Freitag, 4. Januar 2008

Fundstücke 4.12.2008

Hochinteressantes und empfehlenswertes Deutschlandradio-Interview zum Thema Demographie.
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Fefe's "Wie wird 2008"-Einschätzung.
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Köhler unterzeichnet vorerst die EU-Verfassung nicht. Könnte doch noch spannend werden, wegen dem BVerfG (das irgendwie der letzte Notanker der Demokratie ist derzeit).
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Robert Misik äußert sich in der taz über ökonomische Theorien.
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Thomas Fricke schreibt in der FTD weiter gegen den herrschenden Meinungsmainstream an.
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Die NDS analysieren die Gedankenwelt eines Horst Köhler.
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In der Weltwirtschaft geht es scheinbar sicherer zu als je zuvor.
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Die Zeit (!) erhebt die Forderung nach einer Verstaatlichung der Banken.
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Die Zeit (!) demontiert Hans-Werner-Sinns Mindestlohnunfug.
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"Gerade das vermeintlich unpolitische ist in höchstem Maße politisch"
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"Kritische Wissenschaft unerwünscht" - ein weiteres TP-Plädoyer gegen den Bolognaprozess.
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Interessante Analyse der Linken, SPD und der anstehenden Landtagswahlen.
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Deutschland ist in der Kategorie "Schutz der Privatsphäre" von Transparency International um zwei Kategorien abgesunken und kommt den USA ("endemischer Überwachungsstaat", in der gleichen Kategorie wie China und Nordkorea) immer näher.
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Kommentare:

  1. Naja ,wirklich demontieren tut der Zeit-Artikel die 1.9 Mio-Saga auch nicht. Ist auch gar nicht möglich, weil die alles ziemlich undurchsichtig.

    Habs trotzdem versucht und mich durch ein paar Der Veröffentlichungen des ifo-Instituts gequält. Was soll ich sagen ... deren Modellannahmen sind grob(fahrlässig) vereinfachend, die Daten zum fitten des Modells sind veraltet und vielleicht gar nicht auf Deutschland bzw. auf heute übertragbar. Positive Effektive wie höhere Binnenkonjunktur werden gar nicht berücksichtigt, da das ja nur eine Umverteilung von Arbeitgeber zu Arbeitnehmer ist.. usw.

    Bleibt Anzumerkern, dass selbst ein Mindestlohn von 3.50-4€ nach dem Modell zu nicht geringen Jobverlusten führen würde .Und um auf 1.9 Mio Jobverlust zu kommen , muss man schon circa 10€ Mindestlohn annehmen.

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  2. Wohl wahr, die Annahmen des ifo-Instituts sind schon unseriös, die Berechnung ohnehin.

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  3. die zeit-blogs überraschen mich seit dem G8-gipfel immer wieder mit erfrischenden abweichungen von der neoliberalen "zeit".

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  4. Ich find es eher erschreckend , dass sich sowas noch Wissenschaftler nennen darf.
    Um ihre Ansichten zu untermauern nehmen sie genau diese als Grundlage für ihr Modell, und lassen den restlichen Faktoren weg , weil diese ja keinen Einfluss haben können(pauschal angenommen). Als seriöse Wissenschaftler hätten sie aber genau diese anderen Einflüsse untersuchen müssen.
    So wie das ifo das gemacht hat kann man sich die Welt immer zurecht biegen.
    Insgesamt gesehen liegt dem Ganzen wieder die alte Kartoffelmarkt=Arbeitsmarkt Logik zugrunde.

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