Sonntag, 9. September 2007

Pleiten, Pech und Pannen

Offensichtlich lief bei der Festnahme der drei Terrorverdächtigen nicht alles so rund, wie man sich das wünschen würde. Überhaupt ausgelöst wurde der Zugriff wegen des Lapsus' eines Dorfpolizisten, wenn man dem Spiegel und NZZ glauben darf.
Demnach hatten die Behörden sowohl das Auto als auch die Wohnung der Verdächtigen mit dem "Großen Lauschangriff" verwanzt und hörten alles mit. So auch, als Dorfpolizisten bei einer Routinekontrolle entfuhr, die Verdächtigen stünden "ja auf der Liste des BKA". Den Verdächtigen schien dabei vollkommen bewusst zu sein, dass sie verfolgt würden. An einer roten Ampel stieg einmal einer von ihnen aus und schlitzte seelenruhig dem folgenden Verfassungsschutzfahrzeug die Reifen auf.
Zwei Dinge resultieren daraus.
1) Es gibt keinerlei Rechtfertigung für weitere Gesetzesverschärfungen. Neben der beispiellosen Inkompetenz und Pannenserie, die bei der Observation offenkundig wurde, reichen alle derzeitigen Überwachungsmaßnahmen vollkommen aus.
2) Die Sicherheitsbehörden agieren offenkundig alles andere als kompetent und sachgemäß. Pleiten und Pannen jagen einander geradezu. Da hilft auch kein schärferes Gesetz.

Kommentare:

  1. ... im Gegenteil würde eine Ausweitung der Befugnisse das Feld der Inkompetenz noch erweitern. Nicht auszudenken, wenn sich der "sorgsam" programmierte Trojaner plötzlich viral verteilt, z. B. dadurch, dass er "aus versehen" an eine Mailingliste geschickt wurde...
    ... um nur mal ein mögliches Szenario zu nennen.

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  2. Und jetzt schreien alle Volldeppen. Ohhh wir sind so gefährdet in Deutschland *heul heul*. Da könnte ich gleich wieder reintreten. Die raffen glaub alle nicht dass es absolute Sicherheit nicht gibt... auch mit 10 Schäubles nicht.
    Und bei Rot über die Ampel laufen sie weiterhin... aber Bomben, diese Gefahr ist ja riesig auf Deutschen Strassen.

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