Montag, 26. Februar 2007

Missratene Privatisierung, heute: DB

Unter den vielen Beispielen, warum die Privatisierung nichts als Schaden verursacht, bietet derzeit die Deutsche Bahn. Laut einem Bericht des Bundesrechnungshofs gibt sie viel zu wenig für die Instandhaltung der Strecken aus. Mit hanebüchenen Argumenten weist die Bahn das zurück. Dabei hat es System: während Mehdorn versucht, die Bahn zu einem Logistikkonzern ohne Schiene zu machen und den ganzen Laden an die Börse zu bringen, um im Namen des Shareholder Value endgültig lebensgefährliche und reduzierte Strecken fahren zu lassen, bezahlt alle Ausfälle durch Entgleisungen und ähnlich unschöne Zwischenfälle der Bund. Dann ist ja alles in Butter, nicht wahr?

Kommentare:

  1. Auch das Zugunglück in Großbritannien ist auf ähnliche Zusammenhänge zurückzuführen.

    Wir haben zwar zum Glück keine englischen Verhältnisse, aber auch bei uns gibt es falsche monetäre Anreize, die eben zu gewissen Logiken, Entscheidungen und eben leider auch Unterlassungen führen...

    Peter

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  2. Infrastruktur, die der Versorgung der Grundbedürfnisse der Allgemeninheit dienen, gehören nicht privatisiert. Punkt. Dazu gehört die Bahn ebenso wie Ver- und Entsorgungsbetriebe, also Strom, Gas, Wasser und im gewissen Umfang auch Immobilien / Wohnraum.

    Alles andere führt nur zu mehr Kosten bei schlechterer Leistungsqualität, weil den Aktionären der gieriege Schlund gestopft werden muss. Einem staatliches Unternehmen reicht bereits eine schwarze Null plus X für Investitionen.

    Gruß

    Alex

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  3. Erkunden Sie doch mal spielerisch
    die zu erwartenden Folgen der Bahnprivatisierung:

    http://www.campact.de/bahn/opoly/start

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