Freitag, 21. September 2007

Forbes Liste der Reichen

Forbes hat mal wieder die Reichenliste aktualisiert (vorn: Bill Gates). Was auffällt: ältere Herren in Anzügen, durchbrochen von Erben und den Googlegründern. Was die mit den bis zu 51 Milliarden machen wollen - keine Ahnung. Ich befürchte, einen besseren Platz in der Forbes-Liste erreichen. Ohne die Liste würden sie vielleicht einsehen, dass das Anhäufen von mehr als einigen Millionen reichlich sinnfrei ist.

Kommentare:

  1. Wer mehr als 51 Mrd. Dollar / Euro hat, der könnte doch eigentlich 5100 Menschen zu MillionärInnen machen. Oder eine Stiftung gründen, die aus ihrem Stammkapital regelmäßig Hartz-IV-Empfänger zu MillionärInnen macht.

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  2. Könnte er, aber dann wäre er ja nicht mehr auf Platz 1 der Liste :D

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  3. Der extreme Reichtum ist eine Ursache für die schwache Binnennachfrage.

    Mit Vermögenssteuern zu Lasten der Superreichen könnte der Staat schnell ein paar Milliarden zusätzlich einnehmen.

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  4. Ja, und die Superreichen auf die Caymans auswandern lassen...

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  5. Nichts wissen ist wie dumm! Die Leut die dort oben auf der Liste stehen haben meistens eigene Stiftungen, und im Fall von Bill Gates ist es sogar die mit dem größten Volumen. Wenn der nicht so viel Spenden würde hätte er glatt doppelt so viel Asche.

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  6. @Oeff: Darum wärs nit schad, Steuern zahlen sie eh nit.
    @Frei: Ich weiß; aber Stiftungen wie die von Gates sind sehr selektiv und nicht unumstritten. Eine staatliche Verteilung in richtige Projekte via Steuern wäre hier eindeutig vor erst Steuerbetrug und dann Stiftung zu bevorzugen.

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  7. Das ist doch niveaulos... Steuerbetrug... nur weil jemand mehr drauf hat wie du ist er ein Betrüger... euer Neid ist einfach schwach.

    Und staatliche Verteilung garantiert natürlich immer die beste Verteilung... klar, danke das du das nochmal erwähnst. WAS IST DENN DAS FÜR EIN UNFUG??? Nochmal 3 Girls Days in Hohenheim gefällig?

    Das diese Leute keine Steuern zahlen glaubst auch nur du... weisst du welcher Teil der Bevölkerung den grössten Teil der Steuerlast beiträgt?

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  8. Gut, der Girls Day ist ein Negativbeispiel, hat aber auch nicht direkt mit Umverteilung zu tun. Ich rede hier nicht von steuerlich begünstigten Prestigeobjekten (oder soll ich den ungemein nützlicheren und deutlich teureren Transrapid erwähnen...?). Stiftungen, so sie sich tatsächlich der Armutsbekämpfung widmen (was die BillGatesStiftung nicht tut), geben Almosen. Nur eine staatliche Umverteilungspolitik kann es ermöglichen, auch finanziell benachteiligte Menschen an der Gesellschaft teilhaben zu lassen. Und das ist eine Aufgabe, die der Staat derzeit einfach nicht erfüllt.
    Noch zu den Stiftungen: wenn wir uns die mit rund 33 Milliarden dotierte Stiftung ansehen, ist diese höchst ineffizient gemanagt (ein Wohlfahrtteil kämpft gegen einen Investitionsteil), fördert Umweltverschmutzung, bekämpft Generika und mischt sich durch die Masse des Kapitals massiv zugunsten von Gates in die Politik ein. Nicht gerade ein nachahmenswertes Beispiel.

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  9. Staatliche Umverteilungspolitik, wenn ich das schon hör. Da gäbe es zum einen die Lohnsteuer, dann die Kapitalertragssteuer und die Erbschaftssteuer wär mir noch bekannt. Wie oft sollen Gutverdiener denn ihr Geld versteuern lassen? Bis nix mehr da ist?

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  10. Keinesfalls. Nehmen wir als Beispiel mal Ex-Rennfahrer Schuhmacher. Wie viele Steuern zahlt der hier doch gleich? Worum es mir geht ist, dass die Reichen die Steuern dann auch zahlen. Und genau das passiert häufig nicht, weil Steuerschlupflöcher genutzt werden und existieren, die nur mit Anwalt und/oder der entsprechenden Lohnsteuerklasse drin sind. Und das darf nicht sein.

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  11. Meiner Meinung nach steht es jedem frei, sich seinen Wohnort auszusuchen, er muss ja auch die damit verbundenen Nachteile akzeptieren. Und warum sollte jemand mehr Steuern zahlen als notwendig?

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  12. Warum sollte jemand jemanden weniger Steuern zahlen als notwendig?

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  13. Wieso weniger als notwendig? Wer im Ausland lebt und keine staatlichen Leistungen aus D erhält, muss doch auch nicht in D Steuern zahlen. Oder siehst du das anders. Lebte er in D, müsste auch er entsprechend Steuern zahlen. Aber nochmal: Wieso soll ich mehr hergeben, wenn ich die Möglichkeit habe weniger zu zahlen. Bei einem solch hohen Verdienst würde ich auch nicht in D wohnen, schon allein deshalb, weil ich es nicht einsehe, wie in letzter Zeit Steuerngelder verschwendet werden. Da mach ich doch lieber ne eigene Stiftung auf und verwende das Geld für was sinnvolles.

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  14. Schon. Ich bin für ein gänzlich anderes System: dort, wo das Geld verdient bzw. produziert wird, fallen auch die Steuern an. Und da Schumacher einen Gutteil seiner Kohle hier verdient, würde dieser Teil hier versteuert werden und was er woanders verdient woanders. Damit würde auch dieser sinnlose Steuerdumpingwettbewerb, der immer wieder mit "Zwänge der Globalisierung" verbrämt wird, aufhören, ebenso das dämliche outgesource.

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  15. Häh? Eben dann wäre Outsourcing ja noch sinnvoller.

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  16. Ja, sorry, war im Zustand geistiger Umnachtung von mir geschrieben. Was ich eigentlich sagen wollte war eine Besteuerung auf die Gewinne, wo sie anfallen. Dadurch wäre es steuertechnisch egal, wo du produzierst. Zumindest in Maßen.

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  17. Das geht nicht, weil 1. zu kompliziert im Hinblick auf die Globalisierung und 2. im Fall von D besonders ungeschickt, da wir ja Exportweltmeister sind.

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  18. Außerdem wird der Gewinn des Unternehmens ja am Hauptsitz versteuert, wo also siehst du das Problem?

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  19. Damit sind wir wieder beim Punkt, dass die Binnennachfrage gesteigert werden muss ;)
    Das Problem sehe ich bei deutlich zu vielen Firmenhauptsitzen auf den Caymans, wenn du verstehst, was ich meine ^^

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  20. Das spricht so leicht daher.
    Da kann man halt nichts gegen machen.

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