Samstag, 3. Februar 2007

Vernünftige Geschäftspolitik bei der Bahn

Der Börsengang wurde bisher glücklicherweise verhindert (an dieser Stelle sei auf die attac-Aktion "Die Bahn ist keine Ware!" verwiesen), doch andere Entscheidungen des Managments um Mehdorn, die nur als geistiger Dünnpfiff abzuqualifizieren sind, konnten leider nicht gestoppt werden. So soll dieses Jahr der Zuschuss der Länder für die Bahn gekürzt werden (ein Entschluss, der die gleiche intellektuelle Qualität auch bei den MdL erkennen lässt), was die Bahn wiederum veranlasst, Strecken zu streichen, bzw. die Züge, die auf diesen verkehren. Es gab ein wochenlanges Zittern, ehe bekannt wurde, welche Strecken ausgedünnt werden sollen. Man könnte meinen, das sei eine vernünftige Idee. Strecken, die kaum befahren sind und sich nicht rentieren können ja stillgelegt werden. Dummerweise scheint man bei der Bahn eher Roulette oder etwas vergleichbares gespielt zu haben, um die Entscheidung zu treffen, denn anders lässt sich zum Beispiel das in Ba-Wü prominenteste Beispiel einfach nicht erklären. Betroffen ist die Strecke Stuttgart-Tübingen, eine Strecke die, wie ich aus eigener monatelanger Erfahrung weiß, sehr stark von Berufspendlern (und da schließe ich Studenten ein) frequentiert wird und deren Züge meist brechend voll sind. Ausgerechnet einige der vollgestopftesten Zeiten werden nun gestrichen. Als Folge steigen (nicht nur in Tübingen, sondern im ganzen Land) Pendler wieder auf das Auto um, von dem man sie mit langen, mühevollen und teueren Kampagnen weg bekommen hat, zugunsten der ökologischen Öffentlichen Verkehrsmittel. Die Grünen protestieren zwar artig, aber was bringt es? Auch für die Bahn kann das nur ein Verlust sein. Ökonomisch ist es genauso Quatsch wie ökologisch, schließlich war und ist die Strecke Stuttgart-Tübingen eine der einträglichsten und bestfrequentiertesten überhaupt.

Kommentare:

  1. Wird wohl Erpressung von Seiten der Bahn sein. "Mehr Geld und wir überlegen uns das nochmal!"

    Von mir aus soll doch der Mehdorn seine Logistik-Sparte weiterführen, dann nehmen wir ihm mit Freude die Bahn einfach weg.

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