Montag, 22. Januar 2007

Vorbilder, heute: Ackermann

Josef Ackermann, seines Zeichens Deutsche-Bank-Chef, Lobbyist und Egozentriker, hat seinen Rücktritt für 2010 angekündigt. Interessant sind dabei seine eigenen Zukunftsperspektiven:
Ackermann, der am 7. Februar 59 Jahre alt wird, will seine Erfahrungen nach eigenem Bekunden lieber „an der Uni oder vielleicht auch im gesellschaftlichen Bereich“ weitergeben. (Süddeutsche Zeitung)
Noch mal zum Mitdenken: Er will seine Erfahrungen weitergeben. An der Uni oder "im gesellschaftlichen Bereich". Welche Erfahrungen das wohl sind? An der Uni kommt eigentlich nur BWL in Frage, denn für volkswirtschaftliche Zusammenhänge kann ein Ackermann eigentlich nur blind sein. Leute, die BWL-Studenten zu asozialen Ideologen heranzüchten haben wir eigentlich genug, da braucht es kein millionschweres Negativbeispiel im Vorlesungssaal. Immerhin würde er dann ohnehin in die USA gehen; schließlich sind die deutschen Unis da ja gar nicht elitär genug. Schlimmer noch klingt der "gesellschaftliche Bereich". Wahrscheinlich will er Memoiren schreiben. Kommen an der Uni wenigstens nur BWLer in den Dunstkreis, so würden die "Werte" Egoismus, Proftisucht und Gier in diesem Fall noch weiter in allen Bevölkerungskreisen verankert werden. Wohl bekomm's.

Kommentare:

  1. Neidisch auf jemanden sein der es zu etwas gebracht hat ist keine neue Sache....

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  2. Ich bin weder neidisch auf ihn noch möchte ich es zu dem "bringen", zu was "er" es gebracht hat.

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  3. Nein, nein, klar bist du nicht neidisch. Hört man deutlich bei fast allem auf dem Blod heraus...

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  4. Ich habe bereits gesagt, dass ich kein Interesse an Millionen habe, an einem 14-Stunden-Arbeitstag, daran, in der BRD als Verkörperung von skrupellosem Egoismus und Raffgier zu gelten - danke, ich winke ab.

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  5. Naja, aber ALGII möchtest du auch nicht beziehen.

    Ich habe nicht gesagt du sollst er werden, aber das er erfolgreich ist kann man wohl nicht bestreiten, genausowenig wie das gern jeder erfolgreich sein würde.

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  6. Hat ja auch keiner behauptet.

    Ich bestreite nicht, dass er beruflichen Erfolg hat. Ich bestreite, dass jeder einen solchen Erfolg will. Ich zum Beispiel nicht.

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  7. Wenn es sich mit meinen sonstigen Zielen vereinbaren lässt, nehm ich gern ein paar Milliönchen mit

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  8. Jetzt kommt gleich: "Ein solches Verhalten kann ich aber nicht bla bla bla". Dabei weiß doch keiner von uns was er wirklich getan hat.

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  9. Gott, ich schätze meine moralische Integrität auch nicht so hoch ein dass ich eine geschenkte Million verweigern würde :D

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  10. bla bla bla! *hauptsache as gesagt* Diskussion passt net zum Thema...

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