Sonntag, 18. März 2007

Hartz-IV: Keine Geschenke mehr für Kinder

Hartz-IV: Wer glaubt, kranker geht's nicht mehr, der nehme mal Hannover her. In dem vom christlichen (!) Saubermann Christian Wulff geleiteten Niedersachsen wurde eine neue Initiative gestartet. Demnach sollen Kinder von Hartz-IV-Empfängern Geschenke, wie bei Konfirmation und Weihnachten, die über den Wert von 50€ hinaus gehen abgeben bzw. deren Wert mit dem Harrtz-IV der Eltern verrechnet werden.
Man sollte nicht glauben, wie krank eine Politik und eine Hetze gegen eine Bevölkerungsgruppe werden kann. Die Kinder für die Arbeitslosigkeit ihrer Eltern zu bestrafen ist wirklich gegen alle Sitten und Moral. Es werden nicht nur Leben zerstört und Existenzen vernichtet, nein, auch noch eine ständige Demütigung gehört zum Programm der asozialen "Sozial"politik der Etablierten. Wie krank muss man eigentlich sein, um Kindern und Jugendlichen die Geschenke konfiszieren zu wollen? So etwas hat man sonst nur in Horrorgeschichten aus Kinderbüchern gehört.
Besonders krass ist es, dass ausgerechnet ein CDU-geführtes Land diese Initiative durchführt. Schimpfen sie sich nicht christlich? Wie können solche...Menschen auch nur allen Ernstes auf so eine Aktion verfallen? Mir fehlen ehrlich die Worte. Es ist kaum vorstellbar, so asozial zu sein. Aber keine Angst: sie schaffen es.

Kommentare:

  1. Für so etwas gibt es nur eine Bezeichnung: asoziale, neoliberale Kampfpolitik.

    Gruß

    Alex

    AntwortenLöschen
  2. Ich möchte an dieser Stelle selbstredend keineswegs zu Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten oder ähnlich Unschönem aufrufen, aber im verlinkten HAZ-Artikel erwähnt ein Arbeitsagentur-Spercher ja schon, wohin die Reise geht: Kontrolliert werden wird das wohl nicht - alleine, weil es völlig unpraktikabel wäre -, also ist jeder, der solche Geschenke ehrlich angibt, selbst schuld.

    Nehmen wir nur mal den gewiss keineswegs untypischen Fall, dass die Großeltern einen Sparplan angelegt haben, um dort monatlich für den Führerschein ihrer Enkel einzuzahlen. Den lassen sie entweder auf sich laufen (dann ist er futsch (im Sinne von: wird ins Hartz reingerechnet), sollten sie vor dem 18. Geburtstag der Kinder sterben), wenn sie ihn angeben, ist erst recht alles aus.
    Fragt sich nur noch, was das bringen soll - ohne Führerschein Arbeit zu finden, ist bestimmt nicht leichter, als mit.

    AntwortenLöschen
  3. Der Herr Wulff soll lieber erstmal den Schweinestall VW ausmisten. Wollte er dafür nicht den Mittellandkanal durchs VW-Verwaltungsgebäude leiten?

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.