubwürdig ist?"

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  3. Hallo


    diesmal nichts Grundsätzliches zu Sarrazin und dem Sarrasismus?

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  4. Na, Schirrmacher scheint keine Kinder in Afghanistan zu haben. Natürlich, es muss um "den lieben Frieden" gehen, um was denn sonst - Menschenleben etwa? Kann doch keinen interessieren...

    Ganz großes Kino.

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  5. Zu Kommentar #2:
    Es kommt darauf an, wie man Meinungsfreiheit definiert: Herrscht erst Meinungsfreiheit, wenn alles was man sagt ohne Konsequenzen bleibt - oder ist Meinungsfreiheit bereits gegeben, wenn man zumindest keine staatliche Repression fürchten muss?
    In der Realität hat jede Meinungsäußerung Konsequenzen, zumindest wenn man Angehöriger einer Gruppierung im weitesten Sinne ist.
    Das kann eine Partei, eine Subkultur, eine staatliche Organisation, ein Kegelverein oder was auch immer sein. Mit jeder Meinungsäußerung positioniert man sich irgendwo, und wenn diese Position zu weit vom Gruppenkonsens entfernt ist, läuft man Gefahr, von der Gruppe
    sanktioniert oder ausgeschlossen zu werden.
    Das hat nichts mit Unterdrückung von Meinungen zu tun, jeder Zusammenschluss von Menschen muss sich auf einen Minimalkonsens von "Grundwerten" oder Regeln einigen, und diese dann auch verteidigen - sonst wird dieser Zusammenschluss keinen Bestand haben.
    Was würde mit einem Priester geschehen, der offen für die Schwulenehe eintritt? Was mit einem Greenpeace Aktivisten, der pro Atomkraft ist? Oder mit einem FDP-Politiker, der für mehr Staat und gegen Privatisierung ist?
    Sarrazin hat sich mit seinem Buch außerhalb der SPD und meiner Meinung nach auch außerhalb der demokratischen Gesellschaft positioniert.
    Warum?
    Nun, seine "Thesen" laufen der Auffassung zuwider, dass das Schicksal eines Menschen nicht genetisch vorherbestimmt ist - er stellt den Einfluss der Gene über den von Bildung und Lernfähigkeit, wärend die SPD traditionell der "Arbeiterklasse" durch Zugang zu Bildung die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen wollte. Konsequent zu Ende gedacht bedrohen seine Auffassungen sogar die Grundwerte unserer ganzen Gesellschaft und alles, für was seine Partei seit hundert Jahren recht erfolgreich gekämpft hat - die angenommene Gleichwertigkeit aller Menschen. Ob diese Gleichwertigkeit wirklich immer gegeben ist, ist irrelevant, unsere Demokratie fußt darauf, so zu handeln als ob.

    bnny

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  6. @bnny
    Der Priester, der für die Schwulenehe eintritt, oder der Greenpeace-Aktivist, der pro Atomkraft ist, oder der FDP-Politiker, der gegen Privatisierung ist... all diese würden nicht menschlich geächtet.

    Aus der Geschichte lernen heißt, keine falsche Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Nicht die Tatsache oder wertfreie Feststellung, dass die Menschen körperliche, geistige und seelische Unterschiede aufweisen, ist ein Skandal, sondern deren stupide Nivellierung wäre ein Problem.

    Interessant wäre noch eine Einlassung zum ersten Kommentar.

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  7. Sie würden sehr wohl zu Geächteten innerhalb ihrer Gruppe werden - das Sarrazin jetzt neben viel Zustimmung und einem Haufen Geld auch viel Ablehnung erfährt, wird ihn genausowenig bekümmern wie mich. Schließlich war er es, der zuerst unter die Gürtellinie geboxt hat, oder wie würden Sie es finden als inzuchtgeschädigt und minderwertig bezeichnet zu werden?
    Und nochmal, das was Sie stupide Nivellierung schimpfen, bildet die Grundlage unserer Demokratie und nicht ihr Problem. Niemand mit Verstand leugnet, dass es unterschiedlich schlaue, fleissige, begabte oder sympathische Menschen gibt - diese nachgeplapperte Unterstellung aus dem rechten Standardrepertoire finde ich fast beleidigend niveaulos, Sie haben anscheinend gar nicht versucht, den Beitrag oder meinen Kommentar inhaltlich nachzuvollziehen.

    Interessant bis beunruhigend finde ich übrigens, dass Sie in der Lage sind, fehlerfrei verschachtelte Sätze zu formulieren, also höchstwahrscheinlich mindestens eine mittlere Schulbildung genossen haben, der höchst einfache Zusammenhang von Demokratie und Gleichheitsgrundsatz für Sie aber intellektuelles Neuland zu sein scheint. Oder sind Demokratie und eine freie Gesellschaft für Sie gar keine verteidigenswerten Güter?

    Was Kommentator #1 uns genau mitteilen wollte, entzieht sich dagegen meinem Verständnis, vielleicht erklären Sie es mir ja?

    Gruß
    bnny

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  8. Lutz wollte auch was schreiben, aber es ging technisch nicht, deswegen so:

    Ich kann es nur zum 137. Mal wiederholen. Jawohl, Sarrazin ist ein Rassist. Und Sarrazin betreibt Volksverhetzung. Es ist nicht nur unabdingbar, dass er jedes öffentliche Amt verliert und auch aus jeder sich "demokratisch" schimpfenden Partei ausgeschlossen werden muss. Er gehört auch vor ein ordentliches Gericht gestellt.

    Ich hatte die volksverhetzenden Ausführungen Sarrazins schon vor rund einem Jahr charakterisiert (Auszug):

    "In der Spitze verstieg Sarrazin sich gar dazu, die seiner Auffassung nach zu hohe Geburtenrate der „Unterschicht“ zu beklagen, welche keinerlei Wert für den normalen Wirtschaftskreislauf darstelle. Nüchtern betrachtet, ist dies nichts anderes als Dysgenik mit einer ökonomischen Komponente. Aufkommende Gedanken, Parallelen zur Politik der nationalsozialistischen Rassenhygiene zu ziehen, sind hierbei, trotz aller gebotenen Vorsicht, nicht von der Hand zu weisen. Denn die nationalsozialistische Propaganda formulierte gleichfalls auf Plakaten mit der Losung: „Qualitativer Bevölkerungsabstieg bei zu schwacher Fortpflanzung der Höherwertigen“.

    Sarrazins menschenfeindlichen Äußerungen bilden jedoch nur die Spitze eines Eisberges, der sich bis tief in die gesellschaftliche Basis verwurzelt hat. Nicht allein aufgrund der Tatsache, dass Thilo Sarrazin seit Jahren seine diskriminierenden Äußerungen über verschiedene gesellschaftlichen Gruppen, vornehmlich schwache, regelmäßig ungestraft verkünden konnte, wurde damit eine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz-Atmosphäre für solcherart Gedankengut geschaffen. Gleichsam predigen Politiker aller etablierten Parteien sowie Wirtschaftsverantwortliche und Vertreter verschiedener Verbände in seinem geistigen Fahrwasser seit Monaten fortwährend scheinbar berechtigte Begriffe wie „Leistungsgerechtigkeit“ und „Leistungsträger“. Hierdurch wurden jedoch Begrifflichkeiten geprägt und mit einem allgemeinen Konsens belegt, welche bei näherer Betrachtung starke eugenistische Züge tragen."

    Quelle: http://ad-sinistram.blogspot.com/2009/10/vorboten-eines-neuen-dreiigsten-januars.html

    Als weiteren Beleg, für eher visuelle Typen, mag man die Aussagen Sarrazins zur "Vermehrung in der "Unterschicht"" nehmen und diese mit dem folgenden Plakat vergleichen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_Bild_102-16748,_Ausstellung_%22Wunder_des_Lebens%22.jpg

    Alles pseudowissenschaftliche Gedöns Sarrazins zur "wissenschaftlichen" Untermauerung seiner menschenverachtenden Thesen ist deshalb völlig ohne Belang. Auch die Nationalsozialisten bedienten sich der "Wissenschaft", um ihre Rassentheorie zu begründen. Und auch damals hieß es schon: Zum Wohle des deutschen Volkskörpers.

    Ergo: Sarrazin ist ein Rassist.

    -------------------------------------------------------------------

    Viele Grüße

    Lutz

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  9. Vollste Zustimmung meinerseits,
    ich frage mich allerdings, wie weit die Wahrnehmung sich inzwischen verschoben hat, dass man dies überhaupt argumentativ darlegen muss.
    Die absolute Härte ist für mich, dass seine Hetze durch alle Medien hinweg (auch die "seriösen", sprich öffentlich rechtlichen)schönfärberisch als "Thesen" bezeichnet wird.
    Na ja, die Diskussion ebbt langsam ab und als Ergebnis hat sich die Grenze des Aussprechbaren wieder ein Stück verschoben.

    Gruß
    bnny

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  10. bnny,
    also nochmal:
    Wie ist dem Extremismus der Mitte anders als von den Rändern aus mit einem totalitären Staat beizukommen?
    Heißt: Ein totalitäter Staat, der von einem Rand des sogenannten politischen Spektrums geführt wird, um den Extremismus der Mitte unter Kontrolle zu halten.
    Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Extremismus_der_Mitte

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  11. Thea Dorn heute in der ZEIT, kann man auch als Entgegnung zu diesem Artikel hier lesen:

    "In Deutschland darf man zwar alles verharmlosen, aber wer polemisiert, wird aus dem Amt gemobbt, ärgert sich Thea Dorn. "Der Beifall, den Thilo Sarrazin erhält, ist in erster Linie ein Aufschrei derjenigen, die den verlogenen Kuschelsound nicht mehr ertragen. Deshalb ist es doppelt schockierend, zu sehen, wie unfähig unsere politische Klasse ist, dem 'Provokateur' oder 'Spalter' anders zu begegnen als mit noch höheren Dosen ebenjenes Lullefix, gegen das der Störenfried zu Felde zieht."

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  12. @ Kommentar 20:48

    Entweder ich steh aufm Schlauch oder die Fage ist etwas konfus...ist jetzt Deutschland ein totalitärer Staat, der vom politischen Rand geführt wird?

    Ich persönlich kann Thea Dorn nicht ertragen, und dass nicht nur wegen des albernen Pseudonyms. Und man kann ihren Artikel nicht als Entgegnung zu diesem Beitrag lesen, Sie wiederholt lediglich die alte "Sarrazin hat doch recht" - Leier.

    Übrigens, hier auch Thea Dorn:

    "[...]Jeder Provokateur, der diese Themen herausfordert, begibt sich auf dünnstes Eis. Das meiste, was heute unter dem Label »Tabubruch« verkauft wird, beschränkt sich jedoch auf jenes Spiel mit den Tabus zweiter Klasse, die die bürgerliche Gesellschaft zu ihrem Selbstschutz errichtet hat. Mit reger Plastikaxt zerlegt der »linke« Bürgerschreck die letzten Sessel, die vom konservativen Mobiliar geblieben sind, während der »rechte« sich über die neuen Gartenzäune hermacht, die von der politischen Korrektheit gezogen wurden. Doch so wie der archaische Tabubrecher damit rechnen muss, von der gesamten Gemeinschaft verstoßen zu werden, sollte der Bürgerschreck es wenigstens aushalten, wenn ihm die bürgerliche Mitte ihre Gunst entzieht. An dieser Fähigkeit scheint es in jüngster Zeit zu mangeln.[...]"

    bnny

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  13. @ bunny
    "Entweder ich steh aufm Schlauch oder die Fage ist etwas konfus...ist jetzt Deutschland ein totalitärer Staat, der vom politischen Rand geführt wird?"

    Die Frage "Wie ist dem Extremismus der Mitte anders als von den Rändern aus mit einem totalitären Staat beizukommen?" ist doch vollkommen unabhängig davon, ob es in Deutschland so ist, oder nicht.
    Ich verstehe nicht, wie Sie als Erwiderung darauf kommen.

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  14. Wie sich hier ein ums andere Mal an der Frage der Fragen vorbeigedrückt wird (letztes Posting) ist schon frappierend...

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