Samstag, 27. Februar 2010

Guido Knopp und das Elend des Geschichtsfernsehens

Von Stefan Sasse

Besonders in meinen Buchbesprechungen hacke ich ja immer sehr viel auf Guido Knopp herum. Tatsächlich empfinde ich seine Art, Geschichtssendungen zu machen, als absolut unterirdisch, und er ist einer der Hauptgeschichtsklitterer der BRD. Ich möchte anhand eines aktuellen Beispiels eine tiefergehende Analyse erstellen und aufzeigen, was genau an seiner tendenziösen Geschichtsdarstellung zu bemängeln ist und wie es besser gehen könnte. Gegenstand ist dabei die Sendung "Die großen Verlierer der Geschichte", die von Guido Knopp auf Basis von Wolf Schneiders Buch erstellt wurde und im ZDF lief. In dieser Sendung werden beispielhaft Verlierer der Geschichte dargestellt, unter dem durchaus löblichen Hintergedanken, dass Geschichte immer von Siegern geschrieben wird. Knopp verpasst jedoch erwartungsgemäß seine große Chance, hier Informationen mit Mehrwert zu präsentieren - stattdessen wird auf alten Klischees herumgeritten.

1) Die Varusschlacht
Den Einstieg in die Sendung macht die Varusschlacht. Sehr lobenswert ist der Verweis darauf, dass Varus' schlechter Ruf eigentlich gänzlich unbegründet ist. Er war ein äußerst erfolgreicher Provinzverwalter in Syrien (nach römischen Maßstäben, er richtete dort gewaltige Blutbäder an), ehe er das Kommando über die germanischen Legionen erhielt. Bekanntlich wurde er auf dem Marsch ins Winterlager von Arminius, einem in Rom ausgebildeten Cherusker, in einen Hinterhalt gelockt und in einer dreitätigen Schlacht vernichtet.

Geradezu abenteuerlich wird der Beitrag, wenn die vorher präsentierten Ergebnisse des schlechten Rufes Varus' - man brauchte einen Sündenbock - einfach wieder vom Tisch gewischt werden und völlig unreflektiert die Behauptung römischer Autoren übernommen wird (die unsere einzigen Quellen darstellen und viele hundert Kilometer entfernt von der Tragödie waren und spezifisch politische Motive hatten, als Quelle also mit Vorsicht zu genießen sind), Varus habe aus unerfindlichen Gründen das römische Heer nicht in Marschordnung marschieren lassen und so angreifbar gemacht und sei leichtfertig in Arminius' Falle gelaufen. Nichts davon ist wahr.

Der aktuelle Forschungsstand lässt sich beispielhaft bei Walter Böckmann nachlesen. Nur hat das offensichtlich niemand in Guido Knopps Team gemacht, wo man stattdessen einen ehemaligen Welt-Chefredakteur  - Wolf Schneider - genug Kompetenz zubilligt, ständig als Kronzeuge herangezogen zu werden. So war Arminius Kommandeur der römisch-germanischen Hilfstruppen, die unter anderem aus Cheruskern bestanden und sich seit Jahrhunderten leidenschaftlich mit ihren Nachbarn, etwa den Markomannen, bekriegten. Dieser Arminius verschwand nicht von einem Tag auf den anderen und griff die Römer an - er lockte sie tatsächlich in die Falle, indem er von einem nicht existenten Volksaufstand erzählte und die Route plante, wie er es unzählige Male zuvor für die Römer getan hatte, die keinen Grund sahen, dem Germanen zu misstrauen. Diese Details lassen Varus' "Fehler" in einem gänzlich anderen Licht erscheinen und Arminius - den späteren "Hermann" der Legende, der im 19. Jahrhundert wieder entdeckt und als Lichtgestalt deutschen Nationalismus' verherrlicht wurde - wozu es übrigens auch Berge von Knopp offensichtlich ungelesener Fachliteratur gibt, die die unreflektierte Übernahme dieser Mythen im Beitrag Lügen strafen würden. Aber hier zeigt sich wieder, wes Geistes Kind Knopp ist. 

2) Che Guevara
Die Darstellung Guevaras als eines Berufsrevolutionärs ist sicherlich gerechtfertigt. Seine Abenteuerlust und Unbeständigkeit, die ihn vom Industrieministerium Kubas nach Kongo und Bolivien trieb, waren sicher Teil seiner Natur. Tendenziös wird dieser Beitrag dadurch, dass wiederum der ehemalige Welt-Chefredakteur als Kronzeuge seine Aussagen macht. Der Tenor durch den gesamten Beitrag ist: Che Guevara war wahnsinnig, ein hoffnungsloser und gewissenloser Revoluzzer ohne Erfolgsaussicht.

Das mag alles stimmen, und wahrscheinlich stimmt es sogar. Problematisch ist, dass einem offensichtlich nicht allzu neutralen Kronzeugen und ebenso stark wertenden Sprechern keine Gegenstimme gegenübergestellt wird, die eine zusätzliche Meinung bringen würde. Auf diese Art kann sich der Zuschauer keine Meinung bilden, er bekommt sie aufgezwungen.

Was natürlich in dem Beitrag nicht fehlen darf und ihn endgültig disqualifiziert, ist die Verknüpfung mit der Studentenrevolte von 1968. Sie wird hier dargestellt, als sei sie wesentlich von dem "irren" Guevara beeinflusst gewesen, was natürlich Unsinn ist. Guevara war eine Ikone auf T-Shirts und Plakaten, genauso wie Ho-Tschi-Minh. Man nutzte ihn plakativ, nicht weil man gleich in den Dschungel ziehen wollte. Auch die suggestiven Straßeninterviews am Ende des Beitrags erwecken den Eindruck, als würden die 68er noch heute brandgefährliche Irre verharmlosen - kompletter Unsinn. 

3) Die spanische Armada
Dieser Beitrag strotzt geradezu vor Klischees. Spanien, auf dem Höhepunkt seiner Macht, kämpft gegen England, seinen - Zitat - gefährlichsten Gegner. Der Kriegsgrund ist die Verfolgung von Katholiken durch die englische Königin Elisabeth I. sowie die Plünderung der Handelsrouten durch englische Freibeuter. Sicherlich richtig. Blanker Unsinn wird es, wenn die Legenden über den Untergang der Armada unreflektiert wiedergekäut werden.

So war Spaniens gefährlichster Gegner zu der Zeit sicherlich nicht das kleine England. Dieses hatte in etwa denselben Status wie die notorisch aufrührerischen Niederlande - eine unbequeme Störung, aber sicherlich nicht lebensgefährlich. Die englische Flotte war ein Witz, ihre Armee praktisch nicht existent, Verbündete nicht in Sicht und die Staatskasse leer. Entsprechend bereiteten die Spanier den Konflikt auch vor - zwei Jahre lang zimmerten sie eine Flotte, die dann durch den Kanal fahren, an der niederländischen Küste Truppen aufnehmen und dann übersetzen sollte. Daraufhin hätte man einen katholischen Monarchen eingesetzt und sich wieder wichtigeren Dinge zugewandt.

Die Schlacht entschied sich an vielen widrigen Umständen. Dass die britischen Schiffe manövrierfähiger waren, ihre Brander die Schlachtordnung der Spanier durcheinander brachten und ihre Kanonen weiter trugen, ist alles richtig, aber es erklärt nicht, warum sie die Schlacht für sich entschieden. Die Spanier waren sich über diese Tatsachen ja auch bewusst. Die spanische Flottille musste nur in Reichweite kommen, und die kleine englische Flotte, deren große Manövrierfähigkeit im engen Kanal ohnehin verschwendet war, wäre Geschichte gewesen. Ein Sturm jedoch machte alles zunichte und trieb die Flotte immer wieder auseinander, die es zu allem Überfluss gar nicht darauf abgesehen hatte, die englische zu vernichten. Der Plan war das Aufnehmen von Truppen und Absetzen auf der anderen Seite - und das hätte die englische Flotte nicht verhindert. Doch der ungünstige Wind machte dieses Unterfangen unmöglich, so dass die Armada, immer noch größtenteils intakt und nach Zufügung empfindlicher Verluste bei der englischen Flotte, sich zum Rückzug entschloss - auf dem sie dann vom Sturm überrascht und zerstört wurde - um es ein andermal wieder zu versuchen. Keine heroischen Engländer, lediglich Wetterglück. Die Japaner waren mit ihrem "Kamikaze" hier ehrlicher als es die Engländer später waren

Die spanische Armada wird in der Populärgeschichte - wie auch in diesem Knopp-Beitrag - gerne dargestellt, als wäre sie das Herz der spanischen Flotte gewesen. Sie war es nicht. Stattdessen handelte es sich um eine eher unbedeutende, obgleich natürlich teure Flotte. Ihr Untergang, soviel sei vorweg gesagt, war für Spanien in etwa so bedeutend wie der Untergang der "Bismarck" für das Dritte Reich - unangenehm, aber in keiner Weise entscheidend. Spanien verlor den Kampf um die Weltherrschaft schließlich an ganz anderen Fronten, und lange bevor England zu der Weltmacht wurde, die dann die Geschichte der spanischen Armada schrieb. Hier scheitert der Anspruch, sich mit den Verliern zu beschäftigen, also mit reichlich Getöse, sofern man das Herumtrampeln auf dem Verlierer nicht als legitime Art und Weise ansieht.

4) Das Misstrauensvotum Rainer Barzels
Richtig brisant wird die Sendung im Falle des Misstrauensvotums Barzels. Hier wird der Knopp'sche Konservatismus offenkundig. Die Ostpolitik Brandts wird wie so oft als alles entscheidendes issue jener Tage dargestellt, eine Sichtweise, die Albrecht Müller in seinem lesenswerten "Willy wählen '72" bereits verworfen hat. Zudem erscheint es in dem Beitrag, als sei die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Ostpolitik gewesen und habe Barzel unterstützt, was blanker Unsinn ist. Auch die unreflektierte Darstellung der damaligen CDU-Positionen ist heute nicht mehr haltbar, die Kritik an der Ostpolitik ist inzwischen längst widerlegt.

Richtig schmierig wird es aber, wenn der eigentliche Tenor des Beitrags offenkundig wird. Barzel verlor das Misstrauensvotum bekanntlich, weil ihm zwei Stimmen fehlten. Dabei wird in dem Beitrag so getan, als habe die CDU im Bundestag über eine Mehrheit verfügt - das aber ist falsch. In Wahrheit gab es durch das Überlaufen von rechten FDP-Politikern, die durch die Wandlung der FDP von einer nationalliberalen zu einer sozialliberalen Partei und der Ostpolitik abgestoßen waren, zur CDU ein Patt. Seither hält sich hartnäckig das Gerücht, dass CDU-Abgeordnete bestochen wurden, um gegen Barzel zu stimmen - genauso wie bei der Abstimmung zu Adenauers Zeiten über Bonn als Hauptstadt gibt es daran auch nur wenig Zweifel, besonders wenn man sich näher mit Herbert Wehner beschäftigt.

Widerlich wird das Ganze, wenn unterstellt wird die Stasi habe Stimmen gekauft, um die Ostpolitik zu erhalten. Hier wird die gesamte Politik in Verruf gebracht, wie bereits beim Kurras-Mord, indem man sie mit dem Odium der DDR-Spionage belegt. Dass kein Verweis auf Guilleaume kam, ist auch schon alles. Man kann diese Theorie nun natürlich gerne bringen - sie aber, wie in der Sendung geschehen, als Tatsache hinzustellen, ist völlig unzulässig. 

5) Lehman Brothers
Allein die Aufnahme eines gerade ein Jahr zurückliegenden Ereignisses, das nicht auch nur im Geringsten aufgearbeitet ist, disqualifiziert Knopp als ernstzunehmenden Historiker, wären da nicht seine bisherigen "Leistungen".
Der Beitrag kann als stellvertrende Kurzzusammenfassung für das Problem der gesamten Debatte seit Ausbruch der Krise gelten: reflexartig wird "Gier" verantwortlich gemacht, Lehmann Brothers erscheint als bedauernswerter Einzelfall und der Vorstandsvorsitzende wird durch den Dreck gezogen, dass Oskar Lafontaines Schicksal dagegen fast verblasst. Kein Wort darüber, dass das Aufnehmen kurzfristiger Kredite zur Finanzierung langfristiger Investitionen und das Investieren in den amerikanischen Immobilienmarkt keine alleinige Lehmann-Spezialität war, kein Wort darüber, wie systemisch vieles davon war und woher es kam - nichts. Stattdessen primitive Schuldzuschreibungen an Lehmann und das Spielen auf der Klaviatur niedrigster menschlicher Gefühle, unterstützt vom Medienpsychologen Jo Groebel, der seinem Ruf hier sicher auch keine Ehre macht - ein Musterbeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. 

6) Kaiser Wilhelm II. 
Das leidige Thema, der Erste Weltkrieg, bleibt uns natürlich auch hier nicht erspart. Die Betonung von Wilhelms schlimmer Kindheit ist sicherlich richtig. Hanebüchen wird es, wenn wir uns dem Wettrüsten zur See, der Hunnenrede und dem Ausbruch des Krieges nähern. Hier wird nun ein Bild gemalt, als ob allein Wilhelms martialische Äußerungen Deutschland in der Welt "isoliert" hätten, das alte Ammenmärchen, das sich seit diesen Tagen beharrlich hält.

Es spricht für sich, dass Wolf Schneider der Meinung ist, die hervorragende Ausgangsbasis des vereinigten Deutschlands hätte genutzt werden müssen, um die Weltherrschaft zu erlangen, was Wilhelm II. aber leider verbockt hat. Auch die merkwürdige Machtzuschreibung, die ihm Schneider zugute kommen lässt ist fragwürdig: wiederholt wird er als mächtigster Mann Deutschlands und Alleinherrscher charakterisiert, was jedoch völliger Unfug ist. Wilhelm war Zeit seines Lebens enttäuscht darüber, wie wenig Macht er tatsächlich hatte, und das Deutsche Reich bewegte sich immer mehr in Richtung einer parlamentarischen Monarchie, nicht, wie im Beitrag suggeriert, von ihr weg.

Auch in seiner Einschätzung der Rolle des Kaisers bei der Verschlechterung der Beziehungen mit England und Frankreich liegt Schneider reichlich falsch. Wilhelms Rhetorik war sicherlich martialisch, aber in ihr den Grund für die Isolierung des Landes zu sehen hieße, ihr deutlich mehr Gewicht zuzugestehen als sie verdient. Der Flottenbau Deutschlands galt lange Zeit als gewichtiger Grund für die Entfremdung mit England, eine Ansicht, die mittlerweile von Autoren wie etwa Niall Ferguson deutlich bezweifelt wird. 
So reitet auch dieser Beitrag weitgehend auf Klischees herum, anstatt zur Erhellung der Situation Wilhelms beizutragen. 

7) Indira Ghandi
Wie Ghandi in die bisher weitgehend deutsch dominierte Liste passt, das wissen Schneider und Knopp allein. Ich muss zugeben, hier zu wenig Fachwissen zu haben - deswegen kommentiere ich diesen Beitrag nicht weiter. Interessant ist lediglich, dass der Sprecher es undemokratisch findet, dass Ghandi behauptet, mit dem Plattmachen von Slums Menschen aktivieren zu können - neoliberaler Sprech in Reinkultur.

Die Aufstellung sollte klarmachen, was meine Hauptkritik an Knopp ist. Er verbreitet ein dezidiert konservatives Geschichtsbild, das von Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft der letzten 20, 30 Jahre völlig unbeeindruckt ist und auf Klischees beruht. Oftmals sind seine Aussagen grob verfälschend. Meine Empfehlung an jedermann ist: Greift zur Fernbedienung! Schaltet diesen Schwachsinn ab. Knopp hat schon genug Quote, und dass diese Geschichtsklitterei von öffentlichen Geldern bezahlt wird, ist der Gipfel dieses Dramas. Das einzig Positive, das sich über diese Sendungen sagen lässt ist, dass sie handwerklich sehr gut gemacht sind - aber was heißt das schon?

Kommentare:

  1. Ich habe bis zu dieser Stelle am Ende des 3. Absatzes gelesen:

    zitat: Nichts davon ist wahr. /zitat

    Damit hat sich der Autor als Knopp für Arme (noch Ärmere?) geoutet. Eine blödere Formulierung in diesem Kontext, also einer Materie der Geschichtsschreibung die notgedrungen ohne Zeitzeugen oder gar objektive Zeugnisse auskommen muss ...
    ja, da müsste man erstmal dran arbeiten.

    Next please. *Sigh*

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  2. Zum 1. Beispiel:
    "Aber hier zeigt sich wieder, wes Geistes Kind Knopp ist."
    Wie meinst du das? War das in diesem Fall nicht eher schlechte Recherche?

    Ab Fall 4 hatte ich die Sendung auch gesehen. Bei Barzel tat sie in der Tat so, als sei es erwiesen, dass die Stasi dahinter stecke.

    Zu 6:
    Alleinherrscher war Wilhelm II. ja sicher nicht, aber doch schon der mächtigste Mann Deutschlands, oder?

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  3. Die Geschichte wird immer in der Gegenwart "geschrieben" und hat meistens mit den tatsächlichen Erfahrungen nichts zu tun. Es ist schon schwierig genug, die eigene Vergangenheit zu erinnern.

    Das Erstaunliche an der Geschichtsschreibung ist, dass die Vergangenheit oft genug als ziemlich unerfreulich hingestellt wird. Nun, die Vergangenheit ist vergangen, nicht aber unsere Meinung von der Vergangenheit. Wenn es also überwiegend negative Erzählungen sind, so wirken diese auf die Gegenwart ein und behindern sie enorm. Zahllose Denkmäler verstärken diesen Vorgang noch. Lustvolle Selbstbeschmutzung, so wie's aussieht!

    Und außerdem: Menschen als "Verlierer" hinzustellen ist eine dümmliche Anmaßung, Moralistengeschwätz und bloße Verurteilung. Wer weiß schon um die Intentionen anderer Menschen. Die ganze Geschichtsschreibung - ALLES - ist vorvorgestrig und das meine ich im übertragenen Sinn!

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  4. Zu 6:

    Was sind denn die Argumente von Ferguson GEGEN die Bedeutung des Flottenbaus fuer die Spannungen mit England?

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  5. @Markus: In der fraglichen Epoche zumindest kann man die Behauptung vermutlich so stehen lassen, ja. Seine Macht war allerdings am Vorabend des Ersten Weltkriegs bereits geschwunden, wie auch die anderer Monarchen.
    @Goldener: Es gab ja Sondierungen für ein deutsch-englisches Bündnis vor dem Schluss der Entente. Ferguson ist der Ansicht, dass der deutsche Flottenbau die Chancen für ein solches Bündnis verbesserte, nicht verschlechterte, und dass England sich mit Deutschland schließlich nicht einig wurde, weil es eine KLEINE Flotte hatte, nicht weil es auf dem Weg zu einer GROSSEN war (die Parität mit England war, das war jedem klar, nur ein Wunschtraum - gleichzeitig größte Armee und größte Marine unterhalten schafft selbst das deutsche Reich nicht). Nach Ferguson, und das finde ich überzeugend, schließt man Bündnisse mit jemandem, der einem potentiell in die Quere kommen kann, mit dem es also Streitpunkte gibt, die man in Verhandlungen beilegen will. Mit Deutschland gab es für England praktisch keine. In den Kolonialfragen gerieten die beiden kaum aneinander, und auch in vielen anderen nicht. Mit Frankreich dagegen gab es ständig Streit, und die französische Flotte war auch größer und bedrohlicher als die deutsche. Die Engländer gewannen also durch ein Bündnis mit Frankreich so gesehen mehr. Man muss aber auch wissen, dass Ferguson das Engagement Englands im Ersten Weltkrieg insgesamt für einen Fehler hält. Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist sehr interessant.

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  6. @Oeffinger Freidenker

    Wie kommst du darauf, dass "Che Guevara" irre war? Würdest du mir hier einmal eine Quelle nennen, die nichts mit dem äußerst einseitigen neuen Kinofilm über Che Guevara zu tun hat? Ich lese gerade das "Kubanische Tagebuch", Neuausgabe, und ich habe nicht den Eindruck, dass Che Guevara irre war. Was ist daran irre gegen Ungerechtigkeit, und einen faschistischen Diktator namens Batista, zu kämpfen? Würde mich wirklich einmal interessieren. Übrigens, ich finde auch nicht alles gut was Che Guevara & die kubanischen Rebellen so getan haben - z.B. Hinrichtungen von Deserteuren und "Verrätern" - aber ob dies nicht der damaligen Zeit geschuldet war? Ich hab mal "Band of Brothers" gesehen, ein Film der die Brutalität des II. Weltkrieges aufgrund einer US-Fallschirmspringeeliteeinheit beschreibt, und nach heutiger Sicht müssen die, die damals einfach dt. Gefangene aus Bequemlichkeit erschossen haben, auch "verrückt" sein. Es war damals halt einfach so, was die Taten nicht entschuldigen soll, aber wir leben in einer anderen Zeit - zum Glück wird heute ein Kundus-Vorfall heute nicht mehr als "normal" abgetan. Zu der Zeit, als wir noch "wer waren", Hitlers beste Jahre, wäre dies sicher nicht aufgefallen, aber heute schon, wo wir in einem Rechtsstaat - auch was das Militär angeht - leben. Ich hoffe du lieferst mir eine neutrale - nicht rechtslastige Quelle - über die angebliche Verrücktheit von Che Guevara, und verbleibe.

    Wie schnell man heute übrigens Menschen mit dem Begriff "verrückt" ausgrenzt haben ja hessische Steuerfahnder am eigenen Leib erleben müssen, die den Bonzen auf die Finger klopfen wollten, daher disqualifiziert sich der Begriff auch bei Che Guevara von selbst - meine Meinung dazu.

    Gruß
    Bernie

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  7. @Oeffinger Freidenker

    Noch was:

    Was mich schon lange nervt ist, dass wir die zurückliegenden geschichtlichen Epochen so beurteilen als wären die damals lebenden Menschen (egal wie die nun heißen) so wie wir heute gewesen, aber dem war nicht so. Der alte Spruch "es waren halt andere Zeiten" stimmt hier genau, und mit dem Zusatz "es waren halt auch andere Menschen" wird es sogar noch genauer.

    Manche kritisieren z.B. George Washington, weil er Sklaven hielt - Ich teile deren Kritik, aber sehe auch, es war halt damals so, auch George Washington war ein Mensch seiner Zeit, wie es so schön heißt.

    Würde George Washington, oder Che Guevara, heute leben, da bin ich mir fast sicher, dann hätten diese Menschen unsere Wertmaßstäbe, aber Sie hatten halt die Wertmaßstäbe ihrer Zeit.

    Ich hoffe jetzt wird klarer worauf ich hinauswill, nämlich darauf, dass wir alte Zeiten nach unseren Moral- und Wertvorstellungen beurteilen, und diese Sache nervt mich nicht allein bei Guido Knopp, sondern schon lange auch bei anderen Historikern.

    Das Menschheitsverbrechen des Holocaust nehme ich nicht davon aus, denn nach unseren Maßstäben war diese Tat barbarisch und monströs, aber wie dachte ein Mensch der Jahre 1933 - 1945 darüber? Sicher nicht wie wir heute, sondern je nach Ethik und Moral als "barbarisch" und "monströs", aber eben der angeblich zeitlosen Ethik und Moral des Humanismus, wobei nicht vergessen werden darf, auch der Humanismus ist erst geschichtlich entstanden, und führte zu dieser völlig richtigen Denkweise. Würde aber jetzt den Rahmen sprengen, diese Thematik weiter zu vertiefen, da es in der Geschichte sicher mehr als ein Beispiel dafür gibt, dass wir diese nach unseren heutigen Maßstäben, Werten und Normen beurteilen, auf die damals lebenden Menschen übertragen, und denken die waren genauso wie wir heute sozialisiert.

    Gruß
    Bernie

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  8. Sorry, für die dritte Ergänzung, da ich nicht weiß ob ich mich mißverständlich ausgedrückt habe: Beurteilen wir die Zeit damals nicht mit dem heutigen Zeitgeist?

    Ich habe es da wie ein Protagonist aus "Neues aus der Anstalt": Ich verweigere mich dem heute herrschenden Zeitgeist.

    Eben auch in der Geschichtswissenschaft, die nicht allein mit Guido Knopp als neoliberalem Weltgeist geschlagen ist, sondern allgemein von dieser neuen Ideologie, die angeblich keine Ideologie sein soll, unterwandert scheint.

    Gruß
    Bernie

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  9. Mahlzeit,

    bleibt beim deutsch-britischen Gegensatz nicht die ökonomische Seite zu unbeachtet?
    D und UK waren doch die stärksten (europäiswchen) Industrieen.

    Und zur Bündnis-Theorie: Mit erscheint es wesentlich plausibler, das Staaten ohne Interessenkonflikte miteinander paktieren, man denke an Russland & Frankreich, natürlich D und ÖU, die waren doch vor allem möglich, weil man sich eben NICHT um irgendwas gezankt hat.
    Im Gegensatz zu D-RU, da gings esben wieder um wirtschaftliche Fragen.

    Gruß,
    El Stupido

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  10. ... wes Geistes Kind Herr Knop ist, läßt sich hier (teilweise) in der Google-Buchsuche nachlesen:

    hhttp://books.google.de/books?id=7t23y0H6qXQC&pg=PA74&dq=guido+knop+weilheim&cd=1#v=onepage&q=&f=false

    Ein Mann, der keine Schwierigkeiten hat, mit ultrarechten eng (und unentgeltlich) zusammenzuarbeiten und dann juristisch gegen den journalisten loszuholzen, der das aufgedeckt hat...

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  11. Ich sehe Che nicht als einen der gesündesten, die jemals rumliefen. Alleine das Berufsrevolutionäre, dazu die gewalttaten und alles...weiß nicht. Den Kinofilm kenne ich übrigens nicht.

    Zum Gegensatz GB-DR: England und Deutschland waren wirtschaftlich zwar starke Konkurrenten, aber auf unterschiedlichen Gebieten. Die Deutschen waren nie groß in der Textilbranche, die Engländer nie bei Chemie und Elektrik. an und für sich hat man gut zusammengearbeitet. Wichtig zu bemerken scheint mir auch, dass es keine große wirtschaftspolitische Schnittmenge gab, im Gegensatz zu Frankreich und Russland.
    Hier nämlich muss man wissen, dass Frankreich seit den 1880er Jahren immer mehr zum Hauptfinanzier Russlands wurde. Ein Bündnis entsprach deswegen durchaus französischen Interessen, da eine Niederlage ein echtes Bankenchaos hätte verursachen können, da eine so starke franz.-russische Verflechtung bestand. Die gleiche Verflechtung bestand ja dann später zwischen England und den USA.
    Und zu D-ÖU: Kein Interessensgegensatz? 1866 haben beide noch in einem großen Krieg gegeneinander gekämpft. Es lag beiden am Herzen, einen solchen Fall nicht zu wiederholen, die da günstigen außenpolitischen Umstände - alle Großmächte halten sich fern - kaum wiederholbar war.

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  12. @Stefan Sasse

    "[...]Ich sehe Che nicht als einen der gesündesten, die jemals rumliefen. Alleine das Berufsrevolutionäre, dazu die gewalttaten und alles...weiß nicht. Den Kinofilm kenne ich übrigens nicht[...]"

    Inwiefern? Asthma hatte auch meine Großmutter mütterlicherseits - Ist die deswegen gleich verrückt?

    Noch mal:

    Ich wäre vorsichtig mit solchen Beschreibungen, gerade in einem Land wo man von 1933 - 1945 - im Rahmen der Euthanasie - als verrückt umgebracht werden konnte nur weil man eine regimekrititische Meinung hatte. Glaubst du nicht? Nein? Gunter Haug hilft da weiter mit seinem Werk "Aufrecht durch dunkle Zeiten". Es geht darum, dass ein geistig völlig normaler Mensch für verrückt erklärt wird weil er von Anfang an gegen die Nazis war - eine reale Geschichte, so tatsächlich passiert, und sicherlich tausendfach im Vorgängerstaat Westdeutschlands, dem NS-System, praktiziert. Mit oft tödlichen Folgen für die Betroffenen, und zwar gleich in doppelter Hinsicht, den der Betroffene wurde nicht nur körperlich ermordet sondern auch sein Andenken geschändet - er war ja "irre".

    Übrigens auch in der SBZ galten Regimekritiker als "verrückt" - Sacharow ist da ein gutes Beispiel für, der von der sowjetischen Regierung in die Psychiatrie verbannt wurde, weil er eben gegen die Sowjetunion, und die Unterdrückung der Meinungsfreiheit, war, der gute Sacharow. Einziger Unterschied zum NS-System - Es gab keine Euthanasie.

    Was das "Berufsrevolutionäre" und "die Gewalttaten" angeht, da müßte man deiner Ansicht nach wohl jeden "Berufsrevoluzer" und "Gewalttäter" einsperren? Wo wären dann die großen Helden der Revolutionen - angefangen von 1777, über 1789 bis heute? Alle in der Klapsmühle? Ist doch wohl nicht dein Ernst? Oder? Man stelle sich Voltaire, Rosseau, Luxemburg und Liebknecht in der Klapse vor? Alles zwar keine "Gewalttäter" aber "Berufsrevoluzzer" erster Sahne.....

    Der Kinofilm soll nicht so gut sein, habe ich schon gehört, und eben ziemlich einseitig antikommunistisch.....da lese ich lieber ein authentisches Tagebuch und bilde mir meine eigene Meinung dazu als das Hirn auszuschalten und Bilder anzusehen, der der damaligen Realität sicher nicht entsprechen....

    Gruß
    Bernie

    PS: Was "Gewalttäter" angeht, wenn schon als psychisch krank einsperren, dann aber alle, damit die sich in der Irrenanstalt zoffen können, die Herren Gegenspieler aus dem linken und rechten Lager, z.B. hätte man in Kuba ja Castro und Batista in die Klapse bringen können, incl. deren Anhänger, und anderer Gewaltprediger.....wäre interessant wie sich Cuba da entwickelt hätte *grins* ;-)

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  13. Es gibt für mich einen Unterschied zwischen "Regimekritiker sein" und "in den Wäldern Guerillakrieg führen und Leute erschießen". Aber prinzipiell bin ich beim Thema Che nicht bewandert genug, um ernthaft darüber zu diskutieren. Mein Punkt war letztlich hauptsächlich, dass er nicht die Lichtgestalt war, als die die 68er ihn später darstellten.

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  14. @Stefan Sasse

    Den Unterschied kenne ich auch zwischen "Regimekritiker sein" und "in den Wäldern Guerrilakrieg führen und Leute erschießen".

    Danke für die ehrliche Antwort, dass du beim Thema Che nicht bewandert genug bist, um dir ein Urteil über Che Guevara zu bilden. Ich empfehle wirklich einmal Bücher von Che Guevara, oder über ihn zu lesen, die nicht gerade aus der geschichtsfälschend-neokonservativen Ecke, oder auch nur der kommunistisch verklärenden Ecke stammen. Da muß man bei der Thematik Kuba höllisch aufpassen - Ich denke neutrale Werke über Che Guevara sind im antikommunistischen Deutschland selten zu finden.

    Was die Guerillataktik angeht, die Che Guevara und Fidel betrieben haben, da empfehle ich dir wirklich einmal dich sachkundig zu machen - ich denke einmal, nach lesen des "Kubanischen Tagebuchs", dass die Gegner von Che Guevara, Fidel und anderen, teilweise sogar nichtkommunistischen Batista-Gegnern, als Regimekritiker keine lange Lebensdauer hatten.

    Ergo blieb ihnen nur der bewaffnete Kampf in den Wäldern, und - das war auch mir neu - Städten und Ortschaften Kubas. Es waren eben die Zeiten dafür in Kuba. Wie bereits erwähnt, wir beurteilen diese Zeiten nach unseren Maßstäben und Werten, aber die Menschen damals hatten eigene Maßstäbe und Werte, was eine Beurteilung -auch meinerseits - nicht gerade einfach macht.

    Was Lichtgestalten angeht, es wundert mich selbst, dass Che Guevara eine Ikone der 68er war, und dass heute vergessen ist, dass es auch andere Ikonen der 68er gab. Heutige Historiker tun gerade so als wären die 68er nur einem Idol nachgerannt, was auch Geschichtsfälschung alà Guido Knopp sein könnte. Vergessen ist nämlich auch mir gewesen, dass die Studenten damals auch Plakate von Ho Chi Minh hochhielten, Malcolm X verehrten und Martin Luther King sowie Rudi Dutschke nachrannten.

    Soviel zur Geschichtsklitterung über die 68er Bewegung - Da hat sich ja ein anderer "Historiker" aus dem rechtskonservativen Spektrum nicht gerade mit Ruhm bekleckert - Götz Aly, der die 68er gar mit der NS-Studentenbewegung 1933 vergleichen will.

    Sorry, für die Ausführungen, aber derzeit wird ja gerade im neoliberalen bzw. neokonservativen Zeitgeist - auch von Historikern - gelogen was das Zeug hält.

    Übrigens, ein Historiker der leider schon lange tot ist, aber wirklich lesenswerte Bücher geschrieben hat - der erzkonservative Sebastian Haffner - prägte für mich einen tollen Satz:

    Auch wir Historiker sind nicht parteipolitisch unabhängig, und Teile der Gesellschaft in der wir leben.

    Bei "Anne Will" konnte man mit dem INSM-Botschafter und Historiker Arnulf Baring, oder so ähnlich, erfahren, was Haffner damit meinte.

    Frei von mir interpretiert:

    Auch bei Historikern heißt es - nicht allein in Deutschland - : "Wes Brot ich es, des Lied ich sing".

    Dabei nehme ich nicht einmal kubanische Historiker aus, die Che und Fidel als Lichtgestalten darstellen wollen, aber derzeit, dank des weltweiten neoliberalen Zeitgeistes unter Historikern wohl eher in der Minderheit sind.

    Gruß
    Bernie

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  15. Übrigens, um die Thematik zu beenden Batista ließ einfach Bauern erschiessen, um die als Guerillas auszugeben - so im "Kubanischen Tagebuch" berichtet. Das dies kein Märchen ist, und sogar heute noch praktiziert wird kann man hier:

    "[...] Von Juli 2006 bis Oktober 2009 übte er in Uribes Kabinett das Amt des Verteidigungsministers aus. In diesen Zeitraum fällt unter anderem der Skandal um die falsos positivos, bei dem bekannt wurde, dass kolumbianische Militärs massenhaft Zivilisten ermordeten und sie als gefallene Guerilleros ausgaben[...]"

    Quelle und ganzer Text: http://www.amerika21.de/nachrichten/inhalt/2010/feb/uribe_203948_seva
    nachlesen.

    Manche Verbrechen sind einfach zeitlos - nicht allein in Kuba.

    Übrigens, beim Lesen dachte ich sofort an die "Taliban", die sich immer mehr als harmlose ZivilistInnen in Afghanistan entpuppen, während die echten Taliban wohl immer noch rumlaufen....und morden....

    Sollten die NATO- und US-Truppen gar von Uribe gelernt haben?????

    Gruß
    Bernie

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  16. Schön herausgearbeitet, lieber Stefan. Grundsätzlich teile ich Deine Bedenken zu Knopp, möchte aber darauf hinweisen, dass zwischen dem TV-Knopp und dem Buch-Knopp ein wenig Unterschied herrscht. Seine Bücher sind meist zwar keine Offenbarungen, sind historische Betrachtungen ohne Mut, auch mal gegen den Strich zu bürsten, sind zudem in stilistisch einfach gestrickt, aber sie sind hinnehmbar, relativ neutral. Ich glaube daher auch, dass Knopp für das TV absichtlich zuspitzt und dramatisiert - in seinen Büchern klingt er meist kulanter, verständiger, wirkt weniger wie ein Betroffenheitshistoriker.

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  17. Bei der vorschau zur sendung hatte ich mich gefragt, wer beim Varus-thema denn nun als
    verlierer ausgelotet würde - der herr Varus mit seinen praktizierten ansichten von
    provinzverwaltung, oder herr Arminius und 'seine' wilden, welche, die kraft
    vereinten handelns vor augen, zur tagesordnung übergingen.

    Eine ahnung der antwort hielt mich ab, diese sendung anzuschauen.

    Über motive historischer personen, ja selbst über die tatsächlichen
    historischen umstände, bleibt uns nur das spekulieren - auch über die motive des
    historisch gewordenen herr Knopp.

    "Überhaupt vergiß eines nie, daß du nicht in der Absicht, von deinen
    Zeitgenossen gelobt und geehrt zu werden, sondern mit stetem Hin-
    blick auf alle kommenden Geschlechter der Menschheit schreiben
    sollst. Von diesen erwarte den Lohn für dein Werk, daß man einst
    von dir sage:Da war nun doch einer, von freier Seele und fern von
    aller zeitdienerischen Knechtschaft, ein Mann, der sich nicht
    scheute, in allen Stücken die Wahrheit ohne Rückhalt zu sagen. Ein
    solches Zeugnis wird der Edeldenkende hoch über alle Vorteile stel-
    len, welche er sich von der Gegenwart hätte verschaffen können und
    die ja doch nur von recht kurzer Dauer sind."

    Lukian, Wie soll man Geschichte schreiben

    gefunden in 'Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen' von Theodor Lessing, Ausgabe
    Matthes & Seitz, 1983

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  18. Wie aktuell Che Guevara auch heute noch ist (besonders in Lateinamerika) zeigen die vielfältigen täglichen Links in den Suchmaschinen.
    Hier mal eine Sammlung von Google-Links zu Che Guevara: http://www.hanskottke.de/che_guevara/Che_Guevara.htm
    CIAO Hans

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