Donnerstag, 3. Juli 2008

Schrecken ohne Ende

Ich glaube, die SPD will einfach nicht regieren. Man muss sich den Parteivorstand wahrscheinlich als eine Narrenzunft vorstellen, die einfach nicht einsehen will, dass Fastnet nur einmal im Jahr ist. In der Öffentlichkeit wollen sie nicht auffallen und machen nur subtile Werbung für ihr Anliegen der ratio-losen actio, und im Geheimen setzen sie Narrenkappen auf. Vielleicht sind es auch Eselsmützen, da kann man sich nicht so sicher sein.
Der SPD-Vorstand hat nun nämlich - geschlossen, inklusive der "linken" Andrea Nahles - ein Sondergespräch mit Ypsilanti anberaumt, um ihr die LINKE-Tolerierung endgültig auszureden. Es gelte "das Wort von Beck, dass man nicht zweimal mit dem Kopf durch die gleiche Tür rennt", heißt es. Nein, man tut es vier-, fünf-, achtzehn-, hundertmal. Ja, glauben die denn, das Wahlergebnis ändere sich über Nacht, wenn sie noch einmal ihr Nein zur Zusammenarbeit mit der LINKEn bekräftigen? Glaubt die SPD, es geschieht ein Wunder, und die FDP sagt plötzlich: "Na dann, darauf haben wir ja nur gewartet, machen wir eine Ampel!"? Dass Koch plötzlich verschwindet, sich einfach mit einem Puff auflöst und damit eine GroKo vertretbar scheint? Der Vogel Strauss verfügt über mehr Verstand als diese Partei.
Immerhin darf man davon ausgehen, dass man sich bei CDU und FDP kringelig über den Jecken-Verein lacht. An der Front kann die SPD immerhin voll punkten.

Kommentare:

  1. "Wunder gibt es immer wieder", sang Katja Ebstein anno 1970. Und was passierte? Die SPD wurde 1972 bei der legendären Bundestagswahl "Willy wählen" mit 45,8 Prozent stärkste Partei. Und heute willst Du nicht mehr an Wunder glauben? Schäm' Dich! Warte erst mal ab, 2009 werden die Sozialdemokraten wie Phoenix aus der Asche auferstehen.

    "Viele Menschen suchen jeden Tag aufs neu
    Jemand der sein Herz ihnen gibt
    Und wenn sie schon glauben, er kommt nie vorbei
    Finden sie den einen, der sie liebt." (Ebstein) Passt das nicht zu Kurt Beck wie die Faust aufs Auge? ;-)

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  2. Der jämmerliche Gesamtzustand der SPD ist Ausdruck der Ideen- und Konzeptlosigkeit einer linken Volkspartei in der kapitalistischen Wirtschaftsgesellschaft. Und so etwas kann bei dem strukturellen Machtungleichgewicht von Kapital und Arbeit auf Dauer nicht gut gehen.

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