Samstag, 14. Juni 2008

Fundstücke 14.06.2008

Thema Unsinn

UN-Kindergarten: Die EM
Leider lässt sich dieses YouTube-Video nicht einbetten, deswegen so als Link.
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Thema Politik

Die große Enttäuschung
Die Iren haben im Reverendum den EU-Vertrag abgelehnt. Jetzt sinniert man darüber nach, ob man die Iren einfach draußen lassen will. Es steht zu hoffen, dass der doofe Vertrag endlich in der Versenkung verschwindet und endlich ein vernünftiger gemacht wird.
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Iren lehnen EU-Vertrag ab
Michael Schöfer mit interessanten Fakten.
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Europa blickt auf Irland
Der Spiegelfechter mit noch mehr Fakten.
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Unaufhaltsamer Aufstieg
Die LINKE ist ein Jahr alt.
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In der FDP gibt es schlimmere Extremisten als in der Partei der LINKEn
Gleichzeitig, von den Medien weitgehend unbemerkt, hat der derzeitige Vorsitzende der FDP, Westerwelle auf dem letzten Parteitag der FDP eine Rede gehalten, die in Teilen überaus radikal und extremistisch war und den kaum verhohlenen Wunsch formuliert hat, endlich in eine andere Republik marschieren zu können. Die ideologische Orientierung, die von beachtlich vielen FDP-Parteianhängern eingenommen wird, ist zutiefst verfassungsfeindlich. Sie beinhaltlich im Wesentlichen eine Idee von "Republik", die auf der Herrschaft des Geldes über die Normalbürger beruht.
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Becks Stellvertreter sind Becks Problem
Alle Welt drischt auf Kurt Beck ein, er ist der Buhmann der SPD, er soll die schlechten Umfragewerte verantworten. Was aber ist mit seinen Stellvertretern Steimeier, Steinbück und Nahles? Sie tun viel - aber so gut wie nichts für Beck. [...] Beck hat sich seine Stellvertreter natürlich selbst ausgesucht, er verantwortet die Personalentscheidung. Vielleicht jedoch sollte er sich mal folgende Frage stellen: Weshalb kann eigentlich kaum jemand auf Abruf sagen, wer die Stellvertreter der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel sind?
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Thema Bildung

Die Verwendung von Studiengebühren in NRW - eine Studie ohne Wert

Eine wunderschön ausgewogene Studie über die „Verwendung von Studienbeiträgen an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen“ [PDF 2,6 MB] hatte „Innovationsminister“ Andreas Pinkwart in Auftrag gegeben. Auftragnehmer waren das „Deutsche Studentenwerk“, das sich um soziale Anliegen der Studierenden kümmert, und der „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“, der verlängerte Arm der Unternehmerverbände in Hochschule und Wissenschaft. Die Auftragnehmer der Studie mögen ausgewogen sein, allerdings ist ihre Studie ohne Wert.
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Seid umschlungen, Millionen
Ausgerechnet bei SpOn findet sich ein studiengebührenkritischer Text.
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Platz da, die Privatschul-Kette kommt!
Noch mal SpOn: die Phorms-Schulen offenbaren die ganze soziale Schieflage der Debatte um Privatschulen in Deutschland.
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Bildung schützt vor Armut nicht!
Professor Butterwegge widerlegt das Dummgerede dieser Tage von Bildung als Patentrezept gegen Armut.
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Studiengebührenurteil des Hessischen Strafgerichtshof: Chancengleichheit durch Verschuldung
Mit Wortverdreherei und juristischer Rabulistik gelingt es der Mehrheit der Richter am hessischen Verfassungsgerichtshof, den eindeutigen Wortlaut des Artikels 59 der Hessischen Landesverfassung in sein Gegenteil zu wenden. Aus der Unentgeltlichkeit des Studiums wird die Zulässigkeit des Bezahlstudiums für alle. Wer kein Geld hat, muss sich eben verschulden, dann hat er genauso viel, wie derjenige, der Geld hat. Ein klassischer Fall von Oberschichten-Justiz.
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Thema Wirtschaft

Wider Gruselmärchen über den Mindestlohn
Mit Gruselgeschichten versuchen Unternehmerlobbyisten und ihre Freunde in der Politik, Mindestlöhne zu dämonisieren. Wer eine einheitliche gesetzliche Untergrenze verlangt, wird als Feind der Tarifautonomie gebrandmarkt. Auch ein Branchenmindestlohn für Leiharbeiter gilt ihnen als Teufelszeug. Davon müssen wir die Finger lassen, rufen die Arbeitgeberverbände BDA und Gesamtmetall im Chor mit CDU-Politikern wie Ronald Pofalla und Volker Kauder.
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Julian Nida-Rümelin zum BGE: Kritik der Kritik
Unter der Überschrift: "Integration statt Ausstieg - ein bedingungsloses Grundeinkommen würde unsere Gesellschaft noch weiter spalten" veröffentlichte die Frankfurter Rundschau am 12. Juni 2008 einen kritischen Aufsatz von Julian Nida-Rümelin zum Bedingungslosen Grundeinkommen. Hier nun meine Kritik der Kritik.
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Thema Medien

Die Ärzte im Axel-Springer-Remix
Antenne Bayern hat das Lied "Lasse redn" der Ärzte um folgende Zeile gekürzt:
Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht.
Antenne Bayern gehört zu 16% dem Axel-Springer-Verlag. Wahrscheinlich nur ein dummer Zufall.

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1 Kommentar:

  1. Nebenbei bemerkt ...
    Zum bedingungslosen Grundeinkommen gibt es bei mir inzwischen einen weiteren Artikel, der sich mit Goetz Werners Konzept des Konsumsteuerfinanzierten Grundeinkommens auseinandersetzt.

    Beste Gruesse

    R.B.

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