Montag, 12. Februar 2007

Unmut bei der Aristokratie

Wie die Welt berichtet, zeigt sich besonders Gräfin Bruges von Pfuel sehr engagiert, wenn es um den Kampf gegen das neue Erbschaftssteuerrecht geht. Kein Wunder, schließlich ist sie Alleinerbin von rund 1100 Hektar Forstfläche mit angehängtem Schloss im Mecklenburgischen. Sie will das später an ihre sechs Kinder vererben, die nun nach ihrem Horrorszenario vor dem Hungertod stehen. Selbstverständlich sei das alles eine "Neiddebatte", wie sie Oskar Lafontaine an den Kopf warf. Doch der hatte ungewöhnliche Verbündete: SPD-Innenminister Stegner, Gastronom Käfer und Elitenforscher Hartmann. Alle bestätigten, dass die Erbschaftssteuer ohnehin nur bereits privilegierte Schichten träfe. Lafontaine erwähnte lakonisch, dass er selbst auch von der Neuregelung betroffen sei (und spielte damit auf seine Villa im Saarland an). Generell erschien der Gräfin vollkommen unverständlich, was da vor sich geht. Sie sieht nur zwei Möglichkeiten: alles versilbern und ins Ausland (was Stegner mehr zum Lachen reizte) oder eben alles verjubeln. Dass es dann ihre Kinder auch nicht bekommen - egal, solange es nur nicht sozial gerecht verteilt wird.
Denn das ist das Crux an der ganzen Debatte: die Frau Gräfin steht für viele ihrer Art, die mit ererbtem Vermögen ohne Arbeit in eine privilegierte Stellung geboren werden. Die Erbschaftssteuer soll eine solche Kapitalakkumulation ja eben verhindern - auf dass die sechs Kinder einmal tatsächlich etwas leisten müssen und nicht genauso wie die Frau Gräfin sich von der Gesellschaft aushalten lassen. Wären sie Hartz-IV-Empfänger, würde man sie Sozialschmarotzer nennen. So natürlich geht es um die Rettung des Privateigentums vor dem Sozialismus. Zum Glück beginnen die alten Feindbilder langsam ihre Wirkung zu verlieren. Ob die FDP mit ihrem neuen alten Slogan auch nur einen Blumentopf mehr als das Guidomobil gewinnen wird, ist fraglich.

Kommentare:

  1. Es mag krass klingen. Aber eine Erbschaftssteuer im Falle von Superreichen (also extreme Vermögen im Wert von beispielsweise mindestens 50 Millionen EUR) müsste streng genommen über 90% betragen.

    Das klingt extrem viel, ist aber durchaus mit dem Sozialstaatsprinzip und der besonderen Ausprägung des Sozialstaatsprinzips in Art. 14 - Sozialbindung des Eigentums - zu vereinbaren. Der Gesetzgeber müsste lediglich ein entsprechendes Bundesgesetz erlassen. Das Grundgesetz würde eine solche Steuer erlauben.

    Über die Details muss man nachdenken. Aber es geht auf Dauer sicherlich nicht gut, wenn eine kleine Clique immer weiter extremes Vermögen anhäuft, dieses Vermögen dann innerhalb der eigenen Familie vererbt. Und auf der anderen Seite haben Millionen Bundesbürger fast gar nichts.

    Mal schauen, wie lange das noch gut gehen wird.

    Wohlgemerkt: Mir geht es nicht um die Erbschaftssteuer beim kleinen Häuschen der Großmutter. Es geht um Erbschaftssteuer in Bezug auf extreme Vermögen, die weit über das hinausgehen, was Otto Normalverbraucher so hat.

    Der Umfang der Erbschaftssteuer ist eine Ursache dafür, dass wir in Deutschland den modernen Feudalismus haben.

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  2. Ja super, und wenn mans so übertreibt (90%), dann wird hier nichts mehr versteuert. Super, dann gibbet gar nix für den Staat. Ist ja wohl nicht Sinn der Sache. Das es eine Erbschaftssteuer geben muss ist klar, aber genauso wie bei der ESt sollte man das immer im Verhältnis belassen.

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  3. Mal ganz kleinlaut in die Runde gefragt: Warum verstaatlichen wir dann den Privatbesitz nicht direkt? Müssen wir damit wirklich warten, bis derjenige, der auf welche Weise auch immer dazu gekommen ist, den Radieschen von unten beim Wachsen zuhört? Wär e es nicht viel ehrlicher, gleich alles bis zum letzten Cent in die kompetenten Hände unserer Bundesregierung zu legen? Dann müsste man sich nicht mehr über Superreiche und andere Feindbilder ärgern sondern könnte sich zurücklehnen in der Gewissheit, dass nun wirklich alles den Bach runtergeht. Oder erinnern wir uns dann vorher doch noch an Dinge wie den Schutz des Privateigentums? ... wobei... war das nicht Diebstahl am Volk? Und war ein ulag nicht ein Ferienparadies? Fragen über Fragen...

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  4. Muss ich Shurak Recht geben: Die Bürger sollten nicht zu viel entscheiden, der Staat und die Staatsangestellten wissen meistens sowieso besser als der einzelne Bürger, weil der gar nicht alles überblicken kann. Möglichst alles sollte in Staatshände gelegt werden. Bei Privatbesitz fängt es schon an, alles verstaatlichen, wir brauchen keine so genannten Unternehmer, die andere ausbeuten. Wenn wir alles verstaatlichen, das wäre ja eine Steuer von 100 %, könnte der Staat die höchsten Einnahmen erzielen. Das wäre gut und der Staat könnte seine Aufgaben erledigen.

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  5. Genau mein Platz in der Kommentatorenliste, bei den Zynikern ... ;-)

    Die Logik der Gräfin bestätigt einmal mehr, was jahrhundertelange "Adelszucht" im menschlichen Gehirn anrichten können. Oder kommt dieses "Denken" vielleicht von der fehlenden neuronalen Stimulation, wenn man ein ganzes Leben lang auf hohem Niveau arbeitslos ist?

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  6. Hier ist manches etwas kurz gedacht! Natürlich ist es richtig, große Vermögen zu ordentlich zu besteuern, wenn sie vererbt werden. Dies gilt auch für die Millionen-Villa am Starnberger See. Allerdings sollte bei Betriebsvermögen Augenmaß gewahrt werden.

    In meiner Nachbarschaft lebt auch so ein Graf mit großem Waldbesitz. Dieser Waldbesitz hat natürlich einen erheblichen Wert, aber nur weil über Generationen dieser Wald gepflegt wurde. Zur Zeit werden Eichen geschlagen, die vor 300 Jahren von seinen Vorfahren gepflanzt wurden. Ebenso forstet er mit Bäumen auf, die erst in Generationen geerntet werden können.

    Sollte er nun im jeweiligen Erbschaftsfall 50% oder mehr verkaufen müssen, um die Erbschaftssteuer bezahlen zu können, würden solche langfristigen Investitionen unterbleiben.

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  7. Es ist wie beim Zahnarzt: je mehr man den Nerv getroffen hat, desto alberner und lauter heulen die neoliberalen Trolle auf.

    @ ulysses: Es ist ja nicht nur die offenbar debilisierende Adelszucht, es fängt schon damit an, dass Männer zwar auch mit Frauen irgendwo von ganz unten kein Problem haben (Wo die Liebe hinfällt, siehe Prinzenmärchen etc.), während Frauen eingeimpft wird, immer brav darauf zu achten, dass der Partner mindestens aus einem ähnlichen Stall kommt wie sie selbst. Das wäre auch ein wunderbares Thema für Geschlechterfrage und Gleichberechtigung. Interessanterweise wird die Faulheit der Erben nicht als Faulheit bezeichnet, sondern nur bei denen, die auf nicht so hohem Niveau arbeitslos sind. Wer alleine im vergangenen SPIEGEL das Foto der debil dreinschauenden Thurn und Taxis-Clique über dem Leitartikel gesehen hat, wird noch heute Schmerzen haben: perfekt gestylte hauptberufliche Töchter, Söhne und Erben im maßgeschneiderten Designerfummel, die offensichtlich gerade zu einer Bussi- und Champagner- Party gingen oder von einer solchen kamen *brrrrrr*

    Gruß

    Alex

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  8. 90% generell ist natürlich deutlich zu viel. Aber: bei extrem großen Vermögen ist es angemessen.
    Shurak, deine Ironie geht etwas an der Sache vorbei - schließlich verfügt ja der Besitzer zu Lebzeiten komplett darüber. Erst wenn er stirbt, wird die Kohle verteilt.
    Für Betriebe gibt es ja Ausnahmeregelungen, wenn selbige weitergeführt und nicht verkauft werden.

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  9. Im Spiegel sind einige gute Leserbriefe dazu welche aussagen: Warum das Vermögen nochmal besteuern wenn es mit mitteln verdient wurde die schon besteuert wurden.

    Ich verstehe nicht auf was ihr so neidisch seid, ich hätte auch gern ein paar Millionen geerbt, hab ich aber nicht, deswegen tu ich was dafür, nicht so wie 90% hier nur meckern und anderen das Geld wegnehmen wollen. Ist mMn niveaulos!

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  10. Es geht doch gar nicht um Neid! Es geht eben darum, dass diejenigen NICHT arbeiten müssen und das Geld eben NICHT besteurt wird. Gerade diese Aristokratenvermögen bestehen und kumulieren seit Jahrzehnten, und die wurden nie besteuert.

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  11. Na gut, Aristokarten interessieren micht nicht sonderlich. Unsere Debatte ging hier auf eine allgemeine Erbschaftssteuer hin...

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  12. Ich glaube, dass die paar Aristokraten sicherlich nicht das Problem sind. Seit Abschaffung der Monarchie 1918 ging es mit denen schon ziemlich bergab. Jedenfalls findet man auf der Forbes-Liste kaum einen von denen.

    Die Aldis, Lidls und Quants stehen ziemlich weit oben Die Flicks nicht mehr, weil sie sich in (Erbschafts-)Steuerparadiese verpisst haben. Die Schumacher sind ja gleich in die Schweiz abgedüst.

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  13. Gut. Nehmen wir die Albrechtbrüder. Die zwei haben zusammen rund 25 Milliarden, eher mehr. Scheiße, 10% davon ist immer noch deutlich mehr als man effektiv für sich ausgeben kann.

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  14. Ja und? Es gehört ihnen, nicht dir oder sonst wem. Da gehören keine 90% abgezogen.

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  15. Es ist doch ganz einfach: Wenn für Arbeit Geld vom Arbeitgeber zum Arbeitnehmer fließt, wird es versteuert. Warum sollte also Geld, das ganz ohne Arbeit vom Erblasser zum Erben fließt, nicht besteuert werden? Das Geld / Vermögen hat keine eigene Rechtspersönlichkeit und der Erbe ist steuerpflichtig. Das Gejammer auf hohem Niveau ist da schlichtweg deplatziert.

    Gruß

    Alex

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  16. Weißt du, was ich seltsam finde? Wenn einer 25 Milliarden bekommt, gehört es ihm und nichts wird abgezogen. Wenn jemand ein Auto hat, das 11.000 Euro wert ist, und er Hartz-IVer wird, muss er es verkaufen. Genauso wie allen anderen Besitz. DAS ist dann plötzlich gerecht. Ich spucke vor einer solchen Gerechtigkeit, die sich zur Hure des Kapitals macht. Ich spucke davor.

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  17. Supererbin Paris Hilton mal für ein Jahr in Detroit an irgendein Fliessband stellen.

    Aber wahrscheinlich findet die da auch einen, der ihr für `ne Nacht mehr bezahlt, als sie am Fleissband im Monat verdienen kann.

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  18. Hallo,

    "wenn mans so übertreibt (90%), dann wird hier nichts mehr versteuert"

    Kennst du die Laffer-Kurve?

    Es wird nichts versteuert, wenn der Staat 0% Steuern nimmt. Wie wäre es mit einem Kompromiss: 19% Mehrwertsteuer auf Erbschaften bei Superreichen? Das wäre ein kleiner Anfang. Aber bitte auch nach dem realen Wert der Vermögen berechnet.

    Und was ist mit dem Betriebsvermögen, was ist mit den Fabriken? Nun ja, die Fabriken bleiben halt nach wie vor bestehen, sie haben halt nur neue Eigentümer. Da wird keine Fabrik zerschlagen. Und der neue Eigentümer ist halt nicht lediglich ausschließlich der Sohn oder die Tochter des Superreichen, sondern halt zusätzlich auch jemand anderes.

    Im übrigen spart euch mal bitte die Polemik, bringt ein inhaltliches Argument. Ich spreche hier nicht von einer vollkommenen Verstaatlichung von Privatbesitz. Nach Überzeugung soll jeder Bundesbürger bis zu 50 Millionen EUR besitzen dürfen. Was darüber hinausgeht, darf er auch gerne der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Der Privatbesitz sollte nicht nur bei einigen wenigen Superreichen sein, sondern etwas breiter im Volk gestreut sein.

    Oeffinger Freischwimmer, warum soll man das Vermögen nicht noch mal besteuern? Beim Auto wird auch eine Besitzsteuer genommen - obwohl doch schon zuvor die Mehrwertsteuer beim Erwerb des Autos notwendig war. Und warum soll nicht eine Besitzsteuer genommen werden auf eine Autofabrik?

    Darüber wird in den gleichgeschalteten Massenmedien nicht diskutiert, denn die Besitzer der Autofabriken haben halt sehr gute Kontakte zu unseren Massenmedien (Kuratorium, Stiftungen usw.).

    Wem wird denn das Geld in Deutschland weggenommen (oder vorenthalten)? In erster Linie den Arbeitslosen, aber auch den Arbeitnehmern und dem Mittelstand. Nur die Superreichen, die dürfen immer mehr Geld haben.

    Die Freiheit des einen muss dort seine Grenzen finden, wo die Freiheit des anderen unverhältnismäßig beeinträchtigt wird. Die Freiheit der Superreichen immer weiter Vermögen anzuhäufen muss begrenzt werden, weil Millionen Bundesbürger nahezu pleite sind.

    Eine Umverteilung des Vermögens von einigen wenigen Reichen zu vielen Armen würde dazu führen, dass unsere Volkswirtschaft eine sehr viel größere Binnennachfrage als zur Zeit haben würde. Die Nachfrage nach normalen Gütern würde steigen. Das Bruttoinlandsprodukt beziehungsweise Bruttosozialprodukt würde ganz erheblich steigen können.

    Das Ganze nennt man soziale Marktwirtschaft oder rheinischen Kapitalismus. Und genau das war das Erfolgsmodell im kalten Krieg in Westdeutschland. Warum knüpft man daran nicht an?

    Also bitte mal mit den Argumenten auseinander setzen, mit Polemik kommen wir nicht weiter.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass es in Deutschland eine Unterschicht gibt, die gerne dumm und arm ist. Am schlimmsten sind übrigens die glücklichen Untertanen in einer Demokratie, um es mal etwas hart zu formulieren. Sie sind glücklich, wenn sie 40 Stunden in der Woche fremdes Vermögen mehren können, weil sie an der Kasse im Discounter eines Superreichen sitzen, wobei sie natürlich vom Gehalt, was ihnen der Superreiche auszahlt, locker ihre Wohnung bezahlen können. Das sind die glücklichen Untertanen im feudalen Deutschland.

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  19. Ach, darüber würde ich mich gar nicht groß aufregen. Vielmehr ist es ja dann so, dass die mit den Millionen und Milliarden dem Arbeitslosen noch das Auto neiden oder wenn seine Wohnung größer ist als zulässig, so dass man ihm dann ein Zimmer zwangsabschließt. Es ist alles die gleiche neoliberale, asoziale Suppe. Und diejenigen, die diese Suppe verbreiten, sind meist auch genau solche, die vorrangig von Kapital (Aktien, Beteiligungen, vermietete Immobilien etc.) leben. Es ist ganz platt Lobbyismus, vielfach wird auch von einer "Revolution von oben" die Rede. Revolutionär ist an der neoliberalen Bewegung aber nichts, nur schlechter Wein in alten Schläuchen: Gier, Egoismus / Egomanie, Maßlosigkeit, Null Solidarität oder Sozialverhalten. Menschlich betrachtet eigentlich recht armselige Kreaturen, Millionen hin, Milliarden her.

    Gruß

    Alex

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  20. An wen war die Frage mit der Laffer Kurve?

    Perspektive 2010: Das was du hier betreibst ist nichts als billige Pauschalisierung und Polemik. Warum gehst du nicht irgendwohin wo das was du willst praktiziert wird?

    Ich habe nie gesagt das Vermögen nicht besteuert werden sollten. Ich habe mehr oder weniger die Leserbriefe zusammengefasst die sagten "Das Vermögen entstand aus Einnahmen die schon einmal versteuert wurden".

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  21. Genau da liegt ja die Crux: Gerade Aristokratenvermögen wurden häufig NICHT schon einmal besteuert. Davon abgesehen ist es eine Gerechtigkeitsfrage, so viel Geld zu akkumulieren.

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  22. Oeffinger Freischwimmer,

    Das mit der Laffer-Kurve war auch an dich gerichtet, aber insbesondere an FRank. Der hatte nämlich behauptet:

    "Wenn wir alles verstaatlichen, das wäre ja eine Steuer von 100 %, könnte der Staat die höchsten Einnahmen erzielen."

    Bei einer Steuer von 100% würde jeglicher Leistungsanreiz entfallen. Die Einnahmen wären eben nicht am höchsten, sondern würden auf Null zurückgehen, es sei denn, man würde die Zwangsarbeit ausweiten.

    Also ich lehne die Extreme ab. Aber bitte denk doch mal darüber nach. 90% klingt extrem krass, ist es aber eigentlich gar nicht. Aber es wäre wie gesagt schon ein Anfang gemacht, wenn man wenigstens den normalen Mehrwertsteuersatz in Höhe von 19% nehmen würde.

    Oder findest du die gegenwärtige Situation bei der Erbschaftssteuer überzeugend? Warum müssen Milliardenvermögen innerhalb einer Familie vererbt werden können?

    Was ist dein Vorschlag, Oeffinger Freischwimmer? Wie viel Prozent Steuer sollten bei einer Erbschaft erhoben werden?

    Man mag mir gerne widersprechen, ich würde gerne mal ein gutes Argument gegen meine Meinung kennenlernen.

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  23. Mal was interessantes zum Thema:

    "1997 verkauften die Gesellschafter ihre Anteile an der Corange Ltd. an Hoffmann-La Roche für rund 19 Milliarden DM, auf Curt Engelhorn entfielen dabei entsprechend seiner 40%igen Beteiligung rund 8 Milliarden DM. Durch die Zwischenschaltung der Corange Ltd. gelang es somit Curt Engelhorn und den anderen Gesellschaftern, den Verkaufserlös zu vereinnahmen, ohne dass Steuern für den deutschen Fiskus anfielen."

    Zitat aus wikipedia betreffend der Familie Engelhorn (Boehringer)

    Da kann man lange drüber diskutieren, ob ein Waldbesitzer mit 1000 Hektar im Erbfall 90% an den Fiskus geben muss oder nicht. Alles Banane, wenn solche Aktionen mit nicht grundgebundenem Vermögen möglich sind.

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  24. 1. Ja, die Laffer Kurve kannte ich ;), aber egal...

    Ich will hier gar keine Vorschläge machen wie das zu regeln sei, da ich mich selbst nicht ausreichend damit beschäftigt habe (rechtliche Situation usw.)

    Ich habe lediglich kommentiert was ich von einigen hier gelesen habe.

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  25. Das ist ja eigentlich genau mein Thema wozu ich mal wieder eine gute Kontroverse Meinung haben kann.

    @meudalherr: Du sagst, dass es ungerecht ist, dass man als Autobesitzer Besitzsteuern zahlen muß, allerdings nicht für die Autofabrik. Dazu sollte man wissen, dass jedes Jahr eine Grundsteuer zwischen 2,6 und 6,0% anfällt. Wikipedia hilft da gerne weiter

    Warum soll eine Familie Generation für Generation arbeiten und arbeiten und arbeiten um ein Vermögen anzuhäufen um es dann solchen Leute wie euch hier zu überlassen? Weil es Gerecht ist? Weil ihr es so wollt? Weil ihr das Vermögen nicht habt? Weil ihr nicht in der Lage seit alleine etwas zu bewegen? Um ein Vermögen anzuhäufen muss jemand im Laufe der Familiengeschichte auf viel verzichtet haben oder sehr viel gearbeitet haben und warum soll diese Person nicht in der Lage sein das Vermögen was er legal versteuert und erworben hat nochmals versteuern?

    Ich vertrete auf ganzer Linie, dass man die Erbschaftssteuer von 0% einführt. Selbst Einkünfte aus anderen Ländern dürfen gemeäß dem Doppelbesteuerungsabkommen nicht zwei mal versteuert werden. Aber beim Erbe wird doppelt abkassiert. Warum? Es gibt in meinen Augen absolut keine Legitimation der Erbschaftsteuer.
    Diese Forderung ist abfalls so absurd wie die Forderungen des einen und anderen hier...

    @anonym: Du bist doch nur neidisch, dass Paris Hilton in der Lage ist für eine Nacht mehr zu bekommt, als du in einem ganzen Jahr... aber das liegt bestimmt nicht nur daran, weil ihrem Vater einige Hotels gehören. Denn wäre sie hässlich, dann würde niemand soviel zahlen. Vielleicht hättest du einfach mehr für deinen Körper und deine Schönheit tun müssen, dannn würdest du jetzt auch für eine Nacht soviel bekommen wie im ganzen Jahr.

    @Sassey: Zu deiner Spuckattacke kann ich nur sagen, dass du vergisst, dass derjenige der schon 25Milliarden hat dafür midnestens 25Milliarden gezahlt hat, damit derjenige der nun Hartz4 bekommt leben kann. Warum spuckst du da dann rum? Reichen die 25Milliarden etwa nicht? Achja und soll der Milliardär jetzt auch noch das Auto finanzieren, damit der Hatz4ler auch noch einwenig die Umwelt verschmutzen kann... Achja is klar...

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