Mittwoch, 2. September 2009

Ups



Ist natürlich schon echt blöd, wenn man mal einem Moderator gegenübersitzt, der auch tatsächlich denkt und nachfragt und nicht Anne Will, was?

Kommentare:

  1. HAHAHAHA.
    Der arme Kubicki ist es einfach nicht mehr gewohnt richtig gefragt zu werden. Voll unfair!

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  2. Wieso versteht das denn keiner? Er hat doch ganz klar gesagt, daß die Einkommenssteuer gesenkt wird. Das ist doch gut. Und um das auszugleichen, müssen wir damit rechnen, daß die Mehrwertsteuer steigt. Ist doch ganz klar. Nochmal: Die Einkommenssteuer der Reichen und Vermögenden wird laut Plänen der FDP gesenkt und die Mehrwertsteuer wird erhöht zum Ausgleich. Fakt also: die Zeche bezahlen wieder die anderen, die Armen, die sowieso nichts haben.

    Gute Idee. Wobei ich anfüge, zukünftig das Gehalt solcher Leute nur noch für erbrachte Leistungen zu zahlen. Ich bin überzeugt, dass wir dann noch mehr sparen könnten, weil dann neben den Bankern und Managern auch dieser Herr sein Brikett für den nächsten Winter selber mitbringen müsste.

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  3. Mir wärs auch lieber, wenn meine Einkommenssteuer sinkt. Die Mehrwertsteuer habe ich besser im Griff, die kann ich durch meinen Konsum beeinflussen. Ist mir natürlich klar, dass jemand, der eh kaum Einkommenssteuer zahlt, das genau andersrum gut findet. Ist halt immer die Frage, wer Nettogewinner des Staates ist.

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  4. ...klar, und wenn man die Steuern senkt, dann hinterzieht auch keiner mehr. Vom Stopfen der Schlupflöcher delirieren unsere Volksvertreter doch seit Jahrzehnten, ich lach mich tot, das glaubt der doch selber nicht. Herrn Kubicki ist die Verschlagenheit doch ins Antlitz gemeisselt!
    Vom Pferdeäpfeleffekt spricht ja auch keiner mehr, seit Krugman den widerlegt hat (aber von der Theorie: wir fressen das Gras, und ihr pickt in unserer Scheisse herum), aber das menschenverachtende Weltbild bleibt. Sollen sie doch Kuchen essen!

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  5. @ Vorredner:

    ist klar, aber erstens familienfeindlich und zweitens konjunkturschädlich.

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  6. Und keine große Tageszeitung wird es aufgreifen...

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  7. Die Mehrwertsteuer habe ich besser im Griff, die kann ich durch meinen Konsum beeinflussen.

    Prima wenn man diese Flexibilität hat. Dummerweise haben gerade die Geringverdiener oder gar auf Sozialhilfe angewiesenen diese Flexibilität nicht, die konsumieren im wesentlich, was sie einnehmen, und können dieses Konsumniveau auch nicht weiter einschränken. Und die trifft eine MWST-Erhöhung am härtesten. Aber vermutlich ist das denen mit der notwendigen Flexibilität egal ...

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  8. "Die Einkommenssteuern sollen sinken, zumindest in den Bereichen auf die es ankommt." (Minute 1)

    Welche das wohl sein werden?

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  9. Wer bei halbwegs klarem Verstand ist, wählt eh nicht FDP. Die ist doch sowas wie eine neoliberale Version der NPD.

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  10. "Es gibt Steuersenkungen, in den Bereichen, auf die es ankommt", natürlich sind das die "Bereiche", die Großkonzerne und große Unternehmen stören. Die große Masse der Menschen ist der FDP doch scheissegal.

    Ich hab noch nie verstanden, wie die FDP als knallharte Reichen-Klientel-Partei soviele Stimmen kriegen kann.

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  11. Vielleicht schaut Ihr nach dem nächsten Lebensmitteleinkauf einmal genauer den Kassenzettel an(?): Die sind fast alle nur mit dem halben Mwst.-Satz besteuert.

    Auch Götz Werner - ganz grosser Verfechter hier des Grundeinkommens - ist ganz klar für dessen Finanzierung durch höhere Verbrauchssteuern:

    Viel Verbrauch, viel Steuern - ist gerecht(er)!

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  12. Verbrauchssteuern sind asozial.

    Im Prinzip schlägt der Herr nämlich vor, dass eine Familie mit 3 Kleinkindern mehr Steuern auf die Windeln zahlen muss, die sie kaufen muss bei 3 Kleinkindern und dafür der gutverdienende Single nebenan weniger Einkommenssteuer zahlen muss.

    Ich würde Verbrauchssteuern für fair halten, wenn sie nicht auf Produkte des alltäglichen, unmittelbaren Lebensbedarfes (Lebensmittel, Seife, Windeln, Klopapier, Waschmittel, Schulmaterial, Putzmittel, unluxuriöse nicht-Marken Kleidung usw.) angewandt würde.

    Es ist im Grunde genommen Heuchelei, zu behaupten, man könne seinen Konsum ja reduzieren. Der Mensch muss essen, trinken, sich waschen, Kleidung tragen, telefonieren, wohnen, heizen und braucht Transport (Auto, ÖNVerkehr). Zu sagen, die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse könne man ja reduzieren, wenn man weniger Mwst. zahlen wolle, ist Heuchelei.

    Ein Reicher kann statt Kaviar auch Brot essen, um seine Mwst. zu reduzieren.
    Aber was soll denn ein Armer statt Brot essen? Hundefutter? Gras und Unkraut? Dreck?

    Es gibt beim Geldausgeben ein Limit, das man ausgeben muss, um gesund ernährt, angemessen gekleidet und angemessen behaust zu bleiben.
    Klar können wir uns jetzt um 100€ mehr oder weniger streiten, aber da ist eine Grenze, unterhalb derer es nicht mehr geht.
    Und dies wird bei der Diskussion um die Erhöhung der Mwst. grundsätzlich verschwiegen.

    Ist ja auch soviel einfacher, von einer Masse an wehrlosen armen Leuten zu stehlen, die nicht wirklich kapieren, was da abgeht, als von den Reichen wenigstens mal prozentual genausoviel Einkommenssteuern einzutreiben, wie ein unter der Einkommensteuergrenze verdienender Armer auch nur an Mwst. (19%) zahlt.
    Für alle Doofen: Will sagen: die Armen, die zu wenig Einkommen haben, um Einkommenssteuern zu zahlen, zahlen 19% Mehrwerststeuer auf das bischen Geld, das sie haben und ausgeben müssen.
    Die Reichen, die eigentlich Einkommenssteuern zahlen müssten, zahlen keine 19% dank legaler Steuerschlupflöcher.
    Im Endeffekt zahlt also der Arme im Verhältnis zu seinem Einkommen prozentual mehr Steuern (nämlich 19% Mehrwertsteuer auf sein gesamtes Niedrigeinkommen, das er ja auch gänzlich ausgeben muss) als der Reiche, für den eine 19%ige Mehrwertsteuer vielleicht 1% seines Einkommens ausmacht, eben weil sein Einkommen so hoch ist.

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