Samstag, 31. März 2007

Kundenfreundlichkeit bei der Bahn

Die DB will als Geldsparmaßnahme die Möglichkeit abbauen, in Regio- und Interregioexpress Karten im Zug zu kaufen. Für viele Menschen gibt es damit keine Möglichkeit mehr, bei einem Menschen ein Ticket zu kaufen, und wer sich einmal mit den Touchscreens herumärgern durfte weiß, dass oftmals der Zug bereits weg ist, wenn endlich die Karte ins Ausgabefach fällt.
Begründet wird die Servicewüste damit, dass das Zugpersonal dann "mehr Zeit für Beratung und Service" habe, was von einigen Interessensverbänden auf Seiten der Kunden mit "einem schlechten Aprilscherz" treffend abqualifiziert wird.
Service und Beratung? Von Fahrkartenkontrolleuren? Nachdem ich also die Strafe bezahlt habe, kein Ticket dabeizuhaben, berät man mich gerne, welches ich nehmen soll? Hallo?

Kommentare:

  1. Meine These: Mit den Strafgeldern der Kunden wird die Gehaltssteigerung bei Mehdorn bezahlt und die Gebühren für die Verramschung der Bahn beim Going Public.

    Ist doch toll: Erst baut man an den Bahnhöfen Personal ab und stellt saudämliche und benutzerunfreundliche Automaten auf. Dann spart man sich das Personal in den Bahnen und kassiert zusätzlich zum Fahrtpreis ein "erhöhtes Beförderungsentgelt" ab. Soweit ich es Recht in Erinnerung habe, zahlt man in der Bahn doch eh 3 oder 6 Euro mehr als am Bahnhof. Wenn ich eines gelernt habe, dann das, dass wenn die Bahn von neuem "Service" spricht, damit eigentlich Serviceabbau und Serviceverweigerung gemeint sind.

    Als wäre es nicht übel genug, dass man schon mindestens 30 Minuten vorher am Bahnhof sein muss, wenn man sein Ticket am Schalter kaufen will. Teils werden bei den Automaten Bahncards in der Preisberechnung nämlich nicht berücksichtigt.

    Mein Vorschlag: Die Privatisierung stoppen, Mehdorn achtkantig feuern und einen intelligenten Verkehrswissenschaftler ohne neoliberale Umtriebe an die Spitze setzen.

    Gruß

    Alex

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  2. Äh, Leute tut mir Leid. Ich kauf zehn mal lieber am Automaten ein Ticket weil das einfacher und schneller ist und weil da so gut wie immer einer frei ist...

    "stellt saudämliche und benutzerunfreundliche Automaten auf"
    Wer damit nicht zurechtkommt, mMn etwas unfähig einfache Technik zu bedienen. Wollt ihr beiden jetzt in der Bank das Geld auch wieder von Hand ausgezahlt bekommen? Wie rückständig ist diese Argumentation denn?

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  3. @ Freischwimmer:

    Der Vergleich mit Geldautomaten sticht nicht, da selbiger nur auf wenige Funktionen beschränkt ist und Dir nicht anbietet, Dein Geld in 4657464684 möglichen Wechselkursen auszuzahlen, die sich auch noch saisonal ändern. Selbst die Bahnmitarbeiter haben nur selten einen Überblick über die günstigsten Tarife und passenden Anschlußverbindungen. Nicht zuletzt sind die Tickets an Automaten häufig nur mit EC-Karte zu zahlen, da wartungsfreundlicher. Ich lasse jedoch ungern mittels Umweg über die Banken Bewegungsprofile von mir erstellen und zahle deshalb so viel wie möglich bar. Denn was der Irre Schäuble sich sonst noch so alles ausdenkt: http://www.heise.de/newsticker/meldung/87714


    Gruß

    Alex

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  4. Naja, das ist nur noch für gewisse Regionen richtig. In Stuttgart kann man am Automaten mit Bargeld, EC und Kreditkarte bezahlen, von dem her alles abgedeckt.

    Aber die Automaten sind schnell, einfach und deswegen beim Ticketkauf top.

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