Montag, 31. März 2008

Fundstücke 31.03.2008

Die NDS analysieren weitere Hintergründe der Bahnprivatisierung.
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Noch einmal NDS: der Kampf gegen Kurt Beck.
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Le Monde diplomatique erklärt sehr gut die aktuellen Ereignisse um die Subprimekrise.
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in der jW findet sich die Widerlegung des häufigen Vorurteils, die reichsten 10% trügen 50% des Steueraufkommens und unser Steuersystem sei gerecht.
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In der Süddeutschen wird plötzlich ausgemacht, dass Lidl nicht das einzige Unternehmen ist, das seine Mitarbeiter schlecht behandelt.
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In der jW wird für das Recht auf Generalstreik geschrieben.
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Kommentare:

  1. Ich verstehe aber nicht ganz warum es das wiederlegen soll... es geht hier um relative Belastungen (also Gerechtigkeit) aber die Verteilung des Aufkommens erklärt sich mEn nicht.
    Es heißt:
    "Regressive Steuern
    2005 wurden 34,8 Prozent der in Deutschland erwirtschafteten Einkommen über Steuern und Sozialabgaben (für die gesetzlichen Versicherungen – d. Red.) vom Staat eingesammelt. Steuern auf Einkommen und Gewinne sowie auf Vermögen belaufen sich nach Angaben der OECD auf 10,8 Prozent. Diese belasten gutverdienende Haushalte stärker, wirken also progressiv. 24 Prozent wurden durch Sozialabgaben und Konsumsteuern aufgebracht und wirken regressiv, belasten also untere Einkommen stärker."

    Da steht soweit nur wie sich die 34,8% des Staates auf Steuerarten aufteilen. Gehen wir nun also davon aus das besser verdienende mehr Sozialabgaben Zahlen (da prozentual vom Gehalt) und mehr Konsumieren, tragen sie insgesamt doch den weit größeren Teil des Gesamtsteueraufkommens.

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  2. Meine Meinung: Rechenspielchen zugunsten der armen Besserverdienenden finde ich zur Zeit albern. Die relative steuerliche Belastung mit Gerechtigkeit gleichzusetzen halte ich solange f�r naiv, wie an der Kasse absolut abgerechnet wird.
    Zudem wird ja schon seit Jahren mehr oder weniger laut am Spitzensteuersatz rumgeschraubt. F�r den Spielraum in den unteren Einkommensklassen greifen andere Ma�nahmen resp. K�rzungen. Also keine Angst: Die oberen Einkommen werden schon nicht übersehen beim gerechten Verteilen von Ausgleichsvergünstigungen für ihre selbstlosen Steueropfergaben, zB beim Elterngeld oder der Erbschaftssteuer.
    Umgekehrt kümmert sich der Staat zur Zeit intensiv als Ausgleich für die staatstragenden Opfer der oberen Einkommen um Einsparungen in sozialen Sektoren, um auch hier nach Protesten der oberen Zehnprozent für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Ein Beispiel nur: Wer wenig verdient, braucht für seine Kinder auch weniger Bildung! Man vergleiche hierzu zB die Ausstattung von Hauptschulen mit denen der Gymnasien.
    So schön kann Prozentrechnen sein.

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  3. War das eine Antwort auf meinen Kommentar? Oder allgemein mal so...?

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  4. Hört sich nach Betroffener an

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  5. Wer? Ich? Naja, in gewisser Weise bin ich das. Mein Kommentar bezog sich schon auf den von freischwimmer, aber mehr in dem Sinne, dass ich mich frage, warum wir ausgerechnet in einer Zeit, wo die Kluft zwischen Wenigerverdienenden und denen mit Spitzeneinkommen immer größer wird, daran erinnert werden, dass Besserverdienende mehr Steuern zahlen? Ich zahle auch mehr Steuern und auch mehr Sozialabgaben als XY, der weniger verdient als ich - ohne ihm das aufs Brot zu schmieren. Zudem macht der Artikel aus der JW zumindest dahingehend etwas stutzig, dass hier wohl ein paar volkswirtschaftliche Größen bei der Parole des CDU-Menschen unter den Tisch gefallen sind. Es wäre nicht das erstmal. Aber ich gebe zu, dass ich da nicht so die Ahnung von hab.
    Vielleicht war meine Ironie hier und da ein bisschen blöd :-)
    Jan P

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  6. 1. Keine Ahnung warum wir genau jetzt darüber diskutieren müssen. Ich hab das weder veröffentlicht noch auf meinem Blog verlinkt.

    2. Gut, ich habe keine Rechenspielchen angestellt sondern nur gesagt das dieser Artikel mMn überhaupt nichts über die Verteilung des Steueraufkommens aussagt... wie es auf dem Blog heißt. Sonst nichts.

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