Freitag, 23. März 2007

Sanftes Aufbegehren

Seit Jahren zum ersten Mal erwirtschaftet Deutschland wieder etwas mehr Steuern. Entgegen jeder wirtschaftlichen Vernunft will die GroKo um Peer Steinbrück am rigiden Sparkurs festhalten. Nun regt sich sanfter Widerstand von Fraktionschef Struck, der eine leichte Erhöhung der Ausgaben anmahnt, besonders in den Bereichen Umweltschutz und Wiederaufbau in Afghanistan. Erfolg wird ihm genausowenig beschieden sein wie dem Kurs.
Dabei ist es dieser Sparkurs, der seit seinem Beginn im Jahr 2000 einen echten wirtschaftlichen Aufschwung verhindert, gepaart mit einer falschen, ja schädlichen Leitzinspolitik der EZB. Die Unternehmen freut es: sie fahren Jahr für Jahr gestiegene Gewinne ein, zumindest, wenn wir von den großen Unternehmen reden - den Multis. Die mittelständischen Betriebe gehen genauso ein wie der Mittelstand per se.

Kommentare:

  1. Die EZB kann es nicht allen 12 Euro Ländern gleich recht machen. Verschiedenes Wirtschaftswachstum in vielen Staaten macht die Sache nicht einfach.
    Und was du gegen Haushaltskonsolidierung hast verstehe ich auch nicht. 43 Mrd. Euro schulden in vorigen Jahren müssen ja nicht unbedingt sein, genauso wenig wie ein verfassungswidriger Haushalt...

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  2. Klar, Schuldenabbezahlen ist toll - aber ich finde es äußerst kurzfristig gedacht, jetzt einige Schulden abzubezahlen und wegen Investitionsschwächen bald neue in deutlich größerer Zahl aufnehmen zu müssen. Der Konsolidierungskurs krankt daran, dass er die Wirtschaftsentwicklung allgemein hemmt - und damit die Einnahmen des Staates. Anders ausgedrückt: durch die Konzentration auf Sparen und Schuldenabbau schwinden die Einnahmen, was zu neuen Schulden führt. Der Berg wird von der einen Seite abgetragen und von der anderen vergrößert.

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  3. Die Theorie ist mir durchaus bekannt. Ich weis wozu übermäsiges Sparen führt... aber, mMn machen wir mit 16 Mrd. dieses Jahr immer noch genug Schulden und können die Mehreinnahmen gut gebrauchen.

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  4. Wir sollten uns vieles sparen. Zum Beispiel die ca. 6 Milliarden an die EU, mit der wir unsere Standort-Konkurrenten füttern. Das Ganze landet dann als Steuerersparnis oder Subvention eh wieder bei den multinationalen Konzernen.

    Gruß

    Alex

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  5. Über "Sparen oder nicht sparen" will ich mal nichts sagen, ich bin kein Wirtschaftswissenscaftler und hab da nicht unbedingt Ahnung von. Auch wenn ich immer dachte, Leben auf Pump sei ein schädliches Konzept. Aber gut... anderes Thema...

    Von allen Resorts in denen wir Geld ausgeben könnten - warum um Himmels willen "Umweltschutz" und "Wiederaufbau in Afghanistan"? Warum nicht noch "Fischzucht im Vesuv" oder "Panflötenspieler auf dem Mount Everest"? Ich empfehle dem Herrn Struck dringend eine CT, ich befürchte fortgeschrittene Tumore im Kleinhirn.
    Über "Umweltschutz" ließe sich noch diskutieren, auch wenn ich der Meinung bin, dass vielleicht eine Stabilisierung des Wirtschaftswachstums langfristigere Konzepte ermöglichen würde. Aber Afghanistan? Solange mir keiner erklärte, in welcher Weise das eine Investition darstellt, befürworte ich keinen Cent, der in diese Richtung fließt. Da ist mal Geld im Lande, schon soll es an den Hindukusch. Muss ich das verstehen?

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  6. Nicht wirklich, nein. Wenn die Mission Erfolg haben soll, muss man schon Geld reinstecken in den Wiederaufbau und so...aber die Mission, die da oben gerade geführt wird, wird scheitern.

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  7. Welche Mission außer "Deutschland um Weltsicherheitsrat" wird denn da noch geführt?

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