Montag, 9. April 2007

SWIFT und Überweisungen

Überweisungen sind, wie Giralgeld allgemein, eine tolle Sache. Da kann man in Bruchteilen von Sekunden Geldbeträge rund um die Welt schicken. Und das alles dank SWIFT, einem System, das dieses Wunder der Technik nicht nur ermöglicht, sondern auch - für den Fall eines Atomkriegs - Backups sammelt, damit das Weltfinanzsystem nicht zusammenbricht. Clevere Idee, eigentlich.
Eigentlich. Könnte nicht eine Riege von korrupten und kriegsvernarrten Cowboys, genannt die US-Regierung, dank äußerst zweifelhafter Antiterrorgesetze SWIFT komplett auslesen. Und nun plant die EU, künftig ALLE Überweisungen, nicht nur internationale, über SWIFT laufen zu lassen und damit der Überwachung, in enger Kooperation mit den USA, Tür und Tor zu öffnen, weswegen Datenschützer nun auch Alarm schlagen. Dazu kommt, dass die Banken ihre Kunden nicht oder nur mangelhaft aufklären.
Besonders problematisch ist das auch, weil die USA dadurch die Möglichkeit erhalten, den gesamten privaten Bankverkehr auszulesen:
Bleibt nur der Rat an jeden, der Auslandsüberweisungen macht, keinen Unfug mit dem Feld Verwendungszweck zu machen. So könnte etwa die scherzhafte Bemerkung "Spende für Al Kaida" dazu führen, dass man auf eine so genannte "Blacklist" der US-Geheimdienste kommt und nicht mehr in die USA einreisen darf – ohne je zu erfahren, warum.

Kommentare:

  1. Wobei ich es mehr und mehr für sehr mutig, ja beinahe leichtsinnig halte, unbedingt in die USA einreisen zu wollen...

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  2. wer so dumm ist und so etwas auf eine Überweisung schreibt, dem sollte verboten werden in jedes Land der Welt zu Reisen...

    Ob der Inhalt deines Textes aber so ganz stimmt möchte ich auch bezweifeln...

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  3. Einen Witz zu machen, egal ob dumm oder nicht, darf nicht zu einer Beschränkung der Reisefreiheit führen. Punkt.

    Und was zweifelst du an?

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  4. Meines Wissens nach ist ein EU-weites Überweisungssystem geplant, dass allerdings nicht auf SWIFT beruht. Hab aber hierfür keine Quellen sondern nur mündliche Infos.

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