Samstag, 22. März 2008

PIN oder Wie viel Schmutz verträgt eine Firma eigentlich?

Vielleicht erinnert sich zur Postmindestlohndebatte vom letzten Jahr noch jemand an die Anti-Mindestlohn-Proteste der PIN-Beschäftigten? Es ist bislang allen Medien mit Ausnahme der BILD bekannt, dass die Proteste erzwungen waren. Die Geschehnisse dahinter sind bislang aber weniger ans Licht der Öffentlichkeit gelangt.
Hinter den PIN-Beschäftigten steht die Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ), die eine Schattengewerkschaft darstellt. Deren Tarifabschlüsse von unter fünf Euro (!) dienen derzeit als juristischer Hebel gegen den Postmindestlohn nach Branchenentsendegesetz. Nun ist es nicht nur mehr oder minder illegal, eine Gewerkschaft als verlängerter Arm der Arbeitgeber zu gründen - was schwer zu beweisen ist -, sondern auch, den dafür eingestellten Gewerkschaftschef mit 130.000 Euro zu bestechen. Und das lässt sich deutlich leichter beweisen. Möglicherweise sorgt das für einen Dammbruch gegen die Mindestlohngegner; zu wünschen wäre es.

Kommentare:

  1. Sind nicht auch PIN-Mitarbeiter gezungen worden dieser dubiosen Gewerkschaft beizutreten?

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  2. Na ja, ich bin mal gespannt, ob da wirklich mal bestraft wird. Und Gerster glaube ich nicht, daß er nix davon wußte. In dem zusammenhang sollte endlich mal klar Schiff gemacht werden: Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, dann brauchts solche Eiertänze auch nicht mehr.

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  3. Hier ein Link, der das oben geschriebene etwas untermauert:
    http://www.werner-dreibus.de/article/1688.private_post_will_eigene_arbeitnehmervertretung_aufbauen_gespenster_organisation.html

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