Montag, 25. September 2006

Ei, wie nett

Im Rahmen der einschneidenden Spar- und Steuerreformen, mit denen die Große Koalition die Verachtung gegenüber dem eigenen Volk auszudrücken pflegt, sollen die Bürger nächstes Jahr mit 140 Milliarden Euro belastet werden, unter anderem durch Mehrwertsteuern und Streichungen bei Steuervergünstigungen. Um den Kahlschlag zu verbrämen, verkauft man es als Abbau der rot-grünen Steuergeschenke. Dass diese 60 Milliarden Euro betrugen und hauptsächlich den Unternehmern zugute kommen (deren nicht ab-, sondern ausgebaut werden), das wird dabei getrost in einem Nebensatz abgehandelt und vergessen.

Kommentare:

  1. Ich glaube wir brauchen nicht darüber zu diskutieren das neue Steuern keiner von uns will und das das was die Große Koalition zur Zeit macht alles andere als toll ist.

    Jedoch solltest du, bevor du wieder gegen Unternehmen wetterst auch mal überlegen wer unseren Sozialstaat zahlt. Das kommt durch eine laufende Wirtschaft zustande in der Unternehmen Leute bezahlen, diese Kaufen und somit Steuern auf Lohn+Gehalt und die Gewinne bezahlen.
    Ist dein Steuersystem für Unternehmen nicht wettbewerbsfähig und du machst nie etwas dran wird irgendwann nicht mehr genug Geld da sein um Hartz IV zu zahlen. Darüber solltest du vielleicht mal nachdenken...

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  2. Die sterbenden Überreste des Sozialstaats werden derzeit dadurch bezahlt, dass die Last der Kosten auf die kleinen Arbeitnehmer abgewälzt wird, während die Unternehmen sich aus ihrer Verantwortung stehlen und beinahe nichts mehr beitragen.

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  3. Ja und wie antwortest du auf meine Frage?

    Was wenn keine Unternehmen mehr da sind die zahlen und deswegen auch keine Leute mehr die für sie Arbeiten können? Wer zahlt dann? Du willst scheinbar nicht verstehen das ein Hauptgrund für ein solides Sozialsystem eine starke Wirtschaft ist.

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  4. Die Vorstellung, in Deutschland seien eines Tages keine Unternehmen mehr da ist absurd. Und unsere Wirtschaft IST stark, sie ist so stark wie nie zuvor, das belegen alle Zahlen. Nur wird der aus dieser Stärke resultierende Reichtum in ungemein wenig Händen akkumuliert.

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  5. Jetzt kommt das wieder. Wenn nichts mehr hilft dann "ungerecht verteilt usw."

    Es ging um eine einfache Aussage die manche nicht verstehen wollen: Lieber Unternehmen hier haben die wenig Steuern zahlen als keine Unternehmen hier haben.

    Und danke für den Hinweis das wir in Deutschland immer Unternehmen haben werden solange nicht die LiPa regiert, da wäre ich fast selber drauf gekommen. Allerdings muss ich hier manche Sachen an einfachen Beispielen klar machen da man mich sonst nicht versteht

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  6. In Deutschland würden wir auch Unternehmen haben, wenn die KP regiert! Unternehmen wollen Geld verdienen, und die Frage ist lediglich, wie viel. Und klar, lieber Unternehmen die überhaupt Steuern zahlen. Aber was soll die Diskussion? Die sollen die Steuern zahlen, die sie zahlen müssen, genauso wie jeder andere auch! Oder geht der Staat etwa bei den Bürgern auch nach dem Motte "Lieber Bürger, die wenig Steuern zahlen als gar keine Bürger" vor? Nein! Warum wohl?

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  7. Ja, die zahlen ja auch Steuern. Du weist auserdem was ich meine. Unternehmen könnten auch Sachen hier verkaufen ohne in Deutschland ansässig zu sein...

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  8. Deswegen wäre ich auch für eine Steuer: Wo du verkaufst/produzierst, da zahlst du Steuern. Das würde einige Probleme beseitigen, plus eine Tobinsteuer...

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  9. Tja, als erstes würd ich mal unsinnige Ausgaben streichen. Denn solang die Leute/Unternehmen den Eindruck haben, ihre Steuern würden verschwendet, wird keiner freiwillig auch nur einen Cent mehr zahlen.

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