Dienstag, 17. Juni 2008

Merkel und ihre Positionen

Merkel ist ein Phänomen. Sie steht für nichts und ist beliebt wie nie. Bei Kurt Beck ist das genauso, nur dass er unbeliebt wie nie ist. Man kann das wie die SZ darauf schieben, dass Kurt Beck etwas falsch macht, das Merkel richtig macht. Zum Teil ist das sicher auch richtig, denn Beck war PR-technisch ein ziemlicher Trampel.
Aber hauptsächlich liegt es daran, dass die Medien eine vollkommene Pro-Merkel-Front eingenommen haben (und die, die es nicht tun sind so weit links, dass sie auch Beck nicht mögen). Die NDS haben analysiert, welche Widersprüche Merkel sich leistet, ohne dass die Medien auch nur im Geringsten darauf reagieren (siehe hier). Merkels hohle Phrasen werden nie thematisiert, während anderweitig jede Bemerkung eines Beck oder, noch schlimmer, Lafontaine vollständig auseinandergenommen wird. Es herrscht eine furchtbare Schieflage in diesem Land, und Merkel personifiziert diese Schieflage. Sie ist beliebt, und wenn es so weitergeht, wird sie es auch bleiben.

Kommentare:

  1. Wer sagt, das sie beliebt ist? Die Medien, genau. Aber stimmt es auch? Da habe ich so meine Zweifel.

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  2. Beliebige Positionen vertreten weder Merkel noch Beck. Beide halten den strammen neoliberalen Reformkurs (besser: Roßkur) ein.

    Merkel hat allerdings den von Beck kaum zu kompensierenden Vorteil, der "richtigen" Partei anzugehören. Da kann Becks SPD nicht mithalten, auch bei noch soviel Anbiederungsversuchen an die politische "Mitte", die niemand so genau zu definieren weiß und die den Interessen der Wirtschaft nicht weh tut.

    Warum also Becks unbeliebte SPD wählen, wenn`s doch Merkels beliebte CDU gibt?

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  3. Solange die Medien behaupten, sie sei beliebt, so lange wird es der kleine Arbeiter, der die Bild-Zeitung liest, glauben.

    Und auch der Angestellte, der sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen anschaut.

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