Freitag, 19. September 2008

Fundstücke 20.09.2008

Ex-Grüner Metzger scheitert auch am Bodensee
SpOn - Der frühere Grünen-Politiker Oswald Metzger ist mit seinen Plänen für eine Rückkehr in den Bundestag erneut gescheitert. Metzger wollte diesmal für die CDU am Bodensee antreten - verlor aber nach einem mehrstündigen Abstimmungskrimi die finale Stichwahl.
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Die Luft ist raus
Zeit - Jahrzehntelang galten die Universitäten in den Vereinigten Staaten als Vergleichsmaßstab, wenn in Deutschland wieder einmal der brutale Sparkurs im Bildungssystem beklagt wurde: Pro Studienplatz gäben die Amerikaner dreimal so viel aus wie die Deutschen, hieß es dann – was bislang tatsächlich so war. Doch möglicherweise müssen sich die Streiter für die überfällige Sanierung der hiesigen Hochschulfinanzen bald ein neues Paradebeispiel suchen. Die Wirtschaftskrise trifft viele US-Universitäten mit einer Härte, die mancherorts sogar europäische Verhältnisse schaffen könnte. Von New York über Georgia und Kalifornien bis nach Arizona versuchen die Bundesstaaten krampfhaft, verfassungskonforme Haushalte aufzustellen und die Neuverschuldung zu begrenzen. Fast immer landen sie auf ihrer Suche nach Einsparungen bei den staatlichen Universitäten, denn anders als bei den Schulen ist deren Budget nicht festgeschrieben und kann fast beliebig gedrückt werden.
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Lafontaine: KfW-Kontrolle ist kein gutes Beispiel für staatliche Aufsicht
DLF - Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Partei Die Linke und Mitglied im Verwaltungsrat der KfW, bemängelt die Arbeit des Kontrollgremiums, hält die Suspendierung der Verantwortlichen aber für richtig. Eigentliches Thema sei aber der Notverkauf der IKB-Bank und die über Jahre geduldete Deregulierung der Finanzmärkte.
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Georgien und die kalten Krieger
FR - Trotz allem ist ein neuer Kalter Krieg eher unwahrscheinlich. Um die Aussichten einzuschätzen, sollten wir uns zunächst einmal klar darüber sein, welche Bedeutung der Kalte Krieg hatte. Lässt man die Ideologie beiseite, war der Kalte Krieg nichts weiter als eine stille Übereinkunft, die es jedem der beiden Kontrahenten freistellte, Gewalt und subversive Taktiken anzuwenden, um seine jeweiligen Gebiete zu kontrollieren: Im Fall von Russland waren das die Mitglieder des Ostblocks; für die globale Supermacht war es so ziemlich der Rest der Welt. Die Neuauflage eines solchen Szenarios wäre für die menschliche Gemeinschaft höchst unwillkommen - vielleicht sogar fatal.
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Kommentare:

  1. Gerade in schwierigen Zeiten sucht man nach positiven Meldungen und seien sie auch noch so unbedeutend.

    Eine solche ist die über den Ex-Grünen-Politiker Oswald Metzger. Der notorische Reformer und Lobbyist O.M. ist zweifellos unbedeutend, wie übrigens auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, für die Metzger nur allzu gerne in den Bundestag einziehen möchte. Aber - man höre und staune - die prinzipienfesten konservativen von der CDU haben dem "grün-schwarzen Wendehals" Metzger erneut die rote Karte gezeigt. Vielleicht sollte es der farbenfrohe Oswald mal bei der SPD versuchen.

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  2. Markus hat vollkommen recht. Es sind die kleinen positiven Meldungen. Wie zum Beispiel die, dass Herr Lafontaine es noch nicht verlernt hat kritische Fragen einfach zu ignorieren.

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  3. Es sei noch hinzugefügt, daß der "farbenfrohe" Oswald Metzger auch zur FDP gehen könnte. Bei dem parteipolitischen Einerlei heutzutage würde das auch nicht mehr viel ausmachen.

    Warum sich aber über Lafontaines Äußerungen mokieren? Es kommt doch gar nicht so sehr darauf an, was Lafo von sich gibt, sondern daß er dies tut. Dann regen sich nämlich die "kleinen Geister" in den anderen Parteien immer fürchterlich auf und die Linke hat, was sie wollte: öffentliche Aufmerksamkeit.

    Im übrigen meine ich, daß Lafo nicht mehr Unsinn redet, als andere Politiker dies auch tun.

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  4. Die FDP hätte ihn ja auch genommen, aber er wollte den sicheren CDU-Listenplatz. Ein allzu durchschaubares Kalkül...

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